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In eigener Sache

Krautreporter, einfach erklärt

von Krautreporter
etwa 26 Min. Lesedauer

Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht mehr so genau, wie ich auf krautreporter.de gelandet bin. Aber was ist das hier alles?

Krautreporter ist ein unabhängiges Onlinemagazin, das sich statt über Werbung zu finanzieren, komplett von seinen Leser:innen (wir nennen sie „Mitglieder“) getragen wird.

Kann es mir nicht egal sein, wie ihr euer Geld verdient?

Eigentlich schon. Aber wie jemand sein Geld verdient, kann sehr leicht sein Handeln und seine Entscheidungen beeinflussen. Finanzielle Anreize nennt man das. Angenommen, du trinkst lieber Mineralwasser ohne Kohlensäure. Wenn dir aber jemand jedes Mal 100 Euro geben würde, wenn du Wasser mit Kohlensäure trinkst, würdest du es vermutlich das eine oder andere Mal tun.

Klar. Schnell verdientes Geld. Aber was hat das mit Journalismus zu tun?

Wenn sich ein Onlinemedium über Bannerwerbung finanziert, zählen fast immer die Klicks. Wichtig ist, dass jemand einen Artikel (oder ein Video) aufruft. Ob das von der Startseite des Mediums aus passiert oder bei einem Netzwerk wie Facebook, ist zweitrangig. Hauptsache es wird geklickt, dann erzielt man eine sogenannte Page Impression, einen Seitenaufruf. Das bringt Geld (denn Werbekunden wollen, dass möglichst viele Menschen ihr Produkt sehen) und ist nach wie vor die Basis für den allergrößten Teil von Onlinewerbung.

Alternative Metriken wie Verweildauer, die mehr Aufschluss darüber versprechen, wie wertvoll der geklickte Artikel für den Leser tatsächlich ist, werden seit Jahren beschworen, aber konnten sich bisher nicht ansatzweise durchsetzen.

Dazu Niemanlab und Storybench.

Ob die Leser:innen mit dem Artikel etwas anfangen können, ob der Artikel das hält, was die Überschrift verspricht oder die Leser:innen einfach nur durch Manipulation dazu gebracht wurden, den Artikel anzuklicken, ist finanziell gesehen egal. Du kennst sicherlich auch solche sogenannten Clickbait-Überschriften wie „Eine junge Mutter öffnete ahnungslos ihre Kühlschranktür – was sie dann sah, verschlug ihr den Atem“, oder „72 Millionen! Um diesen Bayern-Spieler geht es beim neuen Arsenal-Vertragspoker.“

Oh Gott, ja, der totale Horror. Manchmal klicke ich aber trotzdem drauf. Aber die etablierten Nachrichtenseiten machen ja auch nicht alle solchen Quatsch. Solide Erklärstücke und ausführlich recherchierte Geschichten gibt es doch auch oft. Was macht euren Journalismus also „anders“?

Sagen wir so: Die anderen Onlinemedien haben im Laufe der Zeit natürlich auch dazugelernt. Und gemerkt, dass Klickstrecken wie „Diese 77 Lifehacks für die Küche werden Ihr Leben verändern“ zwar kurzfristig Klicks und Geld bringen, langfristig aber komplett austauschbar und beliebig sind – und es nahezu unmöglich machen, Geld für das eigene Onlineangebot zu verlangen. Was ja in Zeiten sinkender Online-Werbeerlöse eine Strategie ist, auf die immer mehr Medienhäuser umschwenken.

Der größte Unterschied ist aber meiner Meinung nach, dass die Krautreporter-Redaktion ihre Mitglieder viel stärker einbindet, als das andere Redaktionen tun. Bei den meisten anderen Onlinemedien können sich die Leser:innen allenfalls in den Kommentarspalten zu Wort melden, wo leider oft ein relativ barscher und unkonstruktiver Tonfall herrscht und die Redaktion wiederum in den meisten Fällen komplett abwesend ist.

Und bei euch ist das besser?

Der Tonfall in den Kommentaren ist bei Krautreporter freundlicher und konstruktiver als in fast allen anderen Onlineforen, die ich kenne. Was gar nicht heißt, dass immer alle einer Meinung sind, da geht es schon auch kontrovers zu – aber eben immer auf eine sachlich-höfliche Art. Außerdem beteiligen sich die Reporter:innen an den Diskussionen, oft noch Tage oder Wochen nachdem ihr Artikel erschienen ist.

Aber mindestens genauso wichtig ist, dass die Krautreporter-Redaktion und die Reporter:innen die Leserschaft schon von Anfang an in die Entstehung der Artikel einbeziehen. Das beginnt bei der Themenfindung, an der die Mitglieder sich beteiligen können: Sie können sagen, zu welchen Themen sie sich Artikel wünschen, welche Probleme sich die Redaktion mal thematisch vorknöpfen soll oder welche Fragen sie sich zu aktuellen politischen Ereignissen oder gesellschaftlichen Entwicklungen stellen.

