„Ein anstrengendes Leben ist ein intensiveres Leben”

„Ein anstrengendes Leben ist ein intensiveres Leben”

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2020 will die Privatinitiative „dieastronautin“ eine deutsche Frau ins All schicken. Weil das Weltraum-Business noch immer eine Männerdomäne ist. Gegen 406 andere Bewerberinnen aus ganz Deutschland setzte Insa Thiele-Eich, 34, sich durch. Jetzt muss die frisch promovierte Meteorologin nur noch eine letzte Mit-Kandidatin ausstechen. Mit ihr gemeinsam trainiert sie schon für den Flug zur Internationalen Raumstation, auch wenn am Ende höchstwahrscheinlich nur eine der beiden Frauen in die Schwerelosigkeit abheben wird.

Für die zweite Folge meines Zusammenhangs „Das gute Leben” habe ich mit ihr deswegen über die Frage gesprochen: Wie wichtig ist es für ein gutes Leben, an Träumen festzuhalten – auch wenn die noch so absurd sind?


Frau Thiele-Eich, es gibt keinen unrealistischeren Traum, als ins Weltall zu fliegen. Muss man verrückt sein, um diesem Traum zu folgen?

Entweder verrückt – oder sehr gelassen (Thiele-Eich lacht). Mein Vater, der auch Astronaut war, hat zwölf Jahre auf seinen Flug gewartet.

Zwölf Jahre? Wahnsinn!

Aber es ist ja nicht so, dass man zwölf Jahre Entbehrungen auf sich nimmt, um dann endlich die Belohnung einzufahren. Ich selbst habe meinen Traum vom Astronauten-Dasein nie aggressiv oder verbissen verfolgt. Und ich glaube auch nicht, dass das gut wäre. Wenn ich so an das Projekt herangegangen wäre, hätte es bestimmt nicht geklappt. Die Psychologen testen einen sehr genau. Da wäre ich vermutlich früh ausgeschieden. Mir fehlt nichts in meinem Leben; ich habe eine Familie und einen Job, in dem ich sehr gern arbeite. Ich glaube, generell ist es nicht gut, wenn man eine Sache zu sehr will oder zu verbissen für einen Traum kämpft. Sondern, dass es harmonischer ist, wenn ein Traum organisch heranwächst.

Sie durchlaufen ein intensives Training. Was gehört alles dazu?

Ich bin erst vor drei Tagen aus Moskau zurückgekommen. Wir haben uns eine Woche lang verschiedene Aspekte der russischen Raumfahrt angeschaut: uns in die Sojus-Kapsel gesetzt, einen sogenannten Parabelflug gemacht – da wird man schon mal für einige Sekunden mit der Schwerelosigkeit vertraut –, das Kontrollzentrum sowie den Nachbau des russischen Teils der Internationalen Raumstation besichtigt. Und die Zentrifuge getestet, in der mehr Schwerkraft als auf der Erde üblich auf den menschlichen Körper einwirkt. Als nächstes steht ganz oben auf meiner Liste: Russisch lernen! Dann will ich im Winter einen Flug- und einen Tauchschein machen. Im Januar geht's weiter zum medizinischen Training am Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum, die machen mit uns ein wissenschaftliches Projekt, bei dem wir uns im All zum Beispiel selbst Blut abnehmen müssen. Und dann arbeiten wir noch mit den Analog-Astronauten des Österreichischen Weltraumforums zusammen, die Weltraummissionen hier auf der Erde simulieren.

Insa sitzt schon mal Probe beim Astronautentraining in Moskau.

Es geht nicht nur um den Flug ins All

Du meine Güte! Das ist ein ganz schöner Aufwand, um einen Traum zu verwirklichen, der vielleicht nie in Erfüllung geht.

