Bundeskanzler Friedrich Merz sagte kürzlich, dass die Rente in Zukunft höchstens eine „Basisabsicherung“ sein wird. Sie werde nicht ausreichen, um den Lebensstandard zu halten. Schon heute ist fast jede:r fünfte Rentner:in armutsgefährdet. Deswegen wollten wir wissen, ob Menschen heute von ihrer Rente leben können und was sie tun, falls nicht. 150 Menschen haben geantwortet.
Die Antworten zeigen eine große Bandbreite der Realitäten. Manche schreiben, sie kommen mit 1.700 Euro im Monat zurecht, andere mit dem Doppelten. Manche bekommen Geld von ihren Kindern, andere arbeiten weiter oder sind von ihrem Partner abhängig. Und manche haben so gut verdient, dass sie sorgenlos auf die nächsten Jahre blicken können.
petra schreibt
Arbeite weiter und vermiete ein Zimmer⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich versuche, aus dem alten Job noch Arbeit aufrechtzuerhalten und arbeite im Büro meiner Tochter mit. Vermiete einen Raum in meinem Haus.
günther schreibt
Ich bekomme rund 1.700 Euro Rente und komme damit genau hin.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
matthias schreibt
Ich arbeite vier Tage die Woche⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich arbeite weiter vier Tage die Woche bei 30 Stunden in meinem Beruf als Maler und Lackierer. Bei gleichzeitiger weiterer Einzahlung in die Rentenversicherung. Mein aktuelles Alter ist 67. Ich bin Baujahr 1959 und beziehe eine Teilrente in Höhe von 99,99 Prozent, um weiter Anspruch auf Krankengeld zu haben.
Anonym schreibt
Immobilien, Aktien, Mann mit höherem Einkommen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
claudia schreibt
Genügsam, Eigentumswohnung und Zusatzversicherung⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Drei Punkte: Erstens: Ich bin genügsam und brauche nicht viel, um gut und zufrieden zu leben. Ich habe zum Beispiel kein Auto und bin immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Ich fühle mich durch meinen genügsamen Lebensstil nicht eingeengt. Ich bin dankbar, dass ich alles habe, was ich zum Leben brauche. Zweitens: Ich wohne in meiner Eigentumswohnung, die abbezahlt ist. Drittens: Ich habe immer in der Trägerschaft des öffentlichen Dienstes gearbeitet und hatte deshalb eine Zusatzversicherung. Diese Aufstockung macht etwa 35 Prozent meines Rentenbezugs aus.
susanne schreibt
Meine Kinder geben mir Geld und ich spare, wo es geht.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
stefan schreibt
3.200 Euro: Wird klappen⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Als ITler habe ich recht gut verdient. Die Rente startet nächsten Monat. Netto ca. 3.200 Euro, davon müssen noch drei Jahre lang jeden Monat 1.100 Euro fürs Haus abbezahlt werden. Das wird klappen.
Annette Schreibt
Die Rente meines Mannes ist zum Glück höher⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Meine Rente reicht schon jetzt nur als „Basisversorgung“. Zum Glück ist die meines Mannes höher und wir wohnen in einem kleinen, alten, aber nicht altersgerechten Reihenhaus.
maryiam schreibt
Von der staatlichen Rente allein könnte ich nicht leben⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich bin 68 Jahre alt, habe 35 Jahre lang in einem großen Medienkonzern gearbeitet (davon über 20 Jahre halbtags wegen Kindererziehung) und bekomme ungefähr genausoviel Betriebsrente wie staatliche Rente. Nur so kann ich gut leben, ich arbeite allerdings weiterhin und verdiene dazu. Von der staatlichen Rente allein könnte ich tatsächlich überhaupt nicht (über)leben.
petra schreibt
Ich arbeite, habe drei kleine Minijobs.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
claudia schreibt
Als Single ist die Miete der Faktor, der mir am meisten zu schaffen macht⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich habe ein paar Jahre Rentenlücke. Wegen meines zweiten Bildungswegs habe ich erst nachträglich in die Rentenkasse eingezahlt. Ich habe konsequent in die Riesterrente einbezahlt und Glück hatte ich, weil im öffentlichen Dienst eine Zusatzversorgung verpflichtend war und die Gewerkschaften über Jahrzehnte dafür kämpften, dass sie nicht abgeschafft wurde. Als Single in Frankfurt lebend ist meine Miete der Faktor, der mir am meisten zu schaffen macht. Ich erhalte alles in allem knapp 2.000 Euro und bin seit 2025 in Rente.
renate schreibt
Betriebsrente, 3 Privatrenten, 5 Stunden Arbeit und der Garten⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich habe noch eine kleine Betriebsrente und drei ganz kleine Privatrenten. Außerdem arbeite ich noch fünf Stunden freiberuflich in meinem bisherigen Beruf. Bis 2028 bekomme ich noch eine garantierte Einspeisevergütung für den Strom aus meiner Fotovoltaikanlage. Mein Partner trägt zu den gemeinsamen Haushaltskosten bei und kümmert sich um günstiges Brennholz für den Kaminofen. Ich baue Obst, Gemüse und Kräuter in meinem Garten an, sodass wir fast Selbstversorger sind.