Das könnte man aber auch als Faulheit bezeichnen, dass ihr die Arbeit der Themenfindung an euer Publikum outsourct ...

Zum einen sehen wir in den Mitgliedern einen Schwarm an Experten auf vielen unterschiedlichen Gebieten, der gesammelt über ein gewaltiges Wissen und einen Erfahrungsschatz verfügt, den wir als Redaktion gar nicht haben können. Außerdem ist es ja nicht so, dass die Wünsche und Ideen der Leserschaft die einzige Quelle sind, aus der sich die Themen speisen. Die Redaktion denkt selber darüber nach, was gerade relevant ist, und zusätzlich kommen Vorschläge von externen Autor:innen.

Die Beteiligung der Mitglieder zieht sich außerdem durch den gesamten Entstehungsprozess eines Krautreporter-Artikels. Wenn das Thema feststeht, geht der Recherche oft eine kurze Online-Umfrage unter den Mitgliedern voraus: Welche Aspekte an Thema X interessieren euch besonders? Was habt ihr im Bereich Y nicht verstanden und würdet ihr gerne aufgedröselt und erklärt bekommen? Das kann extrem dabei helfen, nicht „am Publikum vorbeizuschreiben“, wie man so schön sagt. Etwa, weil man als Autor:in denkt, dieser oder jener Aspekt sei nicht wichtig oder schon hinlänglich bekannt. Dabei ist es vielleicht genau das, was die allermeisten Menschen interessiert.

Darüber hinaus bitten wir manchmal diejenigen Mitglieder um Unterstützung und Input, die sich in einem Bereich besonders gut auskennen, zum Beispiel weil sie beruflich dort tätig sind oder weil sie in dem Land leben, um das es geht. Das ist unseres Wissens nach in dieser Form nahezu einzigartig und geht nur, weil viele Mitglieder (natürlich freiwillig) ein vergleichsweise ausführliches Profil über sich ausgefüllt haben. Beruf, Wohnort, spezielle Kenntnisse oder Fachwissen, Kontakte in andere Länder – all das fragen wir ab, wenn jemand Mitglied wird. Und daraus ist eine sehr hilfreiche Experten-Datenbank entstanden, die wir immer wieder für die Recherche von Artikeln nutzen.

Wenn du schon Mitglied und auf krautreporter.de eingeloggt bist, kannst du dieses Profil hier finden. Die Angaben sind freiwillig und nicht öffentlich einsehbar, aber du hilfst uns und der Qualität von Krautreporter-Artikeln sehr, wenn du sie ausfüllst.

Das heißt, wenn ich in meinem Profil eintrage, dass ich gute Freunde in Venezuela habe und ihr einen Artikel über die Wirtschaftskrise dort plant, dann kann es passieren, dass ihr mich anschreibt und um Hilfe bittet?

Ja, in dem Fall möglicherweise um den Kontakt zu deinen Freunden zu nutzen. Ein anderes Beispiel wäre ein Text über die EU-Urheberrechtsreform, den KR-Chefredakteur Rico Grimm zusammen mit dem KR-Mitglied Torsten Sillus geschrieben hat. Torsten ist Software-Entwickler und hat die eher technischen Aspekte übernommen, Rico die politischen. Wichtig ist, dass das zum einen vollkommen freiwillig passiert und dass die Informationen natürlich trotzdem geprüft und um andere Fakten und Stimmen ergänzt werden. Anders formuliert: Wir lassen uns nicht von einem Krautreporter-Mitglied, das bei Firma X arbeitet, in die Feder diktieren, wie toll diese Firma ist und schreiben dann einen jubelnden Artikel darüber.

Das klingt jetzt zwar alles toll, aber um zu testen, ob mir eure Artikel wirklich zusagen, muss ich direkt Mitglied werden. Bei vielen anderen Webseiten kann ich eine bestimmte Anzahl an Artikeln pro Monat kostenlos lesen, bevor ich zum Bezahlen aufgefordert werde. Warum macht ihr das nicht?

Das Prinzip, dass Leser:innen erst nach fünf oder sechs Artikeln gebeten werden, ein Abo abzuschließen, nennt man eine „weiche Bezahlschranke“. Die Medien, die sie anbieten, versuchen damit, auf zwei unterschiedliche Arten Geld zu verdienen. Die Gelegenheitsleser, die über Google oder Facebook auf die Seite geraten, bekommen Werbung gezeigt. Die regelmäßigen Leser, die jeden Tag von selbst kommen, sollen zu Abonnenten gemacht werden. Wir haben uns dafür entschieden, komplett auf die Hälfte mit der Werbung zu verzichten und stattdessen ausschließlich auf eine nachhaltige FInanzierung über Mitgliedschaften zu setzen. Wir glauben, dass Journalismus besser funktioniert, wenn er nicht als reine Transaktion funktioniert. Also nicht: „Ich bezahle einen Euro für einen Artikel, von dem ich glaube, dass er mich interessiert“, sondern: „Ich bezahle ein Team von Menschen, denen ich vertraue, regelmäßig dafür, dass sie dauerhaft Artikel produzieren können, die mich interessieren.“

Aber für dieses Vertrauen müsste ich erst einmal ein bisschen was von euch lesen, oder?

