Oliver Polak

Der jüdische Patient

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Oliver Polak liest: „Du hast doch mit dem Judenthema angefangen, da musst du dich nicht wundern, wenn dir ein eisiger Wind entgegenweht.“
Oliver Polak unterbricht, schaut auf, ins Publikum, ins Licht des Scheinwerfers.
„Das ist so, als würde ich einer attraktiven Frau sagen, kein Wunder, dass sie vergewaltigt wurde, du hast ja auch einen ganz kurzen Rock an“, sagt er.
Das Publikum scheint zu überlegen.
„… Womit ich gerade etwa 80 Prozent des Korans erklärt habe, jedenfalls die Auslegung, die manchen religiösen Analphabeten die liebste ist.“
Riesenapplaus, lautes langes Lachen.
„Ach so, so rassistische Anti-Islam-Witze von mir, die findet ihr auf einmal komisch.“

Wenn Sie einen Mann auf der Bühne sehen, der sich erst auskotzt, Sie dann zum Lachen bringen will und Ihnen am Ende Rassismus unterstellt, eben weil Sie gelacht haben: Dann sind Sie mittendrin in der Stand-up-Show von Oliver Polak, dem meistgehassten und unterhaltsamsten Patienten der deutschen Comedyszene. In seinen Shows ist er eine Mischung aus albern, widerlich, direkt, selbstherrlich und zielsicher. Sein Ziel ist das Deutsche Humor-Publikum, was schon merkwürdig genug ist.

Wer auf Oliver Polaks Website geht, den erwartet ein Werbevideo zu seinem Buch. Aber Achtung: Hauptdarsteller darin ist nicht der Comedian, sondern Schauspieler und Satiriker Christian Ulmen.

Seine Tour zu seinem Buch „Der jüdische Patient“ endet diese Woche in Mannheim. Sie war fast ausgebucht. Menschen lesen also? Menschen interessieren sich für eine Depression? Menschen mögen unappetitliche Witze, ausgerechnet von einem Juden? Okay, bitteschön.

Ich sitze im Publikum und schaue dem Mann zu, der vor einem Jahr nicht mehr leben wollte. In seiner Lieblingsstadt Frankfurt liest er aus dem Kapitel vor, das seine letzten Tage auf Tour mit seinem Programm „Ich darf das, ich bin Jude“ erzählt. Es muss eine harte und große Zeit gewesen sein, etwa 2010. Damals, als er sich auf die Bühne gestellt und das erste Mal Witze über den Holocaust gemacht hat, nicht für ihn – für Deutschland. Und Witze über das Jüdischsein, nicht für ihn das erste Mal – für Deutschland. Damals hatte es eine so große Resonanz gegeben im Feuilleton, im ganzen Pop-Magazin Segment, überall jedenfalls, wo die Leute was auf sich halten, so dass er seitdem nicht mehr wegzudenken ist von den Comedy-Bühnen. Aus dem Jungen aus Papenburg wurde Oliver Polak: der Ich-habe-Angst-was-er-als-nächstes-sagt-und-muss-trotzdem-lachen-Jude. Mehr Bühnenshows, ein Bestseller, eine DVD kommen ebenfalls. Henryk M. Broder schreibt für den „Spiegel“ ein Porträt. Andere nennen ihn Gaskammer-Kalauerer und finden seine Schwanz- und Auschwitzwitze zynisch und geschmacklos. Er selbst fragt auf der Bühne: „Ich bin so sad. Ich glaube, ich hab Burn-out. Äh, darf man das als Jude überhaupt sagen: Ich bin ausgebrannt?“

Laune eines schweissnassen Handtuchs

Zwei Jahre später, nachdem er das erste Mal diesen Witz auf der Bühne erzählt, lernen wir uns kennen. Da ist Oliver in der Laune eines schweißnassen Handtuchs.

