Die Ehe für alle ist eine große Sache. Unsere Community zeigt, warum

Die Ehe für alle ist eine große Sache. Unsere Community zeigt, warum

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Eine Welle der Gefühle

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Die Ehe für alle löst starke Gefühle aus. Wir haben unsere Leser und Leserinnen aufgerufen, uns ihre Gefühle, Eindrücke und Gedanken zu schicken: Die einen freuen sich, bald zu heiraten, die anderen fühlen sich endlich anerkannt. Aber lest es selbst:

"Als ich im Radio hörte, dass für die Eheöffnung abgestimmt werden soll, habe ich mich zum ersten Mal nicht wie ein Mensch zweiter Klasse gefühlt."
Jessica

"Plötzlich die Liebe ihres Lebens heiraten zu dürfen, bedeutet mit Sicherheit eine ganze Menge. Und für diese Menschen freue ich mich aus ganzem Herzen."
Stefan aus Leipzig

"Es freut mich, nicht mehr anders behandelt zu werden."
Michael aus Bayern

"Ich freue mich für alle, die jetzt die Wahl haben, und es freut mich auch, dass es ein klares Zeichen gegen die reaktionäre Politik von Mr. Trump ist."
Anna aus Karlsruhe

"Ich freue mich für alle Regenbogenfamilien für die Öffnung des Adoptionsrechts."
Daniela aus Wiesbaden

Beim Thema Ehe für alle geht es aber natürlich vor allem um ein Gefühl: die Liebe.

"Liebe ist einfach Liebe. Und wer sich liebt, der sollte heiraten dürfen. Das Geschlecht, die Herkunft oder die Religion sind dabei doch total egal."
Gisbert aus Oxford

"Mit mehr freier Liebe wird die Welt ein Stückchen besser."
Felix aus Tübingen

"Wenn zwei erwachsene Menschen sich lieben, darf niemand entscheiden, ob eine Liebe mehr wert ist als die andere."
Mona

"Liebe bleibt Liebe, wenn Leute heiraten wollen, sollen sie das, egal wie diese Ehe dann aussieht."
Anne aus Hamburg

"Liebe kennt kein Geschlecht und die Ehe ist in der heutigen Zeit die Krönung der Liebe."
Sonja aus Frankfurt

Konkret heißt die Gesetzesänderung wohl auch, dass es bald ein paar Hochzeiten zu feiern gibt!

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"Ehe für alle heißt, dass ich meine beste Freundin heiraten sehen kann."
Alanna aus Kassel

"Dass mein Onkel endlich 'richtig' heiraten darf."
Stefanie aus Stuttgart

"Dass ich meine Freundin heiraten kann, mit allem, was dazugehört. Das ist ein großes Glück."
Steffi aus Berlin

"Ich kann in Zukunft meine Partnerin heiraten ❤"
Ronja aus Berlin

Aber auch andere Stimmem haben wir gehört:

"Mit der Ehe für alle gibt man einer intoleranten Minderheit die Chance, unsere Gesellschaft nachhaltig negativ zu verändern, indem praktisch jeder jeden heiraten kann. Damit diskriminiert man ein Stück die natürliche Ehe.
Markus aus Hessen

"Sollen gleichgeschlechtliche Ehen auch meine Kinder adoptieren können für den Fall, dass uns Eltern beiden etwas zustößt? Da fühle ich die Rechte meiner und anderer Kinder auf die bestmögliche Normalität regelrecht platt gemacht."
Sabine aus Hamburg

Darum gibt es noch viel zu tun:

Polyamorösen geht die Ehe für alle noch nicht weit genug. Andere denken, die Ehe ist sowieso der falsche Weg. Die konservative Institution der Ehe sollte stattdessen auf die Müllhalde der Geschichte:

"Die Ehe ist noch mitnichten 'für alle'. Aber dass homosexuelle Menschen endlich einander heiraten dürfen, ist ein längst überfälliger Schritt."
Blanca aus Franken

"Ein wichtiger Schritt gegen Diskriminierung und macht vielleicht auch andere LGBTQ-Themen sichtbarer."
Jasmin aus Basel

"Definitiv ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Hoffen wir, dass es nicht der letzte ist."
Michael aus Frießnitz, Thüringen

"Ein echter Fortschritt wäre: Keine Ehe für niemanden!"
Roman aus Münster

"Paradoxerweise stärken gerade die, die sich für die (benachteiligte) Gruppe der Homosexuellen einsetzen, die erzkonservative Institution der Ehe und heben sie noch ein Stück höher auf ihren Sockel, statt ihr die Flügel zu stutzen."
Carl

Was sich aber immer wieder in den Reaktionen findet: Mut.

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Viel schöpfen aus der Entscheidung im Bundestag Kraft und Optimismus für den weiteren Kampf gegen Diskriminierung. Letztlich ist die Ehe für alle nämlich auch eine Art, Liebe in ihrer Vielfalt anzuerkennen.

"Die Ehe für alle bedeutet für mich, endlich mit Gewissheit und Sicherheit sowie ohne Zweifel und Angst in meine Zukunft zu blicken."
Lara aus Karlsruhe

"Ob politisches Kalkül oder nicht, ist mir egal – die Eheöffnung gibt mir zu verstehen, dass ich mich nicht länger verstecken muss. Sie macht mir Mut."
Elias aus Magdeburg

"Ich wünsche uns allen den Mut und die Zuversicht für eine noch liberalere und pluralistischere Gesellschaft."
Martin aus Bayern

"Was ich mir erhoffe, ist, dass jenen das Wasser abgegraben wird, die uns mit Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung begegnen. Weil unser Staat uns damit sagt: Ihr und Eure Liebe ist nicht weniger wert."
Daniela aus München

"Die Ehe für alle ist in meinen Augen ein Schritt in die richtige Richtung, der mir wieder etwas mehr Glauben an und Hoffnung auf Gerechtigkeit verschafft."
Marcel aus Münster


Dominik Wurnig hat bei der Erarbeitung des Artikels geholfen; gegengelesen hat ihn Vera Fröhlich; das Aufmacherbild hat Martin Gommel ausgesucht: iStock / Mixmike