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Bildung als Allheilmittel

Dieses Buch hat mir gezeigt, dass mehr Bildung kaum ein Problem löst

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Millionen Menschen wählen einen inkompetenten Rassisten, Corona-Leugner:innen schwurbeln Quatsch zusammen und Menschen faseln von der „Auslöschung der deutschen Rasse“, weil Geflüchtete aufgenommen werden sollen. Überall, wo in den vergangenen Jahren der blanke Unsinn hervortrat, war eine Forderung in den dazugehörigen Kommentarspalten nicht weit: Es brauche dringend mehr Aufklärung und Bildung. So viel Dummheit könne man nicht anders bekämpfen.

„Mehr Bildung“, darauf kann sich jeder einigen, egal um welche Probleme es geht. Klimakrise, Migration, Populismus, Rechtsextremismus, Digitalisierung, Umweltzerstörung, Armut, Corona – wie sollen wir diese Mega-Herausforderungen jemals bewältigen, wenn nicht durch bessere und durch mehr Bildung?

Ich habe auf Twitter gefragt, wie wichtig Bildung ist, um diese Herausforderungen zu lösen:

https://twitter.com/BentFreiwald/status/1325724114557034497

Als Bildungsreporter vertraue ich darauf. Bildung kann uns neue Sichtweisen ermöglichen, Menschen aus der Armut holen, uns (es wird kurz pathetisch) zu vollkommeneren Menschen machen. Durch sie finden wir zu uns selbst, durch sie finden wir uns in der Welt zurecht. Je gebildeter die Menschen sind, desto besser können wir die großen Krisen unserer Zeit angehen.

Aber was, wenn wir falsch liegen? Wenn Bildung die großen Probleme unserer Zeit nicht löst?

Der Osnabrücker Soziologe und Bildungswissenschaftler Aladin El-Mafaalani schreibt, dass Bildung nur ein Mythos sei. Sie werde als Allheilmittel benutzt, nach jedem Anschlag, nach jeder überraschenden Wahl, obwohl sie keines ist. Er sagt: „Immer, wenn man nicht mehr weiterweiß, kommt Bildung ins Spiel. Sie ist ein Lückenfüller. Und das ist völlig absurd.“

Das hat mich provoziert. Aber nachdem ich sein Buch „Mythos Bildung“ zweimal gelesen habe, muss ich sagen: Er hat Recht. Die Forderung nach mehr Bildung macht unsere Gesellschaft nicht gerechter, sie kann ihr sogar schaden. Und die oben genannten Megaprobleme wird Bildung vermutlich niemals lösen können.

Wie viel Bildung mehr darf es denn sein?

Der Begriff Bildung ist ziemlich schwammig. Was genau damit gemeint ist, kann ziemlich variieren. Aber die Argumentation des Soziologen gilt für alle Bildungsbegriffe. Das macht sie so gut.

El-Mafaalani unterscheidet grundsätzlich drei Arten, den Begriff Bildung zu definieren. Vollständig sei diese Unterscheidung aber auch nicht, und sie könne es auch nie sein.

  1. Bildung als Humankapital, also als wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich verwertbare Fähigkeiten und Kenntnisse des Menschen
  2. Bildung als umfassende Persönlichkeitsbildung, bei der sich der Mensch seiner selbst und der Welt bewusst wird
  3. Bildung als klassenspezifische Prägung, als Habitus, also als dauerhaft verinnerlichte Grundhaltung eines Menschen, die jeweils abhängig vom sozialen Umfeld ist.

Um zu verstehen, warum Bildung die großen Probleme unserer Zeit nicht löst, musste ich erstmal verstehen, warum mehr Bildung selbst für das Bildungssystem paradoxe Folgen haben kann.

Beim Lesen habe ich das erste Mal wirklich realisiert, wie radikal sich das Bildungssystem in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Nicht die Art und Weise, wie oder was unterrichtet wird, sondern das Ausmaß der sogenannten Bildungsexpansion. Um das zu begreifen, genügen drei Grafiken.

