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Zuversicht

Fünf gute Nachrichten, die im Februar untergegangen sind

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Unter den vielen Nachrichten, die Tag für Tag auf uns einprasseln, verstecken sich auch Berichte über Lösungen und hoffnungsvolle Anfänge. Die Mitglieder der Krautreporter-Facebook-Gruppe „Gute Nachrichten – Lösungen hat die Welt“ sammeln diese Meldungen. Das waren die fünf beliebtesten guten Nachrichten, die im Februar 2020 geteilt wurden:

1. Periodenarmut: Warum es in Schottland bald kostenlose Menstruationsprodukte geben wird

Jetzt.de am 27.02.2020
In einer Umfrage unter schottischen Frauen gab jede fünfte an, sich nicht ausreichend Hygienemittel für die Periode leisten zu können. Jede zehnte Frau konnte sich sogar überhaupt keine Binden oder Tampons für die Periode leisten. Das schottische Parlament schafft nun Abhilfe und stellt ab sofort jedes Jahr 24 Millionen Pfund (etwa 28 Millionen Euro) bereit, damit Frauen diese an öffentlichen Orten wie Gemeindezentren, Jugendklubs oder Apotheken kostenlos erhalten.

2. Weitere juristische Erfolge gegen Hass im Netz

RND am 13.02.2020
Nach einigen Startschwierigkeiten findet die Justiz langsam aber sicher Mittel und Wege, um Verleumdern im Internet das Handwerk zu legen – nicht zuletzt dank der Grünen-Politikerin Renate Künast, die entsprechende Verfahren vorangetrieben hat und somit Rechtsprechung der oberen Instanzen erzwang. Im Ergebnis wurden zwei Hasskommentatoren zu Geldstrafen verurteilt. Als zweites Bundesland richtete zudem Bayern eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Hasskommentaren ein.

Das Vorbild aus Nordrhein-Westfalen war übrigens die Nr. 5 der „Guten Nachrichten“ im Juli 2019.

3. Krankenhaus mit Dachfarm produziert frische Bionahrung nicht nur für Patienten

Reuters am 25.07.2019
Das Boston Medical Center betreibt einen etwa 250 Quadratmeter großen Dachgarten, auf dem 25 verschiedene Nahrungsmittel angebaut und zwei Bienenvölker gehalten werden. Der Garten versorgt aber nicht nur das Krankenhaus mit frischem Gemüse und Honig, sondern senkt auch den Energieverbrauch der Klimaanlage. Darüber hinaus nutzt das Krankenhaus ihn als Lehrgarten, um Patienten beizubringen, wie man gesunde Nahrungsmittel zieht und verarbeitet. Zu guter Letzt können arme Patienten das Gemüse aus dem Garten auf Rezept erhalten, wenn sie sich sonst nicht ihrer Krankheit gemäß ernähren können.

4. Wissenschaftler und Flüchtlinge bauen in der Wüste Pflanzen an und verwenden ausrangierte Matratzen

Good News Network 14.02.2020
In einem Flüchtlingslager in der syrischen Wüste mangelt es an frischen Kräutern, während es Schaumstoffmatratzen im Überfluss gibt. Englische Hydroponik-Spezialisten haben sich daher mit Landwirten unter den Flüchtlingen zusammengetan und gemeinsam eine Möglichkeit entwickelt, das im Lager vorhandene Material zu Hydrokulturen upzucyceln. Dies verringert nicht nur den Müll, sondern gibt den Flüchtlingen auch eine sinnvolle Beschäftigung und die Möglichkeit, sich weiterzubilden.

5. Bank statt Therapie: Freundschaftsbänke in New York

Deutschlandfunk Nova am 03.02.2020
Therapeuten kennen viele Probleme, die sie behandeln sollen, nicht aus eigener Erfahrung. Dadurch wirken sie für bestimmte Gruppen, die ihre Hilfe eigentlich benötigen, wenig glaubwürdig. Das Gesundheitsamt in New York hat deshalb ein Konzept aus Simbabwe angepasst: die Freundschaftsbänke. Dort sitzen ehemalige Patienten, die eine therapeutische Grundausbildung erhalten haben, um Betroffene zu beraten.

Das Original aus Simbabwe war übrigens die Nr. 1 der „Guten Nachrichten“ im Juli 2019.


Redaktion: Susan Mücke, Fotoredaktion: Martin Gommel.

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