Astronautin ist für mich ein Traumberuf – solange sich der Aufwand also im Rahmen eines Vollzeitjobs hält, ist das für mich ein vollkommen akzeptabler Aufwand. Obwohl ich das Training „nebenbei“, also neben meinem eigentlichen Job als Wissenschaftlerin, stemmen muss. In meinem Fall ist es so: Ich will ja nicht nur zehn Tage ins Weltall fliegen oder den Raketenstart miterleben. Es geht mir nicht nur um dieses Ziel, sondern auch um den Weg dorthin. Weil das Astronauten-Training mir die Möglichkeit gibt, sowohl körperlich als auch mental an meine Grenzen zu gehen. Es gibt nicht viele andere Berufe, in denen man diese Kombination hat. Deswegen sehe ich den ganzen Aufwand als etwas Positives.

Trotzdem: Wann machen Sie das alles? Astronauten-Training, Beruf, Familie. Ihr Tag hat ja auch nur 24 Stunden.

Mir kommt das alles nicht so anstrengend vor, auch wenn allein schon ein Job und zwei Kinder natürlich sehr anspruchsvoll sind. Aber wenn ich zum Beispiel eine richtige anstrengende Woche hatte und mein Mann auch – er pendelt nach Frankfurt zur Arbeit –, neige ich dazu, für den Freitagabend auch noch zwei Gastkinder zum Übernachten einzuladen und am anderen Morgen am besten die Eltern auch noch zum Frühstück (lacht). Ich ticke irgendwie so. Wenn das Leben anstrengender ist, ist es ja auch intensiver. Ich bin außerdem kein Mensch, der sehr von einem festen Rhythmus geprägt ist. Das liegt mir nicht. Auch bei den Kindern haben wir zum Beispiel keine festen Zu-Bett-Geh-Zeiten.

Echt nicht?

Nein. Dadurch sind wir als Familie viel flexibler. Wir können mehr auf die jeweiligen Bedürfnisse aller Familienmitglieder reagieren. Aber es fällt mir schwer, einen universellen Tipp abzuleiten; unsere Familienorganisation ist über die Jahre dynamisch gewachsen. Trotzdem ist die Zeit natürlich knapp; manchmal renne ich Freitagsabends um zehn vor zehn in den Supermarkt, schmeiße alles in den Einkaufswagen – und das ist dann mein Wocheneinkauf. Einen gewaltigen Anteil hat bei mir lange Zeit die ganze Planerei des Familienalltags eingenommen. Aber mit der Zeit habe ich da mehr und mehr an meinen Mann abgegeben. Gerade in meiner Phase jetzt. Wenn ich jetzt mal eine Woche nicht da bin, kriegt mein Mann das schon hin – ohne, dass ich den großen Masterplan vorher entworfen habe.

Also langweilig scheint Ihnen jedenfalls nicht zu sein. Wieso wollen Sie unbedingt ins All, so weit weg von alldem?

Das fing ungefähr an, als ich acht Jahre alt war. Nämlich, als mein Vater mir eines Nachts am Himmel den Andromeda-Nebel zeigte und erklärte, dass der eine andere Galaxie sei. Ich weiß noch, wie ich damals dachte: „Wie jetzt – eine andere Galaxie? Moment mal! Es gibt mehr als eine?!“ Das muss einem ja erstmal klarwerden. Mich hat das damals unglaublich beschäftigt und fasziniert. Weil das ganz nah an den Ursprungsfragen dran ist: Wo kommen wir her? Warum sind wir hier? Wen gibt es noch im Universum außer uns? Die Faszination für diese Fragen habe ich nie verloren. Zudem bin ich durch meinen Vater ja mit dem Alltag eines Astronauten aufgewachsen. Ich habe früh gesehen: Was macht der Astronaut, wenn er trainiert? Was macht er, wenn er auf seinen Flug wartet? Was tut er, nachdem wieder aus dem All zurückgekommen ist?

Waren Sie damals beim Start dabei, als Ihr Vater ins All flog?

Ja, ich habe das live miterlebt, 17 war ich damals. Das war total skurril: Wir standen als Familie fernab von den üblichen Zuschauern auf einem Dach, ein paar Psychologen im Hintergrund, falls der Start misslingen und man eine Akutbetreuung brauchen würde …

… die stehen schon beim Start bereit zur eventuellen Verwandtenbetreuung? Oh Gott!