Aber das Kapitel, das er Ende 2014 in Frankfurt liest, deutet schon an, was sich später potenzieren wird. Er als Komiker ist einmal durch die Mühle der medialen Aufmerksamkeit gerast. Er als Jude steht in Deutschland vor einem irritierten Publikum. Er als Mann, der ohnehin an depressiven Schüben leidet, muss sich regelmäßig nach der Anstrengung seiner Shows übergeben, bevor er zur Erholung eine Prostituierte aufsucht. Nur die scheint in dieser Phase seines Lebens noch zuverlässig und vertrauenswürdig.

Jetzt sagt er dazu: „Als ich das Jüdische in meiner ersten Show thematisiert hatte, war der Talk hinter meinem Rücken: 'Wenn der kein Jude wäre, würde das niemanden interessieren.'“

In Frankfurt steht für Oliver ein großes Büffet zur Verfügung. Für ihn und seine zwei Begleiter, eine davon bin ich. Schnittchen, Gin, Tonic, Wurst, Cola.

Aufenthaltsraum mit deutschem Schäferhund

Foto: Andrea Hanna Hünniger

Vor vier Jahren wird er depressiv. Nicht das deutsche Publikum ist schuld, wenn auch ein bisschen; und nicht der Holocaust ist schuld, wenn auch ein bisschen. Dies ist keine Geschichte über Depression, dies ist eine Geschichte über einen jüdischen Stand-up-Comedian aus der deutschen Provinz. Und da fängt ja schon die Provokation an.

Nach dem Erfolg mit seinem ersten Buch tritt er vor dem exakt falschen Publikum auf, wie er jetzt auf der Bühne erzählt, vor der jetzt vielleicht das richtige sitzt. Auf ihn war vor vier Jahren niemand gefasst. Wie auch, auf Bühnen und auch sonst waren Juden kaum noch zu sehen. Und wenn, dann waren sie klein und eigenartig.

Das Publikum dachte, jetzt kommt ein Jude auf die Bühne, und aus seinem beeindruckendem Bauch kriecht Woody Allen, mit einer Klarinette und einem Lachsbagel.

Anspannung auf der Bühne, Entspannung bei der Prostituierten

Foto: Andrea Hanna Hünniger

Andererseits dreht sich Polak bei jeder Gelegenheit zu dir, wenn du neben ihm sitzt und fragt, ob der Artikel im „Tagesspiegel“, das Interview in der „Welt“ oder das Interview im „Spiegel“ gut waren. Zwar nimmt er diverse Klischees auf, die es über Juden gibt, distanziert sich im nächsten Moment aber energisch davon.

Das ist sehr schwer zu verstehen, aber unter normales Paradoxon des Lebens zu verbuchen. Vermutlich.

Aber zu seinem Themenspektrum gehört eben nicht nur der Holocaust, sondern dazu gehören auch Pädophile, der Islam, das Christentum oder das Bashing einer seiner populären Kollegen. „Als ich total pleite war und die letzten Fanta-Flaschen zum Pfandautomaten brachte, dachte ich vor diesem stinkendem Loch als erstes: So riecht bestimmt Cindy aus Marzahn“, berichtet Oliver zum Beispiel in seiner zweiten Stand-up-Show „Krankes Schwein“, das einige Bezüge zu seinem Buch „Der jüdische Patient“ hat.

https://www.youtube.com/watch?v=uboPiNEUR1U

Aus jeder Show ein Buch beziehungsweise aus jedem Buch eine Show. Irgendwie gehört das zusammen bei ihm. Und wer weder zu einer Show geht noch in einen Buchladen, der trifft Oliver vielleicht bei Youtube, wo er in einem Video von KIZ den Adolf Hitler spielt – einen asozialen Penner, dessen Ziel es ist, es einmal am Tag zum Späti zu schaffen. In diesem Video kommt ihm einmal die Kotze hoch, wie vielleicht den Zuschauern beim Anblick des Videos. Kein Wunder, dass Oliver, dessen Vater von einem KZ zum nächsten verschleppt wurde und überlebte (das hingegen ist ein wirklich ein Wunder), dass Oliver gehasst wird. Und zwar gründlich.

