Menschen sitzen in einem Café

Mykyta Martynenko/Unsplash

Geld und Wirtschaft

300 Menschen haben uns gesagt, wie sie ihre Teilzeit wirklich nutzen

Sie gehen zur Therapie oder pflegen ihre Eltern. Und ja, manche trinken einfach nur Kaffee.

Von „Lifestyle-Teilzeit“ spricht der Wirtschaftsflügel der Union in seinem Antrag und will das Recht auf Teilzeit beschränken. Die soll es nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Wer also Kinder betreut, Angehörige pflegt oder eine Fortbildung macht, dem steht Teilzeit weiterhin zu.

Doch laut der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) arbeiten etwa 25 Prozent in Teilzeit, obwohl sie dafür keinen besonderen Grund haben. In dem Antrag heißt es: „In Anbetracht des Fachkräftemangels ist diese LifestyleTeilzeit ein zunehmendes Problem, das unsere Volkswirtschaft belastet.“

Mehr zum Thema

Dieser Antrag hat eine heftige Debatte ausgelöst, selbst innerhalb der Union gibt es Kritik daran. Wir wollten wissen: Was machen die Menschen, die Teilzeit arbeiten, mit ihrer zusätzlichen Zeit? Deshalb haben wir die Krautreporter-Community gefragt, rund 300 Menschen haben geantwortet. Viele von ihnen sind Frauen und das deckt sich mit der Statistik: Fast die Hälfte der erwerbstätigen Frauen arbeitet in Teilzeit, bei den Männern sind es nur zwölf Prozent.

Die Antworten der KR-Community sind vielfältig: Viele nennen Kinderbetreuung, andere Ehrenämter oder Arzttermine. Andere haben keinen besonderen Grund für ihre Teilzeit-Arbeit, sondern wollen einfach nur ihr Leben so gestalten, wie sie es wollen.

Hier haben wir die Stimmen gesammelt:


Lykka schreibt

Vereine im Breitensport leben vom Ehrenamt⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich bin ehrenamtliche Fußballtrainerin. Dreimal die Woche bin ich ab 16 bzw. 17 Uhr für zwei Stunden mit den Kids auf dem Platz. Dazu jedes Wochenende ein Spiel. Und die ganze Organisation (Elternkommunikation, Freundschaftsspiele, Entwicklungsgespräche) sowie Fortbildungen, Vereinsentwicklung. In Vollzeit würde ich das nicht schaffen. Unser Verein lebt aber (wie eigentlich alle Vereine im Breitensport) vom Ehrenamt. Wären ich und die anderen Ehrenamtlichen nicht da, könnten die Kids keinen Sport mehr machen!

Angela schreibt

Meine Kinder wären überwiegend auf sich gestellt⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Mich um meine Kinder zu kümmern (bin alleinerziehend), um unseren Hund und unser Haus mit großem Garten – all dem könnte ich nicht mehr gerecht werden. Meine Kinder wären überwiegend auf sich gestellt, könnten unter Umständen ihre Sportart nicht mehr ausüben, da das Training teilweise zehn Kilometer entfernt ist und ich sie fahren muss. Zudem ist meine Älteste, die wochentags wegen ihrer Ausbildung nicht zu Hause wohnt, Autistin und sie braucht häufig Unterstützung, mental und organisatorisch. Ich arbeite 25 Stunden pro Woche und da ich im Vertretungsdienst bin, können es auch mal 30 Stunden werden. Da komme ich sehr stark an meine Grenzen und es geht nur, weil ich weiß, dass die nächste Woche wieder anders läuft.

Betty schreibt

Unser Familienleben würde zusammenbrechen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Unser Familienleben würde zusammenbrechen. Die Kinder hätten niemanden, der sie vor oder nach der Schule betreut (auch wenn sie in der Ganztagsschule sind) und sie könnten keinen Hobbys nachgehen. Der Große hätte nicht die Möglichkeit, einmal in der Woche in die Entdeckertagsschule zu gehen (spezielle Förderung für Hochbegabte in Rheinland-Pfalz). Außerdem hätte er keine Möglichkeit, auf ein für ihn passendes Gymnasium zu wechseln.

