Nachbeben

Nachbeben

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Um 03.30 Uhr trat ich aus dem Flughafen in die trockene, kühle Luft Nepals. Mir dämmerte eine Reihe unangenehmer Tatsachen: Erstens funktionierte mein Telefon nicht, zweitens hatte ich kein nepalesisches Geld und der Geldautomat war kaputt, und drittens hatte ich keine Mitfahrgelegenheit.

Ein anderer Journalist aus dem Team, mit dem ich arbeiten sollte, gab mir den Kontakt zu einem Typen, der mich abholen könnte, aber es war schon fast vier Uhr morgens, und eigentlich hätte ich schon am Abend vorher um sieben da sein sollen. Selbst wenn der Typ wach war und Zeit hatte, konnte ich ihn ohne ein funktionierendes Telefon nicht anrufen. Und dann war da noch ein viertes Problem: Selbst wenn ich eine Mitfahrgelegenheit fand, hatte ich kein Ziel, kein Hotel. Beides sollte sich erst aus dem Treffen mit meiner Kontaktperson ergeben.

Ich stieß auf einen Freund, der bei einer Londoner Zeitung arbeitete, und wir redeten ein bisschen über unsere Kontaktmänner:

„Hast du jemanden?“

„Angeblich ja, du?“

„Meiner ist weg. Wo ist deiner?“

„Keine Ahnung. Funktioniert dein Telefon?“

„Nein, deins?“

„Nein, deswegen kann ich meinen Typen nicht anrufen.“

Mein Freund hatte ein Zimmer im Radisson. Vielleicht würde er, wenn gar nichts anderes ging, mich netterweise auf dem Boden schlafen lassen, bis ich eine Lösung finden würde. Ich packte die Schulter eines Mannes mit einer schwarzen Strickmütze, der neben einem weißen Auto stand.

„Kannst du uns zum Radisson bringen?“

„Wofür?“

„Amerikanische Dollars.“

„Dreißig.“

„Zwanzig?“

„Fünfundzwanzig.“

Ich bin mir nicht sicher, dass er ein echter Taxifahrer war. Sein Preis schien zu hoch, aber er hatte ein Auto und damit ein Druckmittel. Während wir vom Flughafen aus nach Kathmandu reinfuhren, sah ich in der Dunkelheit Gebäude, die baufällig aussehen, aber nichts, das mich erschüttert hätte. Ich lebe seit einem halben Jahr in Mumbai und der Anblick von ein paar kaputten Gebäuden brachte bei mir keine Alarmglocken zum Läuten. Als wir endlich das Radisson erreichten, bekamen wir am Empfang eine Abfuhr.

Zerstörung durch das Erdbeben

Image caption: Zerstörung durch das Erdbeben

Copyright: Foto: Krish Dulal

„Aber das ist von London aus gebucht worden“, sagte der andere Reporter,

„Keine Reservierungen. Es hat ein Erdbeben gegeben.“

„Aber er hat doch angerufen – aus London.“

„Tut mir sehr leid, mein Herr.“

Ich brauchte eine Stunde, um herauszufinden, dass das Hotel von der Zerstörung verschont geblieben war. Aber es bestand die Gefahr von Nachbeben, ein massives hatte die Stadt erschüttert, während wir auf dem Weg gewesen waren. Deshalb wollten sie keine Leute hineinlassen. Wir stiegen wieder ins Auto, und ich bat den Fahrer, uns zum Yak and Yeti zu bringen, einem Luxushotel und dem einzigen anderen Ort, von dem ich in Kathmandu je gehört hatte. In der Lobby, die man im Stil einer gemütlichen Skihütte eingerichtet hatte, lagen auf dem Boden verteilt Menschen und schliefen, so dass es eher wie der Port Authority Busbahnhof an Neujahr aussah.

