Das eigenartige Wesen der Raketenwissenschaft

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Als die US-Firma Orbital Sciences Ende Oktober eine Rakete ins All schicken wollte, die allerdings explodierte, wurde diese Rakete von sowjetischen Triebwerken in den Himmel gehoben. Also von Triebwerken, die nicht nur in der Sowjetunion entworfen, sondern dort auch in den 1960er Jahren gebaut wurden.

Vor sechs Jahren beschloss die Europäische Raumfahrtagentur einstimmig, ihre Ariane-5-Rakete von Grund auf zu modernisieren. Ariane ME sollte die neue Rakete heißen, die 2017 abheben sollte, aber nach derzeitigem Stand niemals starten wird. Die Europäer wollen nun lieber Teile aus drei verschiedenen Raketentypen zusammenschrauben.

Und als der Deutsche Lutz Thilo Kayser seine im Auftrag der Bundesregierung entwickelte Rakete 1977 im damaligen Zaire testete, argwöhnte nicht nur die SED-Parteizeitung Neues Deutschland, dass dahinter ein geheimes Cruise-Missile-Programm der BRD stecke.

Ihr merkt schon: Das Geschäft mit Raketen ist kein alltägliches. Und deswegen ist es sehr interessant. Zusammen mit der Krautreporter-Gemeinschaft würde ich es gern aufdröseln, würde gerne die Eigenheiten, Strukturen und Akteure finden und beschreiben, nicht zum Selbstzweck, sondern weil am 2. Dezember der ESA-Ministerrat über die neuen europäischen Raketen entscheidet – und weil ich Lutz Thilo Kayser gewinnen konnte, sich unseren Fragen zu stellen.

Der 75-Jährige hat ein Leben, das ihr aufregend nennen könnt, wenn Ihr zu Untertreibungen neigt. Da ich nicht vorgreifen will, nur ein paar Stichworte. 1939 in Stuttgart geboren, an der Universität Stuttgart den ersten Prüfstand für Flüssigraketen in der BRD eingerichtet, Zaires Diktator Mobuto überzeugt, ihm eine Testfläche von der Größe der DDR zur Verfügung zu stellen, Zusammenarbeit mit Wernher von Braun, heute wohnhaft auf den Marshall Inseln und Berater der US-Firma Interorbital Systems. Seine Raketentechnik nennt er einen „Game Changer“, eine Technik, die das Geschäft revolutionieren kann.

Lutz Thilo Kayser entwickelte vor 40 Jahren Raketen, die auch heute noch die ganze Industrie umkrempeln sollen.

Foto: privat

Lasst uns experimentieren!

Als ich ihn um eine Skype-Interview bat, antwortete er mir:

„Ich bin diplomierter Raketeningenieur und meine Erklärungen sind daher immer etwas technisch und vielleicht besser schriftlich als über Skype.”

Seiner Bitte folge ich gerne, weil es uns ein kleines Experiment ermöglicht, eine andere Form der Krautrecherche. Wer die „Ask-Me-Anything“-Sektion der Homepage Reddit kennt, weiß ungefähr, wie ich mir das Interview mit Kayser vorstelle. Ich würde gerne zusammen mit euch

  • Recherche-Material zusammentragen. Egal, ob es solche interessanten Hintergrund-Stücke über die Firma Space X sind, spezialisierte Foren-Threads wie dieser zur ESA-Ministerratstagung, Archivrecherchen zur Lutz Thilo Kaysers Firma oder ganz simple Erklärungen zur Raketentechnik
  • dieses Material auswerten, um daraus Anekdoten, Einsichten, Merkwürdigkeiten der Raketenwissenschaft und des Raketengeschäfts zu gewinnen
  • Fragen an Lutz Thilo Kayser entwickeln
  • Für Krautreporter-Mitglieder habe ich eine Facebook-Gruppe eingerichtet, die uns zum Austausch dienen soll. Darin veröffentliche ich die bisherigen E-Mails, die Kayser und ich uns geschrieben haben. Außerdem beschreibe ich, wie ich mir das weitere Vorgehen vorstelle. Den Link dazu findet Ihr in den Anmerkungen rechts und im ersten Kommentar unten. Herzlich willkommen!

Bitte tretet dieser Facebook-Gruppe bei. Ich schalte euch so schnell wie möglich frei. Und in diesem Google-Doc feilen wir konkret an den Fragen. Ich freue mich, wenn ihr mitmacht.

Aus dieser Facebook-Gruppe werde ich einzelne Fotos, Videos, Hinweise übernehmen und in diesem Beitrag veröffentlichen und so für alle zugänglich machen. Außerdem werde ich eine Woche lang jeden Tag Lutz Thilo Kayser eine E-Mail mit unseren Fragen schicken. Er hat versprochen, sofort zu antworten. Die Antworten werde ich täglich hier posten. Das Interview soll bis zum 3. Dezember gehen, damit wir Zeit haben, die ESA-Entscheidung einzuordnen.

Aber alle Interessenten können sich in einen E-Mail-Verteiler eintragen. Dort werde ich über neue Updates informieren und die wichtigsten Entwicklungen zusammentragen.

Der E-Mail-Verteiler: Raketen-AG.


NASA/Flickr

Die ersten Fragen an Lutz Thilo Kayser

Nun genug der Vorrede. Ich hatte Lutz Thilo Kayser schon ein paar Fragen geschickt, die ich nummeriere, um spätere Referenzen zu vereinfachen:

24.11. 2014 – 7 Tage bis zur Entscheidung des ESA-Ministerrats

1. Diese E-Mail erreicht Sie auf den Marshall-Inseln. Ich bin ehrlich: Ich musste erst nachschauen, wo genau diese Inseln liegen. Auf halbem Wege zwischen Papua-Neuguinea und Hawaii. Was könnte einen Raketenbauer wie Sie denn dorthin verschlagen?

Es gibt hier über 1.400 Inseln auf Atollen von Majuro bis Bikini. Zum grossen Teil unbewohnt und bestens geeignet fuer einen privatwirtschaftlichen Weltraumbahnhof mit niedrigsten Kosten. Der Suedpazific ist so schoen, Klima und Wasser so gesund, dass ich gleich hiergeblieben bin und meine Insel zu meinem eigenen „Jungbrunnen” gemacht habe.

2. Sie wissen, dass der Volksmund gerne sagt „Das ist keine Raketenwissenschaft“, um etwas zu bezeichnen, das einfach zu verstehen ist. Heißt das im Umkehrschluss, dass die Raketenwissenschaft besonders kompliziert ist?

Da ist schon was Wahres dran. Die Raketenwissenschaft ist so kompliziert, weil jeder kleinste Fehler gleich zur Katastrophe wird. Raketen können nicht wie ein Auto einfach am Straßenrand abgestellt werden oder wie Flugzeuge irgendwo notlanden. Aber es liegt auch mit an folgender falscher Logik: Raketentechniker verkauften bisher alle ihre Konstruktionen an den Staat nach dem Prinzip der Kostenerstattung plus prozentualem Gewinn. Ein Projekt fuer 5 Milliarden Euro bringt so einen Gewinn von 500 Millionen Euro bei 10prozentigen Gewinnanteil. Würde die Rakete nur 1 Milliarde kosten, so blieben nur 100 Millionen Gewinn übrig.

