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Arbeiten während Corona, Folge 11

Wie arbeite ich am besten im Homeoffice?

von Belinda Grasnick, Benjamin Hindrichs und Susan Mücke
etwa 14 Min. Lesedauer

So schnell kann es gehen. Vor zehn Tagen haben wir bei Krautreporter die Mitteilung bekommen, dass es in unserem Umfeld einen bestätigten Corona-Fall gab. Die Geschäftsführung hat erst einmal zwei Wochen Homeoffice angeordnet, wahrscheinlich wird es eher eine längere Zeit. Und nun sitzen wir Reporter:innen alle allein zuhause und arbeiten an unseren Texten. Immerhin: Wir haben schon ein bisschen Erfahrung damit, allein zuhause zu arbeiten. Andere Menschen werden von der neuen Homeoffice-Regelung ihrer Arbeitgeber:innen kalt erwischt.

Denn mit zunehmender Corona-Isolation sind immer mehr Angestellte davon betroffen. KR-Leser Jonas berichtet, dass wegen Corona alle Kolleg:innen die Pflicht hätten, ihren Laptop mitzunehmen, falls spontan das Gebäude gesperrt werden sollte. Andere Unternehmen bereiten sich anders vor: KR-Leserin Eva, festangestellte Produkt-Designerin, schreibt, dass in ihrer Firma für alle etwa 50 Mitarbeitenden die Möglichkeit geschaffen wurde, von zuhause zu arbeiten. Bisher sei das „undenkbar und nur in Ausnahmen möglich“ gewesen. IT-Abteilungen sind mit Hochdruck beschäftigt, in papierlastigen Büros die notwendigen Programme für zuhause zu installieren – während andere Betriebe vorausschauend Mitarbeiter:innen definiert haben, die im Falle einer Schließung die wichtigsten Funktionen über das Homeoffice aufrecht erhalten.

Die neue Situation gibt einigen die Möglichkeit, endlich mal auszuprobieren, wie es ist, zuhause zu arbeiten. Heimarbeit, das klingt erstmal nach Kaffeezeremonie am Morgen und mit dem Laptop vom Bett aus arbeiten. Vielleicht macht man das auch hin und wieder. Aber um wirklich auf Dauer dranzubleiben, seine Kräfte einzuteilen, den Kontakt mit den Kolleg:innen nicht zu verlieren und vor allem auch etwas zu schaffen, gibt es einiges, das man beherzigen sollte. Die KR-Community teilt in dieser „Gebrauchsanweisung für dein Leben“ ihre wichtigsten Erfahrungen und hilft mit Tipps und Ratschlägen. Eine Fachanwältin für Arbeitsrecht erklärt, worauf es rechtlich ankommt.

Die Kolleg:innen sind (jetzt) das Wichtigste

Entscheidend ist auch im Homeoffice der menschliche Kontakt, deshalb fangen wir damit an. Weil man nicht einfach mal schnell gemeinsam einen Kaffee trinken kann, um über den aktuellen Stand der Dinge zu diskutieren, ist Online-Kommunikation der Schlüssel zum gelungenen Arbeiten von zuhause aus. „Regelmäßige Telefonate mit Kolleg:innen helfen und ersparen die eine oder andere E-Mail“, ist dabei die Devise von Mathias. KR-Leser Chris formuliert es so: „Wichtig: Bei Unklarheiten immer telefonieren (besser Videochat).“ Für ihn als IT-Security-Spezialist ist es besonders wichtig, im Notfall bei ausgefallener IT von überall aus agieren können: „Dafür gibt es einen Pandemie-Plan, der regelmäßig auch praktisch getestet wird.”

Allerdings muss es auch klare Grenzen für die Kommunikation geben, damit die Arbeit nicht darunter leidet. „Menschen arbeiten am Telefon einfach nicht so gut zusammen wie sie es im direkten Gespräch tun können“, findet KR-Leser Mort. Er befürchtet, dass Effizienz und Koordination leiden würden, wenn alle in seiner Firma von zuhause aus arbeiteten. Deshalb ist auch wichtig: Respektiere die Zeit der anderen. Wenn du vorab den Grund für ein Gespräch nennst, Ziel und Kontext mitteilst, kann das den Kolleg:innen helfen und die Unterhaltung verkürzen.

Bei Krautreporter haben wir jetzt ein morgendliches Standup eingeführt. Das sieht dann so aus:

https://twitter.com/gri_mm/status/1237652183027458048

Jeden Morgen machen wir eine halbstündige Videokonferenz, bei der alle Kolleg:innen kurz erzählen, woran sie gerade arbeiten und was der Tag bringen wird. So wissen alle Bescheid, was gerade gemacht wird, und wir können uns verständigen, welche einzelnen Gespräche wir vielleicht noch führen müssen.

