Ein frustriertes Paar streitet und hat Eheprobleme im Freien.

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Geschlecht und Gerechtigkeit

„Ich bin Metallbaumeisterin. Kunden halten mich für die Praktikantin“

150 Frauen haben mir geschrieben, in welchen Situationen sie nicht ernst genommen werden. Viele zweifelten danach an sich selbst. Dabei hat das Problem einen Namen.

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Die erst kürzlich verstorbene amerikanische Journalistin und Frauenrechtlerin Gloria Steinem schrieb 1971 in der New York Times: „Jede Frau, die sich dafür entscheidet, sich wie ein vollwertiger Mensch zu verhalten, sollte gewarnt sein, dass die Verfechter des Status quo sie wie eine Art schmutzigen Witz behandeln werden. Das ist ihre natürliche und erste Waffe.“

Seit jeher werden Frauen unterschätzt. Männer gelten nicht nur als das starke, sondern auch als das schlauere Geschlecht. Eltern unterschätzen systematisch den IQ ihrer Töchter und bewerten den ihrer Söhne höher. Das zeigen mehrere Studien über verschiedene Länder. Die Eltern tun das, obwohl Mädchen in der Schule weit besser abschneiden als Jungen und es statistisch gesehen keine Unterschiede des IQs zwischen den Geschlechtern gibt.

Dennoch zieht sich diese schlechtere Einschätzung der weiblichen Intelligenz durch das ganze Leben von Frauen. So werden sie laut einer Studie in der Arbeit dreimal häufiger von Männern unterbrochen als Männer. Die gleiche Studie fand jedoch auch heraus: Frauen unterbrechen fast nur andere Frauen und lassen Männer ausreden.

Die testimoniale Ungerechtigkeit untergräbt die Autorität von Frauen⬆ nach oben

Was sich hier abspielt, bezeichnet die britische Philosophin Miranda Fricker als „Testimonial Injustice“, als testimoniale Ungerechtigkeit. Einfach ausgedrückt, heißt das: Der Zuhörer vertraut dem Erzähler und dem, was er sagt, weniger – wegen dessen sozialer Zugehörigkeit. In diesem Fall: weil die Person eine Frau ist. Diese Voreingenommenheit sorgt dafür, dass die Aussagen von Frauen, deren Ansichten, Erfahrungen weniger ernst genommen werden. Die testimoniale Ungerechtigkeit untergräbt also systematisch die Autorität von Frauen.

Frauen erleben das am Arbeitsplatz, indem sie unterbrochen werden oder ihre Ideen erst dann gelten, wenn sie ein Mann wiederholt. Sie erleben das beim Arzt, wenn ihre Schmerzen nicht ernst genommen werden. Sie erleben das in der Justiz, wo ihre Aussagen zu Übergriffen oder Gewalt auf Zweifel und Misstrauen stoßen. Sie erleben das im Alltag, als Mädchen, als junge Frau, als erwachsene Frau, als alte Frau. Ständig. Immer wieder.

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Und vielleicht schmerzt daran am meisten die Erkenntnis, dass es vermutlich nie aufhören wird. Dass man noch so gebildet, noch so erfahren sein kann, und eigentlich ist schon das der falsche Ansatz. Denn warum sollten Aussagen von Frauen nur legitim sein und ernst genommen werden, wenn sie davor etwas leisten? Also gebildet sind oder eben viel Berufserfahrung haben? Gegen die testimoniale Ungerechtigkeit scheint es kein Mittel zu geben, wenn sie dazu führt, dass Aussagen von Frauen pauschal weniger wert sind.