Solange der Staat also keine Festkostenpreise einführt wie etwa beim Brückenbau, solange werden die Firmen ihre Ingenieure anweisen, möglichst komplizierte Ungetüme vorzuschlagen und dem Staat anzubieten. Vernünftige kostenoptimierte Raketen sind erheblich einfacher zu verstehen und können in Massenproduktion billig wie Autos gebaut werden.

3. Wann und wo haben Sie ihre erste Rakete gebaut?

Als Unterprimaner gründete ich 1956 zusammen mit Studenten die Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt an der Universität Stuttgart. Dort baute ich den ersten Flüssigkeitsraketenprüfstand nach dem Kriege und experimentierte mit Begeisterung. Die ersten 10 Jahre waren reine Triebwerksentwicklung, weil in Deutschland keine grösseren Raketen fliegen dürfen.

4. Wie kam es dazu?

Schon früh habe ich alle Bücher über Raumfahrt (Oberth, von Braun usw.) verschlungen, was mich auf die Raketenentwicklung brachte. Ich schrieb an Wernher von Braun um Rat. In einem persönlichen Schreiben meinte er: „Astronauten müssen klein und leicht und jung sein. Aber Raketentechnik kannst Du bis ins hohe Alter betreiben.” Daher studierte ich Luft- und Raumfahrttechnik und nahm nebenher Beratungs- und Entwicklungsauftraege an.

5. Auf der Homepage von Interorbital werden Sie ein „Protegé von Wernher von Braun während des Apollo-Programms“ genannt. Es gibt nur wenige Namen, die die Deutschen so stark mit der Raumfahrt verbinden. Daher muss ich einfach nach ihm fragen. Woran haben Sie mit von Braun gearbeitet?

Als Student erhielt ich eine Studienreise von der Internationalen Astronautischen Föderation nach den USA. Von Braun lud mich nach Huntsville ein und klagte mir sein Leid, weil NASA Houston beim APOLLO-Mondprogramm für den direkten Flug auf den Mond bestand. Kurz gesagt, der von Braun gewollte Zusammenbau in der Erdkreisbahn wurde abgelehnt. Damit wurde der nächste Schritt zum Mars bis heute verhindert und die SATURN-Rakten verschrottet.

Solche technischen Fehlentscheidungen haben von Braun immer fürchterlich gewurmt und die gemeinsame Diskussion darüber hat mir ungeheuer geholfen. Daraus entstand unser Konzept der Parallelstufung und Bündelung.

Noch schlimmer war seine Enttäuschung über das Space-Shuttle. Er war sicher, dass das eine schwere Fehlentscheidung war wegen der unsinnigen und teuren Mischung aus Wasserstoff- und Feststoffstufen. Dieser Fehler wurde dann von der ESA mit ARIANE 5 kritiklos kopiert und führte zu den riesigen Kosten.

Zusammen mit von Braun habe ich bei der Bundesregierung wenigstens den Abbruch der Entwicklungszusammenarbeit SHUTTLE veranlasst.

Nach seinem Weggang von der NASA habe ich beim Aufsichtsrat von Daimler-Benz erreicht, von Braun in der AR zu wählen. Aber die Misshandlung bei der NASA ging ihm so an die Nieren, dass er jung an Nierenkrebs verstarb. Er war ein großer Idealist, der an seinen Idealen zugrunde ging.

6. Wenn Sie nur 30 Sekunden Zeit hätten, mir Ihr Raketenkonzept vorzustellen und zu verkaufen, was würden Sie mir sagen?

Einfachste Triebwerke ohne Pumpen und Hydraulik. Diese gemeinsamen Raketenantriebsmodule werden zu hunderten parallel gebündelt. Die so wie LEGO-Bausteine zusammengesteckten Module werden parallel angeordnet. Die ursprüngliche von Braun-Stufung übereinander wird zu nebeneinander. Die damit mögliche Massenfertigung gleicher Module führt zu einer Kostenreduzierung auf ein Zehntel. Außerdem erlaubt es große Nutzlastdurchmesser bis zu 20 Meter, was wiederum die Kosten fuer Satelliten wesentlich verringert. Kurzum, es ist als transportiere man seine Kartoffeln nun endlich mit einem Lastwagen anstatt mit einem Ferrari-Sportwagen.

Diese disruptive Raketentechnologie wird das Hergekommene im Wettbewerb verdrängen, ebenso wie der PC die elektrische Schreibmaschine. In den USA wird so etwas auch als „game changer” bezeichnet.


25. November 2014 – 21.07 Uhr

Er ist ungeduldig... ;)

27. November 2014 – 14:56 Uhr

Kaysers Antworten zur Raketentechnik

In der Raketen-AG erarbeiten wir Fragen (Link in den Anmerkungen). Ein Schwerpunkt ist die Technik, die Kayser einsetzt. Er hat geantwortet.

Im der Facebook-Gruppe koordinieren wir uns. Und in diesem Google-Doc feilen wir konkret an den Fragen. Ich freue mich, wenn du mitmachst.

7. Die Stufentechnologie ermöglicht es, unterschiedliche Antriebsarten zu verwenden, die in der jeweiligen Umgebung am effizientesten arbeiten. Zudem kann man im Laufe des Fluges Masse los werden. Wie wiegt Ihre Technologie diese Vorteile auf?

Eine Frage von Ole Bahlmann

Die Raketengrundgleichung von Ziolkovsky verlangt, die Stufentechnologie um die Orbitalgeschwindigkeit von 8 km/sec zu erreichen. Z.B. 1.Stufe 200 to, 2.Stufe 32 to. Das wird bisher mit großen Triebwerken in der 1. Stufe und kleinen in der 2.Stufe und oft auch noch mit verschiedenen Treibstoffen unnötigerweise kompliziert. In der Kayser-Stufung werden stattdessen 100 Antriebsmodule mit je 2 to in der 1.Stufe und in der 2.Stufe 16 Module mit je 2 to parallel gebündelt. Diese Technologie erlaubt Massenfertigung, höhere Zuverlässigkeit, billigere Montage am Startplatz und größeren Nutzlastdurchmesser. Alles Vorteile gegenueber der bisherigen Baumethode.

8. Fliegen Ihre Raketen höher, schneller, weiter – oder sind diese einfach nur billiger?

Weder höher noch schneller noch weiter: nur billiger. Bisher verschlang man Kaviar und Sekt auf Staatskosten, obwohl man doch auch mit Bratwurst und Bier satt wird.

9. Wo sind die Schwachstellen Ihrer Entwicklung?

Das hat Simon Mueller gefragt

Von 1960 bis 1975 schien das Raketentriebwerk eine schier unüberwindliche Schwachstelle. Die billigste Treibstoffkombination Salpetersäure und Dieselöl benötigte über zehntausend Brennversuche, um endlich eine stabile Verbrennung bei 99 Prozent Wirkungsgrad zu erreichen. Die Fachwelt hat bis heute nicht verstanden wie wir das damals erreicht haben. Die 2. Schwachstelle war die Flugerpobung, die ja in Deutschland nicht möglich ist. Zentralafrika und die Sahara waren zwar technisch ideal, führten aber zu politischen Meinungsverschiedenheiten. Mit abgeschlossenen Flugtests ist dieses Problem auch gelöst. Es gibt nun keine weiteren Schwachstellen mehr.