Wie man sich richtig in Videocalls verhält, hat unser Kollege Gabriel Yoran auf Twitter beschrieben:

https://twitter.com/GabrielBerlin/status/1237327712785743872

Er rät: Ein Headset benutzen, damit die Gesprächspartner:innen sich nicht selbst hören müssen. Den Laptop auf einen Schreibtisch stellen, damit er ruhig steht. Die Upload-Geschwindigkeit prüfen und bei schlechter Verbindung das Video ausschalten. Das Mikro ausschalten, wenn man nicht spricht, damit die anderen nicht von Umgebungsgeräuschen gestört werden.

Welche Tools kann man für die Kommunikation benutzen? Bei Krautreporter verwenden wir das Chatprogramm Slack – und Zoom für Videokonferenzen. Unseren Arbeitsstand kommunizieren wir über Trello.

Für gemeinsames Arbeiten an einem Dokument nutzt KR-Leserin Kirsten die GSuite von Google, Miro und Dropbox Paper.

KR-Leser Stephan empfiehlt Screenleap für das Teilen des Bildschirms oder Webinare.

Der Arbeitsplatz ist das A und O

Homeoffice – das suggeriert ja, zuhause gäbe es bereits einen Arbeitsplatz, der nur darauf wartet, genutzt zu werden. Doch das ist bei vielen Angestellten gar nicht der Fall. Denn wer kann es sich angesichts hoher Mieten schon leisten, extra ein Heimbüro einzurichten für Fälle wie das Coronavirus? Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern, die in drei Zimmern wohnt, ist froh, wenn sie überhaupt all ihren Krempel unterbekommt. Ähnlich geht es sicher Singles in einer Ein-Zimmer-Wohnung.

Wer von heute auf morgen für unbestimmte Zeit ins Homeoffice oder noch schlimmer in Quarantäne geschickt wird, steht vor der Herausforderung, sich zuhause zunächst einen Platz einzurichten, an dem man längerfristig möglichst ungestört arbeiten kann.

Glücklich ist in dieser Situation, wer ein häusliches Arbeitszimmer hat oder wie KR-Leser Jörg das Gästezimmer zum Arbeiten nutzen kann. Andere suchen einige Zeit, wandern mit dem Laptop vom Schreibtisch im Kinderzimmer zum Esstisch im Wohnzimmer und werden wohl niemals die optimale Lösung finden. (Mit der Folge, dass nach zwei Tagen im Homeoffice der Rücken wehtut, weil weder Kinderhochstuhl noch Esstischstuhl für ganztägiges Sitzen ausgelegt sind. So geht es uns zumindest im Moment.)

Dennoch ist der Tipp, nicht in der Umgebung zu arbeiten, in der man schläft, sehr wertvoll. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man den Schlafraum verlassen und in einen Arbeitsraum gehen.

Umgekehrt gilt für KR-Leserin Angela aber auch: Kein Laptop im Wohnzimmer. Wenn ihre Arbeit abgeschlossen ist, nimmt sie ihn auch nicht mit in die Räume, die für die Freizeit vorgesehen sind.

Wer in einer Ein-Zimmer-Wohnung lebt, richtet sich vielleicht in der Küche oder in einer Ecke des Schlafzimmers einen Arbeitsplatz ein. So wie KR-Leser Sven, der sich einen kleinen Büro-Bereich hinter einer Trennwand geschaffen hat, also einen Schreibtisch mit Stuhl, mit Kabelnetzwerk und einem externen Monitor, an den er sein Notebook anschließen kann. Sein wichtigster Tipp: Auf jeden Fall das Bett verlassen. „Man braucht nicht unbedingt einen eigenen Raum, aber eine Ecke, die einen bequemen Arbeitsplatz bietet, womöglich sogar mehrere, damit man sich bewegen kann.“

Ziehe dich ordentlich an

Kleider machen Leute, das wissen wir alle. Der Schlafanzug ist zwar bequem, aber keine gute Arbeitskleidung. Wer wie wir bei Krautreporter ohnehin immer in Alltagskleidung arbeitet, kann sich einfach daran orientieren. Der Business-Look muss in den meisten Fällen im Homeoffice wohl nicht sein – es sei denn, man hat ein Videogespräch, bei dem solche Kleidung angemessen wäre. Genauso wie ein möglichst vom Schlafraum getrennter Arbeitsplatz machen ein frisches T-Shirt, ein wohliger Pullover und eine gut sitzende Hose auch schon einen großen Unterschied, um Freizeit und Arbeit zu unterscheiden.

https://twitter.com/angoldna/status/1237475849982693383

Wer wie KR-Leserin Angela seit seit fünf Jahren von zuhause aus über das Internet unterrichtet, weiß, worauf es ankommt. Sie kleidet sich so, wie sie es auch normalerweise tun würde: „Schlafanzug ist ein No-Go“. Bildschirmtauglich muss es sein. Hausschuhe gehen aber natürlich.