Ja (Thiele-Eich lacht), jede Familie hat ihren eigenen „Crew-Support“. Ansonsten macht man als Familie noch verschiedene andere Rituale mit, zum Beispiel malt man ein Willkommensschild für die Astronauten, für deren Rückkehr auf der Erde. Der Abflug meines Vaters wurde mehrmals verschoben, das war sehr nervenaufreibend. Du stehst zum dritten Mal auf diesem Dach und der Abflug wird schon wieder abgesagt. Aber wenn es dann losgeht, kannst du die Vibration durch die Kraft der Triebwerke am eigenen Leib spüren; das ganze Dach wackelt, weil du so nah dran stehst.

Und das war der Moment, in dem Sie dachten: „Genau das will ich auch“?

Nee, in diesem Moment war meine Aufmerksamkeit wirklich nur auf meinen Vater gerichtet. Da gab's keinen Raum für mich selbst. Es gibt bei mir keinen Schlüsselmoment; mein Wunsch, ins All zu fliegen, ist einfach über die Jahre gewachsen. Als Teenager habe ich in den USA ab und an auf die Kinder von anderen Astronauten-Familien aufgepasst, man kannte sich ja durch meinen Vater. Und bei den anderen Familien habe ich gesehen, dass es auch Mütter gab, die gleichzeitig Astronautinnen waren. Das war für mich zum Beispiel ein sehr viel drängenderer Wunsch: selbst irgendwann Mutter sein. Ich habe drei Geschwister, komme also aus einer großen Familie. Es stand für mich gar nicht zur Debatte, ob ich einmal Kinder haben wollte oder nicht. Das war total klar. Und so war es irgendwann auch mit dem Astronauten-Dasein: Das würde ich wirklich gerne machen, dachte ich.

Acht Jahre hat sie auf diesen Moment gewartet

Bloß wird man viel einfacher Mutter als Astronautin.

Das stimmt. Astronaut ist ja kein erlernbarer Beruf, für den man studieren kann. Man studiert ein anderes Fach, zum Beispiel Physik oder Geowissenschaften oder Biologie oder dergleichen. Nur alle paar Jahre gibt es dann eine Ausschreibung, beispielsweise, wenn die ESA Astronauten sucht. Damit ergibt sich aber auch nur alle paar Jahre die Chance, sich als Astronautin fortbilden zu lassen. Bei der letzten offiziellen Ausschreibung vor acht Jahren war ich zu jung und grade frisch mit dem Studium fertig. Außerdem leitete mein Vater die Ausschreibung, es war also klar, dass ich damals null Chancen gehabt hätte.

Als Sie von dem Projekt „dieastronautin“ hörten, führte dann aber kein Weg mehr an einer Bewerbung vorbei?

Nein (Thiele-Eich lacht). Mein Mann und meine Mutter hatten mir die Info über das Projekt geschickt, die wussten auch schon, dass ich mich natürlich bewerben würde. Mein Mann unterstützt mich auch in diesem Vorhaben.

Insa Thiele-Iech testet in einem Parabelflug schon mal die Schwerelosigkeit. Ihr rosa Glubschi-Kuscheltier, das eigentlich ihren Töchtern gehört, hat sie auf Dienstreisen immer dabei.

Was hätte Sie davon abhalten können?

Es gab einen Moment, in dem ich zögerlich war und überlegt habe. Das war aber schon nach der Bewerbung. Ich habe mich gefragt, ob das ganze Projekt mehr in eine Casting-Richtung laufen würde. Ich hatte die Befürchtung, dass es mehr so in Richtung Reality-TV gehen könnte. Hätte sich das herausgestellt, dann hätte ich es nicht gemacht. Aber im vergangenen September gab es eine Veranstaltung in Berlin rund um das Projekt, wo die Bewerber auch das Team kennenlernen konnten, da habe ich dann gemerkt: „Okay, das ist schon eine ernste wissenschaftliche Sache.“

Ihre Assistentin ist eine ehemalige Konkurrentin

Wann und woher weiß man, dass es klüger ist, einen Traum aufzugeben, auch wenn er noch so groß ist?