Kannst du auch. Und zwar nicht fünf oder zehn kostenlose Artikel pro Monat – sondern mit einer Probemitgliedschaft kostenlos einen Monat lang, so viele du willst.

Okay, aber danach kostet es eben doch Geld. Was ist so schlimm an der Werbefinanzierung? Mir macht es nichts aus, wenn am Rand irgendwo ein Werbebanner ist, solange ich dafür umsonst meine Artikel bekomme.

Wir haben oben ja schon mal kurz darüber gesprochen, wie fixiert die werbefinanzierten Medien auf Klicks sind. Das ist auch deshalb problematisch, weil es dazu führt, dass Artikel oft dramatischer gestaltet werden, als die Themen es eigentlich sind. Dass sie Emotionen triggern sollen, anstatt sachlich zu informieren. Denn Emotionen lassen Menschen im Idealfall nicht nur auf den Artikel klicken: Wenn sie sich über etwas empören oder ihnen etwas nahegeht, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie es auf Facebook oder Twitter teilen oder den Link per Whatsapp oder Mail verschicken. Und schon gibt es wieder ein paar mehr Klicks und damit mehr Geld. Das Problem: Selbst wenn man moralische Bedenken ausklammert, funktioniert dieses Modell auch ökonomisch immer schlechter. Zum einen müssen die auf Klicks fixierten Medien immer knalliger und extremer formulieren, um die gleiche Wirkung zu erreichen. Zum anderen sinken die Anzeigenerlöse im Netz (das hat mehrere Gründe, unter anderem, dass Google und Facebook als Konkurrenten dazugekommen sind, bei denen Werbung zielgerichteter und deshalb effektiver ausgespielt werden kann als auf einer Nachrichtenseite).

Jetzt tut ihr aber gerade so, als seien anzeigenfinanzierte Medien der Teufel persönlich. Finanzieren sich Medien von der guten alten Tageszeitung bis zum Privatfernsehen nicht schon ewig über Werbung?

Grundsätzlich ja, aber das Internet hat diesbezüglich viel verändert. Früher, das heißt in diesem Fall bis in die Neunzigerjahre, verdienten Tageszeitungen grob gesagt zwei Drittel ihres Geldes durch Anzeigen (und Werbebeilagen sowie Inserate) und ein Drittel durch Einzelverkäufe und Abos. Ein Gratismedium im Netz finanziert sich zu 100 Prozent aus Werbeeinnahmen.

Das ist aber nicht der einzige Unterschied: Eine gedruckte Tageszeitung oder eine Zeitschrift sind traditionell ein Bündel aus Artikeln. Man kaufte bei der klassischen Tageszeitung jahrzehntelang ein Paket aus Fußballergebnissen und Theaterkritiken, Wohnungsannoncen und Auslandsreportagen für einen Paketpreis. Und je mehr Leute das Paket gut fanden und kauften, umso höher die Auflage und umso mehr konnte die Zeitung für ihre Anzeigen verlangen. Das Internet hat die Zeitung gewissermaßen entbündelt – ähnlich wie bei der Musik, wo statt Vinyl- oder CD-Alben durch die Digitalisierung der einzelne Song wichtiger geworden ist. Jeder Artikel steht nun für sich und generiert für sich alleine Klicks und damit Geld.

Wo ist das Problem?

Wenn ein schnell hingehauener Text wie „Mit dieser Skandalbeichte hätte keiner von Lenas Instagram-Fans gerechnet“ am Ende genauso viele (oder mehr) Klicks und damit Geld generiert wie eine aufwändig recherchierte Reportage aus dem Ausland, dann ist relativ klar, welche Art Geschichten mehr werden und welche weniger.

Ein bitteres Beispiel: Während die New York Times 2013 eine Korrespondentin vor Ort hatte, um über Nelson Mandelas Tod und seine Beerdigung zu berichten, schrieb das Online-Gratismedium Huffington Post deren Artikel einfach ab, äh, „fasste sie zusammen“ – und erzielte damit dank knalliger Überschriften mehr Reichweite als die Originalartikel. Ein Innovationsreport der New York Times, der sich mit der Digitalisierung im Nachrichtenbereich beschäftigt, zitiert einen anonymen HuffPost-Manager mit den Worten: „Ihr wurdet zerstört. Mir wurde selber mulmig, als ich die Zahlen sah und ich bin nicht stolz darauf. Aber das ist nun mal eure Konkurrenz.“

Okay, das Mineralwasserbeispiel von vorne. Kapiert. Aber was hat das alles mit Krautreporter zu tun?

