Lösungen gegen die Abwanderung

Die Hauptstadt der Rückkehrer

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Als der Heiligenstädter Christian Simon seinen letzten Praktikumstag in der alten Druckerei seiner Heimatstadt hatte und sich am letzten Tag noch einmal zu ihren hohen Toren umdrehte, da machte er sich ein ungewöhnliches Versprechen. Er sagte sich: Bald kehre ich hierher zurück.

Ein seltsames Vorhaben für jemanden, der gerade mit der Schule fertig ist. Zumal in einem Land, dessen Bürger nach Jahrzehnten des Eisernen Vorhangs plötzlich die Tore der Welt offenstanden. Simon gehörte dieser neuen, ersten weltgewandten Generation Ostdeutschlands an. Er machte Karriere in München, London und den USA. Und seine alte Druckerei ging pleite.

Vielleicht war es ja auch nicht die Druckerei, zu der Christian Simon zurückkehren wollte. Vielleicht war es seine Heimat, das Eichsfeld, in das er zurück wollte. Da wäre er ja beileibe nicht der einzige: Das Eichsfeld hat die höchste Rückkehrerquote Deutschlands.

Die Rede von der Heimat ist nicht erst seit Seehofers neuem Ministerium. Immer wieder untersuchen Forscher, wie viele Menschen im Laufe ihres Lebens wieder zurück in die Heimat gehen. Was Ostdeutschland betrifft, lieferten diese Studien in den letzten Jahren immer wieder überraschende Erkenntnisse. Etwa, dass jeder dritte ausgewanderte Ostdeutsche mit dem Gedanken an die Heimkehr spielt. Und dass so viele dieser Ostdeutschen ihre Pläne umgesetzt haben, dass mittlerweile so viele wieder in den Osten ziehen, wie Menschen von Ost nach West wandern.

Eine Region sticht bei den Statistiken der Ost-Rückkehrer aber immer besonders hervor: das thüringische Eichsfeld. Jeder Dritte, so lautet die aktuelle Zahl, kehrt im Laufe seines Lebens wieder hierher zurück. Das ist Spitzenwert. In keine andere Gegend, als in die um Heiligenstadt und Leinefelde-Worbis, kehren verhältnismäßig mehr Menschen zurück.

Wer sind diese Menschen, die Heiligenstadt oder Duderstadt München oder Düsseldorf vorziehen?

Um in Heiligenstadt dem Thema „Rückkehr” zu begegnen, muss man gar nicht groß suchen – es genügt schon, wenn man in St. Martin das Gästebuch aufschlägt.

Als Christian Simon 2009 wieder nach Heiligenstadt zog, mietete er sich mit seiner Frau erst eine Wohnung, dann machte er seinen Plan wahr: Er kehrte an Weihnachten 2015 in seine alte Druckerei zurück. Das alte Fabrikgebäude aus Backstein, mitten im Zentrum der Stadt, ließ er sich schick sanieren, sogar nach Auflagen des Denkmalschutzes. Heute bewohnt er den zweiten Stock, ein verglastes Loft. Simons Bett steht dort, wo er 25 Jahre zuvor noch an der Fotosatzmaschine arbeitete.

Simons Geschichte ist deshalb exemplarisch für die rückkehrwilligen Eichsfelder, weil es für ihn – von außen betrachtet – eigentlich keinen wirklichen Grund gab, wieder nach Hause zu ziehen.

1997 ging Simon nach Berlin, er reiste um die Welt und machte Karriere bei Softwareunternehmen und in der Autoindustrie. Mitte der Nuller-Jahre wurde er in München sesshaft. Mit einem sicheren Einkommen, einer leitenden Position, einem schicken Auto. Einem guten Leben, würde man meinen. Sein Zweifel begann, als Simon in München auf andere Eichsfelder traf.