Ich glaube, wenn man merkt, dass der Preis zu hoch ist. Wenn jetzt zum Beispiel eines meiner Kinder schwer erkranken würde oder meine Familie mich aus einem anderen Grund auf einmal sehr viel stärker bräuchte, würde ich eventuell sagen: „Okay, es fühlt sich jetzt einfach nicht mehr richtig an, dass ich meinen Traum auf Kosten anderer verwirkliche.“ Denn natürlich ist es so: Einen Preis bezahlt man immer. Entweder ich, oder die Kinder und mein Mann, weil ich jetzt durch das Training weniger zu Hause bin. Da sollte man sich nichts vormachen.

Es geht also darum, dass man seinem eigenen Gefühl vertraut?

Ja, sowieso. Man sollte auch mal die eigene Motivation für den Traum hinterfragen. Ich habe, genau wie die zweite Kandidatin im Training, ein „Astronaut-Support-Team“. Und meine persönliche Assistentin, die mir im Rahmen dieses Projekt als Teil des Teams zugeteilt wurde, hatte sich auch beworben als Astronautin für das Projekt …

… oh! Sie sieht also jetzt jeden Tag, wie Sie einen Traum leben dürfen, der auch ihr eigener ist?

Ja. Wir haben uns schon während des Bewerbungsverfahrens kennengelernt. Wir verstehen uns sehr gut, auch ohne viele Worte. Aber wenn sie mit mir zum Training nach Russland reist, ist das natürlich keine leichte Situation für sie. Sie war ja schon sehr nah dran an ihrem Traum, und dann steht sie daneben als eine, die nicht mitmachen durfte. Wir haben sehr viel darüber gesprochen. Sie sagte mir: Es ist wichtig, bei den eigenen Träumen nach der Motivation zu fragen. Was ist der Hauptgrund dafür, dass ich eine bestimmte Sache unbedingt machen möchte? Oder, dass ich mir etwas sehr wünsche? Wenn ich das weiß, kann ich mir diese Sache vielleicht auch woanders abholen.

Was ist denn Ihre eigene Hauptmotivation?

Zum einen eine ganz egoistische: Ich will diese Erfahrung im Grenzbereich mitmachen. Die Forschung, aber auch die körperliche Erfahrung. Zudem geht es bei diesem Projekt ja auch um die erste deutsche Frau im All. Das ist 'ne super Gelegenheit, öffentlich mehr darüber zu reden, warum es so wenige Frauen in der Weltraumforschung gibt und wie man das ändern kann. Das finde ich enorm wichtig.

Das könnte für Sie auch ein guter Tipp sein. Denn höchstwahrscheinlich fliegt nur eine von beiden Kandidatinnen. Also entweder Sie – oder die andere. Es besteht also mindestens eine 50:50-Wahrscheinlichkeit, dass Sie am Ende scheitern werden. Wie wappnen Sie sich gegen die Enttäuschung?

Ich wäre natürlich total enttäuscht, da mache ich mir gar nichts vor. Aber ich könnte beispielsweise auch einen Flugschein machen, ohne Astronautin zu sein. Ich versuche aber, nicht zu viel darüber nachzudenken. Die Sache wird ja auch erst ein Jahr vor dem eigentlichen Flug entschieden, bis 2020 ist es noch lange hin. Und bis dahin will ich mich nicht verrückt machen.

Jedes Zwei-Euro-Stück kam in die Sparbüchse

Wie wichtig ist es im Leben, Träume zu haben und an einem Ziel festzuhalten?

Ich würde nicht „festhalten” sagen. Aber ich finde es sehr wichtig, dass man Visionen davon hat, wie das eigene Leben aussehen kann oder wo es hinführen soll. Es hilft oft, sich das zu visualisieren, sich also vorzustellen, wie man etwas tut. Dann werden Tagträume ein bisschen greifbarer. Ich wollte zum Beispiel immer unheimlich gerne eine Weltreise machen. Nach dem Studium den Rucksack aufschnallen und los! Mein Mann, mit dem ich seit 17 Jahren zusammen bin, ist aber der absolute Anti-Camper. Ich glaube, als ich die Idee zum ersten Mal vorgeschlagen habe, dachte er: „Die ist bekloppt!“ Zudem hatte ich damals keinerlei Ersparnisse, und wir kommen beide nicht aus einem reichen Elternhaus.

