Eine dramatische Fotomontage, die drei Staatsoberhäupter vor einem großen Globus zeigt. Links steht Wladimir Putin in einem dunklen Mantel, in der Mitte Xi Jinping, der ein Dokument mit chinesischem Text liest, und rechts Donald Trump im Anzug mit roter Krawatte. Das Bild ist düster gehalten, mit Regentropfen als Overlay, was eine angespannte geopolitische Stimmung vermittelt.

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Politik und Macht

Das Zeitalter der Eroberungen ist vorbei

Es gibt immer mehr Kriege, aber immer weniger Siege. Das verändert den Blick auf den Iran und die Ukraine radikal.

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Er war gerade Präsident geworden, und ausgerechnet das war wichtig?

Donald Trump verfügte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident, dass der Golf von Mexiko fortan „Golf von Amerika“ heißen sollte. Es war ein geografischer Witz, eine prachtstrahlerische Nichtigkeit, und doch zeigte der Austausch dieses einen Wortes der ganzen Welt und vor allem den verbliebenen Freunden der USA, was auf sie zukommen würde: eine US-Regierung, die haben will, im Zweifel von ihnen.

Schnell machte die Trump-Regierung nach der Golf-Umbenennung weiter und nahm den Panamakanal, Grönland, Kuba, Kanada und Mexiko in den Blick. Schließlich startete sie die Militäroperation, mit der Trump und seine Leute den Präsidenten Venezuelas verhafteten und durch einen Mann ersetzten, der ihnen Zugriff auf die Ölgewinne des Landes zusicherte.

Und nun der Angriff auf den Iran. Die ultimative Machtdemonstration sollte das werden. Den Erzfeind, der die USA schon vor 47 Jahren mit einer Geiselnahme gedemütigt hatte, endlich niederringen. America is back.

Linke und rechte Beobachter sowie Politiker bewerten diesen Angriff gleich. Der Imperialismus sei zurück, schreiben linke Beobachter:innen übereinstimmend, vom Jacobin Magazin über den Guardian bis hin zum New Yorker. Mein Kollege Benjamin Hindrichs erklärte den Angriff auf Venezuela mit Verweis auf die sogenannte Monroe-Doktrin, die die imperiale Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre begründen soll. Die rechte US-Regierung wiederum hat im Winter selbst erklärt, dass sie sich in der Tradition des Imperialismus sehe. In einer viel beachteten Rede beklagte US-Außenminister Marco Rubio den Niedergang der westlichen Imperien und Zivilisation und forderte die Europäer auf, mit Trump gemeinsam das alte westliche Imperium wieder zu errichten.

Alle rufen „Imperialismus“, doch keiner kann noch erobern⬆ nach oben

Während Rubio das sagte, tobte im fünften Jahr ein Eroberungskrieg, den Russland gegen die Ukraine begonnen hatte. Gleichzeitig bedroht China mit immer größeren Militärmanövern Taiwan. Ein neues Zeitalter der Eroberungen scheint begonnen zu haben, ein Neo-Imperialismus, der die neue Weltordnung, die sich gerade formt, entscheidend prägen wird.

Nur: Wenn wir im Zeitalter der Eroberungen sind, wo sind eigentlich die Eroberungen?

Russland scheitert seit Jahren in der Ukraine daran, die Front ein paar Dutzend Kilometer Richtung Kiew zu verschieben, die USA versuchen gar nicht erst, den Iran zu besetzen und haben die Kontrolle über die Straße von Hormus verloren. Selbst das übermächtige China blickt gierig auf Taiwan, greift aber bisher nicht an.

Die Zeit des Imperialismus ist nicht zurück. Was das 19. und frühe 20. Jahrhundert dominierte, große Mächte nehmen sich alles Land, alle Ressourcen, das kehrt nicht wieder. Kein Reich ist zu sehen, in dem „die Sonne niemals untergeht“, wie die Briten stolz ihr Empire beschrieben.