Krautreporter hat seit seiner Gründung 2014 auf Werbung verzichtet und sich ausschließlich über die Leser:innen finanziert. Wir glauben, dass bei einer Werbefinanzierung die Interessen von Medium und Leser:innen oft auseinandergehen, sich schlimmstenfalls sogar widersprechen. Leser:innen wollen, das ist zumindest unser Eindruck, ruhig und sachlich informiert werden und wollen eher die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen, als alle fünf Minuten mit neuen unzusammenhängenden News-Fetzen bombardiert zu werden. Wenn du bei uns beispielsweise einen Artikel über den Nahost-Konflikt oder die neuen Rechten liest, wirst du von da an die Nachrichten darüber besser verstehen. Man könnte fast sagen, dass viele unserer Artikel wie ein Spickzettel für tagesaktuelle Debatten und News sind. Schnelle Informationen ohne Kontext – also, was Markus Söder gerade zu dem gesagt hat, was gestern Angela Merkel gesagt hat – findest du anderswo. Bei uns kann es passieren, dass du 20 oder auch mal 40 Minuten brauchst, um einen umfangreichen Artikel komplett zu lesen. Danach hast du die Thematik aber auch wirklich durchdrungen und verstanden. Dass wir unser Geld ausschließlich von den Mitgliedern bekommen, ist aber auch noch aus einem anderen Grund wichtig: Es macht uns unabhängig von den Interessen Dritter.

Wen meint ihr da genau?

Zum Beispiel die Werbekunden. Es gibt immer wieder Fälle, in denen Firmen ihre Werbebudgets von einem bestimmten Medium zurückgezogen haben, wenn dieses zu kritisch über das Unternehmen berichtet hat. Im Grunde kann schon die Androhung eines solchen Anzeigenstopps (oder die vorauseilende Angst des berichtenden Journalisten davor) ausreichen, um die Berichterstattung zu beeinflussen. Zwei Beispiele für solche Anzeigenstopps liefern Aldi und Media Markt. Wer so wie Krautreporter von Anzeigengeldern komplett unabhängig ist, kann also unabhängiger berichten.

Damit soll übrigens nicht suggeriert werden, jedes werbefinanzierte Medium würde blind nach der Pfeife der Anzeigenkunden tanzen. In guten Verlagen sind die schreibende Redaktion und die verkaufende Anzeigenabteilung streng getrennt und es werden in der Berichterstattung keine Rücksichten auf die Befindlichkeiten der Werbekunden genommen.

Hier zwei interessante Untersuchungen, kurz zusammengefasst:

  1. Als die Großbank UBS in wirtschaftliche Turbulenzen und den Verdacht der Steuerhinterziehung geriet, berichtete die Schweizer Gratiszeitung .ch (in der UBS keine Anzeigen schaltete) umfangreicher, häufiger und prominenter als die vergleichbare Gratiszeitung 20 Minuten (bei der UBS Anzeigenkunde war).
  2. Als der Discounter Lidl durch Mitarbeiterüberwachung Negativschlagzeilen machte, unterschied sich die Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung (in der Lidl inserierte) nicht von derjenigen in der FAZ (bei der Lidl nicht Anzeigenkunde war).

Aber die wirtschaftliche Situation für viele Verlage und Medienhäuser ist seit Jahren angespannt, um mal ein freundliches Wort zu verwenden. Und je größer der finanzielle Druck, umso schwieriger ist es, die Unabhängigkeit der Redaktion und die Trennung zwischen Berichterstattung und Geschäft in jedem Fall aufrechtzuerhalten. Vom sogenannten Content-Marketing gar nicht zu reden, in dem die Werbekunden die Inhalte vorgeben und diese dann so gestaltet werden, dass sie genauso aussehen wie die redaktionellen Beiträge.

Okay, verstehe. Aber welcher schwerreiche Verlag steht denn hinter Krautreporter, dass ihr es euch leisten könnt, darauf zu verzichten?

Hinter Krautreporter steht gar kein Verlag, sondern eine Genossenschaft. Gegründet wurde Krautreporter zuerst als eigenständige GmbH, finanziert aus einem großen Crowdfunding. Dieses dauerte vom 1. Mai bis 13. Juni 2014, und wir sammelten dabei von rund 15.000 Mitgliedern etwas mehr als 900.000 Euro ein.

Das ist vergleichsweise viel, oder?

Zum damaligen Zeitpunkt war es das größte Crowdfunding im deutschsprachigen Medienbereich. Einige Jahre später zog noch die Schweizer „Republik“ nach, die es mit 3,4 Millionen Franken (und ähnlichen Ansätzen wie fundierten Recherchen und Analysen anstatt schneller News und Boulevardisierung) übertraf.

Und wie ging es 2014 nach dem erfolgreichen Crowdfunding weiter?

