Hinweis: Dieser Artikel enthält Schilderungen sexualisierter Gewalt.
„Mein Fahrlehrer und ich verstanden uns gut, dachte ich“, schreibt Tabea. „Ich war 17, er etwa Mitte 40.“ Zweimal die Woche saß sie mit ihm im Auto, mindestens eine Stunde, bei Autobahn- und Nachtfahrten manchmal zwei Stunden. Oft sprachen sie über Musik. Dann kam der Termin am Ende ihrer Ausbildung, bei dem sie allein in den Räumen der Fahrschule saßen. Es ging um die Abrechnung. „Er nahm meine Hand und legte sie über seine Jeans auf seinen Schwanz.“ Just in dem Moment kam jemand zur Tür herein und unterbrach die Situation. „Ich habe niemandem davon erzählt. Weder meiner Mutter, zu der ich ein gutes Verhältnis hatte, noch meinem damaligen Freund. Ich erzähle es jetzt das erste Mal“, schreibt sie. Tabea ist heute 49 Jahre alt.
Ich habe die Frauen in unserer Community gefragt, was sie in der Fahrschule erlebt haben. 270 von ihnen haben geantwortet. Tabea ist eine von 29 Frauen, die einen körperlichen Übergriff schildern. Weitere 66 berichten von sexistischen Sprüchen wie „Weg vom Strich, Mädchen“ oder „Frauen können nicht Auto fahren.“
Bei den anderen gehen die Erfahrungen weit auseinander. Etwa ein Achtel hat die Ausbildung in unproblematischer oder guter Erinnerung. „Mein Fahrlehrer war ein fantastischer Pädagoge“, schreibt Isabel. „Er hat mir Mut gemacht und hatte einen äußerst wohltuenden Humor.“ Und Vera: „Er war viel mehr eine Vertrauens- und Bezugsperson als mein eigener Vater.“ Andere berichten von gemischten Erfahrungen. Sie waren zum Beispiel mit ihrem Fahrlehrer zufrieden, berichten aber von schlechten Erfahrungen mit dem Prüfer: „Mein Fahrlehrer war mega: unterstützend und verständnisvoll. Der Prüfer in meiner ersten Prüfung war eine sexistische Katastrophe. Er hat mich so verunsichert, dass ich durchgefallen bin“, schreibt eine anonyme Teilnehmerin.
Von denen, die sexuelle Übergriffe erlebten, haben die meisten getan, was Tabea jahrzehntelang tat: geschwiegen. Immer wieder schreiben die Teilnehmerinnen, dass sie als junge Frauen nicht wussten, wie sie sich verhalten sollten.
Zu empfindlich?⬆ nach oben
Niemand weiß, wie häufig Frauen in Fahrschulen sexuell belästigt werden oder Sexismus erleben. Medienberichte darüber gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Doch es fehlen belastbare Daten, die zeigen, wie groß das Problem wirklich ist. Die Krautreporter-Umfrage ist nicht repräsentativ. Bundesweit erhobene Daten gibt es keine. Vielleicht wird das Problem deshalb nicht ernst genommen. Eine Person in meiner Umfrage schrieb: „Ich finde allein die Suggestion in der Frage, dass das Geschlecht von Schüler und Lehrer in der Fahrschule eine Rolle spielt, völlig irrwitzig, bestenfalls aus der Zeit gefallen.“ Eine andere: „Heute sind echt alle ganz schön empfindlich.“
Tatsache ist: Wer in Deutschland den Führerschein erwerben will, hat keine Wahl. Die praktische Ausbildung ist nur bei einer zugelassenen Fahrschule möglich, samt der vorgeschriebenen Sonderfahrten bei Nacht und auf einsamen Landstraßen. Oft sind die Schüler:innen dabei allein mit dem Lehrer. Vom Urteil des älteren Erwachsenen hängen nicht nur die Zulassung zur Prüfung, sondern auch Tausende von Euro an Gebühren ab. Das ist ein Machtgefälle.
