Soll ich die Grünen wählen?

Soll ich die Grünen wählen?

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Es ist so zeitig, dass man kein Schulkind vor die Tür jagen möchte, aber ich komme weder zum Schlafen noch zum Lesen, weil auf der Zugstrecke zwischen Jena und Karlsruhe alles so unfassbar Caspar-David-Friedrich-mäßig schön aussieht: dichter Wald und sich lichtender Nebel, Dörfer und Weiher, die sich wie Schafherden an Hänge schmiegen, Kirche, Eiche, Bäcker. Und ab und zu ein Graffiti des lokalen Fußballvereins.

Ich reise gerade kreuz und quer durch Deutschland, um an den Gründungsorten unserer großen Parteien etwas über sie herauszufinden, was mir helfen wird, mich bei der Wahl zu entscheiden. Zuletzt war ich bei der FDP in Heppenheim. Diesmal suche ich nach der Identität der Grünen in Karlsruhe. Während der ICE so durch den Spätsommermorgen gleitet, und ich wie ein Guppy im Aquarium hinter der Scheibe klebe, lerne ich aber erstmal, dass Deutschland viel grüner ist, als ich dachte: Ein Drittel der Fläche ist mit Wald bedeckt. Etwa 8,3 Milliarden Bäume haben hier Wurzeln geschlagen. Das sind anderthalb Mal so viele wie im deutlich größeren Frankreich.

Die Reportage Deutschland, 24 Stunden in der Mediatek von Arte versammelt viele spannende Fakten über Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands. Auf meiner Reise begleitet mich zudem das wunderschöne Buch Germany. Memories of a Nation von Neil MacGregor, dem Intendanten des Humboldt-Forums in Berlin.

Die Deutschen haben deswegen zum Wald auch ein spezielles Verhältnis. Hier spielen die Märchen der Grimms, hier schlug Hermann die Römer, starb Siegfried und versteckten sich die Revolutionäre vor Napoleon. „In keinem modernen Land der Welt ist das Waldgefühl so lebendig geblieben wie in Deutschland. Das Rigide und Parallele der aufrechtstehenden Bäume, ihre Dichte und ihre Zahl erfüllt das Herz des Deutschen mit tiefer und geheimnisvoller Freude”, schrieb der Schriftsteller Elias Canetti in „Masse und Macht“.

Masse und Macht erschien 1960. Canetti zieht darin auch eine direkte Verbindung vom „Waldgefühl” zur Faszination der Deutschen für das Militärische: „Das Massensymbol der Deutschen war das Heer. Aber das Heer war mehr als das Heer: Es war der marschierende Wald.” Einen aufschlussreichen Essay über das spezielle Verhältnis der Deutschen zum Wald findest du auf der Seite des Goethe-Instituts.

Caspar David Friedrich: Der Chasseur im Wald, 1814.

Web Gallery of Art/Wikimedia

Lange Zeit störte sich kaum jemand an der horrenden Umweltverschmutzung in der vollbeschäftigten Industrienation Deutschland. Aber als das Wirtschaftswunder Rauch spuckte und der Wald zu sterben begann, gingen zehntausende Menschen auf die Straße. Und an meinem Reiseziel Karlsruhe gründeten 1980 mehr als 1.000 Delegierte die Grünen. Wie besonders das ist, zeigt die Tatsache, dass sie (bisher) die einzige Partei in der Bundesrepublik ist, die es geschafft hat, sich als Neugründung dauerhaft zu etablieren.

Friedensbewegung – sich regen gegen Reagan

Natürlich ist das Waldsterben nicht der einzige Grund gewesen, aus dem die Grünen entstanden sind. Es war nicht mal der wichtigste, aber anders als die Anti-Atomkraft- oder die Friedensbewegung war die Sorge um den deutschen Wald „ein einigendes Thema quer durch die westdeutsche Gesellschaft”, so die Kulturwissenschaftlerin Birgit Metzger.

