Collage: Eine Statue sitzt auf einer Notebook-Tastatur.

Andrey Nuraliev/Unsplash/Felix-Mittermeier/Pexels

Internet und Technologie

So verwendest du KI, ohne dumm zu werden

Die meisten KIs sollen für dich denken. Mit diesen Tipps behältst du die Kontrolle und wirst nicht nur nicht dümmer, sondern sogar schlauer.

Als Mitglied hast du Zugriff auf diesen Artikel.

0:00

Elfte Klasse, Englischunterricht mit Mr. Thomas. Wir haben damals „Wise Blood“ gelesen. Oder „Cannery Row“. Ich weiß es nicht mehr, denn ich habe stattdessen Basketball gespielt. Dann schrieben wir spontan einen Test. Ich habe versucht, schlaue Antworten anhand der Fragen zu erfinden. Mr. Thomas war nicht überzeugt davon.

Ich wäre selbst dann durchgefallen, wenn er mich kurz vor der Prüfung gewarnt hätte. In der Zeit hätte ich zwar eine Zusammenfassung auf Goodreads lesen können, den Wikipedia-Eintrag des Buches, den Buchabschnitt überfliegen oder ich hätte jemanden aus meiner Klasse fragen können. Aber nichts davon hätte ersetzt, das Buch zu lesen.

17 Jahre später gibt es ChatGPT. Aber geholfen hätte es mir nicht.

Denn Mr. Thomas’ Fragen sollten prüfen, ob ich den Text verstanden habe. Er fragte nach Nuancen in der Sprache, den Beziehungen der Figuren oder den stärksten stilistischen Mitteln. Um das zu lernen, bleibt mir auch 2026 nichts anderes übrig, als Zeit und Aufwand zu investieren.

Sprachmodelle können mich daran hindern, wenn sie mich dazu verleiten, mich mit schnellen Antworten zufriedenzugeben. Vielleicht hätte mein vergangenes Ich in ChatGPT nur einen weiteren Weg gesehen, Basketball zu spielen, bis es zu spät ist.

Während du praktisch überall lesen kannst, dass KI dich dümmer macht, wenn du sie für dich denken lässt, erkläre ich dir hier, wie du genau das vermeidest. Und was dabei hilft, selbst zu denken, wenn du KI verwendest.

Arbeitsweisen, bei denen du aufhören könntest, selbst zu denken⬆ nach oben

1. Gebe ich dem Chatbot gerade die Aufgabe, für mich zu denken?

„Schreibe mir einen Aufsatz über Wise Blood von Flannery O’Connor.“

„Sage mir, was das wichtigste Stilmittel in Wide Blood ist und warum.“

Wenn Menschen durch Chatbots kognitive Fähigkeiten verlieren, dann, weil sie aufhören zu denken. Versuchspersonen, die Aufgaben an Chatbots abgeben sollten oder durften, zeigten geringeres Erinnerungsvermögen, geringere Lernfähigkeit und in manchen Studien weniger Bereitschaft, gemeinsam zu lernen. Selbst wenn KI während einer Studie hilft, bessere Ergebnisse zu erzielen, scheinen Menschen, die das Denken an KI auslagern, langfristig weniger kreativ zu werden oder sich zunehmend wie alle anderen auszudrücken.

„Das kennen wir von Navigationsapps“, sagt mir Fabian Sting, Professor an der Universität Köln und an der Rotterdam School of Management, der die Studie „AI Meets the Classroom“ veröffentlicht hat. Anwendungen wie Google Maps seien extrem hilfreich, sagt Sting. Genau wie KI. „Aber wenn die App ausfällt, sollte man sich trotzdem noch orientieren können.“

Das gilt selbst für hochqualifizierte Berufe. Zum Beispiel für Ärzt:innen. Sie besitzen enorme Fachkenntnis und trainieren ihre Fähigkeiten akribisch. Doch auch sie werden in manchen Aufgaben schlechter, wenn sie andauernd KI oder Roboter verwenden. Eine polnische Studie untersuchte etwa, wie treffsicher eine Gruppe von Ärzt:innen sogenannte Polypen in einer Darmspiegelung erkennt: bevor und nachdem sie anfingen, KI-Tools einzusetzen. Nach drei Monaten zeigte sich, dass Ärzt:innen ohne das Werkzeug signifikant schlechter darin waren als vorher.