Wie riskant das sein kann, hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof im März 2026 beschrieben, in einem Verfahren um einen Fahrlehrer, der wegen sexueller Belästigung verurteilt worden war: „Bei der Fahrschulausbildung ergeben sich besondere Gefahren für die sexuelle Selbstbestimmung, die Ehre, das seelische und das körperliche Wohlbefinden der typischerweise jugendlichen oder heranwachsenden Fahrschüler, insbesondere der Fahrschülerinnen.“
Wer aus einer unangenehmen oder übergriffigen Situation herauskommen möchte, muss eine andere Fahrschule finden. Das ist nicht immer möglich, und ein Wechsel kostet Hunderte von Euro. Ausweichen auf eine Fahrlehrerin ist meistens auch keine Option: Fast neun von zehn Fahrlehrenden in Deutschland sind laut Kraftfahrt-Bundesamt Männer.
Wer übernimmt Verantwortung?⬆ nach oben
Das Bundesverkehrsministerium (BVM) reformiert derzeit die Fahrschulausbildung. Sie soll moderner, digitaler und billiger werden. Warum nicht auch eine zentrale Beschwerdestelle für Fahrschüler:innen schaffen? Auf Anfrage betont das Ministerium in einer E-Mail, für die Aufsicht über Fahrlehrer seien die Länder zuständig, nicht der Bund. Sie erteilen und entziehen die Fahrlehrerlaubnis. Eine zentrale Beschwerdestelle hält das BMV nicht für notwendig. Betroffene könnten sich „jederzeit unmittelbar an die zuständigen Behörden wenden.“
Als das Satiremagazin ZDF Magazin Royale 2023 recherchierte, wie viele Übergriffe in Fahrschulen den Behörden überhaupt bekannt sind, musste die Redaktion nach eigenen Angaben über 500 E-Mails schreiben, weil bundesweit nicht einheitlich geregelt ist, wer dafür zuständig ist. Wenn ein Fernsehteam mit Rechercheabteilung Mühe hat, die richtige Stelle zu finden, wie soll das eine Siebzehnjährige schaffen?
Das BMV schrieb mir, die Fahrschulbranche solle selbst mit „Präventions-, Sensibilisierungs- und Schutzmaßnahmen“ zu einem sicheren Ausbildungsumfeld beitragen.
Kurt Bartels vom Fahrlehrerverband Nordrhein sagt am Telefon, sein Verband könne die einzelnen Fahrlehrer nicht überwachen. Längst nicht alle seien im Verband organisiert, viele Betriebe klein und familiengeführt. Um das Thema in der Ausbildung zu verankern, seien am Ende die Aufsichtsbehörden der Länder zuständig.
Wer sich an Schülerinnen vergehe, habe „in unserem Beruf nichts verloren“, sagt Bartels, das sei „höchst kriminell“. Verpflichtend behandelt würde das Thema in der Fahrlehrerausbildung aber nicht. Das Ausmaß an sexuellen Übergriffen hält er für überschaubar. Gemessen an Hunderttausenden Fahrschüler:innen im Jahr sei das, was er an Rückmeldungen bekomme, „relativ gering“. Die Dunkelziffer, räumt er ein, kenne er allerdings nicht. Betroffenen rät Bartels, sich an den Weißen Ring oder an die Fahrlehrerverbände zu wenden.