Wir haben es mit etwas historisch Neuem zu tun; nicht mit großen, starken Mächten, die alles lenken, sondern mit Mächten, die manchmal übermächtig sind und manchmal hilflos. Überspitzt gesagt: Plötzlich sind alle Mittelmächte gefangen in einem Netz aus Abhängigkeiten, das ihnen ausgerechnet die alte Ordnung, die liberale, übergeworfen hat.

Die Welt, die die USA selbst gebaut haben aus Handelsströmen, Lieferketten, internationalen Institutionen und gegenseitiger Abhängigkeit, macht dauerhafte Eroberung unbezahlbar, vielleicht sogar unmöglich. Die globale Verflechtung verhindert nicht den Angriff, aber sie verhindert den Sieg.

Weder Iran noch Ukraine lassen sich erobern, das ist historisch neu⬆ nach oben

Das Besondere am US-Angriff auf den Iran war, dass eine Invasion nie zur Debatte stand. Raketenangriffe, Flugzeugträger, Drohnen, Operationen im Cyberspace – ja. Öffentlich spielten US-Offizielle auch mit dem Gedanken, die wichtige iranische Öl-Insel Charg zu besetzen. Die nötigen Truppen hatten sie dafür aber gar nicht vor Ort. Marines mussten erst aus Japan verlegt werden. Es war Teil eines diplomatischen Drohspiels.

Die Diskussion um eine komplette Bodeninvasion führte niemand, weil Irak-Invasion, Afghanistan-Besetzung und Russland-Ukraine-Krieg gezeigt haben, wie schwer es heute noch ist, ein Land zu besetzen. Besonders im Falle des Irans, der 2,5-mal größer ist als Afghanistan und technologisch weiter entwickelt. Zudem stehen bei den Revolutionsgarden des Irans 190.000 Mann unter Waffen. In der regulären Armee nochmal 450.000 Mann, und dann gibt es noch die Basij-Einheiten mit bis zu 600.000 Mann. Diese iranischen Einheiten würden nicht Zehntausende Kilometer weit entfernt von ihrer Heimat kämpfen, sondern genau auf diesem Boden, den sie kennen und den sie verteidigen wollen. Wir kennen diese Blaupause aus der Ukraine: Wer seine Heimat verteidigt, kämpft besser.

Wenn sich aber nicht einmal die USA zutrauen, den Iran zu erobern, wer könnte es dann?

Das ist ein großer Unterschied zum 19. und 20. Jahrhundert, als sich Großmächte zutrauten, andere Mächte zu unterwerfen und zu besetzen. Napoleon nahm den ganzen Kontinent in den Blick. So taten es 100 Jahre später auch das Deutsche Kaiserreich und Nazi-Deutschland. Großbritannien eroberte nichts in Kontinentaleuropa, dafür aber den ganzen Rest der Welt. Aus heutiger Sicht ist es grotesk, dass das mickrige Großbritannien einmal Indien beherrschte und die Golfregion und Australien und Kanada.

Die Ukraine zeigt gerade, wie die neuen Zaren und Kaiser aufgehalten werden können. Die Ukraine hatte weniger Panzer, Flugzeuge, Artillerie, weniger Soldaten, weniger Geld und weniger Spitzentechnik als Russland. Heute aber führt sie diesen Krieg auf den entscheidenden Feldern als technologisch ebenbürtige Kriegspartei: Ukrainische Langstrecken-Drohnen können russische Ziele tief im Land angreifen, auf dem Schwarzen Meer hat die Ukraine dank ihrer Seedrohnen die Oberhand gewonnen, und an den entscheidenden Frontstellen im Osten des Landes wehrt sie mit einem tief gestaffelten Ring aus Drohnen, Artillerie und Befestigungsanlagen seit Jahren Angriff um Angriff aus dem Osten ab.