Das hat Sie aber nicht abbringen können?

Nein. Ich hab dann über zwei Jahre akribisch das Geld zusammengespart, jedes Zwei-Euro-Stück in die Sparbüchse gesteckt. Und mir eben auch vorgestellt, wie das wäre, wenn mein Mann und ich dann tatsächlich unterwegs wären, einen Rucksack zusammen kaufen, im Flieger sitzen. Und wir haben das dann tatsächlich auch gemacht. Ein halbes Jahr lang.

Glauben Sie, ein Mensch kann ohne Träume leben?

(Überlegt lange, bis sie antwortet) Ich wüsste jetzt gerade nicht, wie. Das stelle ich mir sehr traurig vor. Ohne meine Träume wäre vieles von dem nicht da, was jetzt in meinem Leben ist.

Wie meinen Sie das?

Zum Beispiel, als mein Mann und ich beschlossen haben, dass wir unser erstes Kind kriegen wollten. In meinem Arbeitsumfeld war damals keine andere Frau, die promovierte und trotzdem ein Kind bekam. Aber weil mein Traum, Mutter zu werden, so stark war, haben wir uns getraut zu sagen: „Okay, wir versuchen's einfach und schauen, ob es klappt und wie es dann wird.“ Ich war die erste Doktorandin bei uns, die Kinder hatte. Aber danach wurden es mehr – weil die anderen Frauen sahen: „Okay, das geht ja tatsächlich!“ Mein Mann hat ein ganzes Jahr Elternzeit genommen, als einer der wenigen Väter, die wir kannten – aber auch nur, weil wir woanders zuerst gesehen hatten, dass das möglich ist. Ich glaube, wenn man einen Traum hat, trifft man solche großen und schwierigen Entscheidungen leichter und findet einen eigenen Weg.

Also lieber den Traum verfolgen und die mögliche Enttäuschung in Kauf nehmen, als den Traum zu begraben?

Ja. Ich wüsste auch gar nicht, wie man einen Traum aktiv begraben kann. Wenn sich einer nicht umsetzen lässt, würde ich trotzdem sagen: Durchlebe ihn dann wenigstens gedanklich, als ihn dir selbst zu verbieten. Allein die Vorstellung, dass ich ins All fliege, gibt mir mehr, als die Energie darauf zu verwenden, diesen Traum aus meinem Denken herauszustreichen. Warum sollte man das auch tun?


Wie geht ein gutes Leben? Und vor allem: Was brauche ich dafür? Mehr Zeit? Viel Geld? Selbstbestimmung? Freiheit? Liebe? Ruhm? Mehr Sonne und weniger Stress? Eigene Kinder?

Auf der Suche nach Antworten habe ich mich mit verschiedenen Personen unterhalten, von denen ich denke, dass sie eine besondere Sicht auf das Leben haben. In den kommenden Wochen kannst du deswegen insgesamt sechs Interviews lesen. Abonniere meinen Newsletter, um keine Folge zu verpassen und einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu bekommen.

Für die nächste Folge habe ich mit jemanden gesprochen, der die (Konsum-)Geschichte von Dingen wissenschaftlich erforscht hat - zurück bis ins 15. Jahrhundert. Er hat mir erklärt, warum jeder Deutsche denkt, er brauche mindestens 13 Paar Socken. Und warum so viele immer mehr kaufen – und am Ende trotzdem nicht zufriedener sind.

Theresa Bäuerlein hat bei der Erarbeitung des Textes geholfen; Peter Gericke hat die Illustration gestaltet, Copywright auf die Fotos hat Markus M. Gloger/Space Affairs. Vera Fröhlich hat gegengelesen.