Alles Einzelfälle?⬆ nach oben
„Vom Fahrlehrerverband kommt derselbe Reflex wie bei jeder Institution: erst mal alles zu Einzelfällen erklären, um die Fahrlehrer vor Verallgemeinerungen zu schützen“, sagt Marion Lenz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig. Nur selten wenden sich junge Frauen an sie, an Beratungsstellen oder an die Polizei, sagt sie. „Systematische Erkenntnisse darüber, wie viele Frauen sexuelle Übergriffe in der Fahrschule erleben, haben wir nicht. Also haben wir gesagt: Jetzt reichts uns. Dann machen wir eine Befragung.“
Angestoßen wurde die Erhebung von einer Arbeitsgruppe des Braunschweiger Runden Tisches gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder und junge Erwachsene. Ihr gehören neben Lenz eine Fahrlehrerin, ein Fahrlehrer, das Präventionsteam der Polizei und Fachberatungsstellen an. Anfang Juni ging ein Anschreiben an 10.000 zufällig ausgewählte 18- bis 25-Jährige in Braunschweig, Männer wie Frauen. Denn nicht nur Frauen werden zu Opfern. Wie eine Person in der Krautreporter-Umfrage schreibt: „Gerade trans- und nichtbinäre Personen und eigentlich alle Queers sind in der Fahrschule oft sowohl von Sexismus als auch von Trans- oder Queerfeindlichkeit betroffen. Bitte vergesst uns nicht!“
Die Befragung könnte endlich zeigen, wie verbreitet Übergriffe wirklich sind. Lenz hofft, dass die Ergebnisse Druck erzeugen: „Wir plädieren für eine unabhängige Beschwerdestelle und dafür, dass sexuelle Gewalt ein verpflichtendes Thema in der Fahrlehrerausbildung wird.“
Wie lange es dauern wird, die Daten auszuwerten, ist noch nicht klar. Aber schon die Umfrage in der Krautreporter-Community zeigt: Es wird Zeit, dass man Fahrschüler:innen zuhört. Hier ist eine Auswahl der Antworten.
„Stell dir einfach vor, da liegt ein Mann“⬆ nach oben
Mein Fahrlehrer forderte mich in der ersten Fahrstunde auf, den Schaltknüppel richtig anzufassen. Ich solle mir einfach vorstellen, da läge ein Mann. Da würde ich ja auch nicht so zaghaft zugreifen.
– Jeannette
Mein Fahrlehrer war ein Kotzbrocken. Alle, die ich kenne und die bei ihm waren, wurden beleidigt – als „motorisch gestört“ oder „zu dumm zum Autofahren“. Ich hatte vor jeder Stunde Angst. Wieso ich nicht wechselte? So viel Auswahl gab es auf dem Land auch nicht.
– Anonym
Ein Fahrlehrer hat mich super gerne das Auto bzw. die Scheiben putzen lassen, während er Kaffee getrunken hat. Außerdem hat er, nachdem er gehört hat, ich komme von einer Klosterschule, ständig Witze darüber gemacht. Zum Beispiel: Ich würde den Schaltknüppel wie eine Klosterschülerin anfassen. Ich war zu schüchtern, um irgendwie zu reagieren, habe die Fahrstunden einfach nur überstanden.
– Andrea
Mein Fahrlehrer war ein älterer Mann, ein eher unangenehmer Typ. Er hat immer sexuelle Anspielungen gemacht. „Nimm den Schaltknüppel mal richtig in die Hand, wie den Schwanz eines Mannes“ usw. Ich habe mich nicht getraut, etwas zu sagen.
Schlimm waren auch die Nachtfahrten. Es ist zum Glück nie was passiert, aber er hat einfach geschlafen neben mir.
– Anonym
Mein Fahrlehrer hat die ganze Zeit sexistische Anspielungen rausgehauen. Fuhr ich etwa auf der Fahrbahn zu weit rechts, rief er: „Weg vom Strich, Mädchen!“
– Phyllis
Bei meiner dritten Fahrstunde legte er seine Hand auf meine, während meine auf dem Schalthebel lag. Ich bat ihn, die Hand zu lösen. Er lächelte und drückte kurz fester zu. Als er es wiederholte, schlug ich seine Hand weg. Er zeigte sich empört, ich solle mich nicht so anstellen.
– Anonym
„Das hätte auch anders ausgehen können“⬆ nach oben
Einmal ist ein Fahrlehrer mit mir in eine abgelegene Gegend auf einen abgelegenen Parkplatz gefahren. Als wir da angekommen waren und weit und breit kein anderes Auto da war, geriet ich in einen Panikmodus, denn mir war klar, dass das kein Ort war, um das Einparken zu üben. Ich bin dann wortlos wieder losgefahren in einem ziemlichen Tempo und aufs Geradewohl, denn ich kannte mich da ja nicht aus. Zum Glück hat ihn mein Verhalten wohl so irritiert, dass er ziemlich kleinlaut wurde. Das hätte auch anders ausgehen können.