Zwischen 30.000 und 50.000 Soldaten soll Russland pro Monat verlieren. Es war einmal russisches Kriegsziel, die ganze Ukraine in drei Tagen zu unterwerfen. Inzwischen kann sich der russische Präsident Wladimir Putin glücklich schätzen, wenn sein Land am Ende behalten kann, was er jetzt erobert hat.

In Peking studieren Militärs und politische Führung diesen Krieg, wie den Iran-Krieg, sehr genau. Auch sie werden erkennen, dass im Moment der Angreifer im Nachteil ist. Die Ukraine kann sich mit Drohnen gegen Russland wehren. Der Iran kann mit Drohnen und Raketen den kompletten Nahen Osten bedrohen und kann dabei darauf bauen, dass die herkömmlichen, übermächtigen Waffen wie Panzer, Bomber und Fregatten nicht jeden Drohnen- und Raketenstart verhindern können. Im Iran-Krieg entscheiden nicht die militärischen Verluste für die USA und Israel, sondern die ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen.

Wenige Drohnen und Raketen reichen, um ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung zu gefährden und damit auch die Produktion von Düngemitteln und Plastik. Gleichzeitig ist zum Beispiel Katar einer der größten Heliumproduzenten der Erde. Ohne Helium lassen sich keine Chips produzieren und Katar kann gerade kein Helium exportieren. Diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzen, gerade weil die globalen Lieferketten sich zwar ausdifferenziert haben, damit aber die Chokepoints, die Nadelöhre der Weltwirtschaft, umso offensichtlicher sind.

Was Xi Jinping davon abhält, Taiwan anzugreifen⬆ nach oben

Ist das Gleiche nicht auch bei Taiwan möglich? Die entscheidende Frage ist angesichts der absurden konventionellen Übermacht der Volksrepublik China nicht, wann sie Taiwan angreift, sondern warum sie es nicht bereits getan hat. Was hält Xi Jinping ab?

Was Pekings verhärteter Führungszirkel wirklich denkt, weiß niemand. Doch ein paar objektive Kräfte lassen sich erkennen.

Die Ukraine hat eine Blaupause für alle Verteidiger geschaffen: einigeln, Menschen schützen, Roboter übernehmen lassen. Dass es diese Blaupause nun gibt, ist ironisch. Denn zu Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs warnten Außenpolitikexpert:innen vor einer Blaupause für die Angreifer. Wladimir Putin hatte mit seinem Angriff mit einer Norm des internationalen Systems gebrochen: Kein Land überfällt ein anderes, um es zu erobern. Wäre er erfolgreich, würde diese Norm fallen. Dass er nicht erfolgreich war und die Verteidiger viel dazu gelernt haben, muss Peking aufgefallen sein.

Die Ukraine führt Tag für Tag vor, wie sich ein Land so eingraben kann, dass es nicht eingenommen werden kann. Taiwan produziert schon heute Zehntausende Drohnen im Jahr, ohne chinesische Komponenten. Viele davon gehen in die Ukraine. Bei einer Invasion könnten diese Drohnen die chinesische Marine und ihre Landungsschiffe ins Visier nehmen, die die größte amphibische Operation seit der Landung in der Normandie unternehmen würden. Die chinesische Marine wiederum war noch nie in ein größeres Gefecht verwickelt. Das chinesische Militär hat seit Jahrzehnten keinen großen grenzüberschreitenden Krieg mehr geführt. Gleichzeitig gibt es nur wenige Stellen an den Küsten Taiwans, die überhaupt für eine Landung geeignet wären und nur wenige Jahreszeiten, die so eine Operation zulassen. Und sobald die chinesischen Truppen an Land wären, müssten sie ein Gebiet erobern, das die höchsten Berge Südasiens beherbergt. Taiwan zu erobern, ist so schwierig, dass die meisten Konfliktszenarien davon ausgehen, dass China die Insel nur blockieren würde. Aber wie erfolgreich kann eine maritime Blockade im Zeitalter winziger Drohnen zu Wasser und zu Luft noch sein?

