Landarzt aus dem Libanon

Deutschland draussen

Reportage von Jasper Fabian Wenzel, Uckermark
etwa 26 Min. Lesedauer

Alleen im Herbst, Alleen in Gelb, die Felder haben Winterpause. Doktor Ballouz setzt den Blinker links – zweitausendachthundert Kilometer bis Beirut, fünf Kilometer bis ins nächste Dorf und fünfundzwanzig bis zur Bundesgrenze.

Die Scheibenwischer wischen ein paar Meter Blick frei. Aus dem Abendnebel kommen Lkw von vorn wie durch ein Portal, ihr Leuchten, Abblenden. Die Landstraßen sind nass, die Strommasten, Windräder, Bahnschienen, fliegen durch die Landschaft, schnell ist es dunkel geworden, der Nebel dichter. Und weiter. Durch die Orte. Nach Hohenreinkendorf. Nach Mark Landin. Über Kummerow. Nach Casekow. Chorin.

Doktor Ballouz trägt einen Mantel über dem hellen Hemd. Die breite Krawatte, eine, wie sie nur noch Männer tragen, die schon lange Krawatte tragen, ist zwischen dem vierten und dem fünften Knopfloch eingesteckt, war auf dem Weg aus der Praxis vom Wind umher gepeitscht worden vor der Brust, hatte gestört. Das Stethoskop hängt wie ein Schal über den Schultern, der Trabant macht einhundert Stundenkilometer, und er stöhnt. Der Motor gibt Wärme ab.

Sechs Patientennamen stehen auf dem Zettel, den Ballouz auf dem Armaturenbrett eingeklemmt hat. Sechs Patienten, die warten, die jetzt, am frühen Abend noch zu Hause besucht werden wollen.

Das Handy tönt. Frau Bennermann. Sie habe zuerst in der Praxis angerufen, ruft sie aus dem Lautsprecher. Sie wäre dann weitergeleitet worden und fragt nun in die Motorengeräusche des Trabants hinein, ob der Doktor noch bei ihr vorbei kommen könne.

„Doktor, Sie müssen kommen“, ruft Frau Bennermann.

„Der Doktor ist unterwegs“, schreit der Doktor zurück.

Fünfzehn Minuten später ist der Doktor da.

Amin Ballouz im Dachgeschoss seines Dreikanthofs in Pinnow.

„Der Doktor is' jut im Pieken“

Frau Bennermann wohnt allein, ihr Mann zog vor einem Jahr ins Pflegeheim. Sie holt aus nach einem Foto, darauf sitzt Herr Bennermann im Rollstuhl mit einem Partyhütchen auf dem Kopf und schaut heiter in die Linse.

„Das war der letzte Geburtstag, den wir hier hatten. Da waren sie kurz da, wissen sie das noch, Herr Doktor?“

„Ja, da hatten Sie Mandelcremetorte“, sagt Ballouz.

„An Ostern will ich ein paar Tage bei meinem Mann ins Heim einziehen, als Überraschung, als Geschenk, aber da dürfen Sie ihm nichts von erzählen.“

Frau Bennermann packt das Foto zurück ins Regal. Dann bekommt Frau Bennermann eine Spritze gegen die Schmerzen im Rücken. Sie zittert ein wenig, aber nur an den Händen und das sei normal.

„Der Doktor is' jut im Pieken“, sagt sie.

Anfang der Zehnerjahre hatte Ballouz in dieser Gegend, nahe der Oder, nahe der polnischen Grenze, seine erste Praxis aufgemacht. Zwei Jahre später hat er sie wieder geschlossen. Aber Ballouz fährt für seine früheren Patienten, für alle, die selbst nicht mehr fahren können, weiter hierher.

Zweiter Besuch bei Familie Krieger, kurz hinter dem prächtigen Stadttor, es ist Viertel nach sechs, düsteres, frühabendliches Gartz. Unterwegs hat sich Ballouz am Telefon den Blutzuckerspiegel des Patienten Krieger durchgeben lassen. Eine Pflegerin wartet in der Wohnung.

„Schwester Sigrid, verstehe, 76, dann ist der Zucker in Ordnung. Die Magensonde läuft noch? Nach 76 haben Sie ihm noch Cola gegeben? Wie viel Cola? Das ist okay.“

Dann hatte Ballouz kurz angehalten, um zu tanken, um an der Kasse für den eigenen Zucker eine Tafel Schokolade zu kaufen. „Zucker zaubert“, hatte er gesagt.

Die Fahrten in der Uckermark sind kleine Pausen.

„Die Leute haben wenig und teilen viel“

Es geht eine alte graulackierte Wendeltreppe aus Holz hinauf in die erste Etage, ein junger Mann, eine richtige Kante mit hellem Gesicht, öffnet die Wohnungstür, dahinter wartet eine junge Frau, dahinter eine ältere Dame, dahinter das Wohnzimmer und zwei Kinder und ein weiteres Zimmer, in dem das Krankenbett des alten Herrn Krieger aufgebaut steht.