Das Zitat habe ich dem lesenswerten Artikel "Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben" von Spiegel Online entnommen.

Eigentlich kamen die Grünen aus der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung. Auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung 1982 hatten sich bis zu 500.000 Aktivisten in 4.000 Einzelinitiativen organisiert, bis zu zwei Millionen Menschen demonstrierten gegen US-Präsident Ronald Reagans Aufrüstungspläne, als der in Bonn und Berlin zu Besuch war.

In der Stadthalle von Karlsruhe trafen sich 1980 mehr als 1.000 Delegierte, um die Bundespartei Die Grünen zu gründen.

Christian Gesellmann

Die etablierten Parteien machten das Wettrüsten trotzdem mit und die Grünen zogen noch im selben Jahr in den Bundestag ein, in dem dann fortan erstmals seit 1961 wieder vier Parteien saßen. Dabei waren die Grünen so unterschiedlich, wie eine Tanne nadlig ist, und vereinten (wenn auch oft nur im Streit) Bremer Kommunisten, schwule Bioladenbesitzer aus Offenbach und Magistratsdirektoren aus Frankfurt sowie ehemalige SPD-, CDU- und CSU-Mitglieder.

Manchmal sahen die Grünen allerdings auch den Wald vor lauter Bäumen nicht. Untereinander stritten sie so heftig, dass sich die Partei mehrmals beinahe entzweigerissen hätte. Ich rede hier von den berüchtigten zwei Flügeln der Realos und Fundis, den Realpolitikern und den Fundamentalisten. Der Unterschied ist im Wesentlichen, dass die Fundis das politische System überwinden wollten und die Realos in ihm arbeiten.

Das Waldsterben war eines der wenigen Themen, bei denen die Grünen wegen ihrer ständigen Rumprotestiererei mal nicht vor allem als Nervensägen und Besserwisser wahrgenommen wurden. Der Wald sorgte dafür, dass man sie als eine notwendige Erweiterung des Parteienspektrums sah, das seit 1961 eigentlich nur noch aus CDU/CSU, SPD und FDP bestand. Als sie in den Bundestag einzogen, schenkten sie Kanzler Helmut Kohl einen verdorrten Tannenzweig. Bis heute haben sich die Grünen diese Mischung aus Avantgarde und Peinlichkeit bewahrt. Zuletzt zeigten sie das zum Beispiel, als sie im Bundestag ihren Abgeordneten Volker Beck mit Konfetti feierten, nach dem die Ehe für alle beschlossen wurde, oder als Cem Özdemir sich auf seinem Kreuzberger Balkon neben einer Marihuana-Pflanze einen Kübel Eiswasser überschüttete.

1998: Die Grünen kommen in Regierungsverantwortung

Bei fast allen wichtigen gesellschaftlichen Themen der letzten 30 Jahre waren die Grünen Vorreiter. Als Juniorpartner in einer Koalition mit der SPD gelangten die Grünen von 1998 bis 2005 in Regierungsverantwortung und beschlossen unter anderem den Kosovo-Einsatz der Bundeswehr und die Hartz-IV-Reformen mit. In den aktuellen Umfragen für die Bundestagswahl krebsen sie aber bei sieben bis neun Prozent rum.

Selbst schuld, sagt Sylvia Kotting-Uhl. Die 64-Jährige ist seit 1989 bei den Grünen, insgesamt 18 Jahre war sie im Landesvorstand Baden-Württemberg der Partei und seit 2005 sitzt sie im Bundestag. Sie ist atompolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Ich treffe sie an einem Freitagabend nach einem Vortrag mit Foto-Reportage über Afghanistan, die ihr Kreisverband organisiert hat, und wir laufen in eine Eckkneipe des hübschen Gründerzeitviertels Weststadt. „Viele Grüne haben diese Attitüde, den Menschen zu sagen: ‚Fahr nicht Auto, mach dies nicht, mach jenes nicht, du kannst auch was dazu beitragen, du musst etwas machen.‘ Aber das ist falsch, das funktioniert nicht”, sagt Kotting-Uhl.