Vieles hat sich am Bildungssystem auch nicht verändert. Kurzes Beispiel aus dem Buch: Die Halbtagsschule wurde ursprünglich auch aus Rücksichtnahme auf die früher übliche Kinderarbeit auf die Vormittage beschränkt. Nach der Verdrängung der Kinderarbeit ist sie trotzdem beibehalten worden.

Immer weniger Schüler:innen gehen auf die Hauptschule. 1960 waren es noch 70 Prozent eines Geburtsjahrgangs, heute sind es nur noch 10 Prozent.

Früher ergab der Name „Hauptschule“ noch Sinn. Der Hauptanteil der Schüler:innen besuchte sie. Heute hingegen ist es nur noch eine kleine Minderheit. Was auch daran liegt, dass es die Hauptschule unter diesem Namen in kaum einem Bundesland noch gibt. Aber es wurde nicht einfach nur der Name geändert. Die Veränderungen gehen viel weiter. Heute gehen fast dreimal so viele Schüler:innen aufs Gymnasium wie noch 1960.

Immer mehr Schüler:innen gehen aufs Gymnasium: 1960 waren es nur 16 Prozent eines Geburtsjahrgangs, heute sind es 40 Prozent.

Wenn immer mehr Menschen das Gymnasium besuchen, machen auch immer mehr Menschen Abitur. Heute ist das die Hälfte aller jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 in Deutschland. Welche Folge das wiederum hat, dürfte auch nicht überraschen. Und trotzdem ist die folgende Grafik für mich die beeindruckendste.

Immer mehr Menschen in Deutschland studieren. Waren es 1947 nur 88.000, sind es heute fast 3 Millionen.

Von 1960 bis heute hat sich die Zahl der Studierenden mehr als verzehnfacht, heute liegt sie bei knapp drei Millionen. Wohin mit all diesen Menschen? Von 1960 bis 1980 wurden 40 neue Universitäten gegründet, danach noch 20 weitere. Dazu kommen mehr als 250 neue Fachhochschulen seit 1960. Wow.

Die Bildungsexpansion zusammengefasst: Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im Bildungssystem, erreichen dort immer bessere Abschlüsse, wodurch sich das durchschnittliche Bildungsniveau in der Bevölkerung erhöht. Win-win-win, oder? Nicht nur. El-Mafaalani zeigt in seinem Buch, was für paradoxe Folgen diese Expansion haben kann.

Wir werden schlauer, aber niemand bekommt es mit

In den vergangenen Jahren haben mir Lehrkräfte immer wieder (oft hinter vorgehaltener Hand) erzählt, dass sie das Gefühl haben, die Schüler:innen würden immer weniger können. Das Gleiche höre ich auch von Professor:innen. Wer heute an die Uni kommt, muss erstmal Grundlagen lernen, die früher selbstverständlich waren.

Wie kann das sein, wenn das Bildungsniveau gestiegen ist?

El-Mafaalani erklärt: Wenn die guten Hauptschüler:innen heute durch die Bildungsexpansion auf die Realschule gehen, wird das Niveau auf der Hauptschule schlechter. Logisch: Die Besten verlassen die Schule. Die Lehrer:innen auf der Hauptschule klagen nun: Die Schüler:innen können weniger als vor zehn Jahren! Und sie haben Recht – für die Hauptschule. Aber für den gesamten Jahrgang nicht: Die Schüler:innen sind nur anders verteilt als vorher.

Das gilt auch für die anderen Schularten: Wenn die guten Realschüler:innen heute aufs Gymnasium gehen, wird das Niveau auf der Realschule schlechter. Aber im gesamten Jahrgang nicht, die guten Realschüler:innen sind nur heute auf dem Gymnasium. Auf dem Gymnasium wiederum sind dreimal so viele Schüler:innen wie noch vor 50 Jahren. Auch hier sinkt deshalb das Niveau, obwohl die besten Schüler:innen immer noch hier unterrichtet werden. Es ist paradox: In jeder Schulart sinkt das Niveau (durch die Expansion), im gesamten Durchschnitt aber steigt es.