Auch Christiane, die als Beraterin arbeitet, sagt: „Make up und Haltung sollten wie üblich sein, damit Videoanrufe nicht unangenehm werden.“ „Und auch der Hintergrund des Zimmers sollte vorzeigbar sein“, meint Frank, der wegen Corona in seinem Umfeld nun zuhause arbeitet.

Schaffe dir eine ruhige Atmosphäre

Wer zuhause arbeiten möchte, muss auch dafür sorgen, nicht abgelenkt zu werden. Da gibt es zum einen die äußeren Faktoren: Der Arbeitsplatz sollte möglichst ruhig sein und es sollte möglichst wenig Störungen geben. Das ist insbesondere in Haushalten mit mehreren Personen schwierig, die alle zuhause bleiben müssen – also bei Familien und in Wohngemeinschaften. Dazu hat KR-Leserin Ilka den Rat: „Schaffe dir Codes mit den Mitbewohnern.“ Ihre Familie weiß, dass sie arbeitet, wenn die Tür zu ihrem Arbeitszimmer geschlossen ist. Ist die Tür geöffnet, darf sie gestört werden. Auch KR-Leserin Friederike schreibt, dass die Familienmitglieder Klarheit darüber brauchen, dass es Zeiten gibt, in denen man zwar da ist – aber gleichzeitig nicht für sie verfügbar. Hier muss man sehr konsequent sein und klare Aussagen machen.

Unser Kollege Bent Freiwald hatte für seine 7er-WG vor ein paar Tagen auch eine Lösung gefunden, um nicht gestört zu werden: einen Zettel an der Tür. KR-Leser Magnus rät: „Tür zu, notfalls abschließen und Kopfhörer mit Noise Cancelling und einer Dauerschleife aus Waldesrauschen, Meeresrauschen, Regen und anderen Naturgeräuschen. Macht Konzentration super einfach.“

Und dann sind da natürlich auch noch die inneren Ablenkungen. Eigentlich könnte man ja auch noch den Abwasch machen, gesaugt hat auch schon länger keine:r mehr und die Wäsche müffelt vor sich hin. Feste Zeiten und To-Do-Listen helfen dabei, die Arbeit zu schaffen und sich nicht mit Haushaltsaufgaben zu verzetteln.

Mit der Frage, wie man anstehende Aufgaben nicht aufschiebt, hat sich eine vorherige Folge der „Gebrauchsanweisung für dein Leben“ beschäftigt:

Strukturiere deinen Tag so, als wärst du im Büro

Wo wir gerade bei den Auszeiten sind: Struktur im Arbeitsalltag ist auch im Homeoffice nötig. Fang zur gleichen Zeit an, wie du es auch im Büro tun würdest. Nimm dir deinen Kaffee, Tee und Wasser gleich mit zum Arbeitsplatz, dann musst du nicht so häufig in die Küche gehen. Mache zwei bis drei Pausen am Tag.

KR-Leser Dirk fängt zum Beispiel um 9 Uhr mit der Arbeit an und macht regelmäßig Pausen, in denen er dann abwäscht, aufräumt oder staubsaugt. Er hat dafür extra einen kleinen Pausenwecker.

Auch beliebt ist die Pomodoro-Methode. Dabei teilt man sich seine Aufgaben in 25-Minuten-Segmente ein, stellt einen Kurzzeitwecker und macht nach Ablauf der Zeit fünf Minuten Pause. Nach vier Segmenten (sogenannten Pomodori) ist eine 20-minütige Pause vorgesehen. Das soll dabei helfen, sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren, aber auch ganz gezielt Pausen zu machen.

KR-Leserin Lisa schreibt, dass sie normalerweise mittags in einem Bistro essen geht oder morgens einen Kaffee außerhalb genießt, um man mal an die frische Luft zu kommen und ein paar Worte mit Menschen zu wechseln. „Das hilft gegen die Einsamkeit und dabei, den Tag zu strukturieren.“ Unter den gegebenen Umständen ist das leider eher weniger umzusetzen. Unsere Krautreporter-Kolleg:innen teilen alternativ Fotos ihres Mittagessens über den Messengerdienst Slack oder treffen sich zum Kaffeeklatsch im Internet bei Zoom.

