Kinokultur statt Festivalwillkür?

Andrea Hanna Hünniger
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Frédéric Jaeger hat parallel zur Berlinale eine Woche der Kritik ausgerufen. An sieben Abenden werden bemerkenswerte internationale Filme im Kino Hackesche Höfe in Berlin gezeigt und zur Diskussion gestellt. Ziel sei es, der „Willkür der Festivalauswahl“ ein Gegenprogramm entgegenzusetzen, sagt Jaeger im Interview von Hanna Hünniger. Veranstaltet wird die Gegenveranstaltung, die noch bis zum 12. Februar läuft, vom Verband der deutschen Filmkritik (VDFK) und der Heinrich Böll Stiftung.

Frédéric Jaeger ist Chefredakteur des Webportals critic.de, das sich selbst als filmästhetisch und kulturpolitisch engagiertes Online-Kinomagazin versteht. In dieser Funktion ist Jaeger natürlich auch auf der Berlinale unterwegs. Er habe in diesem Jahr noch nicht den Film gefunden, der die Festspiele präge. Bei der Auswahl des Eröffnungsfilms - „Nobody Wants the Night“ von Isabel Coixet - müsse die Jury „Tomaten vor den Augen“ gehabt haben, meint Jaeger. Für den Film spreche nur, dass er in einem Jahr, in dem es um starke Frauen gehe, von einer Frau gemacht worden sei.


Produktion: Alex Theiler


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