Fotos der Schülerproteste aus Frankreich: Eine Kundgebung und Polizeigewalt.

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Kinder und Bildung

Frankreichs Schülerproteste, verständlich erklärt

Brennende Mülltonnen, Polizisten schießen mit Gummigeschossen auf Jugendliche: Im ganzen Land protestieren Schüler:innen gegen miserable Bedingungen in ihren Schulen. Wäre das in Deutschland denkbar?

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Was passiert da gerade in Frankreich?

Im ganzen Land protestieren Schüler:innen gegen die Bedingungen in ihren Schulen. Am 6. Oktober sind in ganz Frankreich laut den Organisator:innen 450.000 Schüler:innen, Studierende, Lehrkräfte, Eltern und Gewerkschaften auf die Straße gegangen.

Angefangen haben die „Blocus“, also die Blockaden, Mitte September an dem Lycée Saint-Exupéry in Créteil, einer Stadt südöstlich von Paris. Dort haben sich die Schüler:innen mit ihren Lehrkräften solidarisiert, die gegen zu wenig Personal und einen generellen Mangel an Ressourcen protestiert hatten.

Was haben die Schüler:innen in Créteil denn gemacht?

Sie haben ihre Schule mit Mülltonnen und Absperrgittern blockiert, ihren Protest gefilmt und online gestellt. Eine der nächsten Schulen, die mitgemacht hat, war das Lycée Paul Éluard in Saint-Denis, einem diversen, arbeiterklassengeprägten Vorort im Norden von Paris. Von dort aus hat sich der Protest weiter verbreitet. Mittlerweile haben sich mehr als 1.000 Schulen in ganz Frankreich den Demonstrationen angeschlossen, landesweit soll laut des Innenministeriums jede dritte Schule von Protestaktionen betroffen sein. Am Dienstag gab es einen landesweiten Aktionstag mit Blockaden und Demonstrationen.

Und wogegen protestiert die Jugend Frankreichs genau?

Die Schüler:innen protestieren gegen zu große Klassen – sie berichteten von Klassen mit mehr als 30 Schüler:innen –, zu wenig Lehrkräfte und marode Schulgebäude. In den Sommern sei es zu heiß und in den Wintern zu kalt. Häufig seien wichtige Stellen wie eine Schulkrankenschwester oder Assistenzkräfte für Schüler:innen mit Behinderung nicht besetzt, berichten Schüler:innen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Jugendlichen bis zu zehn Stunden am Tag in den Schulen verbringen.

Moment mal. Das klingt ja eigentlich wie in Deutschland.

Stimmt. Dazu gleich mehr. Denn es gibt auch ein paar französische Eigenheiten. Die Schüler:innen protestieren zum Beispiel auch gegen das Onlinebewerbungssystem für die Unis, Parcoursup, das als stressig und ungerecht empfunden wird. Manche Ex-Schüler:innen haben erst jetzt eine Antwort erhalten, ob und wo sie einen Platz an der Uni haben. Und die Uni beginnt dort schon Anfang oder Mitte September.

Und deshalb kam es genau jetzt zu diesen Protesten?

Frankreich hat einen extrem heißen Sommer hinter sich, der nochmal gezeigt hat, wie schlecht die Schulen für solche Hitze ausgestattet sind. Der französische Soziologe Fabien Truong antwortet im Interview mit der Zeitung Le Nouvel Obs auf die Frage, ob er angesichts des Ausmaßes der Mobilisierung überrascht sei, mit: „Ja und nein.“ Die Proteste seien das Ergebnis einer Anhäufung von Problemen. Probleme, die seit Langem bekannt seien, aber nicht gelöst worden sind. Er sagt: „Und jetzt fordern die Schüler:innen ein, was ihnen versprochen wurde: Tische, Stühle, Lehrkräfte.“

Gehen die Schüler:innen jetzt alle nicht mehr zur Schule oder wie?