Richtig gut ist aber auch in der jetzigen Situation der Tipp von Vicky: Sie geht morgens trotzdem „zur Arbeit“, indem sie vor Arbeitsbeginn einen kleinen Spaziergang durch die Natur macht. Damit kompensiert sie die fehlende Bewegung, die verloren geht, wenn man nur von der Küche zum Schreibtisch geht. Spaziergänge sind laut Empfehlung von Expert:innen auch in Zeiten von sozialer Distanz erlaubt – und tatsächlich gesund, um das viele Herumsitzen auszugleichen.

Wer es schafft, könnte also vor der Arbeit noch eine kleine Runde in der Umgebung drehen oder gemeinsam mit seinen Kindern bei einer Sportstunde via Youtube mitmachen, wie sie der Basketballverein Alba Berlin etwa neuerdings täglich anbietet. Ansonsten macht sich so ein Spaziergang oder eine Gymnastikeinheit auch gut in der Mittagspause oder nach Feierabend. Dann kann man den schmerzenden Rücken ein bisschen ausstrecken und mal ein bisschen weiter gucken als die zwei Meter bis zur nächsten Zimmerwand.

Beachte diese rechtlichen Seiten

Neben den lebensweltlichen Fragen stellt das Homeoffice viele KR-Mitglieder aktuell aber auch vor rechtliche Probleme. Wir haben die wichtigsten mit Sonja Knarr, einer Fachanwältin für Arbeitsrecht, besprochen. Seit der Coronakrise besuchen immer mehr Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen ihre Kanzlei, um sich beraten zu lassen.

Knarr zufolge ist zunächst wichtig zu wissen: Der Arbeitgeber kann die Arbeit im Homeoffice nicht einfach anordnen, wenn vorher keine Vereinbarung dazu getroffen wurde. Sprich: Wenn im Arbeitsvertrag nicht geregelt ist, dass Aufgaben potentiell von zuhause erledigt werden können, dürfen Arbeitgeber:innen ihre Beschäftigten nicht einfach anweisen, von dort zu arbeiten. Arbeitnehmer:innen können das im Gegenzug aber auch nicht einfordern.

„Wenn man keine Infrastruktur hat, kann der Arbeitgeber auch nicht einfach verlangen, dass man im Homeoffice arbeitet“, sagt die Berliner Anwältin. Sie betont aber auch, dass aktuell in vielen Betrieben von beiden Seiten Interesse an einer Beschäftigung im Homeoffice bestehe. Arbeitnehmer:innen wollen sich nicht dem Risiko einer Infektion aussetzen und Arbeitgeber:innen haben eine Fürsorgepflicht für ihre Angestellten. Und die könne aktuell dazu führen, dass ohne Homeoffice gar keine Beschäftigung mehr möglich sei. Das würde beide Seiten hart treffen.

Knarr zufolge gilt aber grundsätzlich: Geht die Initiative zur Arbeit im Homeoffice vom Arbeitgeber aus, muss er die notwendigen Betriebsmittel zur Verfügung stellen.

Bin ich im Homeoffice versichert?

Für alle, die jetzt im Homeoffice arbeiten, greift grundsätzlich der Berufsunfallschutz – bei einem Unfall im Zusammenhang mit der Beschäftigung, also während der Arbeit und am Arbeitsplatz. Der Weg in die Küche zählt laut Knarr nicht dazu: Wegeunfälle im Homeoffice als Arbeitsunfall abzuwickeln, sei eher schwierig.

Wer kommt für mein Fahrkartenabo auf?

Wer wie KR-Mitglied Valentin eine Abokarte zum regelmäßigen Pendeln besitzt, bleibt auf schon angefallenen Kosten in der Regel nicht sitzen. Übernimmt der Arbeitgeber die Zahlung auch im Normalfall, müssen sich Angestellte jetzt keine Sorgen machen.

Wer bezahlt die Betreuung meiner Kinder, während ich arbeite?

Nach der Schließung der Schulen und Kitas stehen viele Eltern, wie KR-Leserin Jasmin, die am Theater arbeitet, vor dieser Frage. Die ernüchternde Antwort: Für Betreuungskosten müssen die Eltern in der Regel selbst aufkommen. Denn: Arbeitnehmer:innen dürfen in unvorhergesehenen Fällen zwar einige Tage bei der Arbeit fehlen und bekommen weiterhin ihr Gehalt. Wer aber keine Betreuungsmöglichkeit für seine Kinder findet und länger ausfällt, wird dafür freigestellt. Das Risiko liegt also bei den Eltern.

