Hi!
Manchmal radle ich durch Berlin und denke darüber nach, wie gut es mir geht. Ich verdiene mein Geld mit einem spannenden Job, habe viele tolle Freund:innen und kann es mir leisten, mehrmals im Jahr in den Urlaub zu fahren. Und das, obwohl ich in Armut und in instabilen Verhältnissen aufgewachsen bin.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn Studien zeigen immer wieder: Wer in armen Familien aufwächst, wird häufiger psychisch krank, schafft seltener einen Berufsabschluss und hat häufig als Erwachsene:r auch wenig Geld.
Dass ich eine zufriedene Erwachsene geworden bin, habe ich einer ganzen Armada von Bezugspersonen zu verdanken, die mich in meiner Kindheit und Jugend begleitet haben: meiner Grundschullehrerin, meinen Großeltern, Freundinnen meiner Mutter und Mütter meiner Freundinnen. Denn meine Kernfamilie war zwar arm, mein Umfeld aber nicht. Sie konnten es sich leisten, mir zu helfen. Und manche taten das auch. Sie kauften mir Klamotten, nahmen mich in den Urlaub mit, hörten mir zu und nahmen mich ernst.
In einem meiner nächsten Texte soll es darum gehen, was Kindern hilft, die in Armut aufwachsen. Dafür möchte ich nicht nur auf meine eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Sondern auch auf eure.
FRAGE DER WOCHE⬆ nach oben
Bist du selbst arm aufgewachsen? Dann schreibe mir doch gern, welche Handlungen von Menschen in deinem Umfeld dir geholfen haben.
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EURE ANTWORTEN⬆ nach oben
Theresa und Astrid haben vergangene Woche gefragt: Was würdest du mit 25 Prozent mehr Energie am Tag anfangen?
Heike hat geantwortet:
Mit 25 Prozent mehr Energie würde ich:
- statt abends fernzusehen, Leute zum Essen zu uns einladen
- endlich den Gemüsegarten besser auf Vordermann bringen
- mehr Sex mit meinem Mann haben.
In der Reihenfolge.
TEXT DER WOCHE⬆ nach oben
Vermutlich haben die meisten schon mal ChatGPT um Rat gebeten. Und auch, wenn Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT keine Therapie ersetzen können, können sie dann zumindest helfen, die Wartezeit bis dahin zu überbrücken? Stefanie Naydenov hat sich mit der Frage beschäftigt und die Studienlage zusammengefasst.
FALKS BLICK AUF DIE WELT⬆ nach oben
Denkt zurzeit beim Fahrradfahren zugegegebenermaßen mehr darüber nach, wie kalt und nass es ist:
Rebecca Kelber