„Es war eine Zeit, zu der sich zwei Eichsfelder Generationen in der Fremde begegneten”, erzählt Simon: „Jene, die direkt nach der Wende weg sind; und jene, die gerade erst nach dem Studium weggezogen waren, wie ich.” Der Zusammenhalt der ausgewanderten Eichsfelder war und ist stark. Ihre größte Facebookgruppe „Du kommst aus dem Eichsfeld, wenn …” hat heute knapp 20.000 Mitglieder – im Eichsfeld selbst leben gerade einmal fünfmal so viele Menschen.

Als Christian Simon in München lebte, war Facebook noch ein Insider unter Harvard-Studenten. Aber Simon hörte, dass es in Hannover und Frankfurt Eichsfeld-Stammtische gab, wo sich die Auswanderer regelmäßig trafen. Also gründeten er und die Auswanderer, die er getroffen hatte, den ersten Münchner Stammtisch.

Die Eichsfelder blieben ihren katholischen Festtagen treu – aber nicht unbedingt, weil sie so fromm sind

Um die 120 Auswanderer aus seiner Heimat lernte Simon in München kennen. Manchmal kamen 40 Leute gleichzeitig zu seinem Stammtisch. War in einem Münchner Brauhaus mal wieder Eichsfeld-Stammtisch, man konnte es kaum übersehen. Wenn das Heimweh besonders groß war, führten die katholischen Eichsfelder auf ihrem Stammtisch vorneweg einen gemeinsamen Gottesdienst durch, wie sie es aus der Heimat kannten. Zur Europameisterschaft 2008 hörte der damalige thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU), vielleicht der berühmteste Heiligenstädter, vom Eichsfeldstammtisch und machte einen Abstecher nach München. Zusammen guckten sich Althaus und seine stolzen Auswanderer das Spiel Deutschland gegen Portugal an.

Die Druckerei, in der Christian Simon nach dem Mauerfall sein Praktikum machte, ist heute sein Zuhause geworden.

Josa Mania-Schlegel

Außerdem planten die Eichsfelder die nächsten gemeinsamen Fahrten in die Alpen – oder nach Hause, zusammen die A9 hoch. Etwa jeden Monat, manchmal öfter, wenn eines ihrer Feste anstand: ihre geliebte Kirmes, das große Osterfest, das Pfingstfest, Familienfeiern, Weihnachten natürlich. Eichsfelder bleiben ihren katholische Feiertagen treu. Aber nicht unbedingt, weil sie streng fromm sind, sondern weil sie die wilden Feste seit der Jugend kennen.

„Die Eichsfelder machen das alles ein bisschen anders”, sagt Anne Rademacher, die Seelsorgerin des Bistums Erfurt, dem das Eichsfeld untergeordnet ist. „Die kirchlichen Feste dort haben aber immer auch eine hohe persönliche und gesellschaftliche Bedeutung – das sind große Prozessionen, mit Blaskapelle und allem, das finden Sie vielleicht noch im tiefsten Bayern. Aber eigentlich nicht in Thüringen.” Und auch, wenn die Erfurter nicht ganz verstehen, was da im Norden Thüringens so vor sich geht, profitieren sie davon: schätzungsweise jeder zweite Anhänger des thüringischen Bistums stammt aus dem Eichsfeld.

Klingt paradox, ist aber möglich: Die Globalisierung stärkt die Möglichkeit zurückzukehren

Den Münchner Christian Simon stimmten die Heimfahrten aber bald nachdenklich. Er sagte sich: „Ich will am Wochenende nicht nach Hause fahren, ich will zu Hause sein.” Und so zog er, wie viele andere Stammtischgänger, wieder heim. „Meine Münchner Kollegen fragten, was ich in der Provinz wolle, ich hätte hier doch alles”, sagt Simon. „In der Großstadt kannst du genauso vereinsamen wie auf dem Land”, meint er, „da fahre ich lieber zwölfmal im Jahr auf ein Konzert nach München, Hamburg oder Leipzig als zwölfmal im Jahr nach Hause.”