Sie weiß das deshalb, weil sie es lange Zeit genauso gemacht hat. Das Problem der Grünen ist häufig, dass sie es besser wissen, die Menschen sich aber generell nicht gern sagen lassen, wenn sie etwas falsch machen. Wir sind Katastrophenlerner im doppelten Wortsinn.

Anfang der 80er lebte Kotting-Uhl mit ihrem Mann und drei Kindern in einem Bauernhaus im Kraichgau als Selbstversorgerin. „Ich war in dieser Alternativbewegung drin, da gehörte halt dazu, dass man auf seine Ernährung achtet, Chemie vermeidet, das war damals viel stärker ausgeprägt als heute. Ich habe alles angebaut, was man das Jahr über an Kartoffeln, Gemüse, Kräutern und Obst braucht. Nur Getreide nicht. Da hatte ich einen großen Sack Weizen und einen Sack Roggen auf dem Dachboden, habe wunderbares Brot selber gebacken.”

Sylvia Kotting-Uhl, atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen.

Foto-AG Gymnasium Melle/Wikimedia

Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 war ihr das Selbstversorgerdasein nicht mehr Engagement genug. „Ich dachte mir, jetzt ist Schluss mit dem Leben auf der Insel. Jetzt musst du was machen.” Sie ging zum grünen Ortsverband in ihrem Dorf im Kraichgau. „Als ich dreimal dort gewesen bin, hab ich’s dann erstmal wieder gelassen, das war mir zu verbiestert. Die waren schon sehr streng, nicht kompromissfähig, sehr rigoros. Ein echter Fundi-Ortsverband, eine Anti-Parteien-Partei. Die Prinzipien mussten zu 100 Prozent eingehalten werden. So waren die Grünen damals.”

Aber irgendwann standen Kommunalwahlen an, der Ortsverband kriegte seine Liste nicht voll und klopfte bei ihr ans Bauernhaus. Sie machte mit und wurde bei den Bauern in ihrem Dorf immer unbeliebter. Denn die junge Frau ging auch schon mal rüber zu den Landwirten und erklärte denen, dass sie ihre Gurken nicht spritzen sollten und ihre Äcker im Herbst nicht so tief umpflügen. „Ich wusste es besser. Aber Besserwisserei kommt halt nicht gut an. Außerdem waren wir eine sehr kleine Minderheit, und da bietet man auch viele Angriffspunkte. Ich hatte damals auch mal einen anonymen Brief im Briefkasten, da stand drin: ‚Sowas wie euch hat man früher vergast‘.”

Grüne verbünden sich mit DDR-Bürgerrechtlern

Heute sind die Grünen in Baden-Württemberg stärkste politische Kraft, stellen mit Winfried Kretschmann seit sechs Jahren ausgerechnet in einem der konservativsten Bundesländer Deutschlands ihren ersten Ministerpräsidenten. Die Realos um Kretschmann und den heutigen Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn haben den Flügelkampf gewonnen, die Fundis sind 1989 fast alle ausgetreten. Dafür schlossen sich 1993 die Mitglieder der Umweltschutz- und Bürgerrechtsbewegungen der DDR den Grünen an. Diese Gruppen hatte sich nach der Wende als Bündnis 90 zusammengefunden. Die Grünen hatten schon vor dem Mauerfall Kontakte zu ihnen.

In der Präambel ihres Grundsatzprogramms 1980 hatten sich die Grünen noch als eine Anti-Parteien-Partei definiert, die Kompromisse mit den herkömmlichen Parteien kategorisch ablehnte und die Parlamente lediglich als eine Bühne nutzen wollte, um die Resonanz der Neuen Sozialen Bewegungen zu stärken und die Gesellschaft nach dem „post-materialistischen Wertekanon” umzugestalten.