Die Realität wird noch verstärkt von einem weiteren Faktor: In einer Studie fanden zwei Wissenschaftler heraus, warum manche Menschen der Jugend von heute vorwerfen, sie sei respektlos, dumm oder würde nicht mehr genug lesen.

Das Ergebnis: Menschen, die besonders intelligent sind, werfen der Jugend von heute vor zu verdummen. Menschen, die besonders autoritär sind, werfen der Jugend vor, respektlos zu sein. Und Menschen, die besonders viel lesen, werfen den Jugendlichen vor, viel zu wenig zu lesen. Das überrascht erstmal noch nicht.

Die Autoren finden dafür aber zwei Gründe. Erstens: Wenn wir in etwas besonders gut sind, fallen uns besonders Menschen auf, die nicht so gut darin sind wie wir. Und zweitens: Wenn wir selbst viel lesen, übertragen wir das auf unsere ganze eigene Generation – in der Vergangenheit. Wir machen unseren eigenen Jahrgang besser, als er war.

Denn obwohl die Intelligenz und Kompetenz in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist – mit dem Tempo der Expansion hält beides nicht mit. Während sich die Gymnasialquote seit 1960 fast verdreifacht hat, ist das für Intelligenz und Kompetenz natürlich nicht der Fall. El-Mafaalani sagt: „Wir werden alle schlauer, aber niemand bekommt es mit.“

Das ist nur eine von drei paradoxen Folgen der Bildungsexpansion. Die anderen beiden fasst er so zusammen: Soziale Benachteiligung kann zunehmen, weil die Bildungschancen steigen, und Bildungsabschlüsse verlieren an Wert, weil sie immer wichtiger werden. Fangen wir mit den Abschlüssen an.

Bildungsabschlüsse verlieren an Wert, weil sie immer wichtiger werden

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich etwas getan, wovon mein Schulleiter-Vater zunächst gar nicht so begeistert war: Ich habe mein Master-Studium abgebrochen. Stattdessen ging ich zu einem Onlinemagazin mit dubiosem Namen und nannte mich fortan „Reporter für bessere Bildung“.

Mein Studienabbruch wäre vor einigen Jahrzehnten noch nicht so riskant gewesen. Denn mit den Abschlüssen während einer Bildungsexpansion ist es wie mit Geldscheinen in Zeiten von Inflation, erklärt El-Mafaalani. Die 200-Euro-Scheine werden immer wichtiger, denn alle Geldscheine verlieren an Wert und mit den großen kann man immerhin noch etwas anfangen. Die kleinen hingegen, die 5-Euro-Scheine, werden praktisch nutzlos.

Das heißt für die Abschlüsse: Die hohen Abschlüsse (Master, Diplom, Doktor) werden immer wichtiger, die kleineren hingegen (Hauptschulabschluss, Förderschulabschluss) sind fast nutzlos. Denn mit der Bildungsexpansion haben sich auch die Ansprüche der Unternehmen erhöht. El-Mafaalani sagt: „Diejenigen, die heute ohne oder mit einem Hauptschulabschluss die Schule verlassen, haben es wesentlich schwieriger als früher.“ Obwohl das Bildungsniveau insgesamt gestiegen ist.

Soziale Benachteiligung kann zunehmen, weil die Bildungschancen steigen

In kaum einem anderen europäischen Land hängt der Bildungserfolg so sehr vom Elternhaus ab wie in Deutschland. Die Bildungsexpansion war und ist ein Werkzeug gegenzusteuern: Mehr Bildung bedeutet mehr Gerechtigkeit. Auch das dachte ich.