Familie Krieger ist vor drei Jahren aus Polen hergezogen, weil die Mieten zu Hause plötzlich höher waren als in der Uckermark. Großvater Krieger liegt seit zwei Jahren in diesem Klappbett aus Kiefernholz, neunzig Jahre alt, zwei Fernsehgeräte laufen im Simultanbetrieb, polnische Kanäle, gute Unterhaltung.

Herr Krieger tippt sich gegen den Kopf und wispert dünne Worte. Er versteht nicht, was Ballouz ihm sagen will. Frau Krieger übersetzt so gut sie kann, die Chronik der laufenden Leiden: Abszess, Eiter, wundgelegen. Auch die anderen Kriegers sprechen kaum Deutsch, bewegen die Augenbrauen, die Schultern, und der Doktor probiert es so, körpert die Fragen, die Antworten federnd in den Raum.

„Ich gebe Ihnen etwas gegen die Kopfschmerzen, dann ist alles Dopsche“, sagt Ballouz.

„Dobrze“, sagt Frau Krieger, und sie lächelt, und auch der alte Krieger schaut nicht mehr ganz so betreten, lächelt jetzt selbst ein zahnloses Bisschen, die Wunde bekommt noch ein neues Pflaster, das schaut doch alles schon wieder ganz ordentlich aus, sagt der Doktor, und der Blutzucker, der sei auch in Ordnung.

Der Kopf von Herrn Krieger ist etwas tiefer ins Kissen gesackt, die Hände auf der Brust gefaltet, Trägheit der Augen, sein Ausatmen breitet schon den Geruch des Schlafes aus.

„Alles bestens“, sagt Ballouz.

„Dobrze“, sagt Frau Krieger.

Doktor Ballouz winkt und lässt den Motor an. Es geht weiter über Dörfer und Landstraßen, die B198, Kerkow, Ziethen, Angermünde.

„Die Entfernungen sind groß“, sagt Ballouz, „manchmal hätte ich gerne ein Flugzeug, wie in Australien, um schneller ins Outback zu kommen.“

Bei Brodowin kommt ein Bahnübergang. Da dann warten. Finger trommeln aufs Lenkrad, Beine schütteln, kleine Geduldsprobe.

Und starr geradeaus die Augen, kurze Müdigkeit, in der dieser Tag träumend für ein paar Augenhintergrundblicke verschwimmt: Straßen, Fahrten, Höfe, Häuser; Blätter, Schimmer, Spritzen; Herbstgelb, Herbstrot, Hüften. Hüftgold.

Und die Straße als Lichtung: Der Blick übers Land, die Fahrten sind kleine Pausen. Ballouz spricht im Dreisatz. Mehr zu sich selbst.

„Viel Arbeit. Alles alleine. Ist viel.“

Pause.

„Wird spät heute. Wie gestern. Da war es auch spät.“

Lange Pause.

„Guck mal. Ein See. Schöner See.“

Früher gab es keine Seen hier. Das Land lag unter Eis, das Eis schob die Landschaft zu Hügeln auf. Das Eis brachte Steine, legte Steine frei und wurde später das Wasser.
Grundmoräne, Endmoräne – so viel zur Beschaffenheit. Die Uckermark, Schatzkasten der Natur.

Über dem See liegt Dunst, eine Bahn fährt vorbei, die Schranke hebt sich, los jetzt, jetzt aber los.

„Wir müssen uns beeilen.“

Rasch durch den Regen, Vorsicht, Wild, den Mittelstreifen als Ideallinie entlang, geisterfahrerhaft wie irr, auf den Gegenspuren in die Kurven. Das Thema des nächsten Hausbesuchs: Wie den Magen schonen. So jedenfalls nicht.

Im Ortsinneren steht gefühlt jedes zweite Haus leer. Einfamilienhäuser mit und ohne Familien, verwachsene Spießigkeit, kleiner, hingeduckter Backstein. Man hat, so scheint’s, die Vorgärten aufgegeben. Es kommt ja doch keiner mehr.

„Die Leute haben wenig und teilen viel“, sagt Ballouz.

„Man ist sehr solidarisch miteinander. Viele sind arm, aber sie müssen das nicht unbedingt verbergen.“

Frau Sachs hat Kaffee gemacht. Herr Sachs sitzt in felsenfester Fernsehzuschauerposition, aber das Gerät ist nicht eingeschaltet. Er schüttelt die Hände, sitzt dann weiter unbeteiligt da wie zuvor. Herr Sachs hatte einen Schlaganfall, seitdem bleiben sie zu Hause. Gefahren war immer er, sie hat keinen Führerschein, in der Garage steht ein Auto und welkt.