10. Wenn ich mehrere Raketen bündele, müsste deren Fläche doch größer sein. Wie gehen Sie mit dem höheren Luftwiderstand um?

Frage von Ole Bahlmann

Der Luftwiderstand steigt mit dem Quadrat des Durchmessers (Querschnittsfläche). Schub und Masse der Rakete steigen mit dem Kubus des Durchmessers (Volumen). Je schwerer eine Rakete ist, desto kleiner wird also der anteilige Verlust durch Luftwiderstand. Eine kleine Höhenrakete mit 1.000 kg Masse hat einen Verlust von etwa 10 Prozent, aber eine große Satellitenträgerrakete mit 200 to hat nur einen Verlust von weniger als 1 Prozent. Es ist also unerheblich.

11. Wie viele Tests mit gebündelten Raketen haben Sie gemacht?

10 statische Prüfstandtests bei der DLR Lampoldshausen und 5 suborbitale Flugtests in Zaire und Libyen.

12. Hand aufs Herz: Reichen diese Tests aus, um Ihre Technik als Game Changer zu beschreiben?

Diese Tests reichen aus um diese Technik für produktionsreif zu erklären. Sie ist potentiell disruptiv. Als Game Changer wird sie sich erst erweisen, wenn sie sich am Markt für Staellitenträger eingeführt und durchgesetzt hat. Um eine Analogie zu nennen: Apples LISA war ein Flop; erst IBMs PC war der Game Changer, weil INTELs IC and Massenfertigung den niedrigen Preis ermöglichten. Trotzdem hatte Steve Jobs als erster recht.

Bei den restlichen Fragen kann ich nicht mehr genau sagen, wer sie vorgeschlagen hat. Die Schwarmintelligenz greift ... ;) Ich versuche aber immer, das zu dokumentieren.


27. November 2014 – 15.44 Uhr

Reaktion auf das obige Update:

https://twitter.com/dieterjosef/status/537977913757663232

https://twitter.com/dieterjosef/status/537984056060018690

https://twitter.com/dieterjosef/status/538005612760956929

Dieser Hinweis ist richtig spannend. Denn das steht in der Filmbeschreibung:

Günter Aschenbrenner war Fallschirmjäger in der französischen Fremdenlegion. Er kämpfte und arbeitete von 1959 bis 1979 in Afrika, auf dem Mururoa-Atoll und in Französisch-Guayana. Nach 20 Jahren Dienst geht er in Rente und arbeitet an zivilen Projekten, zum Beispiel in Zaire bei einer Firma, die Atommüll im Weltall entsorgen will und in Libyen für ein Wasserabfüllwerk an der Grenze zum Sudan.

Quelle: Moviepilot

Ich werde mal nach dem Film schauen und auch Herrn Kayser nach diesem Fallschirmjäger fragen. Und vielleicht lebt Herr Aschenbrenner ja noch.


Foto: Die Kayser-Technik auf dem Prüfstand in Lampoldshausen

Für den Ingenieur Lutz Thilo Kayser wurden seit 1972 beim DLR in Lampoldshausen die Triebwerke der OTRAG-Rakete getestet. Das Lampoldshausener Institut für Raumfahrtantriebe wies nach, dass dass die einzelnen Triebwerke auch mit halber Kraft gefahren werden konnten. Durch die Drosselung einzelner Brennkammern sollte die Rakete gesteuert werden.


28. November 2014 – 14.12 Uhr

Kayser erklärt, wo seine Technik eingesetzt wird und von wem

Zunächst beginnen wir aber noch mit zwei technischen Nachfragen, die einige Leser hatten. (Wir koordinieren uns via Google und Facebook; Links in den Anmerkungen)

Im der Facebook-Gruppe koordinieren wir uns. Und in diesem Google-Doc feilen wir konkret an den Fragen. Ich freue mich, wenn Sie mitmachen.

13. Gibt es Probleme bei der Schubsteuerung bzw. dem Ausbalancieren des Schubes über die gebündelten Triebwerke hinweg und dessen Auswirkungen auf die strukturelle Integrität? Sind die Ergebnisse Ihrer Tests überhaupt noch aktuell?

Frage von Andreas Hummler

Der Nominalschub der einzelnen Antriebsmodule ist 2000 N+- 1 Prozent. Je mehr Triebwerke gebündelt werden, desto geringer sind die Abweichungen des Schubvektors. Zur Lageregelung werden jeweils außenliegende Triebwerke schubgedrosselt, das spart die teure Schwenkung. Die strukturelle Integrität ist davon nicht betroffen. Die Frage nach der Aktualität der Tests ist mir unverständlich, weil Tests nicht veralten.

14. Auf den Marshall-Inseln gibt es die Kwajalein-Testanlage. Nutzen Sie diese?

Frage von Franziska Wiele

Kwajalein dient ausschliesslich der US Army für ballistische Anti-Raketen Raketen-Tests und is off limits für kommerzielle Anwendungen.

15. Werben Sie aktiv für ihre Technologie? Wenn ja, wo und wie?

Geworben habe ich notwendigerweise für die Finanzierung der OTRAG 1977 – 1981.

Es ist schwer, für eine Raketentechnologie zu werben wie z. B. Waschmittel, denn der Verbraucher ist immer staatlich. Vielleicht bin ich auch nicht der richtige Werbungsexperte hierfür. Hat jemand eine gute Idee?

16. Gab es schon einmal konkretes Interesse von ESA, NASA oder anderen Raumfahrtagenturen?

Ich habe zwar schon als Student Raketentriebwerke an die US AF für Satellitenkontrolle und Wiedereintrittskörper verkauft. NASA hat meine Forschungsberichte ins Englische übersetzt. Aber bezüglich der Anwendung für die Reduzierung der Satellitentransportkosten auf ein Zehntel steckten alle genannten staatlichen Organisationen den Kopf in den Sand, weil die herkömmliche Raumfahrtindustrie wild dagegen kämpfte. Dieses Problem könnte nur durch private Finanzierung gelöst werden.

17. Wenn ich das richtig verstehe, sind die Neptun-Raketen der Firma Interorbital die einzigen zur Zeit aktiv genutzten. Welche Rolle spielen Sie bei dieser Firma?

Die Interorbital Systems nutzt mit meiner kostenlosen Beratung das Modulkonzept (CPM) mit Erfolg. IOS kann dies nur tun, weil völlig privat finanziert.

18. Wie laufen die Geschäfte?

Finanzielle Einzelheiten über IOS sind mir nicht bekannt. Randa Milliron (CEO von IOS, Amn. d. Red.) wird Ihnen darüber gerne Auskunft geben. Soweit ich gehört habe, hat IOS sogar schon Astronauten Flüge verkauft.

19. Warum scheinen vor allem nur Universitäts-Teams diese Neptun-Raketen zu testen?

Der Mitflug für Nano- und Picosatelliten ist sehr preiswert und daher vor allem von Universitäten genutzt.