Und Simon spielte der Zeitgeist in die Hände. Er richtete sich in der Heimat ein Homeoffice ein und merkte schnell, dass sich die meisten Meetings auch via Online-Konferenz durchführen ließen. Seine Kunden lebten ohnehin in der ganzen Welt; nach China und die USA telefonierte Simon fast täglich.

Es ist klingt paradox, aber die vernetzte Welt könnte ein Grund dafür sein, dass es viele Menschen heute wieder in die Heimat zieht, so auch ins Eichsfeld. Wenn der Arbeitsort nicht mehr auch gleichzeitig der Wohnort sein muss, dann kann die Globalisierung zu etwas führen, das ihr eigentlich widerspricht: zu einem Rückzug ins Heimische, ins Vertraute.

Das Eichsfeld ist auch der Ort, an dem sich Christian Simon heute politisch engagiert. „In München war mir das so egal, wer im Stadtrat ist”, sagt er. Mit einigen anderen Heiligenstädtern gründete er eine Bürgerinitiative. Drei Jahre später, 2012, stellten sie sich für die Bürgermeisterwahl auf – und gewannen.

Im Eichsfeld unterscheidet man nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen Rückkehrern und Daheimgebliebenen

Ihr Sieg erzählt die Geschichte eines Konflikts, der zwischen der Bürgerinitiative und der Eichsfelder CDU entbrannte, und über den im Eichsfeld niemand so gerne sprechen möchte. Und das, obwohl er das Eichsfeld prägt wie sonst nichts. Es ist der Konflikt zwischen Rückkehrern und Daheimgebliebenen.

Die Eichsfelder leben wesentlich im Umfeld zweier Orte: im niedersächsischen Duderstadt und im thüringischen Heiligenstadt. Sie waren über Jahrzehnte durch die Mauer getrennt – und doch unterscheidet man die Menschen hier nicht zwischen Ost und West. Vielmehr unterteilt man sie in jene, die wieder da sind; und jene, die schon immer da waren.

„Es gibt da einen gewissen Argwohn zwischen den beiden Lagern”, sagt Simon. „Die einen sagen: Wir haben das hier alles aufgebaut; die anderen haben dafür in der Fremde ihr Glück gesucht.” Aber Simon findet auch, dass das Eichsfeld gerade aufgrund dieser beiden Pole so gut funktioniert. Wegen den einen, die Tradition bewahren, und den anderen, die frischen Wind reinbringen.

Das beste Beispiel ist vielleicht Thomas Spielmann, jener Mann, mit dem die Bürgerinitiative die CDU bezwang. Und das in Heiligenstadt, der christlichen Hauptstadt des Eichsfelder Landkreises, also der christlichen Hauptstadt Ostdeutschlands.

Um in Thomas Spielmanns Büro zu kommen, muss man im Heiligenstädter Rathaus durch ein dunkel vertäfeltes Treppenhaus, dann öffnet der Bürgermeister persönlich im weißen Hemd seine Glastür. Grüner Teppich leuchtet einem entgegen. Da ist es wieder, das Eichsfelder Spiel mit Altem und Neuem.

Ein Wort erklärt die Beliebtheit des Eichsfelds besonders gut

„Die Rückkehrer kommen ziemlich unaufgeregt wieder her, aber es gibt sie zahlreich”, sagt Spielmann. „Bis 2012 wurden die Heiligenstädter immer weniger, aber seitdem steigen wir wieder – auch wegen den vielen Rückkehrern.” Da huscht ein Lächeln über das Gesicht des Bürgermeisters. 2012, das war auch das Jahr seines Amtsantritts. Dieses Jahr will der neue Bürgermeister der Hauptstadt der Rückkehrer eine Rekordsumme in seine Stadt stecken: über zwölf Millionen Euro.

