Wie geht das, ein gutes Leben?

Eine kurze Anleitung

6 Teile

Willkommen im Zusammenhang „Wie geht das, ein gutes Leben?“ Hier findest du alle wichtigen Texte und Informationen zum Thema, damit du dir einen schnellen und guten Überblick verschaffen kannst.

Eine Einführung

Profilbild von Esther Göbel
Esther Göbel

Reporterin für Feminismus und stellv. Chefredakteurin

Hallo, mein Name ist Esther und ich halte nichts von Selbstoptimierung. Trotzdem will ich ein gutes Leben, so wie jede:r. Aber was heißt das eigentlich? Wie geht das, ein gutes Leben? Und was macht es aus?
Vielleicht waren diese Fragen noch nie so schwer zu beantworten wie heute. Denn das moderne Leben fühlt sich komplizierter an denn je: Je mehr es zu entscheiden gibt, desto größer ist der Druck, die richtige Entscheidung für sich selbst zu treffen. Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben zudem alte Gewissheiten zunichte gemacht, die Unsicherheit vergrößert. 

Deswegen habe ich mich auf die Suche nach Antworten gemacht und dafür mit völlig unterschiedlichen Personen gesprochen. Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander gemein. Doch sie alle eint etwas: Aufgrund ihres Leben und ihrer Entscheidungen haben sie eine besondere Sicht auf die Dinge. Von ihrer Erfahrung kann ich lernen. Und ihr auch!

Zeit, das alles zu verstehen?

Weniger denken, mehr machen

Anna Widdel, 39, wollte schon immer die Welt sehen. Aber lange Zeit sagten die Zweifel in ihrem Kopf: „Das wirst du nicht hinkriegen, das kannst du vergessen!” Getraut hat sie sich dann doch. Heute führt Anna ein modernes Nomadenleben, bereist die Welt. Als Alleinerziehende. Mit fünf Kindern. Wie schafft sie das?

Hier kommt eine von den ganz, ganz großen Liebesgeschichten

Knapp 30 Jahre brauchten Katja und Thomas, um sich als Paar zu finden.  Was in all den Jahren dazwischen passierte, könnte der Stoff eines preisgekrönten Netflix-Dramas sein. Denn Katjas und Thomas’ Geschichte ist die einer Liebe, die alle Hürden genommen hat: Ehemänner, Kinder mit einem anderen – und Thomas hieß früher sogar Franzi. Katja liebte einfach weiter. Es ist aber auch die Geschichte zweier Menschen, die ihr halbes Leben brauchten, um sich zu erlauben, die Person zu sein, die sie schon immer waren. Zwei Menschen, die letztlich doch den Mut fanden, zu sich selbst zu stehen. Und zueinander.

Was andere dazu sagen

5 Quellen

Sorge gut für dich selbst

Kae Tempest macht Lyrik, Popsongs, Poetry Slam. Hier verwischen die Grenzen. Bei dem Track Hold your own geht es auch gar nicht um die Form, sondern um den Inhalt. Es ist ein Ratgeber von rund vier Minuten Länge, für die dunkelsten Momente der größten Unsicherheit im Leben, die jede:r irgendwann mal hat. Es hilft, sich Tempests Worte in solchen Momenten anzuhören, sie wirken wie die Worte eines Freundes oder eines kundigen Therapeuten.

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Der beste Film über alles

Nix für schwache Nerven, aber: Dancer in the Dark von Lars von Trier mit der isländischen Pop-Königin Björk in der Hauptrolle ist für mich der Film unter allen Filmen. Weil er alle großen Themen des Lebens abhandelt: Schuld, Verrat, Liebe, Gewalt, Tod, Gier, Demut. Und das in einem einzigen Film! Ich musste mich zwei Tage lang erholen, nachdem ich ihn gesehen hatte, würde ihn aber immer wieder empfehlen. Großes Kino!

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Und wenn du einfach da bleibst?

Wie lebt es sich, wenn du jung und auf dem Dorf groß geworden bist? Und dich gegen die große Stadt entschieden hast? Welche Chancen hast du? Hat das Dorf Potential für ein gutes Leben? All diese Fragen umkreist die Doku „Jugendland“, gedreht in dem niedersächsischen Dorf Uetze. Es geht um Jobs, Kohle, Freundschaft, Liebe; um das ganze Leben eben. Die Macher der Doku kommen ihren Protagonist:innen ziemlich nah, genau das macht alle 24 Folgen sehenswert.

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Einmal in den Spiegel gucken

Die Amerikanerin Jia Tolentino ist ein Millennial – und kennt sich somit bestens aus mit den Widersprüchen des modernen Lebens. Zwar kann auch Tolentino diese nicht auflösen in ihren Essays in „Trick Mirror”. Aber wie sie in ihren Texten immer wieder mit viel Humor die eigene Selbsttäuschung auseinandernimmt und dabei messerscharf die Zusammenhänge analysiert, egal, ob es um modernen Feminismus, das Internet oder Schönheitsideale geht, macht Spaß beim Lesen und bringt einen ins Nachdenken über das eigene Leben. Zurecht gilt Tolentino als eine der wichtigsten und besten Essayistinnen ihrer Generation.

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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Das Leben ist kein Ponyhof, richtig. Trotzdem durchlebt niemand gern eine Krise oder erleidet Verlust. Was du in solchen Momenten unbedingt brauchst: Zuversicht. Und von der gibt es mehr als genug in Mariana Lekys Roman „Was man von hier aus sehen kann“, der so klug und gleichzeitig leichtfüßig daherkommt, dass er wie ein Trostpflaster in schmerzenden Zeiten wirkt.

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