elke schreibt
Müsste ich von meiner Rente alleine leben, sähe das anders aus⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Da ich verheiratet bin, haben wir zwei Renten. Mein Mann hat wesentlich mehr. Zusammen können wir davon ganz gut leben. Müsste ich von meiner Rente alleine leben, das sind inklusive Zusatzrente ca. 1.300 Euro, sähe das schon anders aus.
olli schreibt
Stehlen 😎⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Reimonde schreibt
Mein Mann und ich haben zusammen 1.750 Euro bar⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Meine Eltern hatten schon wenig Geld und ich habe von ihnen gelernt, das man mit klugem Denken, Rechnen und Sparen sich seine Träume erfüllen kann. Allerdings nur, wenn man bodenständig bleibt und nicht jede Mode oder Trend mitmacht und glaubt, dass dies einen glücklich macht. Das Glück liegt meiner Meinung nach in der Zufriedenheit und sich an Kleinigkeiten zu erfreuen, wie als Kind. Mein Mann und ich haben zusammen 1.750 Euro bar. Ich kann gut kochen und backen und wir reparieren viel selbst. Bei Rabattaktionen kaufe ich mehrere Teile eines Angebots und spare dadurch auch. Bei unseren Deutschland-Urlauben finden wir immer günstige Angebote in schönen Gegenden.
norbert schreibt
40 Jahre Höchstbetrag eingezahlt. 3.000 Euro reichen zum Leben. Wohne mietfrei im Eigentum.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
beate schreibt
Ich finde ungerecht, dass wir als Lehrer:innen in Pension gut klarkommen und unsere Freunde nicht⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich bekomme als ehemalige Lehrerin eine Pension. Außerdem ist mein Mann auch pensionierter Lehrer. So kommen wir ganz gut klar. Ich weiß aber von vielen Personen in unserem Freundeskreis, die immer gearbeitet haben, dass es bei ihnen nicht so ist. Das finde ich ungerecht.
reinhard schreibt
Wir verleben das Vermögen aus dem Verkauf des Elternhauses.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
ingtraud schreibt
Ich hoffe, die Lebenshaltungskosten steigen nicht mehr⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich habe das Glück, ein Haus zu besitzen. Müsste ich Miete zahlen, müsste ich mir einen Minijob holen. Ich habe mein letztes Geld in einen Heizungswechsel gesteckt. Die Wärmepumpe lässt das Heizen kostenmäßig moderat bleiben. Die Förderung von Habeck ermöglichte mir noch ein BEV (ein batterieangetriebenes Elektrofahrzeug, Anm. d. Redaktion). Also bleibe ich bezahlbar mobil. Ich hoffe, die Lebenshaltungskosten steigen nicht mehr. Denn meine EU-Rente ist klein und die meines Mannes noch niedriger. Gemeinsam können wir nichts dazu beantragen und arbeiten ist mit den vielen chronischen Erkrankungen fast nicht möglich.
Ann schreibt
Ich hoffe darauf, gar nicht so alt zu werden bzw. dass die Rente meines Ehemannes für uns beide reichen wird.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
holger schreibt
Ich erwarte in Kürze ein Erbe⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich beziehe zusätzlich Wohngeld. Damit reicht es so leidlich für das Nötigste. Ansonsten erwarte ich in Kürze ein Erbe. Ich bin jetzt 67 Jahre alt, und rechne damit, dass ich mit Rente und Erbe zusammen etwa zehn bis 20 Jahre lang ganz gut über die Runden kommen kann. Damit bin ich in einer außergewöhnlich glücklichen Situation.
ina schreibt
Ich verzichtete auf Lebensqualität⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
Ich habe immer voll gearbeitet „wie ein Mann“, bin Mutter von drei Kindern und habe gerade nach 1990 in erster Linie daran gedacht, meine Kinder einigermaßen gut „durchzubringen“, ihnen möglichst viel außerschulisch zu ermöglichen. Trotz Scheidung und Abgabe von Rentenpunkten im Versorgungsausgleich zugunsten meines Mannes habe ich 1.600 Euro Rente und verdiene noch etwas dazu. Ich achtete darauf, dass ich mich nach der Wende nicht herabqualifizieren ließ, wechselte Jobs, wenn ich merkte, dass das Gehalt nicht reichte, ließ mein Diplom anerkennen (glücklicherweise waren meine Uni und meine Studienrichtung als „gleichwertig“ anerkannt), bildete mich nachts weiter und verzichtete auf Lebensqualität.
ute schreibt
Ich knabbere meine Reserven an, die ich mir im Laufe meines Lebens erspart habe, außerdem habe ich etwas geerbt.⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
falk schreibt
Arbeiten, was sonst?⬆ nach oben⬆ nach oben⬆ nach oben
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Redaktion: Isolde Ruhdorfer, Schlussredaktion: Susan Mücke, Fotoredaktion: Sören Frey, Audioversion: Christian Melchert und Iris Hochberger