Selbst wenn der Angriff gelänge, was dann? Der Iran führt gerade der Welt vor, wie einfach es ist, eine Meerenge zu blockieren. Um China selbst liegen knapp ein Dutzend sensible Schifffahrtsstellen, die Gegner leicht blockieren könnten. Und der Westen hat nach dem Russland-Ukraine-Krieg bewiesen: Er kann mit Sanktionen reagieren, die härter ausfallen, als Peking erwartet.

Der russische Angriff auf die Ukraine geriet zum unerwartet großen strategischen Desaster für Russland. Die USA unter Trump erleben gerade, dass auch das mächtigste Militär der Welt machtlos sein kann, und China hat gute Gründe, vorsichtig zu sein. Wenn das der neue Imperialismus ist, dann ist er keiner.

Großmächte starten Kriege und verlieren sie seit 80 Jahren⬆ nach oben

Das Phänomen ist nicht ganz neu. Seit dem Zweiten Weltkrieg besiegten kleinere Staaten die Super- und Großmächte ihrer Zeit immer wieder. Frankreich verlor in Vietnam, damals noch „Indochina“, Großbritannien und Frankreich in der Suezkrise, die USA in Vietnam, Afghanistan, dem Irak. Russland in Afghanistan und, ja, auch China erlebte sein eigenes Vietnam – gegen Vietnam im Grenzkrieg 1979. Niederlage folgte auf Niederlage.

Als die USA den Iran zum zweiten Mal angriffen, hatte Trump innerhalb von 13 Monaten, seit Amtsantritt, bereits sechs andere Militäreinsätze befohlen. (Somalia, Irak, Jemen, Syrien, Nigeria, Venezuela). Alle setzten auf Luftangriffe und Kommandosoldaten, alle waren schnell vorüber. Trump griff an, weil es ging. Dann kam der Iran. Auch dieser Einsatz sollte schnell mit maximalem Effekt vorüber sein. Ist er aber nicht. Die USA können die Straße von Hormus nicht offenhalten und die Reste des iranischen Regimes haben ein großes Interesse daran, der ganzen Welt zu zeigen, dass sie den Golf kontrollieren und nicht die USA.

Donald Trump und Wladimir Putin in der Ukraine haben also bewiesen: Es ist noch immer leicht, einen Krieg zu beginnen. Es ist schwer, ihn zu beenden. Und heute ist es fast unmöglich, ihn zu gewinnen.

Die Gründe sind vielfältig, aber sie wurzeln alle in einer Tatsache: Die Welt ist zusammengerückt.

Wer heute eine kriegsentscheidende Technologie entwickelt, sieht sie morgen auf dem Schlachtfeld – in den Händen des Gegners. Der Russland-Ukraine-Krieg geht als der Krieg in die Geschichte ein, in dem Roboter zum ersten Mal die Hauptlast trugen. Beide Seiten entwickeln ihre Waffen in blutigem Versuch und Irrtum rasant weiter. Moderne Kommunikationstechnologien beschleunigen die Verbreitung. KIs und das Internet senken die Schwelle, fremde Technologien nachzubauen.

Schon am Beginn des Kalten Krieges stand dabei ein folgenreicher Diebstahl: Die Sowjetunion hatte die Pläne für ihre Atombombe in den USA ausspioniert und damit das nukleare Wettrennen eröffnet, dem einige Historiker:innen zusprechen, dass es zumindest den direkten Krieg zwischen Atommächten verhindert habe.