Wie beim Radisson durfte niemand nach oben in die Zimmer gehen, aber hier durften Reisende auf den Böden schlafen, egal, ob sie eine Reservierung hatten oder nicht. Der Mann am Empfang gab uns, was er an Bettzeug da hatte: Zwei Kissen und eine Decke. Ich hatte einen Pullover dabei, also gab ich meinem Freund die Decke.

Ich sah einen kleinen Mann in einem blauen Blazer und mit einem großen Schnurrbart, der in ein Telefon sprach, und rannte zu ihm hin. Er beschwerte sich bei jemandem über die Lebensumstände nach dem Erdbeben. Ich bettelte ihn an, mir sein Telefon zu leihen, damit ich meine Frau Aadya in Mumbai anrufen und ihr sagen konnte, dass mit mir alles in Ordnung war. Es war das erste und hoffentlich letzte Mal, dass ich einen Fremden darum bitten musste, mit seinem Telefon ein internationales Gespräch führen zu dürfen; es fühlte sich ungefähr so natürlich an, wie zu irgendeinem Fremden zu gehen und ihn um hundert Dollar zu bitten.

„Ich bin am Leben“, sagte ich ihr.

„Was passiert jetzt?“

„Ich habe keine Ahnung.“

Wir redeten nur kurz, ich bat sie lediglich, am nächsten Morgen zu Vodafone zu gehen und mein Telefon wieder in Ordnung zu bringen.

Zwanzig Minuten später sorgte ein kleines Nachbeben dafür, dass alle schreiend zu den Ausgängen des Hotels rannten. Ich setzte mich an den Auskunftsschalter, kauerte mich zusammen, mein Kissen in den Armen, und hörte mir „Blue Bell Knoll“ von den Cocteau Twins an.

Auf diese Weise schlief ich ungefähr anderthalb Stunden, dann stach ein Moskito in die Haut zwischen meinem rechten Zeige- und Mittelfinger und weckte mich. Ich konnte mir die Zähne putzen, mein Gesicht mit einer Art gelblichen Handseife waschen, und ich stopfte drei Müsliriegel in mich hinein. Jemand stellte einen schwarzen Kaffee in meine Nähe, ich trank ihn aus. Ich hatte immer noch weder Telefon noch WLAN, aber ich ging trotzdem raus, um nach einer Geschichte zu suchen. Ich dachte mir, dass ich besser etwas für meine Redakteure bereit haben sollte, wenn die Dinge wieder funktionierten. Und das war der Punkt, an dem sich die Stimmung, die ich am Flughafen gespürt hatte, in eine tatsächliche Erfahrung zu verwandeln begann.

Ich glaube, dass in meinen Leben nur wenige Momente sich je so surreal anfühlen werden wie der Morgen des 27. April 2015, als ich nach unten auf meine Schuhe schaute und feststellte, dass ich auf einen Hügel geklettert war, der aus den Trümmern eines UNESCO-Welterbes bestand. Ich war wie ein Kind auf einem Spielplatz auf einen Haufen Schutt geklettert, weil ich einen Aussichtspunkt erreichen wollte, der hoch genug für ein iPhone-Foto des zertrümmerten Durbar Platzes sein würde. Ich war nie an diesem bei Touristen beliebten Ort gewesen, als er noch ganz war. Deshalb war mir nicht klar gewesen, wie sehr die uralten Tempel um den Platz sein Bild bestimmt hatten, bevor das Erdbeben kam.

Jetzt lag die Geschichte zertrümmert zu meinen Füßen: Da war ein hölzernes Geländer, das, zart rot gefärbt und mit komplizierten Blumenmustern, einen Platz im Metropolitan Museum of Art verdient hätte. Jetzt steckte es unter meinem rechten Fuß. Ich betrachtete es mit einer abgehobenen Verwirrung, so, wie man Dinge im Traum erlebt, die nicht der Logik des Alltags entsprechen.