El-Mafaalani zeigt: So einfach ist das nicht. Denn die Bildungsexpansion hat allen Klassen der Gesellschaft ungefähr im gleichen Maß geholfen. Was daraus folgt, erklärt er mit einem Beispiel:

„Stellt euch vor, man würde das Einkommen aller verdoppeln. Die Professorin, die vor dieser Gehaltsexplosion 7.500 Euro brutto bekam, verdient nun 15.000 Euro. Ihr wissenschaftlicher Mitarbeiter erhält statt 4.000 Euro nun 8.000 Euro und die Sekretärin steigert ihr Gehalt von 2.500 Euro auf 5.000 Euro.“

Wie ungleich ist das Einkommen jetzt verteilt? Immer noch verdient die Professorin das Dreifache der Sekretärin. In absoluten Zahlen allerdings verdient der Professor plötzlich 10.000 Euro mehr statt 5000 Euro. Die Verdoppelung des Einkommens hat zu einer Verdoppelung des Unterschieds geführt.

Übertragen auf das Bildungssystem heißt das: Wenn alle bessere Abschlüsse machen, bleibt der Unterschied zwischen Arbeiterkindern und Akademikerkindern weiterhin gleich. Und wenn zusätzlich der Wert der höheren Abschlüsse steigt, wird das Gefälle sogar noch größer.

Mehr Bildung für alle führt nicht zu weniger sozialer Ungleichheit. Schlimmer: Während das Bildungssystem (ziemlich planlos) expandierte, wurde eine Gruppe vergessen: die mit dem niedrigsten Bildungsniveau. Während alle anderen wie in einem Aufzug eine Etage höher gefahren sind und die Aussicht von oben genießen, sind auch welche am Boden geblieben. Sie haben keine höheren Chancen in der Bildung, aber niedrigere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie haben den Knopf gedrückt, aber der Aufzug ist nicht gekommen. Und das Treppenhaus ist abgesperrt.

Der deutsche Sozialstaat baut auf Ungleichheit auf. Und Bildung verfestigt sie noch. Die Bildungsabschlüsse sind die Legitimation schlechthin für Ungleichheit. Logisch: Leistung soll sich lohnen. Das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit und das der sozialen Gerechtigkeit stehen deshalb immer in Spannung zueinander.

El-Mafaalani schreibt: „Wie kaum ein anderer betont der deutsche Sozialstaat soziale Sicherheit im Sinne eines Absicherns des Status quo. Wer viel verdient hat, soll ein höheres Arbeitslosengeld und insbesondere eine höhere Rente bekommen. Damit konserviert der Staat soziale Ungleichheit. Er schafft damit das Gegenteil eines sozialen Ausgleichs.“

Mehr Bildung kann zu mehr Problemen im Stadtteil führen

Was also tun? Vielleicht statt mehr Bildung für alle, mehr Bildung für diejenigen, die es am meisten brauchen? Es stellt sich heraus: Das hilft! Aber El-Mafaalani beschreibt etwas, mit dem ich vorher nicht gerechnet hätte: Während Jugendliche in Problemvierteln davon profitieren, wenn man in sie investiert, kann sich ihr Stadtteil dadurch (!) zum Negativen verändern.

Sein Beispiel ist die Dortmunder Nordstadt, der ärmste Stadtteil einer sowieso schon armen Stadt. Dort wurde investiert: in die Schulen, in frühkindliche Bildung, in Unterstützungsmaßnahmen für Jugendliche, in soziale Beratungsstellen. Es entstanden enge soziale Netzwerke, erklärt El-Mafaalani. So eng, in der Nordstadt würde man immer wieder hören: „Kannst dein Kind ausm Fenster werfen, ein Streetworker fängt es auf.“

Natürlich hatte das positive Effekte: Die Bildungschancen der vorher abgehängten Jugendlichen in diesem Stadtteil verbesserten sich messbar. Eigentlich ideal!