Wenn die Schüler:innen ihre Schulen blockieren, das machen sie meist frühmorgens mit Mülltonnen, Matratzen oder was sie sonst noch finden, gehen sie nicht in die Schule und halten damit auch alle anderen Schüler:innen vom Schulbesuch ab. Tatsächlich wurde schon versucht, auf Fernunterricht umzustellen. Der wird aber auch teilweise boykottiert, wie man zum Beispiel in diesem Video sieht, in dem die Jugendlichen Musik abspielen, statt zuzuhören. An Schulen, die nicht betroffen sind, und das ist ja die Mehrheit der Schulen, findet der Unterricht weiter normal statt. Trotzdem, die Jugendlichen in Frankreich fühlen sich von der Regierung alleingelassen.

Alle Jugendlichen fühlen sich alleingelassen?

Die Ressourcen in Frankreich sind sehr ungleich verteilt. Es sind vor allem die Jugendlichen in den „Quartiers populaires“, einkommensschwachen Arbeitervierteln, die sich alleingelassen fühlen. Der Soziologieprofessor Truong war früher Lehrer in Seine-Saint-Denis, also dort, wo die Proteste als Erstes aufgegriffen worden sind. Er erklärt in dem Interview am Beispiel von Personalkosten, wie ungleich die Ressourcen verteilt sind: An bürgerlichen Lycées in der Innenstadt arbeiten mehr agrégés, also Lehrkräfte mit der höchsten Qualifikationsstufe, und mehr erfahrenere Kolleg:innen. Sie seien dementsprechend teurer. An einem Lycée am Stadtrand finde man hingegen vor allem Berufsanfänger:innen oder Vertragslehrkräfte.

Er sagt: „Das ist eine eklatante, belegte und unbestreitbare Ungleichheit. Laut einer Studie des Elternverbands FCPE verliert ein Kind in Seine-Saint-Denis im Lauf seiner Schulzeit im Schnitt ein ganzes Schuljahr, weil ausgefallene Lehrkräfte nicht ersetzt werden.“ Es sei also kein Zufall, dass diese Forderungen in den Quartiers populaires, den Arbeitervierteln, aufkommen.

Also protestieren nur die Schüler:innen in den Arbeitervierteln?

Tatsächlich haben sich viele besser situierte Lycées den Protesten angeschlossen, aus Solidarität. Truong sagt, sie würden sehen, dass Jugendliche, die fünf Kilometer entfernt leben, eine ganz andere Erfahrung machen. Sie empfinden das als politischen Verrat, als eine Form struktureller Misshandlung.

Du sprichst die ganze Zeit von Lycées. Wer protestiert da? Das sind ja keine Grundschüler:innen?

Lycées sind das, was in Deutschland die Oberstufe ist. In Frankreich gibt es eine eigene Schulform dafür. Die Jugendlichen, die protestieren, sind also zwischen 15 und 18 Jahren alt. Mittlerweile haben sich aber auch Unis, Eltern und Gewerkschaften den Protesten angeschlossen. Sehr häufig sind auch die Lehrkräfte bei den Blockaden dabei. Oft auch, um ihre Schüler:innen zu schützen. In diesem Video sieht man, wie Lehrkräfte eine schützende Mauer um ihre Schüler:innen bilden. Eine Lehrerin berichtet in diesem Video, dass sie von Polizist:innen geschubst und gestoßen wurde. Das Schlimmste sei aber gewesen, die Gewalt gegen die Kinder zu sehen.

Warum müssen die Jugendlichen geschützt werden?

Vielleicht hast du schon Videos von den Protesten gesehen, in denen Polizist:innen in Schülergruppen reinrennen. Manchmal haben sie auch Pferde oder Motorräder. Sie nutzen Pfefferspray und manchmal auch Granaten, die explodieren und dabei Hartgummistücke in alle Richtungen schleudern. Es gibt ein Video, in dem ein Mädchen gewürgt wird, ein Junge wurde schwer am Auge verletzt. Ein Junge hat seine linke Hand verloren, weil er eine Granate aufgehoben haben soll, die von der Polizei geworfen worden ist.

Das ist krass.