Ein Wort, das Spielmann häufig verwendet, um das Phänomen seiner Region zu erklären, lautet „strategisch”. Dabei kann das Eichsfeld ja gar nichts dafür, dass es „strategisch gut liegt”. Aber es stimmt schon: Würde man eine Nord-Süd-Achse und eine Ost-West-Achse durch Deutschland ziehen, beide Linien träfen sich ziemlich genau über Thomas Spielmanns leuchtend grünem Teppich.

Eine Wählerinitiative hat die langjährige CDU-Herrschaft im Eichsfeld gebrochen. Seit 2012 ist Thomas Spielmann Bürgermeister von Heiligenstadt.

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Und genau darin sieht Spielmann auch die Hauptmotivation der Rückkehrer. „Als Pendler sind sie schneller in ganz Deutschland als von überall sonst aus.” In die benachbarte Stadt fahren schätzungsweise 6.000 Heiligenstädter täglich. „Eine Stadt wie Göttingen könnte ohne das Eichsfeld vermutlich kaum existieren”, sagt Spielmann.

„Und wenn es immer egaler wird, wo jemand wohnt, dann ziehen die Leute eben immer öfter heim”, sagt Spielmann noch, der ja eigentlich selbst zu ihnen gehört, den Rückkehrern. Eigentlich. Der gebürtige Jenenser ging kurz vor dem Mauerfall weg, nach Bayern, Hessen, Frankfurt, Hamburg. In Düsseldorf führte Spielmann ein Möbelhaus und zog 1999 ins Eichsfeld – und damit auch zurück in sein Thüringen. Und kam hier doch nie so richtig an. „Es ist so, dass diese Region für uns emotional über Thüringen steht, und sogar über Deutschland”, sagt Spielmann. „Im Eichsfeld ist man in erster Linie Eichsfelder.”

Der Landrat schmiss den Traumjob, um zurückzukommen

Und auch er, Spielmann, bekam das zu spüren. Er, der Ostdeutsche, der Thüringer, war hier doch so fremd. Er erfüllte hier sogar ein Feindbild: Jenes des arroganten Weltenbummlers, der im Osten die heile Welt vorfindet, für die aber andere geschuftet hatten: „Manche sahen mein Düsseldorfer Kennzeichen, das ich noch hatte, und sagten: Den Wessi brauchen wir nicht.”

Dass ihn die Eichsfelder trotzdem zu ihrem Bürgermeister machten, liegt an einer anderen, der integrativen Eigenschaft dieser Region. Und daran, wie sie das große Wort dieser Tage definieren: Heimat.

Um das zu verstehen, muss man jemanden treffen, der gefühlt am Längsten hier ist. Und das, obwohl auch er – natürlich – ein Rückkehrer ist.

Das Eichsfeld ist nicht bloß ein mystisch umwobener Landstrich, den man so seltsam spitz ausspricht, sondern es handelt sich dabei zudem um einen ordentlichen Landkreis, mit 46 Abgeordneten.

Mystisch wird es wieder, wenn man erfährt, dass an der Spitze dieses Landkreises seit 1994 dieselbe Person steht: Werner Henning, selbst Eichsfelder, ein Germanist und gewissermaßen Vorzeigerückkehrer. In den 80er Jahren schmiss Henning seinen Traumjob am Weimarer Goethe-Schiller-Archiv, um wieder in seine Heimat zurückzukehren.

Henning liebt sein Eichsfeld, vielleicht liebt er es wie kein Zweiter, wenn man bedenkt, dass er – zurück in Heiligenstadt – in einem Bekleidungswerk für Kinderhosen anfing, anstatt in der Dichterstadt Goethes Nachlass zu verwalten.

Die Heimatverbundenheit Hennings hängt wie bei so vielen Eichsfeldern daran, dass sie unerschütterlich scheint und als eigene Disziplin gilt, fernab von Parlamenten oder Bürokratie. „Unsere Verbundenheit zur Heimat”, sagt Henning, „würden wir nie politisch oder ideologisch vereinnahmen lassen.”