Conny schreibt

Ich hätte weniger Zeit für meine Ehrenämter (ich engagiere mich unter anderem im Gemeindekirchenrat und bin in mehreren Vorständen) und für meine Familie.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Johannes Schreibt

So habe ich Zeit für Familie und Hobbys⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Derzeit arbeite ich in Teilzeit, um mein Vollzeitstudium zu finanzieren. Aber auch sonst habe ich in Teilzeit gearbeitet (und möchte das auch wieder tun), um Zeit für weitere freiberufliche Tätigkeiten zu haben und auch Zeit für Familie und Hobbys.

anonym schreibt

Viele Privatleute, Vereine und kleine und mittlere Unternehmen würde ein Zwang zu einer Vollzeitstelle treffen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich bin im Rettungsdienst, daneben selbstständig (IT), Veranstaltungstechnik, ehrenamtlich für Musikverein, Sportverein, Heimatverein, Pfarrzentrum, Region der Lebensretter tätig, sowie Gesellschafter einer kleinen Firma, die an der Grenze zum Hobby Kassensysteme für Vereine bereitstellt und ausschließlich Minijobber beschäftigt. Viele Privatleute, Vereine und kleine und mittlere Unternehmen würde ein Zwang zu einer Vollzeitstelle treffen.

clara schreibt

Ich brauche die Flexibilität⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich habe einen gemeinnützigen Verein für soziokulturelle Aktionen im Stadtraum. Ich brauche die Flexibilität, die ich durch anderthalb freie Tage in der Woche habe, um Termine dafür einzuplanen. Ich arbeite nicht das ganze Jahr über für den Verein, da die Aktionen meist im Sommer sind. Ich genieße den Freiraum aber auch, um in die Natur zu fahren, den Haushalt zu machen oder mich einfach zurückzuziehen zum Stricken, Lesen und Ruhehaben. Ich brauche das zum Ausgleich, da ich in meinem Job viel mit Menschen arbeite (Kunsttherapeutin in einer Klinik). In Vollzeit wäre ich mit allem viel zu unflexibel.

Lukas Schreibt

Quality-Time mit meinen Kindern verbringen. Auch den ganzen Orga-Kram würde ich nicht mehr schaffen, daran verzweifle ich jetzt schon.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Katja Schreibt

So behalte ich meinen Arbeitsplatz und kann weiterhin produktiv bleiben⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Mir wurde vor zweieinhalb Jahren eine chronische Krankheit diagnostiziert, wodurch ich viele Arzttermine wahrnehmen muss. Solche Termine liegen heutzutage sehr oft in der Arbeitszeit, sehr flexibel ist man da nicht. Aus krankheitsbedingter Erschöpfung und damit ich aus der Kernzeit „ausbrechen“ kann, um Arzttermine wahrzunehmen, habe ich mich für Teilzeit entschieden. Das ist natürlich arbeitgeberfreundlich, weil so Arzttermine in meiner privaten Zeit liegen, aber so behalte ich meinen Arbeitsplatz und kann weiterhin produktiv bleiben.

Anja schreibt

Eine 100-Prozent-Stelle wäre mir mittlerweile zu anstrengend⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich bin 63 Jahre alt, mir reicht das Gehalt der halben Stelle, eine 100-Prozent-Stelle wäre mir mittlerweile zu anstrengend. Ich arbeite zudem noch selbstständig und bin Erste Vorsitzende der Dorfgesellschaft, einem Verein, der sich um gutes soziales Miteinander in unserem Dorf kümmert.

Stefan schreibt

So können wir uns die Kinderbetreuung aufteilen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Zum einen habe ich drei Kinder und meine Frau arbeitet auch. So können wir uns die Kinderbetreuung aufteilen. Außerdem bin ich weniger ausgelaugt und kann mich daneben noch ehrenamtlich engagieren oder mich sportlich betätigen, um gesundheitlich fit zu bleiben.

daniela schreibt

Meine Teilselbstständigkeit ausüben⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Meine Teilselbstständigkeit kann ich nur dank Teilzeit ausüben. Ich biete Teams, die pädagogisch arbeiten, Supervision an. Müsste ich dies als komplette Selbstständigkeit machen, müsste ich mein Honorar deutlich erhöhen. Außerdem bin ich noch Vorlesepatin in einer Kita. Dies könnte ich auf jeden Fall nicht mehr machen. Außerdem ist mein Job psychisch anstrengend, da brauche ich Zeit zum durchatmen und regenerieren, damit ich voll leistungsfähig bleibe.

Angelika Schreibt

Mein Arbeitgeber bietet gar keine anderen Verträge an⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich habe einen Teilzeitvertrag, weil mein Arbeitgeber in seinen Filialen gar keine anderen Verträge anbietet (außer für Filialleiter). Es gibt nur Verträge mit max. 29 Stunden pro Woche. Allerdings gibt es im Fall des 29-Stunden-Vertrags immer noch die Klausel, die den Arbeitgeber berechtigt, 7,25 Stunden pro Woche Mehrarbeit vom Arbeitnehmer zu fordern und diese Klausel wird in der Regel auch voll ausgeschöpft. Mir würden 29 Stunden Arbeit pro Woche völlig ausreichen (auch finanziell). Das wäre eine entspannte 4-Tage-Woche, in der ich mich viel mit mir selbst, meinen Interessen und Freunden beschäftigen könnte. Stattdessen arbeite ich quasi fast Vollzeit. Deshalb fand ich die Aussage bezüglich der Einschränkung von Teilzeitarbeit von Friedrich Merz auch fast schon zynisch.