Wie oft Frauen das erleben, zeigt die Umfrage in der Krautreporter-Community. Hier ist eine Auswahl der rund 150 Antworten:

Ich hatte mein Auto in der Werkstatt zur Reparatur. Ich bekam eine Whatsapp von einem Mechaniker, der mir mitteilte, das Auto sei fertig zur Abholung. Die Nachricht begann mit „Hallo Mädel“. Ich bin 37 Jahre alt. Wie kommt er auf die Idee, mich „Mädel“ zu nennen? Mich hat das an den Umgang meines Vaters mit mir erinnert: abwertend und respektlos.
– Marie

Ich war beim Gynäkologen, weil ich seit Monaten starke Schmerzen an der Vulva hatte. Das wurde belächelt und am Ende gesagt, ich solle mich mal rasieren.
– Laura

Ich habe Endometriose, was sehr spät diagnostiziert wurde. Ich bin jahrelang von Arzt zu Arzt gelaufen, um eine Erklärung für meine Schmerzen zu finden. Immer wieder hieß es, das sei normal, ich sei zu empfindlich. Kurz bevor ich eine Sepsis entwickelte, landete ich im Krankenhaus. Erst dort wurde mir endlich geholfen. Ich bin immer noch wütend und habe das Gefühl, dass wir Frauen uns immer noch mehr durchsetzen müssen. Ich bin heute lauter und unbequemer, was ich eigentlich schade finde.
– Imke

Ich kämpfe seit vielen Jahren mit Uterusmyomen, die bei mir sehr starke Symptome verursachen und mein Leben daher über Jahre hinweg belastet haben. Mein Schmerzlevel, die abnormalen Blutungen wurden von sämtlichen Gynäkolog:innen (sowohl männlichen als auch weiblichen) immer kleingeredet und mir wurde suggeriert, dass ich eine Drama Queen sei und meine Myome solche Symptome gar nicht auslösen könnten. Ich wurde vergangene Woche endlich operiert. Es wurden schließlich zwölf Myome entfernt, die behandelnde Oberärztin teilte mir nach der OP mit, dass mein Uterus so mit Myomen überzogen war (von denen einzelne einen Durchmesser von sieben Zentimetern aufwiesen), dass dieser kaum mehr als Uterus erkennbar gewesen sei. Den Vaginalultraschall, den ich machen musste, um zu kontrollieren, ob die Myome wachsen, musste ich immer selbst zahlen. Die Krankenkasse übernimmt das nicht, es handelt sich ja schließlich um ein gesundheitliches Thema, das nur Frauen betrifft. Es hat unglaublich viel Frust und Bitterkeit in mir ausgelöst und gleichzeitig stellt man sich infrage. Das ist das Perfide daran. Man fragt sich insgeheim: Vielleicht bin ich zu zimperlich? Bin ich das Problem?
– Veronika

Ich bin Ingenieurin in der Forschung. Ich wurde auf Messen gefragt, bei welchem Hostessendienst ich arbeite. Oder mein Highlight: Der Audi-Vorstand kommt vorbei, um mein Exponat anzuschauen, schüttelt mir die Hand und als ich erzählen will, stellt sich ein anderer Professor (ohne Ahnung) vor mich und erzählt von meinem Exponat und schickt meinen Chef holen (der weniger wusste als ich).
– Anonym

Ich bin Technikerin für Druck und Medientechnik. Als ich einen Prozess optimiert habe und den Mitarbeitern in der Weiterverarbeitung erklärt habe, wie sie es in Zukunft machen sollen, hat mich niemand ernst genommen. Mein Abteilungsleiter musste mehrmals mitkommen und einfach nur meine Anweisungen wiederholen, erst dann haben sie es umgesetzt. Ich war die einzige Frau in der technischen Arbeitsvorbereitung dort und schon Ü40.
– Sabrina

Ich war im Autohaus zur Beratung und Probefahrt für ein E-Auto. Ich hatte den Termin organisiert, mich eingehend informiert, aber im Gespräch wurde nur meine männliche Begleitperson als echter Kontakt wahrgenommen. Im Gegensatz zu mir hat er keinerlei Ahnung von E-Autos und hat offen gesagt, dass er lieber Verbrenner fährt. Ich habe Fragen zu spezifischen Themen der E-Autos gestellt, aber ich wurde nur zwischendurch mit einem Blick wahrgenommen. Mein Auto habe ich dort natürlich nicht gekauft. Es hat mich geärgert, weil das so eine klischeehafte Situation war und ich eindeutig die richtige Gesprächspartnerin gewesen wäre.
– Katrin