In der DDR mussten sich die Eichsfelder fragen: Sind wir für oder gegen den Staat?

Tatsächlich hat etwa die AfD – eine Partei, die in anderen Regionen Ostdeutschlands längst zu einer Art Heimatschutzpartei geworden ist – im Eichsfeld bisher keinen Fuß auf den Boden bekommen können. Grund sei ein Abwehrmechanismus, den die Heiligenstädter zu DDR-Zeiten gelernt hätten. Jeder Bürger, erzählt Henning, habe sich damals schließlich fragen müssen: Bist du für oder gegen den Staat? In vielen Teilen der DDR habe dies zu Brüchen geführt. Nicht so im katholischen Eichsfeld, wo die Frage ganz anders gelesen wurde, nämlich so: Wie hältst du es mit der Religion?

In Heiligenstadt selbst wohnen 17.000 Menschen - sowohl Nazis als auch SED hatten es schwer, in der Region Fuß zu fassen.

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„Der politische Staat war erklärtermaßen gegen die Religion”, sagt Henning. „Also war es klar: Das Eichsfeld war gegen den Staat.” Aufgrund dieser „Übung”, wie es Henning nennt, seien die Eichsfelder immer auch in großer Distanz zum Staat großgeworden.

Was macht es mit einer Region, wenn sie Menschen prägt, denen ihre Heimat wichtiger ist als ihre Karriere; wichtiger als ihre politische Einstellung?

Das erklärt vielleicht die Geschichte, wie der Landrat Werner Henning seinen Landkreis zusammenhielt, als sich die Wahlkreise vieler anderer Lokalpolitiker in zwei Lager aufspalteten: mit der Ankunft der Flüchtlinge.

„Insgesamt zweitausend Neuankömmlinge hatte ich hier zu Spitzenzeiten unterzubringen”, sagt Henning. Und während die meistens CDU-Politiker in Ostdeutschland hektisch für Willkommenskultur warben, und damit die einen für sich gewannen und andere verstießen, wählte der Eichsfelder einen ganz anderen Weg. „Ich habe die Diskussionen um Integration immer abgewehrt”, sagt er.

Das mag schroff klingen, wie der Landrat das so sagt. Dabei steckt eine große Wahrheit dahinter: „Eigentlich gibt es ja keine Diskussion”, sagt er, „denn die Flüchtlinge sind ja trotzdem bei uns, egal, ob wir uns für oder gegen sie entscheiden. Und in diesem Moment kümmern wir uns um sie.” Bei Henning habe nie jemand in einer Turnhalle übernachten müssen, sagt er.

An dem langjährigen Landrat ging die Ankunft tausender Flüchtlinge unbeschadet vorüber. Ganz im Gegensatz zum restlichen Thüringen, zum restlichen Osten, der viel von seiner politischen Deutungshoheit – in Form der seit langen Jahren regierenden CDU – einbüßte. Und das liegt auch an Hennings Mentalität, der Mentalität seines Eichsfeldes. Und damit, dass die Menschen hier zusammenhalten.

Aber es gibt auch Momente, da hören die Eichsfelder auf, sich zu kümmern. Es sind die Momente nach ihrer Rückkehr.

2010 war Christian Simon, der Mann aus der Druckerei, gerade aus München zurückgekommen, da wollte er den Spieß umdrehen. Er wollte einen Heimkehrerstammtisch organisieren. Schließlich waren auch viele der 120 regelmäßigen Stammtischgäste aus München größtenteils wieder da.

Es wurde nichts daraus. „Kläglich gescheitert”, sagt Simon. Warum? „Einmal zurückgekehrt”, sagt er, „ist hier jeder wieder in seinem angestammten Umfeld.”


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Bis heute Abend,
dein Josa Mania-Schlegel

Redaktion: Christian Gesellmann. Schlussredaktion: Rico Grimm. Fotoredaktion: Martin Gommel [Aufmacher-Foto: NoRud/Wikipedia/CC SA BY 4.0)