Erst mal relativ holprig. Die ursprüngliche Idee der Gründer Sebastian Esser, Philipp Schwörbel und Alexander von Streit war es gewesen, einem großen, aber relativ losen Autor:innenkollektiv eine Heimat und gute Arbeits- und Veröffentlichungsbedingungen zu bieten. Es gab verschiedene Modelle: Zum einen eine klassische Honorarlösung, bei der einzelne Texte bezahlt wurden, zum anderen sogenannte Pauschalen, bei denen eine bestimmte Anzahl von Texten und/oder Redaktionsdiensten mit einem monatlichen Betrag vergolten wurden.

Zwischenfrage: Was sind Redaktionsdienste?

Neben der Person, die einen Text schreibt, sind auch noch andere daran beteiligt, dass dieser Text erscheinen kann. Das reicht von einer Redakteurin, die den Text inhaltlich bearbeitet und in Zusammenarbeit mit der Autorin vielleicht präziser, verständlicher oder interessanter macht, über eine Schlusskorrektur und Dokumentation, die Tippfehler und sachliche Fehler findet, bis zu einem Bildredakteur, der einen Artikel passend bebildert. Auch Sachen wie Vorspann, Zwischentitel oder Bildunterschriften, Social-Media-Vorspänne und so weiter müssen getextet werden. Eine Menge administrativer Arbeit im Hintergrund also, die zum reinen Artikelschreiben hinzukommt.

Verstehe. Zurück zu eurer Entstehungsgeschichte, wie ging es weiter?

Das Modell mit dem losen Autor:innenkollektiv klappte nicht so richtig gut. Manche aus dem anfangs recht großen Kreis veröffentlichten sehr viel, andere fast überhaupt nichts. Das führte dazu, dass immer dieselben Namen und oft auch dieselben Themen auf der Seite präsent waren. Andere schrieben dafür monatelang überhaupt nichts – was bei denen, die das Projekt vielleicht genau wegen dieser Person oder ihrer Themenschwerpunkte unterstützt hatten, für Unmut sorgte. Dazu kam, dass das Projekt anfangs sowieso unter extrem großer und strenger Beobachtung stand. Natürlich ist Aufmerksamkeit gut, wenn man etwas Neues startet, noch dazu, wenn man es über Crowdfunding finanziert. Gleichzeitig hatten wir damals das Gefühl, dass Krautreporter zum Start eine Projektionsfläche für viele, teilweise gegensätzliche Dinge war. Jeder schien seine ganz eigenen Erwartungen zu haben. Und dass in den anderen Medien auch nicht unbedingt uneingeschränkte Freude über neue Konkurrenz herrschte, ist jetzt vielleicht auch keine Riesenüberraschung. Ein Teil der Kritik entzündete sich an dem sicherlich selbstbewussten damaligen Slogan: „Der Onlinejournalismus ist kaputt. Wir kriegen das wieder hin.“ Man muss allerdings ergänzen, dass dieser in voller Länge so lautete: „Der Online-Journalismus ist kaputt. Weil vielen Medien Klicks wichtiger sind als Geschichten. Weil niemand mehr den Überblick behalten kann, wenn die Welt nur noch in Eilmeldungen erklärt wird. Weil Werbung nervt. Weil sich auch in seriösen Online-Medien der Boulevard ausbreitet. Wir kriegen das wieder hin. Mit Reportagen, Recherchen, Porträts und Erklärstücken. Über Themen, mit denen wir uns auskennen. Mit der Zeit, die nötig ist, um eine Geschichte zu erzählen. Und den Hintergründen, um zu verstehen, was auf der Welt passiert.“

Jetzt seid mal nicht so empfindlich. Das klingt für mich so, als hättet ihr es am Anfang vielleicht wirklich nicht so gut hinbekommen, oder?

Einige Sachen hätten besser laufen können, das stimmt auf jeden Fall. Stefan Niggemeier, einer der prominentesten Gründungsautoren, stieg beispielsweise nach einem Jahr aus. Damals schrieb er zu recht, es wäre anfangs zu lange und zu viel um ein neues Geschäftsmodell gegangen und zu wenig um eine gemeinsame inhaltliche Idee oder ein redaktionelles Profil: „Ich bereue es nicht, mitgemacht zu haben, und ich finde es nach wie vor richtig, auszuprobieren, ob und wie ein Online-Journalismus funktionieren kann, der sich nicht der oft zerstörerischen Logik der Klick-Optimierung unterwerfen muss“, schrieb er 2015. Und weiter: „Uns trieb die Lust an, ein neues Geschäftsmodell auszuprobieren, aber nicht unbedingt eine gemeinsame redaktionelle Idee. Wir taten uns schwer damit, zu definieren, worüber wir berichten wollen und wie.“

Ein anderes Problem waren Fehleinschätzungen von uns selbst, die wiederum eine falsche Erwartungshaltung geweckt hatten: Wir hatten zum Start beispielsweise vier Geschichten täglich versprochen – was ja immer noch überschaubar wirkt im Vergleich zu den Massen an Artikeln, die täglich auf großen Online-Nachrichtenseiten rausgefeuert werden und die manchmal nur die Zusammenfassung einer Talkshow vom Vorabend sind, eine schnell rausgekrähte Meinung zu einem Politikerstatement, die bequeme Nacherzählung einer aufwändigen Recherche der New York Times oder eine Sammlung von „So spottet Twitter über ...“-Screenshots. Trotzdem erwies es sich als unmöglich, mit dem eher kleinen Kernteam jeden Tag mehr als einen Artikel zu veröffentlichen, wenn dieser wirklich fundiert, gründlich recherchiert und thematisch neu und originell sein sollte.

