Mit diesen sieben Tipps steuerst du deine Träume

Mit diesen sieben Tipps steuerst du deine Träume

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1. Führe ein Traum-Tagebuch

Du kannst dich nie oder selten an deine Träume erinnern oder denkst sogar, dass du nie träumst? Das stimmt garantiert nicht, denn jeder Mensch träumt. Dein Traumgedächtnis kannst du schulen, indem du direkt nach dem Aufwachen versuchst, dich an Details aus deinen Träumen zu erinnern. Öffne die Augen dabei am besten nicht und bewege dich möglichst wenig. Versuche anschließend, den Traum genau aufzuschreiben.
Oft wacht man auch nachts kurz aus einem Traum auf. Wenn du diesen gleich aufschreibst und dich damit beschäftigst, kann es sein, dass der Traum beim Einschlafen weitergeht – im Idealfall luzid.

2. Achte auf Traumzeichen

Das sind Elemente, die dir zeigen, dass du gerade träumst. Sie wiederholen sich oft. Wenn du fleißig im Traumtagebuch notierst, was dir beim letzten Mal komisch vorkam, hast du im nächsten Traum vielleicht einen Aha-Effekt und wirst luzid. Du sprichst mit einer Person, und plötzlich sieht sie ganz anders aus? Du ertappst dich dabei, wie du durch den Raum fliegst? Oder es spaziert gerade ein Fisch im Anzug an dir vorbei? Das alles sind Zeichen dafür, dass du dich gerade in einem Traum befindest.

3. Sei kritisch

Hinterfrage auch im Alltag öfter mal Situationen: Kann es sein, dass ich gerade träume? Kommt mir etwas komisch vor in meinem Umfeld? Weiß ich, wo ich die letzten Minuten verbracht habe? Bin ich an einem Ort, den ich nicht kenne? Wenn du die Situationen nicht einfach hinnimmst, sondern bewusst infrage stellst, wirst du es auch eher merken, wenn du in einem Traum bist.

4. Reality Checks

Manchmal ist es nicht so eindeutig, ob du gerade im Traum bist oder nicht. Dann helfen sogenannte Reality Checks, mit denen du überprüfst, ob du träumst. Halte dir zum Beispiel die Nase zu – kannst du weiteratmen, bist du wahrscheinlich im Traum. Oder du versuchst, einen Finger durch die Handfläche zu stecken oder durch eine Wand zu gehen. Im Traum sollte das funktionieren. Wenn du diese Checks im wachen Zustand mehrmals am Tag machst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du sie unbewusst auch irgendwann im Traum machst. Im Film „Inception”, der von Klarträumen handelt, hat Leonardo DiCaprio einen Kreisel dabei. Dreht sich dieser unendlich weiter, ist er im Traum. Kippt der Kreisel nach einiger Zeit, ist er in der Realität.

5. Nimm dir vor, klar zu träumen

Leg dich entspannt ins Bett. Schaue davor am besten nicht auf dein Handy oder Bildschirme, das blaue Licht macht dich wach. Wenn du das Licht ausgeschaltet hast und einschlafen willst, nimm dir fest vor: „Heute werde ich einen Klartraum haben.“ Diese Methode nennt sich Autosuggestion. Sage so einen Satz bewusst immer wieder vor dich hin und stelle dir bildlich vor, wie ein Klartraum aussehen und sich anfühlen könnte. Du kannst dir auch vornehmen, deine Reality Checks durchzuführen oder Traumzeichen zu erkennen. Kommen in deinen Träumen zum Beispiel häufig Katzen vor, sag dir vor dem Einschlafen: „Wenn ich im Traum eine Katze sehe, wird mir bewusst, dass ich luzid träume.“ So erinnerst du dich hoffentlich im Traum daran.

6. Lass dich wecken – und schlaf dann wieder ein

Die „Wake up and go Back to Bed“ (WBTB – Wach auf und geh wieder ins Bett)-Methode gilt unter Klarträumern als eine der sichersten Methoden, um einen luziden Traum zu haben. Dabei lässt du dich mitten im Schlaf aufwecken, bist 15 bis 90 Minuten wach und gehst dann wieder schlafen. Das hört sich grausam an, aber es zwingt dein Bewusstsein wach zu bleiben, während dein Körper wieder einschläft. Wann der beste Zeitpunkt ist, um sich wecken zu lassen, muss jeder für sich herausfinden. Empfohlen wird 4 bis 6 Stunden nach dem Einschlafen, dann hast du die Tiefschlafphase bereits hinter dir. In der Zeit nach dem Aufwachen solltest du so wach werden, dass du bei vollem Bewusstsein bist, aber wieder einschlafen kannst – bleib am besten nicht im Bett. In der Zeit kannst du gut Traumtagebuch schreiben oder dich mit Reality Checks beschäftigen. Beim Einschlafen nimmst du dir vor, jetzt einen Klartraum zu haben. Idealerweise steigst du dann direkt in die REM-Phase ein, in der Klarträume besonders häufig sind.

7. Täusche deinem Körper vor, dass du schon schläfst

Geübte Profis können direkt aus dem wachen Zustand in einen Klartraum übergehen. Damit das klappt, musst du deinen Körper austricksen, so dass er denkt, du würdest bereits schlafen. Lege dich dafür am besten auf den Rücken und entspanne, so gut es geht. Dann kommt der schwierigste Teil: Du darfst dich nicht bewegen, nichts das kleinste bisschen. Dein Arm wird jucken, deine Nase kribbeln, es wird unbequem sein – das sind alles Signale mit denen dein Körper prüft, ob du noch bei Bewusstsein bist und reagierst. In dieser Zeit musst du aber mental wach bleiben. Am besten konzentrierst du dich darauf, dass du einen Klartraum haben willst. Wenn du dich nicht bewegst, geht dein Körper in den Schlaf über. Da du aber geistig noch wach bist, kann es sein, dass du ein komisches Körpergefühl hast und erste Traumanzeichen sich wie Halluzinationen anfühlen. Wenn du dir sicher bist, dass der Körper fest schläft, teste mehrere Reality Checks.


Willst du mehr über Klarträume wissen oder dich mit anderen Oneironauten austauschen? Gute Adressen dafür sind:
Klartraumforum.de
Kt-forum.de

Genaue Erklärungen zu den Methoden findest du bei der School of Oneironautics .

Außerdem kann ich dir diese Bücher empfehlen:
Daniel Erlacher: Anleitung zum Klarträumen. Die nächtliche Traumwelt selbst gestalten
Paul Tholey – Schöpferisches Träumen. Wie Sie im Schlaf das Leben meistern.

Das Aufmacherfoto hat Martin Gommel ausgesucht (iStock / KatarinaBlazhievskaya).