Das KIZ-Video hat eine Altersbeschränkung - Anmeldung bei Youtube erforderlich)

Am Ende der Show liest Oliver eine Art Leser-Brief vor: „Für Sie, Herr Polak, sollte man die Maschinerie des Holocaust noch einmal in Gang setzen.“
Er schaut ins Publikum.
„Wow“ sagt er und lächelt. „Diese ganze große Maschine anwerfen? – Nur für mich?“

Sex, Humor und Holocaust

Foto: Andrea Hanna Hünniger

Frage: Warum soll man das eigentlich gut finden? Weil es etwas Besonderes ist, und weil Oliver Polak die Dinge vereint, über die kein Deutscher reden will: Sex, Humor und den Holocaust.

Wie gesagt: Es gibt in Deutschland weder eine Tradition des Stand-ups, in seiner klassischen Form, noch die Tradition des jüdischen Witzes.

Es geht dabei nicht primär um „jüdischen Humor“, es geht um eine klassische Stand-up-Haltung, die heißt: Alle sind doof und ich am meisten. Alle Abgründe, die sich um einen herum auftun, zeigen sich vor allem in mir selbst.

Stand-up ist insofern Teil jüdischer Kultur, weil sie in den „Catskills“ entstand. Das ist eine Region im Bundesstaat New York, in der Familien aus der damals noch jungen jüdischen Mittelschicht seit den Dreißigerjahren ihren Urlaub verbrachten. In diesen Ferienressorts traten jüdische Künstler auf, die damit Geld verdienten, die Urlauber zu bespaßen. Sie machten Witze aus der neuen Welt, als seien es Witze aus dem Schtetl, the old country. Hier beginnen Woody Allen oder Rodney Dangerfield ihre Karrieren. Sie polieren die alte Schtetl-Figur des Schlemihls auf: Aus dem ewigen Verlierer wird der ewige Verlierer, der wenigstens lustig ist. Gleichzeitig entwickelt sich in den Night Clubs in den Großstädten eine etwas „gefährlichere“ Comedy, die mit Jazz in Berührung kommt: Aggressiv und absurd wie Lenny Bruce, Sheckey Greene oder Alan King.

Aus diesen beiden Pools schöpft sich das Talent, das seit den Fünfzigerjahren, spätestens seit den Sechzigerjahren das Fernsehen übernimmt. So lernt Amerika die Juden wirklich kennen. Damals war der Bindestrich zwischen Jewish und American längst nicht so dick wie heute. Das Motto hinter der Bewegung war: Wer über mich lacht, der will mich nicht vertreiben. Das ist auch ein guter Anknüpfungspunkt für Neurotiker aller Religionen, Ethnien und Nationen: Wer mich lustig findet, der hasst mich nicht.

In Deutschland entwickelt sich in der Comedy nicht umsonst eine Gemeinschaft, die hinter dem „deutschen“ immer einen Zusatz hat, wie „Immigrant“, „mit Migrationshintergrund“ oder „Frau“. Serdar Somuncu ist da der bekannteste. Sie füllen die Publikumsreihen der offenen Bühnen.

Oliver Polaks Publikum hat sich inzwischen einmal ganz ausgetauscht. Weniger Lehrerinnen, mehr Hiphopper. Auf seinen Lesungen besuchen ihn seine Freunde Costa Meronianakis (deutsch- griechischer Comedian und früher der Rapper Illmatic) oder der Rapper Haftbefehl.

Nicht so gute Erfahrungen mit Juden gemacht

Am Ende der Show kommt eine unglaublich gutaussehende Frau an seinen Merch-Tisch. „Hallo Oliver“, sagt sie. „Hallo, willst du eine Tasse, auf der 'Krankes Schwein' steht?“, fragt Oliver. „Nein“, sagt die Frau, „ich bin vom Zentralrat und wollte dich etwas fragen“. Die Frau meint den Zentralrat der Juden in Deutschland.
Oliver: „Ah okay. Verstehe. Was gibt' s denn.“

Die Frau: „Ich wollte dich für eine Veranstaltung gewinnen. Wie immer auf Schloss Elmau.“ Sie meint eine der Veranstaltungen, die regelmäßig auf Schloss Elmau in Bayern stattfinden und vom Zentralrat der Juden für ein überwiegend jüdisches Publikum organisiert werden. Die Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander und der Schriftsteller Maxim Biller sind zum Beispiel Gäste.