20. Die Falcon Heavy von Space X bündelt drei Falcon 9 Stufen. Sehen sie in diesem Ansatz eine Kopie ihrer Technologie?

Dies ist nur ein kleiner Schritt zur Pararellstufung, der aber schon vor mir von Titan III und den Sowjets genutzt wurde. In diesem Zusammenhang muss gesagt werden, dass Space X keinesfalls privat finanziert, sondern aufgrund milder Wahlkampfspenden von 100 Millionen Dollar mit NASA-Milliarden überschüttet wurde. Im übrigen ist die Space-X-Technologie (Pumpentriebwerke, Titan, Lithium) völlig ungeeignet, die Kosten zu verringern. Bemühungen zur Wiederverwendung werden im selben Kostenfiasko wie das Spaceshuttle enden. Die derzeitig etwas billigeren Satellitenstarts sind NASA-subventioniert, was aber nicht den WTO-Verträgen widerspricht. Die vorgetäuschte Angst der ESA vor Space X dient ausschließlich dazu, dem Steuerzahler neue Milliarden für Ariane 6 aus der Tasche zu ziehen.

21. Noch eine etwas persönlichere Frage: Wie muss man sich denn einen durchschnittlichen Tag von Ihnen vorstellen?

Vormittags 2 Stunden Detailkonstruktion, nachmittags 2 Stunden physikalische Forschung (Atommodelle, Gravitation, und Kosmologie). Dazwischen pflege ich meine Gesundheit durch Gartenarbeit und schwimme im Jungbrunnen meiner Frau (einem Urlaubsressort. Anm. d. Red.)

22. Haben Sie etwa eine Werkstatt dort, wo Sie wohnen?

Leider nicht, hätte ich aber gerne.


28. November 2014 - 14.39 Uhr

Eine Zeugenaussage von einem Fremdenlegionär aus Deutschland, der mit und für Kayser gearbeitet hat

Dank Dieter W. (siehe Tweets oben) haben wir herausgefunden, dass Günther Aschenbrenner tatsächlich bei der Otrag gearbeitet hat. Dieter hat uns die Dokumentation „Warheads“ von Romuald Karmakar sowie die passende Stelle herausgesucht - leider ist das Video inzwischen nicht mehr auf Youtube.

Es sind ein paar bemerkenswerte Stellen dabei. Etwa, wie er beschreibt, dass die Otrag im Kongo alle Rechte innehatte, inklusive der Polizeigewalt. Oder Aschenbrenner Gaddafi als „Chef“ lobt.

„Otrag hat den Sozialsitz in Garching bei München, früher Stuttgart, und baute – oder versuchte, eine Rakete zu bauen, die Atommüll in den Weltraum schießen konnte. Das Ziel war eine 10 to Trägerrakete, um also diesen Atommüll ins All zu schießen, damit das aus dem Anziehungsbereich der Erde entfernt wird und später irgendwann mal in die Sonne fällt. Es war eine billige Rakete, die 100mal weniger kostete als eine Saturn oder ähnliches, die 10 to befördern sollte. Und es war meiner Anschauung nach ein Projekt, das Zukunft hatte.

Lutz Kayser, unser Chef, Besitzer dieser Firma hatte mit Mobutu einen Vertrag abgeschlossen und ein Gebiet von 100.000 km² gepachtet, im Shaba , nördlich von Lubumbashi, und auf diesem Gebiet, groß wie Bayern, hatten wir sozusagen alle Rechte, Schürfrechte, Explorationsrechte. Wir hatten unseren eigenen Flughafen, auf dem unseren Maschinen landeten, ohne Zollabfertigung. Es gab keine Polizei, das haben wir selbst erledigt. Wir hatten unsere eigene Schutztruppe, das waren 30 Mann, die von uns ausgebildet wurden. Ich hatte zu diesem Zweck noch einen alten Legionär mit mir genommen, der das übernommen hatte. Und nach 4 Monaten sang diese schwarze Schutztruppe genauso „Westerwald“, wie auch ein Legionär.

Es gab schon Gegner dieses Projekts natürlich, wie jeder, der etwas unternehmen will, seine Gegner hat. Aber das erste Jahr, die ersten 18 Monate, lief das alles wunderbar ab. Es wurde problematisch, als die Nachbarstaaten wie Tansanien, Zambia, Angola beim Weltsicherheitsrat Beschwerde einlegten, dass da eine deutsche Firma Raketen baut mit Atomsprengköpfen. Was vollkommen aus dem Regen gegriffen war. Aber die UNO, der Weltsicherheitsrat, hat sich der Sache angenommen, und hat dann dem Mobutu nahegelegt, das sofort zu unterbinden, aus Sicherheitsgründen, aus politischen Gründen. Und damit konnten wir unsere Versuche, unsere Tests nicht mehr durchführen.

Anschließend sind wir losgezogen, die Staff der OTRAG, leitende Angestellte da, und haben ein neues Territorium gesucht. Wir waren da auf der ganzen Welt, überall wo öde Landstriche sind, nahe dem Äquator usw, wo man sowas starten konnte. Und haben dann endlich, nach viel Mühe und Absagen, bei Gadaffi in Libyen ein höriges Ohr gefunden, der uns sagte, „hier habt ihr Land so viel ihr wollt, schießt wann ihr wollt, wo ihr wollt, so lange ihr wollt“, und da haben wir uns dann niedergelassen. Wir haben unser ganzes Material, Startturm, Betankungsanlagen, Werkstätten, Geräte usw. alles von Zaire nach Libyen geschafft, haben auch dort eine Ranch aufgebaut, haben eine Flugplatz gebaut, auf dem wir auch starten und landen konnten, ohne große administrative „Kriege“ durchzuführen – am Anfang, und haben da dann diese Ranch aufgebaut, und sind auch da gestartet. Ich habe in Libyen 37 Versuche miterlebt, 4 davon waren Katastrophen, aber 33 waren glückliche Versuche.

Gadaffi habe ich gekannt als Kaisers Glorie. Gadaffi war einige Male auf unserer Range, er hat auch assistiert beim Testflug. So gesehen ist das ein großer Chef. Man merkt, der hat eine Ausstrahlung, die nur ein Chef haben kann.*


29. November 2014 – 14.40 Uhr

Kayser über die Anfänge seiner Firma Otrag, ihre Finanzierung und Aktivitäten in Zaire, Libyen

23. Wann haben Sie die Otrag gegründet?

1976 nach erfolgreichem Abschluss der Entwicklungsarbeiten (zusammen mit der DLR Lampoldshausen) im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Technologie. Das Kanzleramt hatte sich für die französische Ariane entschieden und die Weiterförderung der Billig-Technologie gestoppt.

24. Warum haben Sie sie gegründet?

OTRAG wurde zur privatwirtschaftlichen Finanzierung der Serienproduktion und Flugerpobung meiner modularen Trägerraketentechnik gegründet. Die OTR Aktiengesellschaft machte die Arbeit und die angeschlossene OTRAG Stille Gesellschaft finanzierte.

25. Wie viele Menschen haben für sie gearbeitet?

50 direkt und etwa weitere 50 bei Unterauftragnehmern (Tankfertigung, Lenksystem, etc). Später wären es 1.000 geworden. Im Gegensatz zu mehr als 12.000 für die ARIANE-5-Fertigung. Das ist sehr wichtig, weil es die einfache Massenfertigung meiner modularen Technologie erlaubt, die Lohnkosten von 90 auf 20 Prozent zu senken. Dies war von Anfang an das entscheidende Optimierungskriterium.