Bei jeder dieser Technologien entscheidet, wie man das Werkzeug verwendet. Wenn Ärzt:innen mit Software-Unterstützung neue Abläufe im OP lernen, geht das manchmal schneller als ohne. Paul Graman und Kolleg:innen der TU Berlin haben gezeigt, dass bessere GPS-Anweisungen unser räumliches Denken sogar verbessern können, während wir unsere Navigationsapps verwenden. Einkaufslisten gemeinsam zu schreiben, kann älteren Menschen helfen, sich besser zu erinnern. Und während uneingeschränkte KI-Nutzung Schüler:innen schadet, können selbst gewöhnliche Chatbots ihnen nachhaltig helfen zu lernen, solange die Lernenden weiter mitdenken.

2. Lasse ich den Bot einfach machen?

„Ich kann dir helfen, eine Zusammenfassung von Wise Blood zu erstellen. Sag einfach Bescheid, wenn ich jetzt damit anfangen soll.“

„Möchtest du, dass ich dir Wise Blood von Flannery O’Connor zusammenfasse? Ich könnte die zentralen Aspekte hervorheben, von denen du mir gerade erzählt hast.“

Menschen sind sogenannte kognitive Geizkragen: Normalerweise bevorzugen wir, Aufgaben mit so wenig Denkarbeit wie möglich zu lösen. Die Geschäftsmodelle von HelloFresh und Thermomix bauen allein auf diesem Versprechen auf: Komm zu uns, da musst du nicht denken, wir machen das für dich.

Die KI-Konzerne versprechen das ebenfalls. Sie wollen, dass Menschen ihre Produkte so viel wie möglich verwenden. Also haben die Konzerne Claude, ChatGPT und Co. so gebaut, dass sie sich dagegen wehren, wenn du Dinge selbst erledigen möchtest. Die Bots bieten dir an, was sie für dich tun könnten. Sie tun Dinge, um die du sie nicht gebeten hast.

Solange diese Produkte so konzipiert sind, müssen wir ihre Vorschläge hinterfragen. Brauche ich diese Buchkritik, die der Bot mir anbietet? Oder sollte ich „Wise Blood“ lieber selbst lesen?

Manche Aufgaben kannst du sicher getrost auslagern. Bürokratien und Büros erschaffen genug sinnlose Arbeit. Aber falls es doch gute Gründe gibt, etwas selbst zu tun, dann lasse dich nicht von KI in Versuchung führen. „Komm, schalte dein Hirn ab“, höre ich Chatty beinahe sagen. „Mach dir keine Sorgen. Ich übernehme das.“

3. Entscheidet der Chatbot gerade, was mir wichtig ist?

Frage: „Ich habe 20.000 Euro auf dem Girokonto. ETF-Sparplan, Tagesgeld oder Sondertilgung für den Kredit? Welche Möglichkeiten habe ich?“

Antwort: „In deiner Situation ist es meistens am besten, die Summe aufzuteilen. Wenn du willst, erstelle ich dir einen Plan mit festen Prozentsätzen.“

—

Frage: „Hier ist der Brief von meiner Orthopädin. Er schlägt eine Knie-OP vor, alternativ sechs Monate Physiotherapie. Wäge ab, was für mich besser ist, damit ich die Ärztin fragen kann.“

Antwort: „Bei diesem Befund spricht einiges dafür, zuerst die Physiotherapie zu versuchen. Soll ich dir Fragen zusammenstellen, mit denen du diese Entscheidung beim nächsten Termin absicherst?“

—

Frage: „Am Sonntag ist Landtagswahl. Welche Partei passt zu mir? Mir sind bezahlbare Mieten und die Rente wichtig.“

Antwort: „Mit deinen Prioritäten passt Partei X am besten. Möchtest du als Nächstes eine Kurzfassung, warum?“