Ich bin Chemikerin. Als meine Mutter vor ein paar Jahren zu Besuch war, hatte sie eine chemische Frage. Aber sie hat die Frage nicht an mich gerichtet, sondern an meinen Mann (der Physiker ist). Diese Denkmuster sind leider auch bei uns Frauen so tief verankert. Meine Mutter hat selbst immer damit kämpfen müssen, dass sie als Frau unterschätzt oder nicht ernst genommen wurde. Leider war sie aber selbst nicht gegen dieses Denken gefeit.
– Henrike

Für die Wohnungsübergabe habe ich mit meinem Vermieter einen Rundgang durch meine Wohnung gemacht, um zu besprechen, was vor dem Auszug gemacht werden muss. Dabei wies er mich darauf hin, dass ich meine Wände streichen lassen soll. Daraufhin erwiderte ich, dass ich das machen kann. Plötzlich fängt er laut an zu lachen und meinte, dass Frauen nicht in der Lage seien, solche filigrane handwerkliche Arbeit zu vollrichten und ich mir überlegen soll, ob ich es mir leisten könne, die Kaution wegen Pfuscharbeit zu verlieren.
Nun, was mein Vermieter nicht wusste: Dies war erstens nicht mein erster Umzug und zweitens hat mir mein Vater alles beigebracht, was man handwerklich für einen Umzug wissen muss. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe selbst gestrichen. Bei der Wohnungsübergabe lief alles super. Mein Vermieter hatte nichts zu bemängeln, er versprach mir die volle Kaution, konnte es aber nicht lassen, nochmal zu sticheln. Er sagte am Ende: „Sehen ’Se, war doch eine gute Entscheidung, nen Maler zu holen.“ Ich antwortete daraufhin nur entnervt: „Das hab ich selbst gemalert. Ich kann das.“
Ich sah sein überraschtes Gesicht und bemerkte, dass er wieder einen Spruch ablassen wollte. Ich ging zur Tür raus und hab ihn stehen gelassen.
– Saskia

Ich war bei meiner Hausbank, um die Finanzierung eines geplanten Hauskaufs zu besprechen. Also zu klären, ob wir das bei ihnen machen und zu welchen Konditionen. Der zuständige Mensch (ein Mann) wollte mich abspeisen und einen Termin gemeinsam mit meinem Mann vereinbaren. Da habe ich ihm klar gemacht, dass die Finanzen mein Aufgabenbereich sind und dass mein Mann mitkommt, wenn es wegen Unterschrift oder ähnlichem nötig sei, dass ansonsten ich seine einzige Ansprechpartnerin bin. Ab dem Moment lief es sehr gut, er war tatsächlich ein guter Berater und hat mich voll akzeptiert. Es hat mich trotzdem geärgert. Wäre mein Mann alleine hingegangen, wäre ein neuer Termin mit mir gemeinsam nie Thema gewesen.
– Kathrin