Elke schreibt

Ich bin chronisch krank⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Kitakind und Grundschulkind kann ich nachmittags betreuen inklusive Sport der Kinder. Gleichzeitig bin ich chronisch krank. Vollzeit würde über kurz oder lang bedeuten, so auszubrennen, dass ich nicht mehr arbeiten könnte. Arzttermine von mir und den Kindern kann ich nur so jonglieren.

Stefan schreibt

Meine Frau und ich arbeiten 32 Stunden, weil wir es uns leisten können. Das ist exakt die besagte Lifestyle-Teilzeit. Wir nutzen die gewonnene Freizeit zum Privatvergnügen.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Markus schreibt

Ich könnte aktuell auf keinen Fall voll arbeiten, dann müsste meine Frau zu Hause bleiben⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Der Grund für meine Teilzeitarbeit ist hauptsächlich Kindererziehung. Ich habe zwei Kinder (2 und 5 Jahre). Die kann man nicht den ganzen Tag in der Kita „abgeben“. Wäre für die Kinder einfach zu viel und ich will das auch nicht. Meine Frau arbeitet auch in Teilzeit und wir können uns entsprechend reinteilen, die Kinder zu holen und zu bespaßen. Neben der Teilzeitarbeit spielt auch die Flexibilität in der Arbeitszeit eine große Rolle für mich. Gerade in der Kita ist immer irgendwas: Bezugserzieher:in nicht da, Personalengpass, Kind krank. Eigentlich gibt es jede Woche eine Besonderheit. Ich könnte aktuell auf keinen Fall voll arbeiten, dann müsste meine Frau zu Hause bleiben oder und andersherum.

Ruth schreibt

Nach Ansicht neoliberaler Politiker soll sich der Staat möglichst wenig einmischen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich bin alleinerziehend und würde daher unter die Sonderfälle fallen, die weiter Teilzeit arbeiten dürften. Davon abgesehen finde ich den Vorstoß, den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken, grundsätzlich eine Frechheit. Bei neoliberalen Politikern soll sich der Staat möglichst wenig einmischen. Das gilt aber immer nur für die Freiheit der Wirtschaft. In die Freiheit der Bürger kann sich bis zum Zwang auf Vollzeitarbeit in alles eingemischt werden. Demnächst gerne auch noch in den Zwang, mindestens drei Kinder zu kriegen, denn die Wirtschaft braucht ja Arbeitskräfte. By the way, wie viele Partnerinnen dieser Politiker arbeiten eigentlich lifestylemäßig in Teilzeit?

Gerhild schreibt

Manche können von ihrer selbstständigen Tätigkeit nicht leben⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich bin als Organisationsentwicklerin in Teilzeit angestellt und arbeite darüber hinaus als Selbstständige. In meinem Umfeld kenne ich einige, die das so machen. Manche können von ihrer selbstständigen Tätigkeit nicht leben und kombinieren sie mit einer Anstellung. Bei mir ist es so, dass es mir Sicherheit gibt, mit einer halben Stelle meine Grundkosten decken zu können. Vermutlich arbeite ich, mit beiden Anteilen über das Jahr gerechnet, mehr als 40 Stunden die Woche.

Christoph schreibt

Ich möchte meine Kinder auch nicht von 8 bis 17 Uhr in Betreuung schicken⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Kinderbetreuung und Haushalt. Da meine Frau voll arbeitet (35 Stunden), bin ich im Moment auf nur 10 Stunden runtergegangen, da uns sonst Haushalt und Kinder (3 und 7 Jahre) über den Kopf wachsen. Außerdem möchte ich meine Kinder auch nicht „einfach“ von 8 bis 17 Uhr in Betreuung schicken, sondern selbst Zeit mit ihnen verbringen. Wir haben unterschiedliche Modelle ausprobiert (25 Stunden/30 Stunden, 35 Stunden/20 Stunden), und aktuell ist das so am besten für uns, auch wenn weniger Geld zur Verfügung steht.

Diana schreibt

Teilzeit ermöglicht mir, in Ruhe am Nachmittag einen Kaffee zu trinken.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Anonym schreibt

Mein Leben so gestalten, wie ich es will⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Die Gründe für meine Teilzeit sind Schutz meiner seelischen Gesundheit, Pflege meines Haustiers, mein Leben so gestalten, wie ich es will. Ich gehe freiwillig in Teilzeit. Das ist eine private Entscheidung. In meinem Job gibt es so viel Stress, dass ich ihn aufgeben würde, wenn ich gezwungen werde, ihn in Vollzeit auszuüben.