„Ich weiß auch nicht, Herr Doktor.“

„Haben Sie zu viel Abführmittel genommen?“

„Niemals! Ich habe immer nur Leinsamen genommen und so was.“

„Sonst nichts?“

„Sennesblättertee habe ich ein paar Tage versucht, aber die Wirkung wurde auch immer weniger.“

Überall viel Platz, auf den Straßen, um die Häuser herum, auch der Wohnraum ist großzügig, wenig Möbel, viel Zeugs.

„Nach oben gehen wir fast gar nicht mehr”, sagt Frau Sachs.

Sie könne auch noch etwas singen, sagt sie.

„Also für ein Lied hab ich noch Zeit“, sagt Ballouz, „haben Sie Lust?“

Frau Sachs rückt sich auf dem Sofa zurecht.

„Vielleicht doch lieber das nächste Mal“, sagt sie, und Ballouz reißt sich hoch und gibt ihr die Hand.

„Schon?“

Schon. Geht wieder weiter, eine Hatz, ein großer Spaß, Schritte im Kies, Schritte im Gras, der Doktor hat seine Tasche im Haus vergessen, rauscht hin und her, auf Wiedersehen, auf Wiedersehen, Anrollen, Abbremsen, dann eine Kreuzung, Trabant-Begegnung, die Busfahrernummer, Hupen, Handzeichen, klar, hallo Freund, alles okay bei dir?

Alles okay.

Tagespensum im Trabant.

„Engstirnige Lokalpatrioten“

Vielleicht ist der Trabant für Ballouz deshalb das unbedingt richtige Auto, weil er mit einem schnelleren noch viel schneller noch viel weiter käme. Manches braucht manchmal auch ein bisschen Zeit. Er muss sich zähmen. Mehr geht nicht ist auch der Satz, mit dem er gelegentlich von anderen gebremst werden muss. Geduld, sagte eine der Auszubildenden in der Praxis, das sei nicht der Hashtag, mit dem man den Doktor erreicht. Andererseits scheinen Ballouz’ hohes Tempo und die Langsamkeit der Alten, die den Doktor immer gern länger dabehalten würden, zusammenzufinden, oder sie finden nicht zusammen, und dann funktioniert es trotzdem.

Schon wieder Regen? Immerzu Regen. Und, wie war’s? Wie war der Tag, die Woche? Was machen das Haus, der Garten, die Enkelkinder?

„Und sonst so?“

„Es geht, Herr Doktor, alles gut soweit.“

Man ist einander höflich bis herzlich zugeneigt.

„Herzlichen Dank!“

„Ich danke Ihnen für die Gastfreundschaft. Auf Wiedersehen! Alles Gute und bis bald.“

Frau Leffler hat Kaffee gemacht, aber Doktor Ballouz lehnt ab.

„Geht keiner mehr rein“, sagt er.

Herr Leffler sitzt. Menschen in Sesseln. Und dann diese deckenhohen Wandschränke ohne Bücher, mit Tellern, Tassen, Holzigeln und Piepmätzen aus Porzellan, ein Kitschensemble aus Silber und Gläsern, die nie, nie, niemals benutzt werden. Gesamtdeutsche Vergangenheitsdekoration, Zierde, alte Zeit.

„Aber was Essen können Sie doch vertragen“, sagt sie und verschwindet in der Küche. Es gibt Spiegeleier auf Toast.

„So, Toast mit Ei, bitteschön. Hamse gehört, Jatznick, Herr Doktor? Ganz dicht bei Pasewalk da oben. Eine Geflügelfarm. Da hamse Vogelgrippe gehabt. Alle Tiere geschlachtet, sagt Frau Leffler. Sie sagt „jeschlachtet”, „Jeflüjelfarm”, „jehöört”.

„Totjemacht wurden die, wurden alle verbrannt, im Ofen. Stück Stollen noch hinterher?“

Herr Leffler diskutiert mit Ballouz die Treppen.

„Bin am überlegen, ob ich nicht so 'ne Treppenliftfirma anrufe, da soll es auch gebrauchte Lifte geben, die man mieten kann. Na ja, wir sind am überlegen. Noch komm ich die Treppen rauf. Die Pumpe ist nicht mehr die beste. Auf der Hälfte hab ich einen Stuhl, da kann ich mich hinsetzen. So hangeln wir uns dann hier hoch.“

„Laufen“, sagt Ballouz, „wichtig“, und er kaut und empfiehlt: „Laufen so lange es geht.“

Leffler war Lehrer. Deutsch und Mathe. Die Rente stimmt, die Rente ist okay. Seine alte Schule liegt direkt nebenan. Morgens und am Vormittag hört man die Kinder, kommen Wortfetzen der Pausenhofrufe durch die gekippten Fenster ins Wohnzimmer herein. Leffler mag dabei gern ein wenig im Sessel wegdösen. Am Abend ist es totenstill.