Okay, ich weiß, was ihr meint. Und dann?

Die 15.000 Crowdfunding-Unterstützer:innen hatten keine dauerhafte Mitgliedschaft abgeschlossen, sondern mit ihrer Zahlung ihre finanzielle Unterstützung für ein Jahr zugesichert. Ungefähr ein Drittel von ihnen entschied sich am Ende dieses Jahres für eine dauerhafte Krautreporter-Mitgliedschaft; 3.000 weitere Mitglieder waren im Lauf des ersten Jahres dazugekommen. Etwa zur selben Zeit wurde das redaktionelle Konzept umgestellt: Statt einem großen, aber losen Netzwerk von Autor:innen, von denen manche regelmäßig, andere nie schrieben, entstand eine kleinere, aber verbindliche Redaktion. Etwa fünf Leute (statt vorher etwa 30), die sich dafür intensiv um Krautreporter kümmern sollten und wollten, statt nur ab und zu, wenn gerade Zeit und Lust da war. Mehr Austausch und Planung statt der ganz großen Freiheit, bei der jede:r konnte, aber niemand musste.

Letztlich war vermutlich diese organisatorische Veränderung dafür verantwortlich, dass Krautreporter ein inhaltliches Profil bekam. Dass klarer wurde, für welche Art von Geschichten das Online-Magazin steht. Und dass durch diese Umstellung die Weichen gestellt wurden für einen stetigen Zuwachs an Mitgliedern, der dafür gesorgt hat, dass Krautreporter heute rund 14.000 Mitglieder hat (Stand Juni 2020). Gleichzeitig hat es geholfen, dass viele technische Kinderkrankheiten der Webseite nach etwa einem Jahr überwunden waren und sich die öffentliche beziehungsweise brancheninterne Aufregung ebenfalls gelegt hatte.

Aber warum ausgerechnet eine Genossenschaft?

Wir halten eine Genossenschaft für ein gutes Modell für Medien, unter anderem weil man sich als Investor Einfluss nicht kaufen kann. Egal, welche Summe jemand investiert, er oder sie hat trotzdem nur eine Stimme. Außerdem passt das genossenschaftliche Prinzip gut zu uns, gemeinsam ein ‚Gut‘ zu schaffen, das nicht der Gewinnmaximierung dient. Das Prinzip der Genossenschaften stammt kulturell aus der Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts. Landwirte haben gemeinsam zum Beispiel einen Mähdrescher angeschafft, den dann alle nutzen konnten – aber eben nur, weil sie zusammengelegt haben. Unser Mähdrescher ist dieser ‚andere‘ Journalismus, den die KR-Genossenschaft ermöglicht. Gleichzeitig ist dieser Journalismus auch die Rendite der Genossenschaftsmitglieder. Auch wenn eines Tages hoffentlich auch eine Wertsteigerung ihrer Einlagen dazukommen wird.

Es war von Anfang an geplant, Krautreporter als Genossenschaft zu organisieren. Man muss aber bedenken, dass nicht klar war, ob das Crowdfunding überhaupt ein Erfolg werden würde. Da eine Genossenschaftsgründung relativ aufwändig ist, erschien es den Hauptgründern (Sebastian Esser, Philipp Schwörbel und Alexander von Streit) nicht sinnvoll, eine zu gründen, die man dann wieder stilllegen muss, wenn das Crowdfunding nicht genug Unterstützer:innen findet. Da es (von einem Vorgängerprojekt gleichen Namens) bereits eine Krautreporter GmbH gab, wurde diese als Vehikel für die Gründung genutzt und Philipp und Alexander traten als Gesellschafter ein. In der Satzung dieser GmbH wurde allerdings bereits das Ziel festgeschrieben, Krautreporter in eine Genossenschaft zu überführen. Das war den Gründern wichtig, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, Krautreporter sei ein Projekt, mit dem jemand reich werden wolle.

Muss ich also Mitglied der Genossenschaft werden, um Krautreporter zu nutzen?