Oliver: „Ich weiß nicht, ich glaube, das ist nicht das richtige Publikum für mich.“
Sie: „Wir fänden das aber ganz schön, wenn du in ganz lockerer Runde mit anderen über Humor diskutieren würdest.“
Oliver: „Tut mir leid, ich habe nicht so gute Erfahrungen mit Juden gemacht.“

Die Umstehenden verstummen. Oliver erklärt mir später, was er meint: Er ist nicht nur unter dem klarinetteliebenden Bürgertum höchst unbeliebt. Auch sein jüdisches bürgerliches Publikum erwartet ein Minimum an sogenanntem kompatiblen Geschmack. Und spätestens jetzt weiß man auch, dass die Rolle des witzelnden jüdischen Comedian weder im Kabarett noch auf Schloss Elmau Platz hat.

Sein Humor ist so hart, damit bloß keine solchen Anfragen kommen. Aber je krasser seine Gags, desto hartnäckiger wird er zu Podiumsdisskusionen über „jüdischen Humor“ oder jüdischen Kulturtagen eingeladen. Eine Falle, der er damit entgeht, indem er die Frau sachte beleidigt und stattdessen Selfies mit 14jährigen Blondinen macht.

Seine Lesetour mit dem Buch „Der jüdische Patient“ ging durch Deutschland. Und zwar richtig Deutschland: Wiesbaden, Münster, Gütersloh.

Hier und da lässt er etwas aus. Einmal kommen wir im Gespräch auf Weimar, weil ich von dort komme und sonst nichts mehr dazu zu sagen habe. Er hat bisher jedes Angebot, in Weimar zu spielen, ausgeschlagen. Sein Vater ist in Buchenwald nur knapp dem Tod entkommen.

Sein Vater war im KZ Buchenwald, bevor er in ein Vernichtungslager in Riga verschleppt wurde. Oliver erzählte mir die Geschichte, wie sein Vater vor einigen Jahren ihn in Berlin besuchte. Sie gingen essen, im Borchardt, dem Promirestaurant am Gendarmenmarkt. An einem Tisch saß auch Günter Jauch. Weil Olivers Vater ein großer Fan des Moderators ist, bat Oliver Günter Jauch um ein Autogramm. Dieser fragte seinen Vater, woher er komme. Günter Jauch: „Ach, Sie kommen aus Papenburg, toll, wir fuhren gerade mit einem Kreuzfahrtschiff, aus der Werft in Papenburg, nach Riga. Kennen Sie Riga?“ Der Vater antwortete: „Riga kenne ich gut, da war ich im KZ.“

Dass die Persönlichkeit des Künstlers und die Figur des Künstlers auf der Bühne diametral auseinander gehen kann, ist geschenkt. Oliver wird selbst in dunkelsten Momenten nie menschenverachtend, nie gehässig. Er nennt seine Freunde „Nutterich“ und „Flamingoschnäbelchen“ - und meint beides zugewandt.

Als wir uns das erste Mal begegnen, im Winter 2011/2012, besuchten wir zuerst den Zirkus. Das ist so eine Art Ritual von Oliver. Manche Menschen überprüfen Freundschaften über die Parameter der Treue und Zuverlässigkeit. Er schaut, ob andere das Jonglieren von brennenden Tennisbällen toll finden. Nach dem Zirkus gehen wir ins Restaurant Borchardt und sehen uns eine Weile nicht wieder. Erst als wir beide der schlechtesten Verfassung der Welt entsprechen, sehen wir uns wieder und unterhalten uns über die Lösung. Oliver weist sich in eine Psychiatrie ein, in der ich auch war, und wird gesund. Aber was heißt schon gesund.