Geblieben sind einige der Prinzipien, die die Fundis eingebracht hatten: die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Führungsgremien und die Trennung von Amt und Mandat etwa, Wahlkämpfe auf dem Fahrrad, und dass die Abgeordneten 19 Prozent ihrer Diäten an ihre Partei spenden. Das würden wahrscheinlich die wenigsten CDU-Abgeordneten machen.

Auch den sozialen Bewegungen sind sie noch deutlich näher als die anderen Parteien. Fast alle Grünen, die ich treffe, sind aus Protest in die Partei eingetreten, wegen der Errichtung einer Fleischfabrik in ihrem Heimatort, wegen des Waldsterbens, weil sie in der Nähe eines Atomkraftwerks lebten oder weil sie den Frieden bedroht sahen.

Heute treibt auch die rechtspopulistische AfD die Grünen auf die Straße – und beschert ihnen neue Mitglieder. Die Partei wächst wieder, ist heute mit fast 62.000 Mitgliedern so stark wie nie.

Peter Ballhausen, Ortsvorstand der Grünen in Karlsruhe, bei der Mahnwache vor dem Auftritt der AfD-Politikerin Beatrix von Storch.

Christian Gesellmann

Auch in Karlsruhe gibt es Stadtteile, in denen die AfD bei Wahlen schon mehr als 20 Prozent der Stimmen erhielt. Unweit von einem davon steht die Europahalle. Wenige Stunden, bevor Kotting-Uhl in der Diskussion zur Afghanistan-Reportage sagte, dass Deutschland afghanische Flüchtlinge nicht in ihre Heimat abschieben dürfe, trat hier die AfD-Politikerin Beatrix von Storch auf. Die Frau, die gesagt hat: „Wer das Halt an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer. Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen.”

Gewerkschaften haben zu einer Mahnwache vor der Europahalle aufgerufen, die lokale Antifa ist gekommen, ein paar Linke und auch Grüne. Mit dem Grünen-Ortsvorstand Peter Ballhausen setze ich mich etwas abseits auf einen gelben Würfel, den Stadtplaner wahrscheinlich Stadtmöbel nennen, und er erklärt mir das Dilemma der Grünen:

„Ich erlebe es oft“, sagt der Musik- und Religionslehrer, „dass wir Dinge vorschlagen und dann heißt es erstmal: die spinnen. Das war bei dem Protest gegen die Atomenergie genauso wie bei der Ehe für alle oder dem Verbot von Plastiktüten.“

So viel Wald war noch nie

Ballhausen ist Mitglied bei den Grünen geworden, „weil Angela Merkel 2010 den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie beschließen wollte“.

Vor zehn Jahren deckten Kernkraftwerke noch ein Viertel des deutschen Energiebedarfs, heute ist es nur noch etwa halb so viel und bis 2022 sollen alle 29 verbliebenen Kernkraftwerke vom Netz gehen. 1983, als die Grünen erstmals in den Bundestag einzogen, wurde die erste Windkraftanlage in Deutschland gebaut. Heute gibt es mehr als 25.000. Nach den Protesten gegen das Waldsterben wurden Kohlekraftwerke verpflichtet, Rußfilter einzubauen. Seither hat der deutsche Wald eine Million Hektar an Fläche gewonnen. So viel Wald war nie. Nicht einmal zu den Zeiten der Gebrüder Grimm.

Aber das Waldsterben ist noch immer eine reale Bedrohung, heute nicht mehr primär wegen der Umweltverschmutzung, sondern wegen des Klimawandels. In Nordrhein-Westfalen etwa kränkelt etwa ein Viertel des Baumbestandes. Und auch das Thema Energiewende bleibt eine Herausforderung. Nach wie vor stammt mehr als die Hälfte unseres Stroms aus Kohle- und Atomkraft. Bürgerinitiativen protestieren auch in Baden-Württemberg gegen Windräder, und am Karlsruher Institut für Technik wird an Reaktoren der nächsten Generation geforscht. „Wir kämpfen dafür, dass das endlich aufhört“, sagt Ballhausen, “und dafür sind wir kompromissbereiter geworden. Trotzdem sind manche Kompromisse bitter.” Dann schließt er sich der Mahnwache an, und hält den kopfschüttelnden Storch-Gästen eine kleine Fahne entgegen, auf der steht: „Nazis, Nein danke!”