26. Welchen (beruflichen) Hintergrund hatten ihre Mitarbeiter?

  • 20 Prozent Raumfahrtingenieure und Physiker
  • 20 Prozent HTL Ingenieure und Techniker
  • 30 Prozent Mechaniker einschließlich Meister
  • 20 Prozent angelernte Mechaniker
  • 10 Prozent Administration

27. Haben Sie noch Kontakt zu Kollegen von damals? Kann man die sprechen?

Über die Hälfte sind verstorben oder schon in Zaire umgekommen.

Ich habe keinen direkten Kontakt mehr, weil die meisten nach 1982 mit Fördung des deutschen Geheimdienstes vom libyschen Militär abgeworben wurden und dann für Waffenentwicklung arbeiteten.

28. Wie haben Sie die Otrag-Aktivitäten finanziert?

Durch 1.500 private Stille Gesellschafter, die insgesamt 150 Mio D-Mark einzahlten.

Diese Form erlaubte nach dem deutschen Steuergesetz die Forschungs- und Entwicklungskosten, die ja abgeschrieben werden müssen, auf die Stillen Gesellschafter zu uebertragen. Letztere konnten ihre Beteiligungen mit ihren sonstigen Einkünften verrechnen und hätten in der Zukunft eine 80prozentige Gewinnbeteiligung am lukrativen Trägerschäft genossen.

29. Wofür haben Sie dieses Geld ausgegeben?

Fertigung in Deutschland, Infrastuktur von Startanlagen in Zaire und Libyen und Flugtestoperationen. Nach dem Exportverbot von Kanzler Schmidt Aufbau von Fertigungsanlagen in Libyen für die 15 Flugerpobungen. Alle Investitionen von 50 Mio DM wurden 1983, nachdem sie meine Mitarbeiter angeworben hatten, vom libyschen Militär beschlagnahmt und gegen meinen Willen verwendet. Ohne meine Hilfe endete dies nach ein paar Jahren im Sande.

Die letzten Millionen musste die OTRAG verwenden, um sich gegen die Machenschaften von Kanzler Schmidt und Genscher zu verteidigen. Breschniew, Antropow, Honecker, Nixon und d'Estaing hatten Druck wegen der OTRAG gemacht. Schmidt erreichte beim Bundesfinanzhof die Auflösung der OTRAG Stille Gesellschaft wegen „fehlender Gewinnerzielungsabsicht“.

Eine Ironie politischer Korruption und ein Exempel, wie in Deutschland Neues unterdrückt wird, um immer allen fremden Einflüssen gerecht zu werden. So wird es auch am 2. Dezember beim Umfall wegen neuer Ariane-Milliarden geschehen. Es wäre an der Zeit, die Kanzlerin oder die zuständige Staatssekretärin Zypris oder wenigstens ein paar Abgeordnete aufmerksam zu machen. Vielleicht hat jemand aus der Raketen AG Zugang?


Dass jemand aus der Raketen AG Zugang hat, bezweifele ich. Aber Zugang zur Raketen-AG gibt es in den Anmerkungen.

Bitte tretet dieser Facebook-Gruppe bei. Ich schalte euch so schnell wie möglich frei. Und in diesem Google-Doc feilen wir konkret an den Fragen. Ich freue mich, wenn ihr mitmacht.


29. November 2014 – 14.49 Uhr

Wernher von Braun, „Der Raketenmann“ (ZDF-Doku)

KR-Mitglied Soenke hat diese Doku in den Anmerkungen empfohlen:

„Sie zeigt die Konkurrenzsituationen, in die von Braun geraten ist – die dazu geführt haben, dass es bis auf den Mond ging ... Heer vs Luftwaffe, West gegen Ostalliierte, Navy vs NASA, Kalter Krieg, etc.”


30. November 2014 – 18.19 Uhr

Zeitgenössische, kritische Stimme zu Kaysers Technik

Aus einem Spiegel-Artikel von 1975:

Berliner Raumfahrt-Ordinarius Professor Heinz-Hermann Koelle: „Im Prinzip” nämlich, spottet er, könne man „eigentlich alles zum Fliegen bringen, auch Scheunentore” – wirtschaftlich sei die Billigrakete barer „Unsinn”

Auch der Gießener Raketen-Professor Herst Löb hält dagegen: „Ich wette ein Glas abgestandenes Bier gegen eine Brauerei, dass diese Rakete nicht fliegen wird – allein aus wirtschaftlichen und politischen Gründen.”

Und Bundesforschungsminister Hans Matthöfer hat Kaysers „low cost booster” durchrechnen lassen: „Wir sind zu verheerenden Zahlen gekommen.”

Wer eine aktuellere kritische Diskussion von Kaysers Raketentechnik lesen will, sollte sich diesen Thread im Raumfahrer-Forum anschauen. Oder den detaillierten Überblick von Bernd Leitenberger. Seiner Meinung nach hätte Kaysers Technik den entscheidenden Vorteil, billig zu sein. Aber sie wurde nie ausführlich genug getestet, um zu einem abschließenden Urteil zu kommen.


1. Dezember 2014 – 21.14 Uhr

Kayser über die ESA- und NASA-Entscheidungen

30. Sie sprechen im Zusammenhang mit der anstehenden ESA-Ministerratssitzung immer von einem „Umfallen der Deutschen”. Wie meinen Sie das?

Der deutsche Steuerzahler hat Milliarden in die Ariane 4 gesteckt. Die war den Franzosen dann plötzlich nicht mehr gut genug. Daher mussten weitere Miliarden für die Ariane 5 her. Jetzt wird die aber plötzlich für zu teuer gehalten, und die Franzosen bestehen auf einer Ariane 6, die noch teurer werden wird. Die deutsche Seite hat seit Jahren an einer Verbesserung der Ariane 5 gearbeitet und dafür eine weitere Milliarde aufgewendet. Diese sinnvolle Arbeit wird nun gestoppt. Das nenne ich Umfallen der Deutschen. Anstatt ein bestehendes verbesserungsbedürftiges Produkt stetig zu verbessern, wird leichtsinnig eine neues begonnen. Die Politiker lassen sich uebertölpeln, und der Steuerzahler muss blechen.

31. Die ESA hat etwa 2013 eine britische Triebwerks-Technik auf ihre Machbarkeit geprüft. Damit soll es möglich sein, mehrmals ins All zu fliegen. In der Pressemitteilung heißt es: „Nobody else has this technology, so Europe has a real technological lead here.” Trotzdem setzt sie weiter auf die nicht wiederverwendbaren Ariane-Raketen. Aus Ihrer Sicht: Warum investiert die ESA nicht stärker in neue Technologien?