„Das Meiste haben sie uns genommen“, sagt er, und meint das Gymnasium, das nur noch Grundschule ist. Von siebenhundert Schülern sind gerade mal einhundert übrig, sechs von dreizehn Klassen.

„Geht alles den Bach runter. Nur mit dem Doktor haben wir das große Los gezogen. So einen wie ihn hat es hier seit dem Krieg nicht gegeben. Wenn ich heute ein Problem habe, rufe ich in der Praxis an, die Schwestern schreiben mit, und morgen Nachmittag kommt jemand von der Apotheke und bringt mir die Medikamente. Einfache Sache. Besser geht's doch gar nicht.“

Ballouz beißt in den Stollen und lacht.

„Und wenn was ist, ist er sofort da“, sagt Leffler. „Im letzten Jahr hatte ich bisschen Probleme, da habe ich gesagt, mir geht’s nicht gut, und ehe ich es überhaupt geschafft hatte, die Tasche zu packen, war der Krankenwagen schon hier. Nach zwanzig Minuten war ich in Schwedt, und dann haben sie mich nach Bernau in die Herzklinik gebracht. Das lief alles.“

Die Lefflers waren die ersten Kontaktmenschen des Doktors in der Uckermark. Er zog in die kleine Junggesellenwohnung nebenan und eröffnete seine Praxis in Gartz. Die Lefflers unterstützten ihn. Geholfen hat am Anfang auch, dass ihm die Gemeinde den roten Teppich ausrollte, wie er sagt. Aber sie haben den Teppich schnell wieder eingerollt.

„Plötzlich wollte die Gemeinde die Miete für die Praxis verdoppeln. Tausend Euro. So viel zahlt man nicht mal in Potsdam“, sagt Ballouz, und auch Leffler ärgert das noch immer sehr.

„Engstirnige Lokalpatrioten, sach ich mal, so Lokalprinzen, die wissen gar nicht, was sie weggeben, wenn sie einen Arzt laufen lassen. Hat hier Tag und Nacht gearbeitet für die Leute, die Praxis war immer voll.“

„Was übrig ist, lassen sie liegen, das räume ich dann weg“, sagt Frau Leffler.

„Einfache Sache“, sagt ihr Mann.

Hausbesuch: Zierde, alte Zeit.

„Lucki, das ist mein Vater in der Uckermark“

„Kalt geworden.“

„Das ist der Wind, Herr Ballouz“, ruft Frau Gieselheim.

Die Gieselheims wohnen am nördlichen Rand, Am Waldrand, so heißt die Gegend hier. Doppelhaushälften, Zäune, hohe Empfangsantennen. Vor der Türe stehen Näpfe, frischer Fisch und Leber für die Katzen. Elisabeth Gieselheim, Dauerwelle, kleine Frau, löffelt Nachschub in einen Katzennapf und schüttelt die Doktorhand.

Aus der Tiefe des Raums kommt hünenhaft ihr Mann nach vorn zur Tür, Harald Gieselheim, den sie hier „Lucki“ nennen.

„Dokterchen“, ruft Lucki im Donnerton, „Zeit wird's.“

Ballouz stellt kurze Befindlichkeitsfragen, dann geht es, nach zwei Minuten Patientengespräch, fünfmal länger um den Kauf des richtigen Rasenmähers.

„Das muss kein deutscher sein.“

„Aber nicht teurer als der Alte.“

„Wichtig ist, dass der Fangkorb mittig ist.“

Es gibt Kaffee, kleine Stullen, unverfängliche Themen und einen kurzen Vortrag Luckis.

„Dann krieg ich noch die Bohrmaschine wieder“, sagt er, „und willst du das Schweißgerät jetzt mitnehmen?“

Das erste Du des Tages. Sie duzen einander. Es ist auch das erste Mal, dass Ballouz ein wenig wortkarg ist.

„Lucki, das ist mein Vater in der Uckermark“, wird der Doktor später über ihn sagen. „Er erinnert mich an meinen Onkel in Beirut, der Schiffsmotoren repariert hat.“

Soll heißen, der Lucki, das ist eine Autorität nach seinem Temperament.

Lucki bellt über den Hof und setzt sich in Bewegung. Die Katzen bleiben sitzen vor Fisch und Leber, gucken nicht mal hoch, aber der Hund folgt ihm. Übergänge vom Einen ins Andere werden mit einem bruchfesten „So“ intoniert.

„So! Und wie war das jetzt mit den Reifen?“

Lucki bewegt sich etwas träge in Richtung der beiden Garagen, nimmt dann die linke und knipst die Fernbedienung:

Tor eins – bitte auf.

Eine komplette Autowerkstatt hat er hier aufgebaut stehen, mit Wagenheber und allem Werkzeug der Welt. Gummi ist in der Luft, ist auf dem Boden, Autoreifen, ölverschmierte Teile, dahinter steht, etwas zurückgeschoben zwischen wuchtigen Maschinen, ein beigefarbener Trabant Modell 601 S deluxe. Lucki hat ihn zum Pickup umgebaut.