Jetzt sitzen wir in einem Cafe in Frankfurt und reden über die Zukunft. Oliver nimmt eine Suppe und sucht darin nach den Würstchen. Er weiß nicht, was in den nächsten Jahren kommt. Frankfurt sei eine tolle Stadt, anders als Berlin. Dort wohnt er seit einer gefühlten Ewigkeit. „Ich will Bücher schreiben“, sagt er. „Und ich will für Stand-up nach New York gehen.“

Nächste Station vor New York: Gütersloh. Oliver kann mit der Provinz noch eher etwas anfangen als mit den vermeintlichen Kosmopoliten aus der Großstadt, bei denen sich der Rassismus immer gut mit der Formulierung „Ich finde es einen Skandal, dass...“ verkauft. In der Provinz sagen die Leute etwas direkter, und man weiß genau, von wem man sich fernhalten muss.

Schutz vor der Heuchelei der Mitbürger

Oliver muss es wissen. Er ist in Papenburg im Emsland aufgewachsen, sein Vater baute nach dem Krieg ein Bekleidungsgeschäft auf. Anfangs klopfte er mit seinen Stoffen in seinem Fahrradkorb schüchtern an die Türen. Da wunderten sich die Leute, dass er noch lebte, überhaupt zurückgekommen war. Der Mann, dessen Haus man hat abbrennen lassen. Den man zum letzten Mal gesehen hatte, wie er von der SS abgeführt wurde. Seine Eltern wohnen noch immer dort. Seine Mutter ist herrschsüchtig und liebt Katzen. In seinem Buch schreibt Oliver, dass sie so hart sein musste, um die Familie zu schützen. Vor der Heuchelei der Mitbürger zum Beispiel.

Unterwegs hören wir sehr oft Udo Jürgens

Foto: Andrea Hanna Hünniger

Den Ort hat Oliver mit 16 Jahren Richtung England in ein jüdisches Internat verlassen. „Weil es in Papenburg keine Allgemeinbildung gab und ich zweimal hintereinander am Papenburger Gymnasium sitzengeblieben bin“, erklärt er. „Und da war die einzige Möglichkeit, nach England zu gehen, um sich das Abi zu besorgen. Es war eine der besten Zeiten in meinem Leben, weil ich mich dort zum ersten Mal richtig fühlte, unter etwa 300 durchgeknallten Juden aus ganz Europa. Meine mitgebrachten Pornohefte kamen mir wie Kindermalbücher vor, als ich die aus England gesehen habe.“

Wir sitzen im Auto und fahren durch die total deprimierende Landschaft des Westens im Winter. Das Auto ist erstaunlich aufgeräumt. Auf der Rückbank befinden sich neben mir 30 Tassen aus Olivers Merchandising-Sortiment: Ich darf das, ich bin Jude. Und im Radio läuft Udo Jürgens. Rauf und runter. Der Tod von Udo Jürgens hat Oliver zugesetzt. Sie waren, ja, irgendwie Freunde.

Oliver erzählt mir, wie er einmal einen Anruf bekam. Hallo, hier ist Udo, sagte eine Stimme am Telefon. Oliver entsetzt und genervt: Welcher Udo. Die Stimme: Ja, Udo Jürgens. Oliver: Verarschen kann ich mich selber. Dann legte er auf. Eine Minute später rief Udo Jürgens zum Glück noch einmal an.

„Hallo Gütersloh“ ruft Oliver Polak, Deutscher und Jude und Comedian. „Gütersloh ist ja wunderschön. Wie Alkatraz, nur mit Bäumen.“

Und so sieht Polak auf dem Promo-Bild aus (aus dem Presskit für sein Buch "Der Jüdische Patient")

Foto: Oliver Polak


Aufmacherfoto: Privat. New York im Januar. Hierhin will Oliver Polak zurück.