Leider ist ist der sogenannte SKYLON-Vorschlag nicht durchfürbar. Rein rechnerisch ist eine einstufiger wiederverwendbarer Orbitaltransporter nicht möglich. SKYLON spricht von einem luftatmenden Raketenantrieb märchenhafter Leistung, der aber „geheimgehalten“ wird. NASA hat in verschiedene ähnliche Versuche Milliarden gesteckt (z.B. Venture Star, Lockheed) und wieder aufgegeben. Es wäre so schön, aber es geht einfach nicht. Auch eine Wiederverwendung der ersten Stufe von mehrstufigen Raketen ist kostenmäßig zweifelhaft. Space X erhält von der NASA für solche Versuche derzeit viel Geld. Es ist letzlich dasselbe Problem wie bei Coca-Cola Flaschen. Einsammeln, Rücktransport, Waschen, Prüfen kosten weit mehr als die Massenfertigung der Einmalbüchse. Wir haben dies 1972 –1973 in den ausführlichsten Kostenoptimierungsstudien fuer das Bundesministerium für Forschung und Technologie nachgewiesen. Und das einschließlich des damals entwickelten Space-Shuttle; technologisch interessant und schön für die Raumfahrtindustrie, aber kommerzieller Unfug.

32. Der Markt an privaten Raumfahrtunternehmen wächst, welche Konzepte sind besonders vielversprechend und stehen damit in Konkurrenz zu Ihrem System?

Leider hat keines der privaten Raumfahrtunternehmen eine kostenoptimierte Raketentechnik. Die erfordert jahrzehntelange Entwicklung. Alle stürzen sich daher auf NASA-Millarden (Antares allein 1.9 Mrd. US $). Von privater Finanzierung ist da nur die unwahre Rede. Bransons suborbitales Abenteuer ist die Ausnahme, verwendet aber einen hoffnungslosen Antrieb (hybrid) und eine falsche Aerodynamik. Selbst Indien und China mit ihren niedrigen Lohnkosten setzen auf teure pumpengeförderte Technologie. Weit und breit ist keine Konkurrenz zur CPM Methode (Common Propulsion Module) zu sehen. (Mit Ausnahme die kleinen Anfangs von IOS Neptun.)

33. Die Otrag hat ihre selbstgesteckten Ziele nicht erreicht. Bei den anderen privaten Raumfahrtunternehmen gibt es auch Probleme, wie der Fehlstart bei Orbital Sciences oder das Unglück bei Virgin zeigten. Sie sind sehr kritisch gegenüber den staatlichen Raumfahrtagenturen, aber, wenn man auf die Ergebnisse schaut, haben Nasa & Co deutlich mehr geleistet als die privaten. Kann es sein, dass der Staat einfach nötig ist für die Raumfahrt?

Die Otrag hat die Erprobung bis zur Fertigungsreife erfolgreich abgeschlossen. Durch illegale Kabinettsverordnung hat Kanzler Schmidt die Otrag verboten. Wir waren im noch besetzten Deutschland zu früh dran, und die privaten deutschen Investoren wurden geschädigt. NASA entwickelt selbst nicht, sondern verteilt Steuergelder an Firmen. Insofern ist der Staat wichtig für die Einführung neuer Technologien. Aber Fehlentscheidungen wie Space-Shuttle oder Ariane 5 blockieren die kostenoptimale Entwicklung für Jahrzehnte. Würde VW so handeln, dann käme bald die Pleite.

Beides ist falsch: Sowohl das Verbot der Otrag-Technologie als auch die jahrzehntelange Dauerfördung falscher Technologien. Aber welcher Politiker ist in der Lage, die scheinbar komplizierte Raketentechnik zu durchschauen. Kennedy war der erste und einzige.

34. Wären Sie immer noch so ESA-kritisch, wenn ihre Raketen in den europäischen Ländern gebaut werden würden?

Ich bin nicht generell ESA-kritisch. Nachdem mein Gutachten die Europa-I-Rakete gestoppt und die ELDO durch ESA ersetzt wurde, gab es Hoffnungsschimmer. Aber durch stetiges „Umfallen der Deutschen“ hat ESA Deutschland zum ewigen Unterauftragnehmer für ehrgeizige, aber oft unsinnige französische Konstruktionen gemacht. Vielleicht wird der neue ESA-Generaldirektor ab 1. Januar 2015 auch einmal Ausschreibungen für kostenoptimale Raketentechnik bringen. Dann wäre ich nicht mehr so ESA-kritisch. Ohne neue Wege ist die europäische Raumfahrtzukunft gefährdet.


Der Otrag-Prospekt aus den 1970er Jahren

Hier könnt ihr euch den Prospekt anschauen. Darin finden sich u.a. spektakuläre Bilder der Startfläche im Kongo.


6. Dezember 2014 – 04.32 Uhr

Kayser über den Beginn der Otrag-Antworten von 04.12.2014

35. Nachdem die Förderung durch die Bundesregierung auslief, haben sie das Modell einer Abschreibungsgesellschaft gewählt. Warum?

Das ist jeweils wegen der rechtlichen Finanzierung geschehen. Zuerst war für die Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt an der Universität Stuttgart e.V. (AGRR) das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg sehr förderlich mit kleinen Forschungs- und Beratungsaufträgen. Hierfür habe ich auch Lampoldshausen als zentralen Raketenprüfstand örtlich ausgewählt und Wolfgang Pilz aus Vernon, Frankreich, angeworben.

Nach Abschluss meines Studiums der Luft- und Raumfahrttechnik musste ich die Technologieforschung GmbH gründen, weil der Bund wegen der Kulturhoheit der Länder der AGRR keine Aufträge geben durfte. Da machte ich das Gutachten ueber die EUROPA-I-Explosionen.

Vor allem aber die Durchführbarkeitsstudie mit Entwicklung der Billigraketentechnik gemeinsam mit der DFVLR (heute DLR) 1971 bis 1972. Nach dem erfolgreichen Abschluss stoppte der Bund die Arbeiten aufgrund der Einsprüche der ängstlichen Konkurrenz, vor allem Bölkow (MBB).

Um eine privatwirtschaftliche Finanzierung zu ermöglichen, gründete ich dann 1975 die OTRAG und ORTAG Stille Gesellschaft, der ich meine gesamten Erfindungen und Patente verkaufte.

36. Wenn wir in die Datenbank des Bundesforschungsministeriums schauen und alle Bewilligungen, die der Technologieforschungs GmbH zu Gute kamen, kommen wir nicht auf die Summe von 3,7 Millionen Mark. Können Sie diese Diskrepanz erklären? Wie viel haben Sie bekommen?

Dies Zahl ist schon richtig. Hinzu kamen noch die Mittel der DFVLR Lampoldshausen für die Brennversuche mit meinen Raketentriebwerken (mehrere tausend), deren Höhe ich nicht genau kenne.

37. Im Spiegel steht, dass sie sich 4 Millionen aus der Otrag selbst auszahlten. Ist das korrekt?

Das ist jährlich für 3 Jahre korrekt. Nach der Auflösung der OTRAG Stille Gesellschaft durch den Bund habe ich davon 9 Millionen DM an OTRAG zurückgegeben, um einen Start in Kiruna zu ermöglichen. Der Rest wurde für Miete eines Learjets verwendet, der logistisch zwischen Zaire und Libyen notwendig war für meine Mitarbeiter und mich.

38. War die Summe gerechtfertigt in ihrer Höhe?

Ja.

39. Ein Reporter, der sie etwas länger begleitet hat, sagt, dass sie „auf großem Fuß“ gelebt hätten. In der Rückschau: Hätten Sie mehr Geld in der AG lassen sollen?