Lea Schreibt

Vielleicht bin ich jemand, die der „Lifestyle-Teilzeit“ am nächsten kommt⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Vielleicht bin ich jemand, die der „Lifestyle-Teilzeit“ am nächsten kommt. Ich arbeite 35 Stunden in Vertrauensarbeitszeit und nutze die freie Zeit, um morgens ganz in Ruhe zu frühstücken. Oder ich lege Facharzttermine auf Montagvormittag. Oder nutze meine verlängerte Mittagspause für Sport und Therapiesitzungen. Ich bin letztes Jahr auch umgezogen, um nicht mehr mit dem Auto pendeln zu müssen. Seitdem ist mein Alltag viel weniger stressig. Ich habe aber auch zwei Kinder, mit einem wohne ich zusammen, das andere sehe ich nur am Wochenende. Unser Alltag zu zweit ist wesentlich stressfreier geworden. Zum Beispiel kann ich 15.30 Uhr zu Hause sein, wenn mein Sohn aus der Schule kommt und ihm ein bisschen Entspannung bieten, bevor er abends noch zum Judo geht. Das ging früher nicht. Wenn er dann beim Sport ist, kann ich noch ein bisschen arbeiten. Andererseits erfordern meine Arbeit und mein Ehrenamt oft Abendtermine. Alles zu vereinbaren geht nur, weil mein Chef sehr tolerant ist.

Lexi Schreibt

Nach meinem zweiten Burnout arbeite ich in Teilzeit⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich arbeite seit meinem zweiten Burnout jetzt in Teilzeit mit 32 Stunden. Das gibt mir die Chance zu regenerieren, meinem Ehrenamt nachzugehen, meine Kunst und meinen Sport zu machen und meine leider vielen Arzttermine besser wahrzunehmen.

Jana schreibt

Ich könnte die Tafel nicht mehr ehrenamtlich unterstützen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich könnte die Tafel nicht mehr ehrenamtlich unterstützen, da die Arbeitszeiten dort vom Vormittag bis in den frühen Nachmittag gehen und somit in meiner regulären Arbeitszeit liegen würden, wenn ich eine 5-Tage-Woche hätte.

Evi Schreibt

Teilzeit nutze ich, um mich von einer anstrengenden Woche erholen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

In Teilzeit kann ich mich von einer anstrengenden Woche mit langen Pendelwegen erholen (Homeoffice wurde abgelehnt, da nicht alle Kollegen Homeoffice machen könnten), den Haushalt zu schaffen, um am Wochenende den Kopf frei zu haben für meine Familie.

Jule schreibt

Frisch kochen, damit das Kind Essen in die Schule mitnimmt⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Teilzeit ermöglicht mir viele Stunden Ehrenamt, frisch zu kochen, damit das Kind Essen in die Schule mitnimmt und nicht Pizza und Donuts essen muss, die gesamte Hausarbeit, gegen das Wohnungsunternehmen Vonovia zu kämpfen. Und ich wäre viel häufiger krank, weil jetzt schon immer alles sehr viel ist.

Robert schreibt

In meinen Beruf fände ich Vollzeit zu belastend⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Politische und interkulturelle Bildungsarbeit könnte ich nicht mehr nebenher machen. Aber meinen Beruf (Notfallsanitäter im Rettungsdienst) fände ich in Vollzeit ohnehin zu belastend.

anonym schreibt

Pflege meines behinderten Vaters⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben

Ich könnte in Vollzeit meinen autistischen Sohn nicht mehr zur Schule bringen und abholen. Er müsste mit dem Bus fahren, was für ihn eine Katastrophe wäre und den ersten Meltdown des Tages provozieren würde. So schafft er einen Schultag. Schulbegleitung gibt es (noch) nicht, da schon die Diagnostik 1,5 Jahre gedauert hat und der Antrag nun seit einem dreiviertel Jahr beim Jugendamt liegt. Außerdem liegt bei mir die Pflege meines behinderten Vaters, da die Tagespflege nur bis 15 Uhr geöffnet ist und er dann nach Hause gebracht wird. Die Pflege teile ich mit meiner Mutter, damit Nachmittagsaktivitäten mit den (Enkel-)Kindern möglich sind. Sagt die ambulante Pflege spontan ab, müssen wir einspringen. Ein Heimplatz würde knapp 3.500 Euro monatlich kosten, das ist kaum finanzierbar. Damit bleibt ein Zeitfenster von 8 bis 14 Uhr zum arbeiten.

Hier kannst du dich selbst durch die mehr als 300 Antworten klicken.


Redaktion: Isolde Ruhdorfer, Schlussredaktion: Susan Mücke, Bildredaktion: Gabriel Schäfer, Audioversion: Christian Melchert und Iris Hochberger

300 Menschen haben uns gesagt, wie sie ihre Teilzeit wirklich nutzen

0:00 0:00

Einfach unterwegs hören mit der KR-Audio-App