—

Frage: „@grok ist dieses Foto echt? Ist das Mädchen wirklich aus Gaza?“

Antwort: „Nein. Das Foto stammt aus dem Jahr 2014 und zeigt ein jesidisches Mädchen im Irak auf der Flucht vor dem IS. Mit Gaza hat es nichts zu tun. Soll ich zusammenfassen, was die Leute auf X dazu sagen?“

Jedes dieser Beispiele stammt von einem echten Ereignis. Die Anfragen selbst kann ich halbwegs nachvollziehen. Ich würde sagen, dass jemand sie relativ offen formuliert hat. Aber alles läuft schief, sobald der Chatbot insgeheim entscheidet, was der Person wichtig ist.

Hinter jeder der Antworten stecken dann diverse Annahmen, derer ich mir bewusst werden muss. Bei der Finanzfrage verschwinden die Quellen und der Grund, warum es am besten sein soll, die 20.000 Euro aufzuteilen. Und wenn ich aufteile, warum in diesem Verhältnis? Wer sagt das? Was ist „meine Situation“ laut dem Chatbot? Um das zu beantworten, bräuchte der Bot mehr, als in den Fragen steht.

Auch bei der Frage zur Knie-OP verschwindet, was dafür und was dagegen spricht. Der Bot hat entschieden, wie es weitergeht, und die Person soll das nur noch mit der Ärztin absichern. Bei der Antwort zur Landtagswahl ist es ähnlich. Und beim Faktencheck mit Grok erfindet der Chatbot nicht nur falsche Tatsachen. Grok bietet auch noch an, sie durch andere fragwürdige Quellen zu belegen.

Bei alldem denkst du vielleicht, du solltest lieber die Finger von der Tastatur lassen. Dabei können Sprachmodelle auch helfen, wenn du weißt, wie du sie verwendest.

Solange du deine Ziele festlegst, werden die Bots nicht so schnell für dich denken. Lasse nur nicht sie oder ihre Macher entscheiden. Sie haben ihre eigenen Ziele, die mit deinen und meinen nicht viel zu tun haben. Und Chatbots bringen dir erst dann etwas, wenn sie dir dienen, nicht andersherum. Im nächsten Abschnitt habe ich die wichtigsten Arbeitsweisen dafür gesammelt.

Arbeitsweisen, die dir helfen, selbst zu denken⬆ nach oben

1. Was mache ich mit der Zeit, die ich mir mit KI freischaufle?

Die meisten Menschen nutzen KI nicht als Selbstzweck. Wenn sie mit einem Chatbot reden, möchten sie etwas erreichen, nicht herumspielen oder die Erfahrung genießen, mit dem Bot zu chatten.

Erwachsene und Menschen, die KI beruflich verwenden, wollen entweder Zeit sparen oder KI für Dinge verwenden, die sie sonst gar nicht könnten – zumindest nicht, ohne viel Zeit und Aufwand, es zu lernen. Beides versprechen auch die KI-Konzerne: dass ihre Produkte uns produktiver machen.

Doch dann stellt sich die Frage: Warum? Zeit sparen wofür? Das kann niemand für dich beantworten. Obwohl Chatbots es natürlich gerne trotzdem versuchen. Mein Tipp: Gewinne Zeit für Dinge, die dir Spaß machen (mit dem Hund spielen gehen), die du immer noch wesentlich besser als der Bot kannst (eine reflektierte Meinung bilden), die der Bot gar nicht kann (mit einer Person mitfühlen und für sie da sein), für Neues (also Situationen, über die es wenig Daten gibt, weswegen mir statistische Modelle wenig helfen) oder für etwas, das dir besonders wichtig ist.

2. Wozu möchte ich KI verwenden? Und warum?

Leute nennen mir viele Gründe, warum sie Sprachmodelle verwenden. Manchen geht es um die Qualität des Outputs. Viele glauben, ihr Englisch sei schlecht. Also schreiben sie englische E-Mails per Chatbot. Andere Leute wollen ihre Mails bloß schneller schreiben. Beides sind Gründe, die ich nicht beurteilen will. Es bringt niemanden weiter, Menschen dafür in Lager zu teilen, wie sie Chatbots nutzen.