Später in der Eckkneipe sagt Kotting-Uhl zum Thema „bittere Kompromisse“: „Eine Bewegung oder ein Umweltverband ist darauf orientiert, eine ganz bestimmte, klare Forderung aufzustellen. Die müssen mit niemandem einen Kompromiss machen. Wir hingegen müssen, wenn wir etwas erreichen wollen, immer Kompromisse eingehen. Die Lösung für die Endlagersuche zum Beispiel, die wir nun gefunden haben, die finden manche Initiativen bitter. Aber für mich ist es ein toller Erfolg, denn nun haben Union, SPD und wir etwas beschlossen, was zu 95 Prozent Grün ist. Da ist nix Bitteres für mich dran.”

Die Grünen lernen Kompromisse schließen

Im Hintergrund läuft das Länderspiel. Sie regt sich sehr kurz auf, dass der Große Kurfürst eine Raucherkneipe ist, bestellt Riesling und muss schließlich über die junge Frau lachen, die sie einmal war: „Irgendwann stand ich da und habe Mullwindeln mit irre teuren, umweltfreundlichen Waschmitteln gewaschen, und die sind einfach nicht sauber geworden, und die anderen Eltern haben mich sowieso schon komisch angeguckt, weil die Hemdchen meiner Kinder immer Verfärbungen hatten, und dann dachte ich: Habe ich eigentlich einen an der Waffel? Es kümmert doch keinen Menschen, ob ich mein weniges Geld für tensidfreie Waschmittel ausgebe. Ich habe aus meinem Landleben heraus die Überzeugung mitgenommen, dass man den Menschen nicht die Verantwortung für Veränderung auf die Schultern legen darf, sondern dass das wirklich die Politik tun muss. Politik muss den Rahmen so setzen, dass es leicht ist, sich richtig zu verhalten. Jetzt den Leuten zu sagen, kauft euch ein teures Elektroauto und vertraut darauf, dass es genug Ladestationen gibt, Hauptsache ihr verpestet die Luft nicht mehr, das ist blödes Zeug. Die politische Rahmenbedingung muss sein, dass es mindestens genauso günstig und bequem ist, ein Elektroauto zu fahren wie ein anderes.”

Bleibt noch die Frage, warum ausgerechnet Karlsruhe in Baden-Württemberg als Gründungsort? Meine These ist: Postmaterialismus muss man sich leisten können. Man muss ja erstmal ordentlich verdienen, um sich Bio-Tomaten und Bio-Fleisch kaufen zu können. Kotting-Uhl sagt: Postmaterialismus ist schonmal ein ganz falscher Begriff. „Es geht ja nicht um zusätzliche Luxusüberlegungen, sondern es geht um die Grundlagen des Lebens. Bevor ich mir überlege, wie ich lebe, muss ich mir ja überlegen: wie überlebe ich. Das war das, was die Grünen von Anfang an angetrieben hat. Unsere Wähler sind wahrscheinlich schon größtenteils ganz gut saturiert, unsere Mitglieder hingegen sind es meist nicht.”

Vielleicht sind die Grünen deshalb in Baden-Württemberg am stärksten, weil es hier die größte Schnittmenge zwischen Wohlstand, Liberalismus und Konservatismus gibt. Und die größte Schnittmenge zwischen Auto- und Baumliebhabern.


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Theresa Bäuerlein hat mitgeholfen, den Artikel anzufertigen; Vera Fröhlich hat gegengelesen; die Fotos hat Christian Gesellmann gemacht.