Überreste eines Tempels

Image caption: Überreste eines Tempels

Copyright: Foto: Michael Edison Hayden

Während ich mir an diesem Tag Kathmandu ansah, waren die Bewohner auf eine beeindruckende Weise hilfsbereit und freundlich. Menschen zu sehen, die inmitten einer solchen Tragödie miteinander klarkamen, war bei dieser Reise eine Erfahrung, die mir Demut einflößte. Hier beklagte ich mich über den schlechten Handyservice, und Menschen, die alles verloren hatten, was sie hatten, stellten sich freundlich in eine Schlange und scherzten miteinander, während sie zwanzig Minuten lang auf eine Ration Dal Chawal (Linsen mit Reis) warteten.

Die Zahl der Menschen, die in Zelten lebten, und von denen die ich früh morgens hunderte gesehen hatten, schien sich gegen Abend mindestens verdreifacht zu haben. Viele von ihnen erzählten mir schreckliche Geschichten über zusammenstürzende Dächer und zeigten dabei eine Ruhe, die in einer erfundenen Geschichte unglaubwürdig gewirkt hätte. Gegen 21.30 Uhr erschütterte ein kleines Nachbeben die Zelte und ließ die Menschen aufschreien. Außerhalb des Annapurna, einem der wenigen Hotels der Stadt, in dem das Internet funktionierte, schluchzte eine weiße Frau in einem wunden, melodischen Französisch. Später erfuhr ich, dass sie als Gast zu einer Hochzeit gekommen war, die niemals stattgefunden hatte.

„Ich verspreche, ich verspreche es dir“, sagte jemand auf Englisch mit einem starken indischen Akzent immer wieder zu ihr. „Ich verspreche dir, dass das Schlimmste vorbei ist.“

Der Durbar Platz in Kathmandu – vor dem Erdbeben. Viele der Gebäude dieses UNESCO- Welterbes sind jetzt nur noch Trümmer.

Image caption: Der Durbar Platz in Kathmandu – vor dem Erdbeben. Viele der Gebäude dieses UNESCO- Welterbes sind jetzt nur noch Trümmer.

Copyright: Foto: Tina Walsberger

Für reiche Menschen und für Fremde mochte das stimmen, aber für alle anderen war klar, dass das Leben in Kathmandu nie wieder das gleiche sein würde. Das architektonische Erbe der Stadt lag in Trümmern, und damit auch ein großer Teil der nepalesischen Tourismusindustrie. Die Zahl der Toten in den Geschichten, die meine Kollegen und ich lieferten, wurde ständig nach oben korrigiert – und es geht immer noch so weiter.

Am Morgen des 28. Aprils wollte ich aus dem Basislager des Mount Everest berichten, wo eine Lawine praktisch alles auf ihrem Weg dem Erdboden gleich gemacht hatte. Es gebe zwei Möglichkeiten, dort hinzukommen, sagte mir ein Mann am Hotelempfang. Ich konnte zu einem kleineren Flughafen fliegen und von dort aus sechs Tage lang wandern, oder ich konnte einen Hubschrauber mieten, was ein bisschen mehr als 5.000 Dollar kosten würde, weil Benzin knapp war. Ich hatte weder die Zeit noch das Geld für eine der beiden Möglichkeiten, also schaute ich mich nach einer anderen Geschichte um. Mir fiel ein Artikel der israelischen Zeitung Haaretz in die Hände, der von der Ankunft israelischer Soldaten am Birendra Militärkrankenhaus am Rande Kathmandus posaunte. Wie nebenbei erwähnte der Artikel auch, dass das Krankenhaus eines der wichtigsten Unfallzentren des Landes war. Das schien mir ein guter Ort zu sein, um eine Geschichte zu finden.

Der Durbar-Platz nach dem Erdbeben. Viele der Gebäude sind hunderte Jahre alt.

Image caption: Der Durbar-Platz nach dem Erdbeben. Viele der Gebäude sind hunderte Jahre alt.

