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Hilf der Krautreporter-Klimagruppe: Was kannst du gegen die Klimakrise tun?

von der Krautreporter-Gruppe fürs Klima
etwa 3 Min. Lesedauer

Rico Grimms Artikel zur Klimakrise, der mit der aufrüttelnden Überschrift „Ab jetzt gibt es nur noch ein Thema: die Klimakrise“ begann, war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Jedenfalls für uns. Zwar war uns schon lange bewusst, dass wir mit dem ewigen Wirtschaftswachstum, den ausufernden Flugreisen, den unfassbar großen Rinderfarmen in Südamerika und unseren immer größeren Autos ein Problem bekommen werden. Doch dieses alarmierende Pochen konnten wir irgendwo im Unterbewusstsein verstecken.

Nach der von Greta Thunberg angestoßenen Welle der Schülerproteste und Ricos Artikel konnten wir das Pochen nicht mehr ignorieren: „I want you to panic, because your house is on fire!“

Wie reagiert man auf so eine grunderschütternde Feststellung? Viele aus dem Kreis der Leser:innen reagierten mit dem Impuls zurück an die Redaktion: „Wir wollen etwas tun, das kann nicht so weitergehen.“ Die Krautreporter riefen die Willigen mit dem Online-Chat-Werkzeug Slack zu einer informellen Arbeitsgruppe zusammen, um die Energie zu kanalisieren. Inzwischen hat sich einiges getan.

25 Leute umfasst die Gruppe, die sehr schnell ein umfassendes Dokument zur gemeinsamen Arbeit aufgesetzt hat, in dem Tipps und Tricks zu klimafreundlichen Alltagshandlungen gesammelt werden. Etwa 50 Tipps gibt es bisher, manche skizziert, manche ausführlich beschrieben. Ein harter Kern hat die Strukturierung übernommen, in einem Kanban-Board zur aufgabenbasierten Zusammenarbeit koordinieren wir die Weiterentwicklung. Es gibt verschiedene Ideen zur weiteren Verwendung:

  • eine Top-10-Liste der wirksamsten Vorschläge als Kurzeinführung für Leute, die sich informieren möchten, aber nicht viel Zeit haben
  • die vollständige Liste auf einer Website, die man nach Kategorien durchstöbern kann
  • eine Web-App, die Interessierte nach ihren Lebensumständen befragt und dann fünf bis zehn besonders passende Vorschläge präsentiert
  • ein Kartenspiel, das die Tipps wie bei einem Quartett präsentiert und zum Beispiel für Infostände bei Klimademos als Gesprächsangebot verteilt werden kann
  • eine Mobile-App, die für jede:n persönliche Herausforderungen vorschlägt und die Menschen im Alltag berät, wie sie klimafreundlicher leben können.

Das können wir nicht alleine stemmen. Wir suchen deswegen Menschen, die mitarbeiten wollen:

  • Menschen, die mithelfen, die Liste zu erweitern und / oder zu kategorisieren und dafür sorgen, dass die Texte aussagekräftig und verständlich sind
  • Menschen, die ein konkretes Design für die Web-App mit der Liste gestalten können
  • Menschen, die die Vorschläge mit Fotos oder Illustrationen verdeutlichen können, sowohl für die Webversion als auch das Kartenspiel
  • Menschen, die die Vorschläge für das Kartenspiel layouten und zum Druck geben können
  • Menschen, die spenden, um die Druckkosten vorzufinanzieren und uns damit die Möglichkeit geben, solche Kartenspiele auf den Demos gegen weitere Spenden oder auch kostenlos abzugeben
  • Menschen, die auf die Klimademos von „Fridays for Future“ gehen und die Vorschläge in Gesprächen unter die Leute bringen
  • Menschen, die ganz normal im Alltag für aktives, klimafreundliches Verhalten Werbung machen und darüber informieren, dass wir tatsächlich in der Lage sind, dieses größte Problem der Menschheit zu lösen

Wer sich jetzt hier irgendwo findet oder darüber hinaus Talente und ehrenamtliche Arbeit einbringen will, melde sich bei klimagruppe@krautreporter.de

Vor zwei Tagen hat die erste Telefonkonferenz zum Thema stattgefunden – klein, aber fein. In der Dreiviertelstunde kamen breitgefächerte Ideen auf, das Problem auf vielen verschiedenen Ebenen anzugehen. Wir haben aber immer versucht, ganz pragmatisch zu überlegen, wie wir Lösungen auf den Boden des Alltags herunterbrechen können. Da wollen wir dranbleiben.

Wir brauchen endlich ein wirksames Klimaschutzgesetz, und wenn wir das von unserer Regierung nicht bekommen, müssen wir als Bürger:innen neue Wege gehen. Dieser erste Ansatz wäre eventuell ein winziges Steinchen, das wir in den See werfen können. Wir sind überzeugt, dass es da draußen noch viel mehr Steinchen gibt und Menschen, die werfen könnten, sich aber noch nicht trauen.

Hallo Steinchenwerfer:innen! 😉


Diesen Text hat Magnus Rembold geschrieben, stellvertretend für die Klimagruppe.