Als ich mein erstes Auto hatte, bin ich in eine Werkstatt bei uns im Ort gefahren, um die Reifen wechseln zu lassen. Ich war vielleicht 18 oder 19 Jahre alt, sah aber schon immer sehr jung aus. In der Werkstatt hingen überall Poster von nackten Frauen. Als ich das Auto gebracht habe, hat der Chef versucht, mir neue Reifen anzudrehen, obwohl meine noch gut waren. Er hat mir mehrmals gesagt, ich könne das ja nicht einschätzen, Frauen würden sich mit Autos nicht auskennen (tue ich auch nicht, aber hatte die Reifen vorher checken lassen).
Ich habe abgelehnt und nur den Auftrag für den Reifenwechsel unterschrieben. Als ich das Auto wieder abholen wollte, waren neue Reifen drauf, die ich auch bezahlen sollte. Ich habe protestiert. Sie behaupteten dann, dass sie die alten Reifen schon weggeschmissen hätten und sie das nicht mehr rückgängig machen könnten, ich hätte das mündlich vereinbart. Sie weigerten sich, mir meinen Autoschlüssel zu geben, bevor ich nicht die neuen Reifen (mit völlig überteuertem Preis) bezahlt hätte. Ich habe dann meinen damaligen Freund angerufen (der keinen Führerschein hatte), er kam, hat die Schlüssel bekommen (ohne den Aufpreis für die neuen Reifen zu bezahlen) und auch eine Entschuldigung mit einem Hinweis darauf, dass alles nur eskaliert sei, weil ich so hysterisch geworden sei.
Ich war seitdem nie wieder alleine in der Autowerkstatt. Wenn ich unbedingt hinmuss, nehme ich immer eine männliche Begleitung mit, die ich alles regeln lasse. Das war das erste Mal, dass ich damit konfrontiert wurde, dass Sexismus mehr Auswirkungen hat als nur die ständige Sexualisierung meines Körpers.
– Anonym

Ich bin Metallbaumeisterin und internationaler Schweißfachmann, Anfang 40. Kunden sprechen oft meinen Lehrling an, weil sie mich für die Praktikantin halten.
– Emma

Wir waren Anfang 20, gerade nach Berlin gezogen, ich hatte einen neuen Freundeskreis. Wir saßen beim Bier zusammen und erzählten von der Schulzeit, welche Fächer wir gut fanden. Ein Kumpel sagte: „Mir hat zwar Deutsch sehr Spaß gemacht, aber ich hab da niemals sehr gute Noten bekommen. Es war so schwer, in Deutsch 14 oder 15 Punkte zu bekommen.“ Ich musste grinsen und erzählte stolz: „Also tatsächlich hab ich in der Oberstufe regelmäßig in Deutsch 14 oder 15 Punkte geschrieben, vor allem meine Essays haben meinem Deutschlehrer wohl sehr gefallen.“
Der Kumpel schaute mich etwas abschätzig und ungläubig an, grinste und sagte: „Ich glaub eher, dass du dem Deutschlehrer gefallen hast.“ Er lacht, alle lachen mit. Ich ziehe die Mundwinkel etwas nach oben, kann aber nicht wirklich mitlachen. Ob und was ich da gekontert habe, weiß ich nicht mehr, die Situation ist fast zehn Jahre her. Aber ich weiß noch, wie unangenehm dieses Gefühl war, auf mein Frausein reduziert zu werden und das Gefühl zu bekommen, dass meine Leistung nicht anerkannt wird.
In den vergangenen Jahren hatte ich nicht mehr viel mit dem Kumpel zu tun. Ich sehe nur auf Instagram, dass er viel feministischen Content teilt und muss dann immer wieder an diese Situation denken. Es war das erste Mal, dass mir jemand das Gefühl gegeben hat, dass ich als Frau nicht ernst genommen werde und mir meine Leistung aberkannt wird.
– Megan

Mit Rückenschmerzen beim Arzt ohnmächtig geworden. Der Kommentar vom Arzt: „junges Mädchen wahrscheinlich nicht gefrühstückt.“ Ich war 32 Jahre alt und nach vier Wochen hatte ich die Diagnose doppelter Bandscheibenvorfall.
– Christina

Ich bin eine gute Handwerkerin und komme immer wieder in Situationen, in denen Handwerker mich nicht ernst nehmen. Das hat schon häufiger dazu geführt, dass mein Mann ein Gespräch mit einem Handwerker übernehmen musste, obwohl ich die ganze Zeit über die Ansprechpartnerin gewesen war. Eine Sache ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Es sollte eine Duschwanne eingebaut werden, bei der noch der Einbau-Rahmen fehlte. Mir wurde die hochwertig schöne Duschwanne gezeigt, die morgens geliefert wurde und ich wies die Installateure darauf hin, dass sie die Wanne aber erst einbauen könnten, wenn der passende Rahmen vorhanden sei. Sie versicherten mir mehrfach, dass das natürlich Voraussetzung wäre. Am Nachmittag guckte ich mir die Arbeitsfortschritte an und fand die eingebaute Duschwanne vor, die nicht auf den passenden Ständer, sondern auf irgendeine Konstruktion gelegt, eingebaut worden war.
– Annette