Nein, das sind zwei völlig getrennte Dinge. Die Krautreporter-Mitgliedschaft, also das „Abo“, erlaubt dir, die Texte zu lesen, zu kommentieren oder zu teilen. Als Genossin oder Genosse hingegen erhältst du Anteile am Krautreporter-Magazin und kannst über wichtige Fragen zur Zukunft und Strategie des Unternehmens Krautreporter mitentscheiden. Das passiert zum Beispiel im Rahmen der jährlichen Generalversammlung. Um Anteilseigner:in zu werden, musst du mindestens 250 Euro einzahlen (das ist aber auch in zehn Raten möglich). Mehr Informationen, wie du Genossin oder Genosse werden kannst und was das bedeutet, findest du hier.

Okay, ihr seid also eine Genossenschaft und fragt eure Leser, was sie interessiert. Mir geht es aber eher um das Ergebnis, eure fertigen Artikel. Was macht ihr da anders?

Es ist nur ein eher banales Detail, aber wir glauben, es steht für eine grundsätzlich andere Haltung: Wenn du auf Krautreporter einen Link in einem Artikel findest, dann bringt dich dieser Link fast immer zu einer Quelle oder einer nützlichen weiterführenden Information. Wir versuchen, dich nicht mit Links zuzuschütten, denn natürlich ist es auch unsere Aufgabe, Informationen zu recherchieren und zusammenzufassen. Aber wenn wir in einem Krautreporter-Artikel eine Studie, ein Gesetz oder einen Fachbegriff so wichtig finden, dass wir dir die Möglichkeit geben wollen, bei Interesse selbst nachzulesen, dann setzen wir einen Link.

Ja, aber so funktioniert halt das Internet, was ist daran besonders?

Genau, so funktioniert das Internet. Hyperlinks sind eine geniale Erfindung, da sie immer die Möglichkeit (!) bieten, ein Thema zu vertiefen, zusätzliche Informationen abzurufen, etwas nachzuschlagen oder zu belegen. Deshalb ist es auch so schade, dass viele deutsche Onlinemedien dieses Basiswerkzeug des Internets ausschließlich nutzen, um auf ihre eigene Seite zu verlinken. Und dann nicht mal auf hilfreiche eigene Artikel, sondern auf völlig sinnlose Seiten. Dann ist beispielsweise von einem „Beschluss der CDU“ die Rede, der Begriff CDU ist verlinkt und führt auf eine Seite, auf der alle Artikel dieses Mediums über die CDU gesammelt sind. Oder es wird eine Studie erwähnt und der Link hinter dem Begriff Studie führt aber nicht dorthin, sondern zu einer Seite, auf der der Begriff „Studie“ erklärt wird, wie in einem Wörterbuch.

Okay, das ist vielleicht gaga, aber findet ihr das wirklich schlimm?

Es gibt bestimmt eine Menge Sachen, die schlimmer sind. Aber letztlich sind solche Dinge ein Beweis, dass es einem Medium nicht darum geht, sein Publikum bestmöglich zu informieren, sondern nur darum, es möglichst lange auf der eigenen Seite zu halten. Dieser Spiegel-Artikel hier zum Beispiel: „Der gierige Präsident“ erzählt im Grunde nur eine aufwändige Recherche der Washington Post nach, angereichert um eine weitere Nacherzählung eines Atlantic-Artikels. Trotzdem schafft es die Redaktion nicht, auf die beiden Artikel zu verlinken, knallt dafür aber neun Links hinein, die völlig sinnlos auf „Themenseite Deutsche Bank“ oder „Themenseite New York City“ innerhalb von Spiegel Online verlinken. Das ist leserunfreundlich bis leserfeindlich und dient einzig und allein der Suchmaschinenoptimierung. Ab und zu fällt sogar nochmal ein zusätzlicher Klick ab, weil ein Leser wirklich denkt, dass sich hinter einem der Links eine hilfreiche Zusatzinformation oder Quelle befinden würde.

Haha, wie man sich über sowas aufregen kannst! Aber kommen wir zum Geschäftlichen: Was kostet denn jetzt eurer Superduperjournalismus mit richtigen, waschechten Links?

Die ersten 30 Tage gar nichts. Du kannst kostenlos und unverbindlich alles testen, lesen, anschauen, anhören, mitdiskutieren und so weiter.

Und danach?

Hast du drei Möglichkeiten:

  • Die einfache Mitgliedschaft kostet 6 Euro pro Monat (wenn du jährlich bezahlst, also 72 Euro pro Jahr vorab) oder 9 Euro pro Monat (wenn du monatlich bezahlst).
  • Die Fördermitgliedschaft kostet 9 Euro pro Monat (bei jährlicher Bezahlung) oder 13 Euro pro Monat (bei monatlicher Zahlung). Darin ist eine zweite kostenlose Mitgliedschaft enthalten, die du verschenken kannst, an wen immer du magst. Außerdem bekommen Fördermitglieder jährlich die gedruckte Krautreporter-Zeitung mit einigen der besten KR-Artikel des Jahres, handgedruckt auf einer fast 100 Jahre alten Druckmaschine.
  • Wenn du Krautreporter mit deiner ganzen Familie, WG oder Firma nutzen möchtest, gibt es ein Paket von fünf Mitgliedschaften für 15 Euro pro Monat (bei jährlicher Bezahlung) oder 20 Euro pro Monat (bei monatlicher Abbuchung). Auch hier ist die gedruckte Krautreporter-Zeitung enthalten.