„Damit fahre ich auf die Jagd, zum Pilze sammeln oder um die Seen hier so rum“, sagt er. Ein Erinnerungsauto sei der Trabant, ganz klar: „Ein Stück von dem, was man durchlebt hat.“

Für Ballouz war der Trabant zunächst vor allem ein Annäherungsauto. Heute sagt er, möchte er ein Auto fahren, dessen Funktionsweise er versteht. Wer weiß denn heute noch wirklich, wie eine Maschine funktioniert. Aber diese hier, Zweitaktmotor, tak, tak, tak, sei ehrlich eine einfache Sache.

„Früher“, sagt Lucki über seinen Trabant, „war das hier noch ein Kombi, da sind wir mit den Kindern drin gefahren. Dann ist meine erste Frau verstorben. Und während ich so überlegt hab, wie es weitergehen soll, war ich viel in der Werkstatt, da hab ich das Auto halt ein wenig uffjemöbelt. Tat gut.“

Lucki wirft die Arme in die Luft und nimmt einen Schwung gute Laune in die nächsten Sätze.

„Es macht bissel Spaß. Vor allem macht es Spaß, wenn man die Hauptwege verlässt und lässt ihn richtig in die Taiga steigen. Der geht mit Vollgas in den Dritten und durch die Löcher. Der springt richtig. Der fährt überall. Mit entsprechendem Effet muss man fahren. Das ist alles. Jefühl muss man haben.“

Ballouz nickt, die Gesichter leuchten, Lucki erzählt weiter, geht nicht ohne Stolz umher. Sein Dialekt ist mal da und mal nicht. Mal wird „jebaut“, mal „gebaut“. Es schwankt.

„Ist auch alles verstärkt hier, der Unterboden. Sonst würde der ja abknicken. Und unten ist umgeschweißt. Die Verstärkungen vom Stoßdämpfer und von der Blattfeder, das ist jetzt alles eine Einheit, das gehört jetzt dazu.“

Lucki, der Garagenfürst, der am liebsten aus dem Innenleben von Maschinen zu reden scheint, ist dabei oft unfreiwillig allegorisch. Die Gieselheims wohnen seit 1945 in Schwedt. Anzapfbar ist ein endloser Erinnerungsraum.

„Die ganze DDR hab ich mitgemacht“, sagt Lucki. „Aber ich hab keine Not gelitten. Hatte alles, sogar Westgeld. Wir haben hier Tabak angebaut, immer so dreieinhalb Morgen, unversteuert, 44 Zentner Trockenmasse, Spitze 33.000 Mark auf der Kasse. Da haben die nicht hingeguckt. Und wir haben auch noch so eine kleine Wiese gehabt, Kaninchenzucht. Da gab’s auch keine Steuern drauf.“

Lucki arbeitete als Trabantfabrikant.

„Autoschlosser war ich und bin dann hier hängengeblieben.“

Während der Wende hat er Honeckers verzweifelten Anfeuerungsruf „Aus den Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen“ ernst genommen und sich die Garagen mit Ersatzteilen vollgemacht, die außer ihm niemand mehr haben wollte. Seither repariert er die Fahrzeuge in der Gegend, manchmal kommen Schwedter Jungs mit einer kaputten Schwalbe vorbei.

„Gibt immer was zu tun“, sagt Lucki, und es scheint noch eine Menge mehr zu erzählen zu geben: „Hier, der Anhänger, das ist auch DDR-Konstruktion. Ich mag den so sehr, weil der für den Trabant passend ist. Mit einer Hand kriegt man den hochgestellt, garagensparend. Ein ganz raffiniertes Teil. Den schiebt man ran und stellt ihn hin. Kann man hier nachstellen. Dann hier spannen. Und dann hat der auch noch Durchfederungsschutz. Also. Ich fahr mit dem lieber, weil der nicht so springt. Diese ganzen neuen Hänger vom Obi-Baumarkt, die haben Drehstabfederung drin ohne Stoßdämpfer. Fürchterliche Hänger sind das. Die hopsen so. Da fliegt alles aus dem Hänger raus. Diesen hier, den hat ein alter Herr so stehen gehabt in der Garage. 200 Euro, hat er gesagt. Ich sach, her damit“, sagt Lucki.

„Nach der Wende wollten alle alles wegschmeißen. Aber jetzt sind die Leute hellwach geworden. Diese ganzen Industrieartikel sollen ja nach einem Jahr kaputtgehen. Da sind doch Fehler eingebaut, damit sich das immer wieder rumdreht, damit man einen neuen kauft. Der Hänger, das ist wie mit dem Auto, das ist auch so bissel Vergangenheit. Da hängt man dran. Den hängt man dran. Der geht durch alles durch. Damit bin ich noch nie hängen geblieben.“

Lucki bewegt sich vom Garagentor weg Richtung Haus. Mobilität ist jetzt das Thema. Wie lange es noch geht, und was man besser loslässt, langsam.