Ich habe in den 90er Jahren im Technischen Support einer Software-Firma gearbeitet. Die Kollegen waren kein Problem, aber ein Kunde wollte mir nicht glauben, dass er nicht bei der Rezeption gelandet war. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn zurück in die Warteschleife setzen könnte, er aber sehr wahrscheinlich trotzdem wieder bei mir oder meiner Kollegin landen würde. Da hat er dann meine Hilfe angenommen und war am Ende auch sehr angetan.
– Sylke

Ich bin Jägerin. Als vor ein paar Jahren mein neuer Waffenschrank per Spedition geliefert wurde, hat der ältere von zwei Fahrern mehrfach nachgefragt, ob der Schrank wirklich für mich sei und ob mein Mann nicht zuhause sei (ich bin Single). Vor allem als die Lieferpapiere unterschrieben werden sollten. Als ich ihm sagte, dass der Schrank für mich sei und dass ich Jägerin sei, hat er ungläubig bis abschätzig geschaut. Und nochmal nachgefragt: „Wirklich, Sie sind Jägerin?“ Ich war froh, als sie den Schrank aufgestellt hatten und abgefahren sind. Ich bin einiges gewohnt, aber so krass direkt hatte ich das vorher noch nie erlebt. Die Jäger hingegen nehmen einen wohlwollend auf. Nie kam von ihnen so eine Geringschätzung, ob ich das wirklich könne.
– Andrea

Ich bin Ärztin. Als ich anfing und als Assistenzärztin in der Klinik ein Zimmer betrat, hieß es meist: „Schwester, können Sie mir mal dieses oder jenes bringen?“ Kam dann ein Pfleger dazu, wurde er mit „Guten Tag, Herr Doktor“ begrüßt. Das ist aber auch schon 20 Jahre her.
– Anja

Wir wollten den Fußboden unseres Dachbodens dämmen. Mein Freund hat leider nie so richtig Lust, sich vorher damit zu beschäftigen, was wir dafür nutzen und wo wir es herbekommen. Ich habe recherchiert und unsere drei Baustoffhandlungen in der Umgebung abgeklappert. Nummer eins sagte mir, dass es diese Form der Dämmung nicht gebe, und wo ich das denn bitte herhätte. Nummer zwei sagte mir, dass mir das viel zu schwer werden würde und ich lieber nur Dämmwolle nehmen sollte. Als ich nochmals sagte, dass der Dachboden aber als Lagerfläche genutzt werde, konnte er mir nicht mehr weiterhelfen. Nummer drei war total aufgeschlossen und sagte mir am Ende, dass ich lieber zu Nummer zwei gehen solle, weil ichs dort günstiger bekomme. Als ich ihm die Story von Nummer zwei erzählt habe, hat er den Kopf geschüttelt und gemeint, er würde versuchen, mir gute Rabatte rauszuschlagen, denn so dürfe sich kein Kollege benehmen. Wir haben jetzt 24 Paletten mit begehbaren Dämmplatten im Hof liegen. Und davon habe ich schon acht allein verlegt und vier allein auf den Boden getragen. Zu Baustoffhandlung Nummer zwei geht meine ganze Familie nicht mehr. Nummer drei hat mir also gezeigt, dass es doch geht: Man kann als Frau im Baustoffhandel ernst genommen werden.
– Kristin


Redaktion: Lea Schönborn, Schlussredaktion: Susan Mücke, Fotoredaktion: Sören Frey, Audioversion: Iris Hochberger

„Ich bin Metallbaumeisterin. Kunden halten mich für die Praktikantin“

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