Ja, wegen dieser Gewalteskalation bekommt der Protest so viel Aufmerksamkeit. Es gab mittlerweile mehr als 6.000 Festnahmen und 87 Prozent der Festgenommenen sind laut Justizministerium minderjährig. Der Bildungsminister Édouard Geffray hat mitgeteilt, dass rund 300 Jugendliche und Schulmitarbeiter:innen bei den Zusammenstößen verletzt worden sind.

Okay, aber mal ehrlich: Die Schüler:innen sind auch nicht gerade unschuldig, oder? Das sah schon nach Gewalt von beiden Seiten aus.

Es gibt brennende Mülleimer, man sieht auch Videos, in denen Protestierende Gegenstände auf Polizist:innen werfen. Mehr als 700 Polizist:innen sollen verletzt worden sein laut des Büros des Premierministers. Dennoch werfen eine große Gewerkschaft französischer Staatsanwält:innen und Richter:innen und eine bekannte französische Menschenrechtsorganisation der Polizei vor, unverhältnismäßige Gewalt gegen die Schüler:innen einzusetzen.

Der Soziologe Truong sagt: Was man in Arbeitervierteln vor den Schulen sehe, zeige, was dort seit 30 Jahren Alltag ist, „ein extrem angespanntes Verhältnis zwischen der Polizei und den Jungen im öffentlichen Raum.“ Deswegen sehen die Proteste dort auch anders aus als vor einem Lycée in der Innenstadt.

Aber die brutalen Zusammenstöße sind auch interessanter für die Medien. Und sie entsprechen auch diesem Bild von aggressiven, migrantischen Jungs, die Streit suchen.

Tatsächlich gab es auch Proteste in Überseedepartements von Frankreich, aber davon hast du in den Medien wahrscheinlich nichts gesehen. In Mtsangadoua in Mayotte, einer kleinen Insel in der Nähe von Madagaskar, haben Lehrkräfte und Eltern fünf Wochen lang (!) friedlich für bessere Bedingungen in ihren Schulen protestiert. Und zwar schon Ende August. Darüber wurde aber kaum berichtet, nur in dem Online-Investigativ-Medium Mediapart gibt es einen Bericht dazu.

In ländlichen Regionen und in Innenstädten sei die Situation auch viel weniger konfrontativ, berichten Menschen von vor Ort. Dabei sieht es manchmal auch so aus: In diesem Video wetteifern ein Junge und ein Polizist, wer mehr Liegestütze kann. In diesem Video ist ein Protestierender als Spiderman verkleidet und wird tanzend auf einem Müllcontainer geschoben.

Wie wird denn in den französischen Medien über die Proteste berichtet?

In den großen französischen Medien wird viel über die Gewalteskalation der Jugendlichen gesprochen. Eine französische Komikerin formuliert es so: Die Jugendlichen verbrennen einen Mülleimer und werden als die unverantwortliche Generation gebrandmarkt. Dabei geben wir ihnen einen brennenden Planeten. Aber alle regen sich über die brennenden Mülleimer auf.

Auf den Vorwurf, damit Gewalt zu legitimieren, antwortet sie: „Wenn eine große Gruppe von Menschen zusammenkommt, gibt es immer eine Zahl von Idioten, die es für alle ruinieren. Und ich rede nicht nur über die Polizei.“ Aber Jugendliche so zu behandeln, sei „insanity“, also Wahnsinn.

Dann sagt sie noch: „Aber ich verstehe es, die Dinge, die die Jugendlichen fordern, sind komplett absurd: Sie fragen nach Lehrkräften, sie wollen dass ihre Gebäude nicht auseinanderfallen, Klassenräume ohne Ratten und Heizungssysteme im Winter. Was soll als Nächstes kommen? Bücher, Stühle, ein Dach? Denkt ihr etwa, dass hier sei ein Erste-Welt-Land?“

Haha. Warum geht die Polizei denn so brutal vor? Das müsste ja nicht sein.

