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Zuversicht

Fünf gute Nachrichten, die im Mai untergegangen sind

von der Krautreporter-Gruppe für Lösungen
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Unter den vielen Nachrichten, die Tag für Tag auf uns einprasseln, verstecken sich auch Berichte über Lösungen und hoffnungsvolle Anfänge. Die Mitglieder der Krautreporter-Facebook-Gruppe „Gute Nachrichten – Lösungen hat die Welt“ sammeln diese Meldungen. Das waren die fünf beliebtesten guten Nachrichten, die im Mai 2019 geteilt wurden:

1. Wo Wasserstoffzüge alte Dieselloks ablösen

NDR Info Perspektiven am 17.04.2019

Ein Großteil der deutschen Bahnstrecken ist elektrifiziert, aber gerade in abgelegenen Gebieten fahren nach wie vor viele Dieselloks: laut, ruckelig und rußend. In Niedersachsen wurden diese im September 2018 durch Wasserstoffloks ersetzt, die leiser fahren und weniger Schadstoffe ausstoßen. Innerhalb des ersten halben Jahres Regelbetrieb erfüllten sie alle Erwartungen, weshalb nun auch in Hessen im Taunus und in Thüringen bald Wasserstoff-Loks fahren.

2. Aktion Little Home Köln

WDR 5 am 17.05.2019

Langzeit-Obdachlosen fällt es oft schwer, sich wieder an ein geregeltes Leben in einer Wohnung zu gewöhnen. Auch Hilfsangebote kommen manchmal nicht an, weil die Sozialarbeiter die Obdachlosen nicht erreichen, Unterkünfte sind oft nicht an die Probleme angepasst. Die Aktion „Little Home“ aus Köln ändert das, indem sie Obdachlosen winzige Wohnungen zur Verfügung stellt, mit denen sie langsam die Ortsansässigkeit üben können. Das Projekt hat sich inzwischen von Köln in weitere Städte verbreitet.

Eine Initiative, die sich speziell an obdachlose Jugendliche richtet, haben wir hier vorgestellt, und in Düsseldorf gibt es ein Projekt, das ähnlich wie das Kölner Programm Obdachlosen erstmal das gibt, was sie vor allem brauchen: ein Dach über den Kopf. Die Besonderheit dabei: Das gibt es ohne Bedingungen, wie Hanna Gerwig hier schreibt.

3. Nachhaltige Server: Warme Luft lässt Algen blühen

NDR Info Perspektiven am 15.04.2019

Ohne Rechenzentren wäre die „Cloud“, die unser Leben so bequem macht, undenkbar. Gleichzeitig benötigen Rechenzentren aber viel Energie, von der sie das meiste in Form von Wärme wieder abführen müssen. Ein nordfriesisches Rechenzentrum versucht, beim Betrieb entstehende Wärme und Kohlenstoffdioxid für den Gemüseanbau zu nutzen. Auch anderswo wird experimentiert, um Rechenzentren umweltfreundlicher zu betreiben, das „Cloud & Heat“ etwa produziert neben Rechenzeit auch Fernwärme.

4. „Bosch wird 2020 klimaneutral sein“

Frankfurter Allgemeine Zeitung am 09.05.2019

Bosch plant, bis zum Jahr 2020 insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid einzusparen. Zunächst vor allem durch Kompensationsmaßnahmen, langfristig aber durch steigende Energieeffizienz, es sollen also absolut weniger Treibhausgase ausgestoßen werden.

5. „Es gibt Wichtigeres“ – Junge israelische Juden und Araber streiken gemeinsam für mehr Klimaschutz

Climate Home News am 24.05.2019

In Israel geht nahezu alles unter im Konflikt zwischen Israelis und Arabern, zwischen Juden, Christen und Muslimen. Dennoch gelang es strike4future_israel, Angehörige von allen Gruppen zu vereinen, um gemeinsam für mehr Klimaschutz zu kämpfen. Voraussetzung: Das Gemeinsame wird betont, das Trennende totgeschwiegen.

Wer die Übersicht verloren hat: Esther Göbel erklärt hier den Israel-Palästina-Konflikt so, dass man ihn auch versteht, wenn man nicht jeden Tag die Nachrichten aus dem Nahen Osten verfolgt.


Redaktion: Rico Grimm; Produktion: Vera Fröhlich; Bildredaktion: Martin Gommel.

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