Gestern hat Lucki die Karpfen aus seinem Teich gefischt und die Fische seinem Sohn für dessen Garten mitgegeben.

„Ich kann das nicht mehr schaffen alles“, sagt er, und es klingt, als hätte er sich diesen Satz erst kürzlich mühsam angespart.

„Er schafft ja schon noch eine ganze Menge. Aber der Schlag –“, sagt seine Frau.

Es gehe jetzt darum, so lange es noch geht, alles vorzubereiten für später, wenn es nicht mehr geht, sagt Lucki.

„Und jetzt macht mal, dass ihr loskommt.“

An den Straßenrändern gen Stettin.

„Zum Rauchen gehe ich raus“

Als Nächstes wartet Frau Schade, ein Kurzbesuch im Pflegeheim.

Starkes Rheuma, schweres Asthma, sagt Ballouz. Sie ist erst achtundvierzig.

Das Pflegeheim liegt nah am Ärztehaus, neben dem Freizeit- und Erlebnisbad Aquarium. AquariUM, steht da. U und M am Ende groß, UM für Uckermark, „Wellness und Badespaß – auch auf Polnisch“.

Hinter den Schiebetüren aus Glas wartet ein warmes Pusten. Der Eingangsbereich des Heims ist leergefegt. Niemand da. Lange Schritte, lange Flure, gehen auch durch Räume von Gerüchen: Da sitzen vereinzelt welche auf den Gängen, gucken, Gesichterlektüren, all die Leben.

„Hallo, meine Liebe“, sagt Ballouz, nachdem er sich durch die Tür geklopft hat.

„Das ist aber schön, dass Sie noch kommen konnten, Herr Doktor.“

„Ich bitte Sie, aber natürlich. Was macht denn die Bewegung, Frau Schade? Waren Sie mal wieder draußen in den letzten Tagen?“

„Zum Rauchen gehe ich raus. Hier, auf die Terrasse. Oder unten, bei die Kaninchen. Einmal bin ich auch nach Penny, das ist ein Block weiter, da hab ich mir Zigaretten gekauft …“

„Hier gibt es Kaninchen?“

„Ja, ein schwarzes und ein paar weiße.“

Im Hintergrund meldet sich der Fernseher, RTL II, stumpfzynische Kitschmelodie, ein O-Ton: Ich liebe Tommy, aber er hat sich nich unter Kontrolle oft, und das geht dann nich, dass ich immer wieder ihn verzeihe …

Es ist ein Besuch ohne konkrete Behandlung. Frau Schade hatte den Doktor gebeten vorbeizukommen. Sie hatte einfach das Bedürfnis, jemanden zu sprechen.

„Möchten Sie ein paar Kekse, Herr Doktor? Der Kuchen hier ist grauenhaft, aber die Kekse sind gut, die sind nicht selbstgebacken, wissen Sie.“

„Danke.“

„Ich hatte mal so einen Traum, ich sitze wieder in meinem Haus, als altes Mütterchen mit Kopftuch auf, sitze da ganz verlassen und alleine. Vor dem Fenster sitze ich da, in meiner Küche …“

„Möchten Sie, dass ich mich einsetze, dass Sie wieder nach Hause kommen? Dann müssen Sie das aber ganz klar sagen. Sie ändern ja auch häufig Ihre Meinung, wissen Sie. Ich meine, Sie haben Wohnrecht. Aber endgültig entscheiden müssen Sie selbst.“

„Sprechen Sie erst mal mit meiner Tochter.“

„Aber die Meinung Ihrer Tochter ist, dass Sie hier bleiben sollen. Wenn Sie zurück nach Hause möchten, müssen Sie sich von der Meinung Ihrer Tochter unabhängig machen. Der Vorteil des Heims ist natürlich, dass Sie rund um die Uhr betreut werden.“

„Ja, ist schon richtig. Aber das Zimmer ist so klein. Hier halte ich es nicht aus. Ich sehe immer nur die gelbe Wand. Und ich bin so traurig oft.“

Erwin Globke sitzt nackt auf seinem Bett

Im Nebenzimmer sitzt Erwin Globke nackt auf seinem Bett. Er hat die Arme seitlich von Körper weg abgestützt und schaut zergrübelt aus dem Fenster. Das weiße Haar ist in geraden Strähnen über die lichte hintere Kopfpartie gekämmt, von der Brust über den Bauch und bis zum Unterleib kräuseln sich große weiße Büschel. Er hat Ballouz nicht reinkommen hören.

„Herr Oberstudienrat! Ich habe sie gar nicht reinkommen hören.“

„Sie haben ja überhaupt nichts an, Herr Globke“, ruft Ballouz.