Die französische Polizei hat eine Extraeinheit für die Kontrolle von Protesten, sie heißt CRS, und diese Einheit ist bekannt für ihr repressives Vorgehen. Sie arbeiten mit Tränengas, Granaten und Gummigeschossen. Der Soziologe Truong vergleicht die Reaktion auf die Schülerproteste auch mit der Reaktion auf die Gelbwesten.

Ah, die Gelbwesten. Was war da nochmal?

Das war 2018. Ihr Erkennungszeichen waren die gelben Westen, die man immer im Auto haben muss. Sie hatten auch sehr konkrete Forderungen: niedrigere Spritsteuern, höherer Mindestlohn und bessere Renten. Und die Polizei hat wie jetzt sehr repressiv reagiert.

Truong sagt, dass die Reaktion mangelnde Wertschätzung und eine Form von Klassenverachtung zeige. Er sagt: „Es gibt ein Kontinuum sozialer Gewalt. Ich rechtfertige und legitimiere die Gewalt vor den Lycées nicht. Aber auch die Gewalt, die diese Menschen erfahren, muss berücksichtigt werden.“

Wie hätte die Regierung denn reagieren sollen?

Truong berichtet im Interview und auch in diesem Video von einer Diskrepanz zwischen den sehr konkreten Forderungen und der staatlichen Reaktion. Es gebe keine konkreten politischen Reaktionen, dafür aber eine sehr konkrete Reaktion der Polizei. Das würde sich für die Jugendlichen dann schnell nach Missachtung anfühlen. Er sagt: „Jede Lehrkraft weiß: Wenn Jugendliche einem eine Forderung klar vortragen, ist die angemessene Antwort zuzuhören und zu diskutieren. Das ist pädagogische und politische Autorität.“

Hat die Regierung denn zugehört und diskutiert?

Der Bildungsminister Geffray hat die Schulen zunächst aufgefordert, auf Fernunterricht umzustellen. Am 2. Oktober hat er sich mit Schülergruppen getroffen. Dort kündigte er an, einen Aktionsplan umzusetzen, der Vertretungen beschleunigen und Abschlussklassen bevorzugen soll. Bei Gebäuden und Klassengrößen sagte er, für das Schuljahr 2027 könne er keine Entscheidung treffen.

Am großen Aktionstag hat sich Premierminister Sébastien Lecornu nachmittags vor die Nationalversammlung gestellt und gesagt, dass es nicht helfe, ein Lycée anzuzünden. Das verbessere nicht den Zustand des Gebäudes. Auch Minderjährige würden in einer funktionierenden Demokratie Verantwortung tragen.

Wow. Und die Erwachsenen?

Er sagte auch noch, dass die Schulen Ende der Woche einen halben oder ganzen Tag frei bekommen würden, für eine „Zeit der internen Demokratie“.

Als wären es schulinterne Probleme, die die Jugendlichen anprangern. Wird nicht im kommenden Jahr auch in Frankreich gewählt?

Ja, im April. Deshalb sind die Proteste besonders heikel. Die linken Parteien stellen sich hinter die Proteste. Die Regierungssprecherin sagte, die La France insoumise (LFI) trage eine „politische und moralische Verantwortung“. Die Partei würde die Proteste anheizen. Das Umfeld des Premierministers werfe den Linken sogar vor, die Ausschreitungen gesteuert zu haben. Belege gibt es dafür keine. Jean-Luc Mélenchon, Präsidentschaftskandidat der linken Partei LFI, betonte, die Bewegung sei selbstorganisiert.

Die Jugendlichen sagen deswegen auch Dinge wie: „C’est pas un mouvement de gauche ou de droite, c’est un mouvement lycéen.“ Also: Es ist keine Bewegung von links oder rechts, sondern eine schulische Bewegung.

Eigentlich ist die Situation in Deutschland ja ähnlich schlecht. Warum haben wir solche Proteste nicht?