– Claudia
Er hatte beim Fahren die Hand auf meinem Oberschenkel, mit der Begründung, dass er dann notfalls schneller an den Schalthebel kam. Er bot an, Fahrstunden gegen „Naturalien“ zu geben. Bei einer Nachtfahrt wollte er in der Kneipe Pause machen. Einmal gab es eine Autobahnfahrt nach Tschechien mit Zigaretten und Alkohol im Kofferraum zurück, weil die Polizei Fahrschulautos nicht kontrolliert, wie er sagte. Wenn er abends mal was trinken wollte, würde er deswegen auch das Fahrschulauto nehmen.
– Katharina
Ich sollte auf einen Feldweg fahren und der Fahrlehrer hätte dann gern Sex gehabt. Zum Glück konnte ich mich wehren.
– Renate
Der Fahrlehrer hat Mädchen in kurzen Röcken kommentiert und sich gefreut, dass wieder Sommer ist. Außerdem hat er mir die Hand aufs Bein gelegt. Und war die ganze Zeit von oben herab. Ich fahre bis heute nicht, das war völlig verlorenes Geld.
– Sophie
Mein Fahrlehrer war im Alter meines Vaters und hat mit subtilen Sprüchen angefangen, Interesse an mir zu äußern. Dann strich er während des Fahrunterrichts immer wieder über meine Hände und Arme, dann legte er seine Hand auf meinen Oberschenkel. Ich wusste nicht, was ich tun soll, also zog ich durch.
In der Prüfung fiel ich durch. Der Prüfer sagte, ich sei gefahren, als wäre ich auf der Flucht. Und das war ich auch. Ich stand fassungslos neben dem Auto, da nahm der Fahrlehrer mich in die Arme und versuchte, mich zu küssen. Ich war einfach starr vor Angst.
– Anonym
Der Chef der Fahrschule hat immer wieder anzügliche Bemerkungen und sexistische Kommentare bei der Anmeldung gemacht. Mit meinem Fahrlehrer hab ich mich eigentlich gut verstanden, dachte ich, bis er mir immer ausführlicher von seiner Beziehung und seinen sexuellen Fantasien erzählte. Einmal meinte er scherzhaft, er würde mich beim nächsten Mal nackt ans Lenkrad binden.
– Anonym
Der Fahrlehrer war emotional übergriffig, nicht körperlich. Das konnte ich damals noch nicht einordnen. Er hat mich ständig über meine Beziehung mit meinem Freund ausgefragt und mir geraten, Schluss zu machen, weil mein Freund zu der Zeit dabei war, zum Studium in die USA zu gehen. Das hat mich damals als 17/18-Jährige sehr verunsichert. Heute bin ich 38 und bin entsetzt über das Verhalten des Fahrlehrers damals.
– Julia
„Ich hasse dich so langsam“⬆ nach oben
Mein Fahrlehrer war damals mindestens 20 Jahre älter als ich. Er hat eindeutig mit mir geflirtet und meinte einmal während einer Fahrstunde, da vorne ist ein schöner Waldsee, da könnten wir eine Runde schwimmen gehen. Ich meinte, dass ich keinen Bikini dabei hätte. Er meinte, das sei doch kein Problem. Ich habe dankend abgelehnt und wir haben unsere Fahrstunde fortgesetzt.
– Anonym
Ich fand die Zeit alleine im Auto mit meinem Fahrlehrer, der um die 50 war, als 18-Jährige sehr unangenehm. Er war cholerisch und erzählte gerne sexistische Witze. Besonders bei der Nachtfahrt kam ich mir sehr ausgeliefert vor. Als ich in einen Feldweg abbiegen sollte, wurde mir richtig mulmig. Da wollte er aber nur eine rauchen. Ich weiß nicht, ob er sich seiner Wirkung bewusst war, aber ich hatte den Eindruck, dass er die Macht genoss. Zum Glück konnte ich nach kurzer Zeit zu einer Frau wechseln.
