Wie du dem Tod begegnen kannst

Eine kurze Anleitung

6 Teile

Willkommen im Zusammenhang „Wie du dem Tod begegnen kannst“. Hier findest du alle wichtigen Texte und Informationen zum Thema, damit du dir einen schnellen und guten Überblick verschaffen kannst.

Eine Einführung

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Esther Göbel

Reporterin für Feminismus und stellv. Chefredakteurin

Hallo, ich heiße Esther und beschäftige mich bei Krautreporter normalerweise mit der Frage, wie das geht, ein gutes Leben. Die folgende Artikelreihe aber dreht sich ums Sterben. Denn egal, wie du dein Leben lebst, und egal, wie verschieden wir alle sind: Dem Tod als letztem Teil des Lebens kann niemand entkommen.
Wir alle sterben irgendwann. Aber niemand will darüber reden. Verständlich. Der Tod macht uns Angst. Und wer trauert schon gern?

Man kann den Themen Sterben, Tod und Trauer aber statt mit Angst auch mit Neugier begegnen. Das versuchen die folgenden Texte. Was passiert eigentlich ganz konkret, wenn ein Mensch stirbt? Wie kann man sich auf den Tod vorbereiten? Warum kann es sinnvoll sein, einen Kuchen zu beerdigen? Und was gewinnt eine Sterbebegleiterin aus ihrem Job für ihr Leben? 

Zeit, das alles zu verstehen?

Menschen sterben sehr unterschiedlich

Wie fühlt es sich an, wenn ein Mensch stirbt? Wie sieht der Tod aus? Auf diese Fragen suchte Magdalena Antworten. Deswegen begann sie, in einem Hospiz zu arbeiten. Dort lernte sie nicht nur, was in den letzten Lebensstunden eines Menschen passiert, sondern auch, was es bedeutet, wirklich Respekt vor dem Tod zu haben – und was die Arbeit als Sterbebegleiterin mit dem eigenen Ego zu tun hat. Ihre Angst vor dem eigenen Tod ist Magdalena dabei nicht losgeworden. Und doch hat sie durch ihre Arbeit viel gewonnen. Davon erzählt dieses Protokoll.

Hoffen, dass es bald vorbei ist

Aurelia lebt in den Niederlanden – und will sterben. Sie leidet unter mehreren schweren psychischen Krankheiten und sagt: „In meinem Kopf ist ein Monster, das mich mit hundert Messern sticht. Ich kämpfe 24 Stunden am Tag damit, mich nicht selbst zu verletzen." Deswegen beantragt sie einen attestierten Suizid. Die Fotografin Sandra Hoyn hat sie die letzten 26 Tage ihres Lebens begleitet. Bis zum Schluss.

Die Angst vorm Sterben ist unbegründet

Angela Fournes arbeitet als alternative Bestatterin in Berlin und gestaltet Beerdigungen nicht nach einem vorgegebenen Schema – sondern so, wie ihre Kund:innen sie sich wünschen. Ich hatte mir Fournes schwermütig vorgestellt, ernst, pessimistisch. Und dann stand da diese durchweg positive und leuchtende Frau vor mir! Im Interview berichtet Fournes davon, warum sie keine Angst vor dem Tod hat, wieso sie es für sinnvoll hält, Tote in der Wohnung aufzubahren, und warum es eine gute Idee ist, aus einer Totenfeier eine Party zu machen.

Warum Kuchen in der Erde beim Trauern helfen kann

In Deutschland darf man seine Toten nicht behalten: Genaue Vorschriften regeln, wo Verstorbene beerdigt werden dürfen. Die Familie unserer Autorin aber wollte ihren toten Vater nicht dem Friedhof übergeben. Deswegen thront seine Asche jetzt in einer Urne im Haus ihrer Mutter, obwohl das offiziell verboten ist. Eigentlich geht es in diesem Text aber ums Abschiednehmen. Um Erinnerungen und darum, wie schwer es ist, trotzdem loszulassen. 

Was andere dazu sagen

5 Quellen

Die Checkliste für den Ernstfall

Wenn ein naher Angehöriger stirbt, ist das ein Schockmoment. Menschen in Schockzuständen sind eigentlich nicht besonders handlungsfähig, und doch ist ein Todesfall im familiären Umfeld genau das: Eine Situation, in der man handeln muss. Weil es wahnsinnig viel zu organisieren gibt, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Was, wie und in welcher Abfolge, fasst diese Checkliste zusammen.

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Wird der Mensch irgendwann ewig leben?

An dieser Frage arbeitet sich die Forschung ab, ist die Sehnsucht dahinter doch so alt wie die Menschheit selbst: den Tod als größte Kränkung des Menschen umgehen, das Unabwendbare abwenden. Oder den Tod zumindest hinauszögern. Doch wie realistisch ist diese Sehnsucht? Wo steht die Forschung aktuell? Was bedeutet Altern eigentlich, biologisch gesehen? Und wieso altern wir überhaupt? Diesen und mehr spannenden Fragen geht Altersforscherin Andrea Maier nach.

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Hat ein Mörder das Recht, sich selbst umzubringen?

Im Februar 2020 fällte das Bundesverfassungsgericht ein bahnbrechendes Urteil: Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht auf selbstbestimmtes Sterben und damit auf einen assistierten Suizid. Doch noch immer fehlt ein Gesetz, das den Graubereich rund um dieses Urteil regelt. In diesem Text wird das Problem des deutschen Staates anhand eines Mörders erklärt, der seit 36 Jahren in Haft sitzt und bei seinem Gefängnis den Antrag stellt, sich mit Medikamenten umbringen zu dürfen. Das Gefängnis muss sein Leben aber eigentlich schützen. Darf Kurt Knickmeier am Ende sterben? (€)

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Lass laufen

Expert:innen, die sich mit Trauer auskennen, sagen, sie wird weniger, wenn man sie zulässt. Quasi: Heulen, wenn die Tränen kommen. Besonders gut geht das zu der Klaviermusik der Isländerin Eydis Evensen. In diesem Video spielt sie live mit einem Streichquartett und einer Sängerin.

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Wie Trauer sich anfühlt

40 Jahre waren sie ein Paar. Dann stirbt der Ehemann der amerikanischen Autorin Joan Didion ganz plötzlich an einem Herzinfarkt. In ihrem Buch erzählt sie vom ersten Jahr ohne ihn. Als Leser:in begleitet man Didion dabei, wie sie in dieser ersten Zeit versucht, den Verlust zu begreifen und verschiedene Phasen der Trauer durchläuft. Ein tief bewegendes und allgemeingültiges Buch.

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