Das stimmt. Es heißt ja immer: Wie in kaum einem anderen Land hängt der Bildungserfolg in Deutschland vom Elternhaus ab. Deutschland und Frankreich nehmen sich da kaum etwas. Die Leistungsunterschiede zwischen einem Kind, das in einem sozioökonomisch privilegierten und einem Kind, das in einem benachteiligten Haushalt aufwächst, liegen in Frankreich laut PISA 2025 bei 125 Punkten und in Frankreich bei 100 Punkten. Beide Länder liegen damit über dem OECD-Länder-Durchschnitt. Ungefähr 40 PISA-Punkte entsprechen einem Schuljahr.

Die grundlegende Ungleichheit in Frankreich sei, dass manche Schüler:innen dem Bildungssystem allein gegenüberstehen, andere nicht, sagt Truong. Das kann man genauso über Deutschland sagen.

Aber sind deutsche Schulen besser dran?

Der Investitionsrückstand bei Schulgebäuden in Deutschland beträgt laut des aktuellen KfW-Kommunalpanels 68,9 Milliarden Euro. In Frankreich gibt es keine Gesamtschätzung des Investitionsrückstands, und das wird scharf kritisiert. In diesem Parlamentsbericht von 2023 wird von nötigen Investitionen zwischen 40 und 52 Milliarden Euro allein für die energetische Sanierung von Grundschulgebäuden gesprochen. Auch in Deutschland wird von Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall berichtet. Und auch deutsche Schulen sind, was Hitze und Kälte angeht, nicht gut ausgestattet.

Das sind ja ganz ähnliche Punkte wie in Deutschland, trotzdem habe ich in Deutschland noch nie Schüler:innen Mülltonnen anzünden sehen.

In Frankreich haben die sogenannten Blocus, Blockaden, und Streiks eine andere Tradition. Die Jugendlichen machen auch nach, was die Erwachsenen ihnen vorleben.

Inwiefern?

In Frankreich wird viel mehr gestreikt als in Deutschland. Pro 1.000 Beschäftigte gab es in den Jahren 2012 bis 2021 im Durchschnitt fast 100 Ausfalltage in Frankreich. In Deutschland waren es 18. Gleichzeitig sind in Deutschland viel mehr Menschen als in Frankreich Mitglied einer Gewerkschaft.

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Aber wir hatten doch die Fridays-for-Future-Streiks!

Das stimmt oder aktuell wieder Streiks gegen die Wehrpflicht. Am 25. September haben laut der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ 45.000 Schüler:innen in über 100 deutschen Städten demonstriert. Die Jugendlichen protestieren aber nicht gegen Zustände im Schulsystem, sondern gegen gesamtgesellschaftliche Missstände. In Frankreich gibt es einen klaren Adressaten für Missstände in der Schule, weil das Bildungssystem zentralistisch organisiert ist, in Deutschland gibt es 16 Kultusministerien. Das erklärt es aber nicht allein.

Die Jugendlichen in Deutschland schieben keine Barrikaden aus Mülltonnen, Matratzen und Absperrgittern vor ihren Schultoren zusammen, sie treffen sich friedlich zu Demonstrationen. Die Konfrontationen mit der Polizei sind dabei weniger von Gewalt geprägt.

Auf der Webseite von Fridays for Future kann man im „interaktiven Entschuldigungsgenerator“ Entschuldigungen für die Fehlstunden generieren.

Der Entschuldigungsgenerator von Fridays-for Future

Der Entschuldigungsgenerator von Fridays-for Future | Webseite von Fridays for Future

Das erinnert mich an ein Zitat, das ich mal irgendwo gelesen habe: „Wenn die Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen sie vorher eine Bahnsteigkarte.“

Ja, das Zitat wird Lenin zugeschrieben. Ein Teil von mir hofft, dass dieses etwa 100 Jahre alte Zitat nicht mehr zutrifft. Der nächste große Aktionstag ist für den 17. Oktober angekündigt, Gelbwesten, Gewerkschaften, Schüler:innen, Eltern, Studierende und Lehrkräfte zusammen. Die Proteste in Frankreich hören vorerst nicht auf.


Redaktion: Bent Freiwald, Schlussredaktion: Susan Mücke, Bildredaktion: Sören Frey

Frankreichs Schülerproteste, verständlich erklärt

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