Deswegen lautet mein zweiter Tipp: „Überlege dir gut, was du da tust.“ Frage dich gelegentlich warum, bevor du etwas ins Textfenster tippst. Nicht jedes Mal. Aber sporadisch, um darauf zu achten. Du kannst dich auch fragen: Hilft es mir wirklich, wenn ich das jetzt den Bot frage? Womit genau hilft es mir? Was gebe ich auf, indem ich nicht selbst auf die Lösung komme?

In einigen Situationen empfehle ich dir, besonders gut aufzupassen. Zum Beispiel, ob das gerade eine generische E-Mail ist, die genausogut der Bot verfassen kann. Oder ein Moment, in dem du jemandem als Mensch begegnen solltest? Musst du diesen Text nur schnell grammatikalisch in Ordnung bringen? Oder überarbeitest du ihn, um deine Meinung weiterzuentwickeln oder daraus zu lernen? Wenn der Aufwand der eigentliche Sinn ist, verwende KI lieber nicht oder streng, um dir beim Lernen zu helfen.

3. Kann ich das ohne KI genauso gut? Oder könnte ich ohne KI anfangen?

„Generiere immer erst deine eigenen Ideen, bevor du dich an KI wendest“, sagt Ethan Mollick, KI-Forscher an der Wharton School of Management. Mollick schreibt den Blog One Useful Thing, eine der nützlichsten Quellen darüber, wie man KI sinnvoll einsetzt. „Schreibe deine Ideen auf“, sagt er, „egal wie provisorisch.“ Danach kannst du sie mit KI immer noch weiterentwickeln, wenn du möchtest.

Bei jeder nichttrivialen Aufgabe kannst du mit einer leeren Seite beginnen. Wenn du mit KI etwas recherchieren willst, mache dir zuerst selbst ein Bild. Wenn du eine Grafik erstellen willst, überlege dir, wie du es angehen würdest. Verwende den Bot erst, wenn du weißt, was du möchtest und wie es geht, oder du selbst gar nicht mehr weiterkommst. Aber sei von Anfang an selbst dabei.

Ein Artikel aus der Fachzeitschrift „Data“ nennt das den Schritt vom Auslagern ins Auseinandersetzen. Es entlastet dich, wenn du KI für dich lesen lässt, schreibt Michael Gerlich. Er leitet das Center for Strategic Corporate Foresight and Sustainability an der Swiss Business School. Aber die Technologie bringt dich erst dann weiter, wenn du dein Gehirn eingeschaltet behältst, während du sie verwendest. Erst dann können Nutzer:innen mit KI mehr erreichen als ohne – mit weniger Risiko, etwas nicht zu lernen oder zu verlernen.

4. Kann ein Chatbot mir in einer bestimmten Rolle schnell Feedback geben?

Wenn ich einen Artikel wie diesen schreibe, brauche ich je nach Baustelle und Zeitpunkt vollkommen unterschiedliches Feedback. In vielen Angelegenheiten kann mir ein Chatbot kaum helfen. Sprachmodelle haben kein Gefühl für Stil, Haltung, Zeitmäßigkeit oder überhaupt Gefühle, wenn wir schon dabei sind. Aber für andere Arten von Feedback können sie nützlich sein, falls mal niemand meinen Entwurf lesen kann. Das gilt für E-Mails, Grafiken, Präsentationen – eigentlich alles.

Stelle dir zum Beispiel vor, du schreibst etwas über ein Thema, mit dem du dich hervorragend auskennst. Du kannst einem Chatbot auftragen, deinen Text in der Rolle eines besonders feindseligen Lesers zu kritisieren. Vielleicht kommst du dadurch auf unbeabsichtigte Nuancen, die es dir erschweren, jemanden mit einer anderen Meinung zu überzeugen. Oder du gibst dem Bot die Rolle eines naiven Lesers, der gar nichts über dein Thema weiß. Vielleicht entdeckst du in dem Feedback aus dieser Rolle Stellen, in denen du wichtige Hintergründe nicht ausreichend erklärst.