„Nichts mehr los hier“, grunzt Globke und deutet missmutig auf seinen Penis, der da mit seinen Beinen über der Bettkannte hängt.

„Bis zum Frühling ist es ja auch noch eine ganze Weile“, antwortet Ballouz, und Globke lacht ein tiefes Brummen, schnaubt einen Windstoß über die Büschel, an den Unterarmen hat er Gänsehaut.

„Ich bin für die Vakzination gekommen; am besten Sie ziehen sich erst mal etwas an, sonst erkälten sie sich noch.“

„Ja, ist gut, gleich kommt auch noch der Junge, der bringt mir meine zwei Flaschen Bier, damit ich heute Nacht schlafen kann. Und dann muss ich Lotto spielen.“

„Im Sommer beschweren sich die Frauen im Heim“, sagt Ballouz, „weil sie sich erschrecken, wenn Globke wieder mal nackt auf der Terrasse sitzt.“

Globke, gerade einundneunzig Jahre alt, ist einer der wenigen Bewohner im Heim, bei denen die Rente höher ist als die Kosten der Pflegestufe. Das hält ihn bei Laune. Etwas Geld übrig zu haben macht schon einen heimlichen Unterschied, Geld ist ein extraweiches Kissen, man kann sich den einen oder anderen Gefallen leisten.

Am Anfang war Globke Busfahrer bei der Berliner Verkehrsgemeinschaft. Später hatte er eine Baufirma, große Zeiten, er fuhr einen roten Mercedes 300 SL und jagte den Frauen nach. Er spricht oft die Worte „Eden“ und „Café Kranzler“, und ohne dass sich ein konkretes Bild zusammensetzt, scheint es eine vertraute Westberliner Biographie, voller Lebenserotik einer nicht wenig nachgeholten Jugend nach dem Krieg, deren lückenhaft hedonistische Erzählung irgendwo in den Siebzigern endet. Die späten Jahre werden ausgespart. Das Heim in Schwedt hatte sein Sohn ausgesucht, damit er den Vater häufiger besuchen konnte. Aber inzwischen ist der Sohn verstorben und Globke allein.

„Er ist ein zäher Hund“, sagt Ballouz, „der macht noch eine Weile.“

Schwedt-City, die Blöcke, kostengünstig aufgehübscht.

„Und wann machen wir die Operation?“

Auf einer fensterlosen Fassade hat eine Baufirma ihr Logo aufgemalt. STREBEDT steht da in großen blauen Buchstaben und liest sich im Vorbeifahren wie STERBEBETT. Die eierschalenfarbenen Bauten sind mit knallfarbigen Motiven kostengünstig aufgehübscht, wohlmeinende Bemalungen gegen eine bautriste Trostlosigkeit. An den Seiten leuchten bunt angemalte Platten, was gut ausschaut, wie große Pixelfehler, wie frühe Computergrafik, gelb und blau umrandete Fenster, geometrische Figuren in Magenta, der Farbcode einer verlorengegangenen Leichtigkeit, Verheißungen, die erinnern an Börsengang, frühe Berliner Republik oder eine neuerdings ins Logo der FDP hinein gepflanzte Zutat, komplementär zu Grün.

Die Liste am Armaturenbrett hat noch einen letzten Namen übrig. Ballouz ruft in der Praxis an. Die Adresse.

„Kastanienallee oder Lindenallee?“

In seinem Kopf liegen so viele Straßennamen herum, sie sind zum Verwechseln. Die Häuser auch. Man verfährt sich komischerweise dauernd. Schwedt-City, die Blöcke, verdammte Irrgärten.

„Ich will intuitiv immer wieder gleich falschfahren“, sagt Ballouz und lenkt den Trabant über breit hingelagerte Parkzonen und Kreisverkehre auf immer neue Wege, sucht das weiße Haus. Aber das weiße Haus ist nicht da. Der Doktor flucht im hektischen Überschwang auf die sozialistischen Wohnkästen, die ihm, wie er sagt, noch immer sehr fremd sind. Dann endlich, da vorn, das wird es sein.

Rasenflächen, die nur zum Mähen da sind, Hecken, Trennbüsche, junge Birken, keine deutsche Eiche, dafür eine hohe Blutbuche, mächtig und alt, vielleicht aber jünger als die meisten Bewohner hier. Weiter vorn einige kleinere Hängebirken und nach hinten raus Balkone, Blumenkübel, Wäscheleinen, Sichtschutzglas an den Balkonseiten, unterschiedliche, milchige Strukturen. Die Fensterreihen, mal nur eins, mal in Zweierpaaren, die Badezimmerfenster immer blickdicht, geschlossene oder gekippte Fenster, zugezogene Gardinen. Teller, Stimmen, Besteckgeräusch. Kinderempörung, Kinderglück, der von Kletterpflanzen umrankte Abstellplatz für die Mülltonnen, Werbung, nein danke!, aber eigentlich natürlich gern.