Das war neidisches SPIEGEL-Geschwätz, wie alles, was aus der Stasi-Desinformation stammte. Wie oben dargestellt, habe ich alles in der OTRAG gelassen, bin also durch die illegalen Machenschaften der Bundesregierung regelrecht enteignet worden.

40. Wir haben bei unseren Recherchen herausgefunden, dass Sie in den 1970er Jahren Mitarbeiter der DLR angeworben haben. Ist das korrekt?

Das ist korrekt. 1976 musste die DFVLR Lampoldshausen wegen Auftragsmangel viele Mitarbeiter entlassen. Hiervon habe ich 10 bei der OTRAG eingestellt, die mit Begeisterung in Zaire zum Erfolg beigetragen haben.

41. Wie würden sie die Haltung der DLR-Belegschaft zu Ihrer Rakete beschreiben?

Sehr anständig und hilfsbereit. Ein Gutachten der DLR im Auftrag der Bundesregierung war auch positiv. Der Vorstand Professor Jordan wurde dann von Kanzler Schmidt veranlasst zu korrigieren. Der mögliche Nutzlastanteil wurde einfach von 1 auf 0 Prozent gesetzt!. Er hat sich dafür beim OTRAG AR-Vorsitzenden Dr. Debus persönlich entschuldigt. Auf Anweisung des Kanzleramtes wurden die Kopien vernichtet. Aber eine NASA-Übersetzung ist geblieben; die konnten die Häscher nicht verschwinden lassen.

42. Aus ihrer Sicht: Wie würden Sie die Haltung der Bundesregierung vor ihrem Umzug nach Zaire und in den ersten Monaten dort beschreiben?

Wir haben unseren Pachtvertrag mit Zaire dem Außenminister Genscher und dem Kanzler Schmidt 1975 geschickt; ohne Reaktion oder erkennbare Haltung. Nach dem ersten Flugtest war aufgrund der Ostberliner Presseaktion der Teufel los, und seitdem hat sich die Bundesregierung immer mehr empört, ohne jemals mit OTRAG oder mir zu sprechen. Nach der genötigten Kündigung unseres Pachtvertrages durch Mobutu hat die Rechtsabteilung des AA ein Memo verfasst, das die Ilegalität der Aktionen des Kanzlers festhält.

43. Wir haben herausgefunden, dass die Baufirma Stewering, die zur Otrag gehörte, eine Brücke auf dem Otrag-Gelände im Auftrag der Bundesregierung baute. Wie kam es dazu?

Stewering war 1975 pleite und hatte 2 angefangene Brückenbauprojekte der KfW in Zaire liegenlassen. Da wir Bautechnik brauchten, haben wir die Firma gekauft und die Projekte (Lukuga und Mbiji May) erfolgreich beendet und auf unsere Kosten eine 200 km Strasse und die Flugpiste zum Startplatz gebaut. Zusammen mit der erzwungenen Schließung der OTRAG mussten auch TF und Stewering aufgelöst werden. Dies galt auch für die Investitionen in Libyen im Werte von 50 Mio US $, die allesamt nach den Interventionen der Bundesregierung vom libyschen Militär beschlagnahmt wurden. Meine Nachforschungen haben erst später ergeben, dass offenbar und interessanterweise die FDP (Genscher, Möllemann und Mitarbeiter) gemeinsam mit dem BND das Projekt in Libyen weitergeführt hat. Und das mit vielen verbotenen Exporten gegen viel Geld! Ab 1983 liegt da noch vieles im Dunklen.


21.Dezember 2014 – 14.02 Uhr

Liebe Leser, ich muss mich für die längere Funkstille entschuldigen. Ich war erst verreist, danach habe ich an anderen Geschichten arbeiten müssen, daher war gar nicht mehr viel passiert, das berichtenswert gewesen wäre. In der Raketen-AG hatten wir vor allem die bisher bereits gefundenen Materialien ausgewertet und kamen dann erstmal nicht mehr weiter. Wir mussten entscheiden, was nun passieren sollte: weiterrecherchieren oder es bei diesem Stand belassen und das überarbeitete Interview veröffentlichen. Die Raketen-AG hat sich für weiterrecherchieren entschieden :)

Genaueres finden Mitglieder in den Links in den Anmerkungen.

Bitte tretet dieser Facebook-Gruppe bei. Ich schalte euch so schnell wie möglich frei. Hier gibt es einen Überblick über das weitere Vorgehen. Und in diesem Google-Doc feilen wir konkret an den Fragen. Ich freue mich, wenn ihr mitmacht.

Ich werde morgen aber nochmal die neuesten Fragen nachtragen. Schönen Sonntag euch allen!


Fotos von Kayser, 22.Dezember 2014 – 13.30 Uhr

Kayser hat uns Fotos geschickt, leider noch ohne genaue Erklärung, was da zu sehen ist. Das werde ich dann im neuen Artikel, der Anfang Januar erscheint, nachtragen. Here we go:


*22.Dezember 2014 – 13.38 Uhr

…. lose Fäden, Sonstiges, Aschenbrenner

44. Warum war denn Kennedy der erste und einzige, der in Lage war, die komplizierte Raketentechnik zu durchschauen, wie Sie schreiben?

Kennedy hat sich von Wernher von Braun davon überzeugen lassen, dass die USA für 20 Milliarden $ zum Mond und heil zurückfliegen können. Dafür gehört für einen Politiker viel Mut. Nixon hat dann nach dem Tod Kennedys alle von Brauns SATURN-Raketen verschrotten lassen und sich das unselige Space Shuttle aufschwätzen lassen. Hat über 100 Milliarden gekostet und die USA um 40 Jahre zurückversetzt.

45. Wir haben in der Datenbank des Forschungsministeriums nochmal nachgeschaut. Dort wird auch eine Förderung 1974 –1975 erwähnt. Thema: Kohlestaub-Anwendungen. Wissen Sie etwas davon?

Da der Bund keine Raketentechnik mehr von mir haben wollte wegen der ausländischen Einsprüche, wollte das Ministerium meine Technologie auf die Kohlestaubvergasung anwenden. Dies ist dann wegen meiner OTRAG-Gründung von Kanzler Schmidt auch gestoppt worden.

46. Es gibt in einem DLR-Jubiläumsband folgenden Satz: „Als sich das Bundesforschungsministerium 1983 endgültig aus dem Projekt zurückzog, war die Kayser-Rakete gescheitert“ – In welcher Form war das Ministerium noch bis 1983 aktiv?

In keiner positiven Weise. Auf Kabinettsverordnung wurde angewiesen, den Bundesfinanzhof die Finanzierung durch die OTRAG Stille Gesellschaft mit allen Mitteln zu verhindern. OTRAG hatte Absichtserklärungen für etwa 20 Satellitenstarts, und trotzdem hat der BGH befehlsgemäß unsere „Gewinnerzielungsabsicht“ bestritten, weil es keine anderen rechtlichen Argumente gab. Dass die Kayser-Rakete gescheitert sei, hat der Vorstandssprecher der DFVLR, Professor Jordan, auf Befehl Schmidts schreiben müssen.