Danach wägst du ab, welches Feedback dir hilft und machst dich wieder an die Arbeit. Das Feedback selbst kann jede Form annehmen, die du möchtest. Du kannst dem Bot eine Vorlage geben oder beschreiben, was dir besonders helfen würde. Vielleicht brauchst du auch nur eine akribische Sprach- und Rechtschreibprüfung.

Mehr zum Thema

Du könntest dir auch Nachhilfe geben lassen, wie du dein eigenes Feedback konstruktiver formulierst. Beschreibe dem Bot, was aus deiner Sicht gutes Feedback ausmacht. Dann lasse dein Feedback an diesem Standard messen. Nicht immer. Vielleicht nur, wenn du dir nicht sicher bist. Oder um nachzusehen, ob du noch etwas dazulernen kannst. Der Bot soll dir nicht vorschlagen, wie du es besser machst. Aber du kannst dir Momente anstreichen lassen, an denen du vielleicht arbeiten könntest.

5. Wäre es eine Idee, das dieses Mal wieder ohne Chatbot zu machen?

Wahrscheinlich überrascht es dich nicht, dass erste Lehrer:innen und Schulklassen berichten, ohne KI sei alles besser. Sie hätten erkannt, schreiben der Journalist Benjamin Riley und Bildungspolitik-Forscher Paul Bruno vom Bildungsblog Cognitive Resonance, dass Lernen „sich nicht an KI auslagern lässt.“ Wer etwas wissen möchte, kommt nicht um den Aufwand herum, es zu lernen. Wer etwas können möchte, muss üben.

Daher ist mein Tipp: Übe weiter. Egal, ob du mit Claude Code programmierst, mit einem Chatbot Informationen im Internet suchst, mit einer KI-App deinen Alltag planst oder dich einfach gerne mit dem Bot unterhältst. Wenn du vermeiden möchtest, dass du dich zu sehr auf KI verlässt, dann lasse den Bot auch mal weg.

Außerdem hilft diese Gewohnheit dabei, die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen. Denn KI lädt auch dazu ein, sich selbst zu überschätzen. Daniela Fernandes, die zu Mensch-KI Interaktion forscht, und ihre Kolleg:innen von der Aalto-Universität in Finnland haben sogar gezeigt, dass selbst Expert:innen dazu neigen, sich zu überschätzen, sobald sie KI-Tools verwenden. Das lässt sich am besten erkennen, indem man es mal wieder ohne probiert.

Du entscheidest, ob und wie du KI verwendest⬆ nach oben

Marc Watkins hatte schon häufiger versucht, Student:innen zu erklären, warum sie das neue Werkzeug verantwortungsbewusster nutzen sollten. Er leitet das KI-Institut für Lehrende an der Universität Mississippi und schreibt Rhetorica, einen Blog über KI in der Bildung.

Eines Tages entschied er, die Frage umzudrehen. Watkins fragte seine Studierenden, was sie davon halten würden, wenn er ihre Aufsätze mit einem Sprachmodell benoten würde.

Jemand antwortete: „Du würdest gefeuert werden.“ Watkins sagt, dass er gelacht hat und dann erklärte: nein, würde er nicht. Es gäbe keine Richtlinie dagegen, KI einzusetzen, um Noten zu vergeben.

Während seine Studierenden stutzten, ergriff Watkins die Chance, mit ihnen gemeinsam eigene Richtlinien zu formulieren. Am Ende einigten sie sich, KI nur dann zur Hilfe zu nehmen, wenn sie sonst ganz mit einer Aufgabe aufhören würden. Watkins sagt, es sei ein Anfang.


Redaktion: Bent Freiwald, Schlussredaktion: Susan Mücke, Bildredaktion: Sören Frey.

So verwendest du KI, ohne dumm zu werden

0:00 0:00

Einfach unterwegs hören mit der KR-Audio-App