Copyright: Foto: Michael Edison Hayden

Ich traf keine anderen Journalisten in Birendra, aber ich habe Furchtbares gesehen. Ich sah junge Mädchen mit kaputten Gesichtern und eine alte Frau, deren Beine an den Knien halb abgerissen waren, und einen schreienden Jungen, an dessen Oberkörper Blut herunterlief. Ich sah auch Leute, die atemberaubend heldenhaft waren: Ärzte, die bereit waren, tagelang ohne Schlaf zu arbeiten, und Soldaten die verletzte Kinder auf ihren Schultern in die großen grünen Sanitätszelte trugen.

Mir passierte etwas Seltsames in Birendra, das mir bei meiner Arbeit als Reporter noch nie passiert war: Ich weinte. Als ich ein junges Mädchen namens Ronisa traf, die Protagonistin eines meiner Artikel werden sollte, konnte ich mir das, was ihr passiert war, unmöglich vorstellen. Sie war in einem Haus gewesen, als alles über ihr zusammenbrach. Ihre ganze Familie starb dabei. Sie selbst trug innere Verletzungen davon, an denen sie vielleicht sterben würde. Im besten Fall würde ihr Gehirn auf Dauer geschädigt sein. Ich sprach mit ihrem Arzt, murmelte dann so etwas wie “Vielen Dank”, ging dann an die frische Luft und heulte unter einem Baum.

Am nächsten Tag bezahlte ich einen Fahrer, um nach Sindhupalchowk zu kommen, einen ländlichen Bezirk gut 60 Kilometer vor Kathmandu - der Ort, an dem man Ronisa gerettet hatte. Aufgrund der Verletzten, die ich in Birendra gesehen hatte und die von hier kamen, schien es dort eine Geschichte zu geben. Nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt durch die großartige Berglandschaft hatte ich mehr Geschichten gesammelt, als ich je in einem 800 Wörter langen Zeitungsartikel würde erzählen können. Jedes Haus war zertrümmert; die meisten waren nur noch Haufen aus gelben Ziegeln und Metalldrähten, die sich wie kahle Bäume in die Luft reckten. Unter allem lagen tote Körper begraben. Ein Gebäude der Western Union, der einzige moderne Laden, den ich sah, schien langsam eine Klippe herunterzurutschen. Keine Helfer waren hierher gekommen. Es war niemand da, der helfen konnte.

Straßenschäden

Image caption: Straßenschäden

Copyright: Foto: Krish Dulal

Zweimal war ich versucht, Menschen Geld in die Hand zu drücken, und hielt mich selbst davon ab. Es schien mir ethisch fragwürdig, da ich als Reporter da war. Jetzt frage ich mich, ob das nicht die nützlichste Sache gewesen wäre, die ich mit meinem Aufenthalt hätte erreichen können.

Die Geschichte, die mich bis jetzt noch verfolgt, ist eine, die zu dem Zeitpunkt, als ich darüber berichtet habe, am wenigsten folgenreich aussah. Im Grunde fing es damit an, dass jemand, der in Kathmandu lebte, auf Aadyas Facebook-Zeitleiste etwas über ein Waisenhaus schrieb, das durch das Erdbeben zerstört worden war. Er war entrüstet darüber, dass die Kinder, die dort lebten, einfach im Regen davor saßen, ohne jemanden, der auf sie aufpasste, außer Gott. Aadya machte mich darauf aufmerksam, noch während ich dabei war, den Artikel über das Krankenhaus fertigzumachen. Mein Telefon funktionierte endlich wieder, also rief ich sie an.

“Ich kann das einfach nicht – nicht jetzt.”

“Aber das sind Waisenkinder — du musst darüber berichten.”

“Es tut mir leid, ich weiß nicht.”

“Sie haben niemanden.”