Okay, mit einer Mitgliedschaft kann ich also jeden Tag einen neuen, fundiert recherchierten Artikel von Krautreporter lesen. Was noch?

Dir steht natürlich auch das komplette Archiv kosten- und werbefrei zur Verfügung. Du kannst Artikel kommentieren und mit anderen aus der KR-Community darüber diskutieren. Falls du nicht so gerne am Computerbildschirm oder auf dem Smartphone liest, kannst du dir die Texte (einzeln oder gesammelt) auch als E-Book auf deinen E-Reader herunterladen. Einzelne Artikel kannst du dir auch als Audiodatei beziehungsweise Podcast anhören. Und du kannst Artikel, die du für besonders interessant oder lesenswert hältst, mit deinen Freund:innen teilen, auch wenn die keine KR-Mitgliedschaft haben.

Wie das?

Du kannst die Artikel freischalten, so dass sie auch ohne Bezahlschranke komplett lesbar sind. Diesen speziellen Link kannst du dann per E-Mail oder Messenger verschicken, per Twitter oder Facebook teilen, wie du möchtest.

Warum muss ich meine KR-Mitgliedschaft über einen Dienst namens Steady abschließen? Wer oder was ist das und warum kann ich nicht einfach bei euch bezahlen?

Lass mich vielleicht ein bisschen ausholen: Eine der vielen überraschenden Erkenntnisse in der Frühphase von Krautreporter war, wie viel Aufwand die geschäftliche Abwicklung macht. Statt für den geplanten Superduperjournalismus ging am Anfang viel Zeit dafür drauf, Zahlungen sowohl per Paypal als auch per Überweisung als auch per Kreditkarte möglich zu machen. Oder nachzuforschen, warum jemand keine Quittung erhalten hatte. Oder herauszufinden, wie man die Mehrwertsteuer für Abonnent:innen mit Wohnsitz in Österreich oder Peru handhabt. Oder, oder, oder. Kein Wunder, dass es in Verlagen ganze Abteilungen gibt, die sich mit nichts anderem als mit Buchhaltung beschäftigen. Aber was tun, wenn man keine riesige Personaldecke hat, wie es manchmal so kuschelig genannt wird?

Hm, keine Ahnung. Ich dachte, ich bin hier die Person, die Fragen stellt?

Stimmt. Den KR-Gründern Sebastian Esser und Philipp Schwörbel kam damals jedenfalls der Gedanke, dass es toll wäre, wenn es eine Firma gäbe, die kleinen unabhängigen Medien genau diese Buchhaltungsbürokratie und Abrechnungslogistik gegen Gebühr abnimmt. 2017 gründeten sie deshalb die Steady Media GmbH, die genau diese Art von Dienstleistung anbietet. Unabhängige Medien wie Bildblog, Perlentaucher, Missy Magazin, Titanic, der Postillon oder Übermedien nutzen Steady inzwischen, um bezahlte Mitgliedschaften anzubieten. Das Ganze funktioniert auch für E-Mail-Newsletter (wie das Social Media Watchblog), Podcasts (wie The Pod) oder Instagram-Accounts (wie Groschenphilosophin). Steady übernimmt dafür den ganzen Abrechnungskram sowie die ganze technische Seite (Login für Mitglieder, Passwortverwaltung, Kündigungsmodalitäten, Umstellung von monatliche auf jährliche Abrechnung oder umgekehrt und so weiter).

Und weil dieselben Typen dahinterstecken, musste Krautreporter auch automatisch Kunde von Steady werden?

Das war kein automatischer Vorgang oder Hinterzimmerdeal, sondern wurde – inklusive verschiedener Alternativlösungen – in der Genossenschaft diskutiert und von dieser per Abstimmung entschieden. Das Krautreporter-Magazin ist ein gleichberechtigter Kunde von Steady. Und die Macher:innen von Krautreporter können sich statt auf die Buchhaltung und die peruanische Mehrwertsteuer auf den Journalismus, die Recherche und den inhaltlichen Austausch mit der Community konzentrieren. Was wiederum den Mitgliedern zugute kommt.

Okay, das leuchtet mir ein. Meine Fragen bin ich jetzt losgeworden. Was soll jemand machen, die oder der noch andere Fragen hat?

Am besten eine Mail schreiben an kontakt@krautreporter.de. Ich weiß, das sieht aus wie eine dieser Mailadressen, bei denen nie jemand antwortet. Aber es wird sich jemand melden – vermutlich die fabelhafte Carolin Mkama, die bei uns für den Mitgliedersupport zuständig ist.


Autor: Christoph Koch, Redaktion: Theresa Bäuerlein, Schlussredaktion: Susan Mücke, Bildredaktion: Martin Gommel

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