Wer zahlt bei Arbeitsausfall?

Grundsätzlich gilt für Arbeitnehmer:innen: Wenn das Gesundheitsamt Infizierte, Verdachtsfälle oder auch Kontaktpersonen von Virenträger:innen per Anordnung anweist, zuhause zu bleiben, bekommen sie ihr Gehalt weiter – vom Arbeitgeber. Der Staat muss dem Arbeitgeber dann eine Entschädigung zahlen. Ordnen die Behörden eine Quarantäne an, die länger als sechs Wochen dauert, bekommen Arbeitnehmer:innen Krankengeld.

Das gilt auch für Selbstständige: Lohnausfall, der durch behördlich angeordnete Quarantäne entsteht, wird erstattet. Komplizierter ist die Lage bei stornierten oder ausgefallenen Aufträgen. Hier zählen die Details des abgeschlossenen Vertrages. Wenn diese einen solchen Fall nicht abdecken, trägt laut Knarr „jeder selbst das Risiko, dass er seine Pflicht nicht erfüllen kann: Wenn ein Veranstalter mich bucht und dann absagt, ohne dass es eine Vereinbarung gibt, muss er zahlen.“

In bayern gibt es dafür bereits einen Lösungsansatz: Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft hat eine Corona-Soforthilfe für Betriebe und Selbstständige eingerichtet, deren Existenz durch die derzeitigen maßnahmen bedroht ist. Die Unterstützung ist nach Größe des Betriebs gestaffelt: Als Kleinunternehmer:in erhält man dort einmalig 5.000 Euro, für ein Unternehmen mit bis zu 250 Angestellten 30.000 Euro.

„Die große rechtliche und umstrittene Frage ist aber, ob über das Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung für Veranstaltungen gezahlt werden muss, die aufgrund einer behördlichen Anordnung ausfallen müssen“, so Knarr. Sie erwartet, dass diese Frage in den kommenden Monaten für viel Streit sorgen wird.


Herzlichen Dank an alle KR-Leser:innen, die sich beteiligt haben: Sebastian, Simon, Hans, Markus, M.W., Lily, Andreas, Mort, Stefan, Ute, Kirsten, Conny, Dirk, Vicky, Petra, Mia, Lisa, Ilka, Michael, Angela, Harry, Petra, Marion, Nina, Anna, Yona, Jonas, Fanny, Andrea, Sophia, Rike, Daniel, Valentin, Lars, Rika, Anne, Sabine, Ilka, Cynthia, Lars, Mariana, Maren, Achim, Verena, Phil, Paula, Thomas, Elisabeth, Eva, Ute, Nadine, Claudia, Christoph, Suzanne, HBO, Miria, Thomas, Sven, Thomas, Susanne, Ursula, Johnny, Wolf, Anja, Patrick, Willi, Franziska, Christine, Nanu, Julia, Magnus, Sonja, Frank, Mario, Mella, Anna, Daniela, Tabea, Sanna, Beate, Cynthia, Alexander, Chris, Siegfried, Jella, Petra, Kerstin, Katharina, Katja, Fleur, Jazz, Sarah, Sebastian, Volker, Christian, Lars, Fiona, Marc, Evelyn, Gudrun, Julian, Reinhard, Nina, Anne, Samira, Anne, Anton, Mathias, Stefan, Astrid, Jasmin, Christian, Silke, Bernd, Camilla, Stefan, Julia, Christian, Jens, Juliane, Sebastian, Christin, Hans, Frauke, Peter, Antje, Jutta, Fenja, Fabian, Margret, Carolin, Matteo, Uwe, Frank, Friederike, Michaela, Torsten, Jona, Marcel, Jacqueline, Sabine, Ilona, Marion, Birgit, Nenazad, Stefan, Sonja, Uta, Johannes, Oliver, Martin, Benjamin, Connie, Florian, Céline, Christine, Wolfgang, Kerstin, Luise, Christia, Dorothea, Erik, Andrea, Sebastian Veronika, Teresa, Diana, Berenice, Achim, Jörg, Stephan, Jörg, Antonia, Michael, Jens, Dirk, Bettina, Sasa, Corinna, Jenny, Britta, Marco, Grit, Esther und Trixi. Bleibt gesund!

Redaktion: Susan Mücke, Schlussredaktion: Rico Grimm, Fotoredaktion: Martin Gommel

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