Als ich am Donnerstag, den 30. April, beim Waisenhaus ankam, um meine letzte Geschichte zu schreiben, war es längst nicht so schlimm zerstört, wie das, was ich sonst in Nepal gesehen hatte, und keiner der Waisen war umgekommen. Das Gebäude, ein großes majestätisches Ding, mit dem die nepalesische Königsfamilie etwas zu tun hatte, war jedoch kaputt genug, um unbewohnbar zu sein. Die meisten der 135 Kinder, die dort lebten, vor allem die Babys und die Mädchen, waren zu einem anderen Waisenhaus geschickt worden, das jetzt stark überfüllt war. So weit war nichts an dieser Situation einzigartig schrecklich. Aber 17 halbwüchsige Jungen schliefen draußen in der Garage eines Regierungsgebäudes. Die Jungs waren schmutzig, zu leicht bekleidet, ihnen war kalt und sie waren heimatlos. Es war traurig, und deshalb einen Bericht wert.

Was mich als erstes an diesem Waisenhaus entsetzte, hatte überhaupt nichts mit dem Erdbeben zu tun. Ich hatte bei meinen Recherchen erfahren, dass zwei Männer, die dort gearbeitet hatten, im Dezember 2014 im Gefängnis gelandet waren, weil sie mehrfach blinde und autistische Mädchen vergewaltigt und sexuell missbraucht hatten. Diese Typen besoffen sich täglich mit billigem Fusel und taten so, als wären sie Bollywood-Schauspieler, bevor sie die hilflosen Kinder vergewaltigten. Von der Vorstellung wurde mir schlecht, und sie machte mich wütend. Sie überschattete alles, was ich sah.

Das zweite, was mir nahe ging, war ein elfjähriger Junge namens Sagar, über den ich schließlich in meinem Artikel schrieb. Nachdem ich die Jungs in der Garage interviewt hatte, folgte mir Sagar nach draußen und griff im Gehen nach meinem Unterarm und hielt ihn fest. Und wenn ich sage, dass dieses Kind meinen Unterarm festhielt, dann meine ich, dass er ihn wirklich festhielt, sich an mir festklammerte. Es war ein Akt der Verzweiflung, als würde er sagen: “Nimm mich bitte mit, hol mich hier raus.“

So lief er mindestens 15 Meter mit mir mit und drückte dabei meinen Unterarm mit der ganzen Liebe und Kraft, die in seinen Händen war – bis an den Punkt, an dem der Weg nach draußen sich zu einem dünnen, grün bewachsenen Streifen neben einem Abfluss schmälerte, wo nur noch Platz für eine Person war. Hier drückte er meinen Unterarm ein letztes Mal fest, und ließ mich dann, sehr sanft und sehr zögerlich, gehen.

Als ich zurückschaute, stand Sagar immer noch da, wo ich ihn verlassen hatte – und blickte mit seinen schwermütigen schwarzen Augen zu mir.

Am nächsten Tag kehrte ich nach Mumbai zurück. Seitdem habe ich mich nicht mehr normal gefühlt. Kürzlich bin ich aus Versehen in ein fahrendes Taxi hineingelaufen. Neulich drehte ich meine abendliche Joggingrunde und hielt kurz inne, um Atem zu holen. Ich schwöre, ich spürte die unsichtbare Berührung von Kinderhänden auf meinem Unterarm, wo Sagar mich letzten Donnerstag neben der Garage festgehalten hatte.

Ein Teil des Langtang-Tals im Norden von Kathmandu liegt unter einem Erdrutsch begraben

Image caption: Ein Teil des Langtang-Tals im Norden von Kathmandu liegt unter einem Erdrutsch begraben

Copyright: Foto: Michael Hamrah

Ich fühlte mich fast wie einer dieser Patienten, die nach einer Amputation Phantomschmerzen haben. Der Junge war da. Wirklich da, wenn auch für einen winzigen Moment. Ich habe den Verdacht, dass ich noch lange spüren werde, wie seine Finger meinen Unterarm berühren. Vielleicht werden meine Frau und ich ihm ein paar neue Kleider oder Spielzeug schicken, und er wird weggehen. Vielleicht ist die Tatsache, dass ich diesen Text schreibe, der erste Schritt, den ich tun muss, um mir zu verzeihen, dass ich wieder zu Hause bin, während er dort geblieben ist. Vielleicht ist das hier ein erster Versuch ihn zu bitten, er möge mich loslassen.