Und trotzdem haben sich immer mehr Menschen beschwert: über mehr Probleme, über mehr Gewalt, über eine Verschlechterung des Stadtteils. Wie kann das sein?

El-Mafaalani erklärt: Die Erfolgreichen ziehen weg. Wer mehr Bildung genießt, will irgendwann in anderen, besser angesehenen Stadtteilen wohnen. Es entsteht also Wohnraum in der Nordstadt, und weil der Stadtteil nicht gerade beliebt ist, ist der Wohnraum billig. Das zieht vor allem arme Familien in die Nordstadt. Benachteiligte Familien mit diversen Problemen. Die Arbeitslosenquote im Viertel verändert sich entsprechend kaum, die Probleme in den Schulen werden auch nicht weniger. Sie nehmen sogar zu – obwohl so viel Geld in Bildung investiert wurde.

Durch die Geschichte der Dortmunder Nordstadt habe ich etwas verstanden. Es ist für mich der Kern der Erkenntnis, dass mehr Bildung unsere gesellschaftlichen Probleme nicht löst.

Die großen Probleme entstehen nicht durch zu wenig Bildung

Das Bildungssystem ist nur ein Teil der Gesellschaft. Ein wichtiger Teil, ja. Bildung kann viel verändern, bei jedem persönlich, in der Gemeinschaft. Es geht im Buch auch nicht darum, Bildung jegliche Wirkung abzusprechen. Sondern zu verstehen: Mehr Bildung allein löst die Probleme nicht, wenn sie gesellschaftlich gewachsen sind. Die Forderung nach mehr Bildung, um die großen Probleme zu lösen, lenkt sogar ab und verhindert notwendige gesellschaftliche Veränderungen. El-Mafaalani schreibt über die Nordstadt: „Wenn dieses Stadtgebiet schön wäre, müsste man nicht wegziehen.“ Mehr Bildung macht die Nordstadt nicht schöner.

Deshalb ist auch eine Bildungsrevolution, wie auch ich sie schon gefordert habe, nicht sehr wahrscheinlich. Die Gesellschaft und ihr Bildungssystem stehen in Wechselwirkung: Wenn eins von beiden sich verändert, verändert sich meistens auch das andere. Eine Revolution allein im Bildungswesen ist deshalb kaum machbar: Eine ungerechte Gesellschaft kann kein gerechtes Bildungssystem haben.

Probleme, die durch zu wenig Bildung entstehen, lassen sich mit mehr Bildung lösen, ja. Deshalb hat das gezielte Fördern der Jugendlichen in der Nordstadt auch zu weniger sozialer Ungleichheit geführt. Das kann Bildung erreichen: Chancengleichheit – wenn es richtig gemacht wird.

Aber Populismus? Warum gibt es dann so viele Professor:innen in der AfD? Die Umweltzerstörung? Mehr Bildung stoppt die Unternehmen nicht, die auf dreckige Industrie setzen. Zuletzt: die Klimakrise? El-Mafaalani verweist auf einen Zusammenhang, der mir so deutlich nicht bewusst war: Je höher das formale Bildungsniveau, desto größer der ökologische Fußabdruck. Und in der Folge noch viel bedrückender: Je größer das Klimabewusstsein (durch Bildung), desto größer der ökologische Fußabdruck.


Das Buch „Mythos Bildung“ von Aladin El-Mafaalani ist im Februar 2020 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Auch wenn ich mich für diesen Artikel vor allem auf die Frage konzentriert habe, welche Probleme Bildung lösen kann und welche nicht, ist das Buch ein Rundumschlag zum Thema Chancengerechtigkeit und soziale Ungleichheit in Deutschland und im deutschen Bildungssystem. Zum Buch. El-Mafaalani ist Soziologe und lehrt an der Universität Osnabrück mit den Schwerpunkten Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft.

Das Cover des Buches Mythos Bildung.

Redaktion: Rico Grimm, Schlussredaktion: Susan Mücke, Fotoredaktion: Till Rimmele.

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