47. Wir wissen nicht so recht, was wir mit dem NASA-Dokument anfangen sollen, dass Sie uns geschickt haben. Als Beweis für eine Fälschung kann es ja nicht dienen, da darin der Nutzlastanteil bei 0 to ist.

Dieses NASA-Dokument ist gemeint.

Eben diese 0 Prozent Nutzlast war die befehlsgemäße Fälschung. Die Rechenergebnisse auch der DFVLR waren wie bei uns etwa 1 Prozent.

48. Im Übrigen sprechen Sie da von Fälschungen und Korrekturen. Haben Sie dafür Belege in irgendeiner Form?

Professor Jordan hat dies in einem persönlichen Gespräch mit Dr. Kurt Debus, OTRAG Aufsichtsratsvorsitzender, und mir als OTRAG-Vorstandssprecher, mitgeteilt. Auf Jordans Wunsch haben wir uns dazu in einer Autobahnraststätte nahe Flugplatz Köln-Wahn getroffen. Prof. Jordan war tief bedrückt über die Vorgehensweise der Bundesregierung und fürchtete um eine Stelle.

49. Sie sprechen von Stasi-Desinformation ... Wie meinen Sie das? Haben Sie Belege?

Stasi-Abteilung Desinformation hat die Falschmeldungen zuerst in die afrikanische Presse, z.B. Daressalam und Angola, gebracht. Von dort wurden sie dann in die „Prawda“ übernommen. Breshniew und Andropow haben das gelesen und als Wahrheit an Genscher und Schmidt geklagt. Sie können dies alles googeln. Wenn Sie Zugang zum alten Stasi haben, würde mich das sehr interessieren.

50. Sie schreiben: „Nach der genötigten Kündigung unseres Pachtvertrages durch Mobutu hat die Rechtsabteilung des AA ein Memo verfasst, das die Illegalität der Aktionen des Kanzlers festhält.“ – Wissen Sie noch, wann genau das gewesen ist? Tag, Monat, Jahr? Ich will versuchen, das Memo zu bekommen.

  1. Rechtsabteilung des AA and das Bundeskanzleramt.

51. Sagt Ihnen der Name Günther Aschenbrenner etwas?

Wegen A. habe ich ein ausführliches Attachment gemacht:

Fakten:

Seine Behauptung im Film Warhead, er sei nach 20 Dienstjahren aus der Fremdenlegion in 1979 ausgeschieden, ist eine Lüge, denn von 1976 an arbeitete er auf Empfehlung eines in Lumumbaschi ansässigen Bekannten Kapani Toni in Zaire, wo er, wie er sagte, Zairern Nazi-Lieder beibrachte und die vertagsgemäß zairische Sicherheitstruppe aufbaute. Er führte logistische Arbeiten und Reparaturen durch und war für den Fuhrpark verantwortlich. Ihm unterstand ein weiterer Ex-Legionär und einige Zairer. In 1979 half er OTRAG, Gerät abzubauen und zu verpacken. Er war im September 1979 auf Kapani Tono, als die 6 deutschen OTRAG-Mitarbeiter tödlich bei einem Bootsausflug auf der Luvua verunglückten. Die Leute hatten keine Schwimmwesten dabei, die waren aus unerfindlichen Gründen auf Kapani Tono geblieben. Der zweite Ex-Legionär begleitete die Bootsausflügler. Er stieg jedoch kurz vor dem Unfall aus dem Boot und ging zu Fuß zurück aufs Plateau. Hier wartete Aschenbrenner zwei Tage, bis Leichenteile unten im Tal in der Luvua angeschwemmt wurden. Dann verstäendigte er Lubumbaschi und half beim Bergen der Leichen.

Ende 1979 begleitete Aschenbrenner einige Mitarbeiter und die verpackten Kisten des OTRAG-Materials mit dem Transportflugzeug nach Libyen. Hier arbeitete er beim Aufbau des Camps Tauwiwa mit, z.B. OTRAG-Einrichtungen aufstellen und Unterkünfte für die Leute zu bauen. Ihm unterstanden in Tauwiwa ein Ex-Legionär, De Vivi und drei Mali-Farmarbeiter.

Ab 1980 bis 1982 arbeitete er in Tauwiwa fuer OTRAG, wo er 1982 fristlos wegen Betrugs entlassen wurde. Er hatte Überstundenabrechnungen eingereicht, die ergaben, dass sein Tag 24 ¼ Stunden hatte. Er bat Kayser um Wiedereinstellung. Ende 1982 beteiligte sich Aschenbrenner zusammen mit Walter Ziegler für das libysche Militaer an der Enteignung von Kayser und arbeitete von da ab bis 1983 für sie, dann warfen sie ihn hinaus. In 1984 tauchte Aschenbrenner in Zaire auf, wo er versuchte gestohlene Gegenstände aus Kaysers Tauwiwa-Bungalow zu verkaufen. In 1986 veranlasste der damalige Aussenminister Bula Mandungo Nyati seine Ausweisung aus Zaire. Daraufhin tauchte Aschenbrenner wiederum in Libyen auf.

Sein Interview basiert auf einer Legende, allerdings einer sehr schlechten, da er die Jahreszahlen und Daten nicht im Kopf behalten hat. Seine Aussagen z.B. dass Gadhafi öfters in Tauwiwa war und „mithalf”, ist pure Fantasie. Gadhafi kam zu einem einzigen statischen Raketenversuch Mitte 1980 nach Tauwiwa. Aschenbrenner hat ihn vielleicht aus der Ferne gesehen. Seine Aussage, er wäre mit OTRAG in der ganzen Welt herumgereist, um einen neuen Startplatz zu finden, ist unwahr.

Seine Behauptung, OTRAG hatte die Absicht, Atommüll ins All zu befördern, ist Unsinn. Bundeskanzler Schmidt versprach Mobutu 100 Millionen extra Entwicklungshilfe, wenn er den OTRAG-Vertrag kündigte.

Mit den Tatsachen verglichen, kommen Zweifel an Aschenbrenners Dienst im 2nd Fallschirm-Regiment der Fremdenlegion auf. Da er für OTRAG seit 1976 arbeitete, war er nicht beim Einsatz im 2. Shaba-Krieg im Mai 1978, bei dem das 2nd Fallschirm-Regiment mitkämpfte. Er wurde auch nicht nach 20 Dienstjahren entlassen, sondern verließ die Legion bereits früher, bevor er 1976 für OTRAG anfing zu arbeiten. Da er behauptet, er wäre 1958 in die Legion eingetreten, wäre seine Dienstzeit 1978 beended gewesen. Aschenbrenner bestahl und betrog Kayser, OTRAG und half dem libyschen Militär, Kayser und OTRAG zu enteignen. Er wirkte 1982 auf Kaysers Angstellte ein und überredete diese, ebenfalls fuer das libysche Militär zu arbeiten. Aschenbrenner verhielt sich als Mitarbeiter unethisch und enttäuschte mich sehr.


Liebe Leser, das war es soweit. Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert. Im Januar 2015 veröffentliche in einen zweiten Text, der den Recherchestand und hoffenltich auch die wunderbare Arbeit der Raketen AG darstellen wird.

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Aufmacherfoto: Nasa/Flickr (CC BY 2.O).