Vor dem Reihenhaus liegt ein unbespielter Spielplatz mit Schaukeln, Rutsche, Karussell. Der syrische Flüchtling in Ballouz’ Praxis hatte erzählt, dass es in der Nähe seines einstigen Hauses in der Millionenstadt Aleppo einen Spielplatz gegeben hatte, auf dem niemand mehr spielen mochte, weil man dort die Toten in den Sand gegraben hatte.

Türglockenvariationen nach dem Klingeln bei Redders und mit dem Fahrstuhl maximal 450 Kilogramm in den Vierten: Teppiche, viele Bücher, ansonsten von allem wenig.

„Nur Ihre Niere macht Ihnen Probleme, sonst nichts, nicht wahr?“

„Irgendwas muss es ja sein.“

„Da haben Sie recht. Und wann machen wir die Operation?“

„Wir sind Zeitmillionäre. Das müssen Sie bestimmen, Doktor“, meint Frau Redder.

Falsche Früchte liegen in einer Schale auf dem Tisch. Im Regal steht Günter Grass. Ein weites Feld. Dieses riesenhafte Fontanezitat, einst steil als Jahrhundertereignis beworben, hier ungeachtet aufgehoben, zwischen Michail Scholochow und Anna Seghers, im lange unberührten Archiv der Frau Redder. Grass, der als Kind kein eigenes Zimmer hatte, der sich Räume der Abgeschiedenheit früh herbeiphantasieren musste, der sich in seinen Büchern verstärkt an Fernes und an Fremdes hängt. Eine wirr konstruierte Wendegeschichte, ein Monstrum. 1995 war das, da kam das Buch heraus. Vier Jahre später gewann Grass den Nobelpreis, und in Schwedt wurde die Bibliothek geschlossen, in der Frau Redder bis zur Rente gearbeitet hatte. In der DDR erschien die „Blechtrommel” erst 1986, 27 Jahre zuvor hatte Frau Redder das Buch von ihrem Mann geschenkt bekommen, es bedeutete ihr etwas, sagt sie. Als Begleiter der frühen Lesejahre war Grass so etwas wie ihr Lebensdichter.

Heute wird nicht mehr viel gelesen bei Redders, Augen und Alter, die nicht zu entschärfende Zeitbombe.

Da grüßt Christian Lindner vom Fernseher, das Dreikönigstreffen der FDP. Herr Redder rückt den Sessel vor. Gezeigt wird ein Ausschnitt der Rede des Parteichefs im Stuttgarter Staatstheatersaal. Lindner, der kalkuliert zurück ins Bewusstsein will mit seiner Partei, redet skriptfrei, also auswendig gelernt, ist beim Sprechen in Bewegung, ohne Pult. Ein Auftritt vermeintlicher Nähe und Spontanitätssuggestion. Er ist die Pose eines Erfolgsversprechens, Lindner, ein Verkäufer, ein Vergangenheitsabwicklungsvirtuose.

„Wie der dasteht, wie der da rummacht“, sagt Herr Redder, „eine Vertreterfigur, ein Hochstapler, die FDP war doch gerade erst weg vom Fenster, und schon wollen die wieder gewählt werden. Alles Renegaten. Da wird ein bisschen beteuert und schon ist die Integrität wiederhergestellt. Das reicht dann. Das gibt’s doch gar nicht!“

Lindner kommt nicht gut an in Schwedt, und der SPD-Wahlkämpfer Grass kommt natürlich nicht vor in Lindners Stuttgarter Rede, dafür fallen die Namen der deutlich älteren, zum Standartrepertoire rhetorischer Figuren gehörenden Herren Bismarck und Heuss, und Lindner zitiert den Aphorismus: „Resignation – das ist der Egoismus der Schwachen. Meine Damen und Herren.“

Ballouz, der einen Augenblick gebannt gelauscht hatte bei Lindners Vortrag, hat den Satz aufgeschnappt, wiederholt, gewogen und für gut befunden: „Den kann ich gebrauchen. Den verwende ich vielleicht ab und zu, aus Spaß, am besten in Situationen, wo es sehr ernst ist.“

Der Besuch bei Redders war der letzte für heute. Das war’s dann. Im Autoradio läuft die Hitnacht auf Antenne Brandenburg, Miriam ruft an, wünscht sich was „und außerdem allen Ärzten und Krankenschwestern, die Nachtdienst haben, alles Liebe“.

Es ist 21 Uhr. Ballouz breitet die Arme aus. Er könnte jetzt sagen: Willkommen in meiner Welt. Stattdessen sagt er: „Ich habe Hunger. Komm, wir fahren zum Griechen.“


Bilder: Bernhard Moosbauer; Der Text ist ein Kapitel aus Jasper Fabian Wenzels Buch „Deutschland draussen. Das Leben des Dr. Amin Ballouz, Landarzt“ (dtv).