– Anonym
Mein Fahrlehrer hat ständig Machosprüche gemacht. Einmal musste ich langsam fahren, weil er sich draußen eine Blondine genau ansehen wollte, die die Straße passierte. Ich war wie gelähmt.
– Claudia
Der Fahrlehrer hat mit mir von sich aus über Sex gesprochen, den er mit seiner Partnerin hatte. Und bei meiner bestandenen Praxisprüfung hat er mir auf den Po geklopft.
– Nina
Die schlimmste Prüfung meines Lebens⬆ nach oben
Mein Fahrlehrer hat mich angeschrien und mir Angst gemacht. Ich habe nach der Fahrstunde oft geweint. Den Führerschein habe ich beim ersten Versuch bestanden. Das ist mittlerweile 15 Jahre her. Seitdem bin ich fast nie Auto gefahren und immer nur mit Angst.
– Elli
Obwohl ich bei meiner Ausbildung 30 war, mit beiden Füßen im Leben stand und mich als selbstbewusste Frau erlebe, wurde ich immer wieder klein gemacht. Sein Umgang war herablassend, dazu wiederkehrende „Altherrenwitze“. Ich musste ihn mehrfach bitten, respektvoll mit mir zu sprechen. Ich bin mehrfach durch die Fahrprüfung gefallen. Das Nichtbestehen selbst war weniger schlimm als die Vorstellung, weitere Stunden bei diesem Fahrlehrer nehmen zu müssen.
Ich bin ein Mensch, der den Mund aufmacht. Trotzdem hatte ich das Gefühl, keine echte Handlungsalternative zu haben. Mein Fahrlehrer entschied mit über meinen Fortschritt und meinen Führerschein, also habe ich mit der Zeit vieles weggeschluckt.
Da ich selbst in der Fahrschulbranche tätig bin, bekomme ich bis heute Erfahrungen von Fahrschülerinnen aus erster Hand mit: körperliche Grenzüberschreitungen, unangemessene Angebote, herabwürdigendes Verhalten. Fahrlehrer entscheiden mit darüber, wann jemand zur Prüfung zugelassen wird. Dadurch entsteht das Gefühl, sich nicht wehren zu können, weil man Nachteile befürchtet.
– Cora
Die Fahrprüfung war die schlimmste Prüfung meines Lebens, und ich habe zwei Studiengänge abgeschlossen. Der Fahrlehrer hat mir systematisch erklärt, wie schlecht ich beim Autofahren sei.
– Anne
Ich hatte vor jeder Fahrstunde schlaflose Nächte (leider wirklich), weil ich ihn so unangenehm fand. Er ließ sehr raushängen, dass er mir nichts zutraute und mich eigentlich auch nicht leiden konnte.
Ich habe zum Beispiel in den Ferien und am Wochenende immer die ersten Fahrstunden um 7 Uhr morgens bekommen und er wurde richtig böse, wenn ich nach einer späteren Uhrzeit gefragt habe. Einen Höhepunkt gab es, als ich an einer Tankstelle die Kurve nicht weit genug genommen habe und auf diese Erhöhung an der Tanksäule mit dem Reifen gefahren bin. Da ist er richtig ausgerastet, hat geschrien und seine Worte waren: „Ich hasse dich so langsam.“
Ich habe dann den Rest der Fahrstunde geheult und konnte nicht mehr fahren, weshalb er mir diese Fahrstunde dann nicht berechnet hat. Das war es aber auch an Entschuldigung. Im Nachhinein bereue ich sehr, dass ich bei ihm geblieben bin und nicht einfach die Fahrschule gewechselt habe.
– Nina
Das „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ berät bundesweit Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Die Nummer 08000 116 016 ist rund um die Uhr erreichbar.
Männer können sich per Chat oder Telefon (innerhalb der Sprechzeiten) an das „Hilfetelefon Gewalt an Männern“ wenden: 0800 1239900.
Das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch berät Betroffene aller Geschlechter unter 0800 22 55 530. Anzeige gegen den Täter oder die Täterin erstattest du bei der Polizei in deiner Nähe.
Redaktion: Astrid Probst, Schlussredaktion: Susan Mücke, Bildredaktion: Sören Frey