Warum du ohne andere nichts bist

Eine kurze Anleitung

6 Teile

Willkommen im Zusammenhang „Warum du ohne andere nichts bist“. Hier findest du alle wichtigen Texte und Informationen zum Thema, damit du dir einen schnellen und guten Überblick verschaffen kannst.

Eine Einführung

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Theresa Bäuerlein

Reporterin für Sinn und Konsum

Hallo, ich bin Theresa, und ich glaube, dass wir nicht allein sind. Keine Sorge, ich rede hier nicht von Aliens. Sondern davon, dass wir alle miteinander und mit unserer Umwelt viel mehr verbunden sind, als wir es im Alltag wahrnehmen. 
Das ist keine esoterische Aussage, sondern ein Fakt – und es ist nicht nur positiv. Die Welt weist uns in den letzten Jahren zunehmend drastischer darauf hin, dass wir einander nicht entkommen können, im Guten wie im Schlechten: Sei es die Corona-Pandemie, der Klimawandel oder der Ukraine-Krieg nebenan. Gleichzeitig fühlen sich immer mehr Menschen einsam und isoliert. Wie passt beides zusammen?

Ich glaube: Uns fehlt etwas. Ein Verständnis dafür, was Verbundenheit bedeutet, als Gefühl, aber auch als Realität. Was bleibt von mir übrig, wenn ich völlig allein bin? Warum kann ich den Schmerz anderer Menschen spüren? Warum sind Menschen bereit, füreinander oder für ein Land zu sterben? 

Ich glaube, wenn wir diese Fragen beantworten, können wir uns selbst und unseren Platz in der Welt besser verstehen. Und vielleicht fühlen wir uns sogar weniger einsam.

Zeit, das alles zu verstehen?

Ich und die Anderen

Es gab eine Zeit, in der ich dachte, ich bräuchte andere Menschen nicht. Bis ich herausfand: Andere Menschen definieren mit, wer ich bin. Um die Frage, was das Ich eigentlich ist, wo es anfängt und wo es aufhört, handelt dieser Text. Keine leichte Frage – aber eine umso spannendere. Es geht in diesem Artikel um Hirnforschung, Klavierspielen, Sex und Gefängnisse. Und um den Moment, in dem mir klar wurde, dass ich zwar gerne allein mit mir bin, aber andere Menschen trotzdem brauche.

Die dunkle Seite von Empathie

Empathisch zu sein mit anderen ist wie Schokolade essen oder einen Orgasmus haben: Man kann schwer dagegen sein. Das gilt aber nur auf den ersten Blick. Denn auch, wenn Empathie ein Modewort geworden ist, das sogar Politiker:innen gern verwenden: Sie macht Menschen keineswegs automatisch moralischer, gerechter oder hilfsbereiter. Im Gegenteil: Zuviel Empathie kann dich parteiisch, rassistisch und ungerechter machen. Wusste ich auch nicht, stimmt aber. Gelernt habe ich das durch ein bestimmtes Buch, von dem ich dir in diesem Text erzähle.

Besser Denken mit Räumen, Bäumen und Kolleg:innen

Unsere Kultur glaubt an die Stärke individuellen Denkens, das Genie grübelt einsam. Das ist falsch. Wie intelligent, kreativ und klar wir denken, wird massiv von unserer Umwelt beeinflusst, von Beziehungen zu anderen Menschen und auch von unserem eigenen Körper. In diesem Text geht es um fünf Tipps, wie wir diese Erkenntnis nutzen können. 

Wieso Fremde dich mehr beeinflussen, als du denkst

Wir mögen als Individuen handeln, aber wir tun es nie isoliert. Wir beeinflussen einander. Weil wir verbunden sind, selbst wenn wir uns nicht kennen. Denn Gefühle und Informationen können sich verbreiten wie Krankheitserreger. So können dich sogar Menschen beeinflussen, denen du noch nie begegnet bist – ohne, dass du es merkst. Forscher:innen, die das wissen, beschäftigen sich mit diesen Netzwerken, digital, aber auch im realen Raum. Was sie herausgefunden haben, erkläre ich dir in diesem Text.

Was andere dazu sagen

5 Quellen

Wie frei entscheiden wir wirklich?

Seit Jahren, vielleicht Jahrtausenden, streiten Menschen darüber, ob es einen freien Willen gibt. Manche bekommen dafür wütende Briefe und Todesdrohungen, wie der britische Philosoph Galen Strawson. Er kann das verstehen. Die Idee, keinen freien Willen zu haben, bedeutet für viele eine katastrophale existenzielle Krise. Es ist eine Frage, die das Potenzial hat, unsere Vorstellungen von der Welt so stark zu verändern wie die Entdeckung der Evolution. Aber stimmt es denn? Darum geht es in diesem Artikel.

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Das Ich in der Welt

In der Netflix-Serie „Connected“ untersucht der Wissenschaftsjournalist Latif Nasser, auf welch überraschende und komplizierte Arten wir miteinander, mit der Welt und mit dem Universum verbunden sind. Ich habe beim Zuschauen eine neue Art von Respekt bekommen, vor kleinen Vögeln – und sogar vor Staub.

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Die Macht von psychedelischen Substanzen

Dieser Artikel ist schon zehn Jahre alt, aber ich habe ihn nie vergessen. Es geht darin um die medizinische Forschung zu psychedelischen Substanzen wie Psilocybin. Und um die Frage, ob solche Substanzen Menschen helfen können, die unter schweren psychischen Problemen leiden. Menschen wie Pam Sakuda, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Die Forscher:innen fanden heraus, dass Psilocybin helfen kann, die Angst vor dem Tod zu überwinden. Weil es die Selbstwahrnehmung im Gehirn verändert.

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Was wir von Kindern über das Ich lernen können

Zwei Reporter besuchen Hirnforscher, Evolutionsbiologen und Philosophen, um zu ergründen, wie das „Ich“ entsteht. Sie finden unter anderem heraus, wie Kinder sich verhalten, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, warum sie ohne soziale Kontakte vielleicht nicht schlauer wären als Affen. Und wieso der berühmte Satz „Ich denke, also bin ich“, überholt ist, und „Ich sehe, also bin ich“ eher stimmen könnte.

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Was kann Meditation wirklich?

Die Empfehlung für diesen Text konnte ich mir nicht verkneifen, obwohl er von mir selbst ist. Aber wir wissen ja jetzt, dass das Selbst eine Illusion ist, nicht wahr? Aber im Ernst: Dieser Text ist mir wichtig, weil er sich einem bestimmten Aspekt widmet, dem eigentlichen Ziel von Meditation im traditionellen Sinne: das Nicht-Selbst oder die Selbst-Illusion aufzudecken – und die Verbundenheit mit allem herauszustellen. Davon hört man heute nur nicht mehr so viel, weil es immer mehr um Selbstoptimierung geht. Aber Meditation kann noch viel mehr.

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Was habe ich übersehen?

Für Feedback zu diesem Zusammenhang, schreibe mir: theresa@krautreporter.de

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