Gleichzeitig verschwimmt der Unterschied zwischen Waffen und zivilen Gütern immer mehr. Wenn eine KI Ziele für Luftangriffe auswählt, ist dann nicht der Chip, auf dem sie läuft, die eigentliche Waffe? Ja, da ist er. Aber sind Chips für jeden herzustellen? Die besten der Welt nicht, und da setzen die großen Machtblöcke an. Sie suchen gezielt Schwachstellen des Gegners und hebeln ganze Teile aus dessen Lieferketten. Die USA haben den Export von Chips nach China limitiert. China wiederum führt weniger sogenannte seltene Erden aus, die wichtig sind für die Industrieproduktion. In jeder Lieferkette, in der Infrastruktur des Internets und des Finanzsystems stecken Tausende solcher Schwachstellen. Sanktionen beenden keine Kriege, aber sie verhindern, dass die Angreifer gewinnen.

Wird doch wirklich geschossen, zeigt sich auch in den härtesten Diktaturen eine Schwachstelle: die Innenpolitik. Denn ja, Wladimir Putin ist ein Diktator, aber Angst hat er trotzdem vor seinem Volk. Deswegen hat er auch im fünften Jahr noch nicht alle Russen verpflichtet, in den Krieg zu ziehen und spricht noch immer von der „Spezialoperation“. Er hat nicht vergessen, dass im Jahr 2011 städtische, gut ausgebildete Russen in großen Demonstrationen seine Herrschaft kritisierten.

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Das Gleiche gilt für China. Die Macht der Kommunistischen Partei wirkt unantastbar, aber vor vier Jahren schon ist der chinesische Traum geplatzt, das Versprechen vom Aufstieg aus Armut in die Mittelschicht. Für die Bürger und Bürgerinnen wird immer klarer, dass die Partei nicht mehr Wohlstand für alle schaffen kann. Würden sie dann wirklich enthusiastisch einen Krieg begrüßen, der viel Geld verbrennt?

Zuletzt: Die viel gescholtene liberale Ordnung hat Institutionen hervorgebracht, die noch immer Einfluss haben. Die Europäische Union zeigt einem polternden Donald Trump, dass die alte liberale Ordnung ihr immer noch Alternativen zu seiner Aggression liefert. Sie hat Handelsabkommen mit Indien, Mexiko und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur abgeschlossen. Und das Völkerrecht mag in Fragen von Krieg und Frieden fast nie wichtig gewesen sein, es liefert aber noch immer den moralischen Anker, um genau diese Fragen bewerten zu können.

Die Aggressoren scheitern früh und total⬆ nach oben

Ja, zu viele Kriege und Konflikte toben gerade. Doch sie müssen nicht Boten eines neuen Weltkrieges sein. Die Aggressoren scheitern immer wieder, und sie scheitern früh.

Wenn Eroberung unmöglich, aber Aggression billig ist, entsteht eine Welt der permanenten Instabilität ohne Entscheidung. Das ist das eigentliche Problem.

Immer wieder werden Mächte versucht sein, das Machtvakuum auszufüllen. Ultimativ bleiben nur zwei Szenarien: Ein neuer Hegemon schwingt sich wider Erwarten herauf und stabilisiert die globale Ordnung, so wie es die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion getan haben. Oder die Staaten der Welt werden sich in einem unordentlichen Prozess in einem Netz aus immer dichter gewebten Allianzen und Bündnissen und Abhängigkeiten wiederfinden. Auch dieses System wird Konflikte nicht verhindern können. Es wird keine Weltpolizei haben, die das Völkerrecht durchsetzt; es könnte aber jedem Aggressor den wahren Preis einer Eskalation vor Augen halten, als gemeinschaftliche Aufgabe. Das ist ein neuer, wahrer Realismus in den internationalen Beziehungen, der die gegenseitige Verwundbarkeit akzeptiert.

Donald Trump hat das bereits kurz nach seiner Amtseinführung gespürt. Ja, er benannte den Golf von Mexiko um. Aber wer bitte nennt ihn heute „Golf von Amerika“? Die Weltgemeinschaft hat einfach Nein gesagt.


Redaktion: Isolde Ruhdorfer, Schlussredaktion: Susan Mücke, Fotoredaktion: Gabriel Schäfer

Das Zeitalter der Eroberungen ist vorbei

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